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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Großer Auftrag - wie ging es euch dabei?


Autor: Erschütterter (Gast)
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Ich bin selbständig. Eben hat es mir den bisher größten Auftrag in 
meiner Firmengeschichte aus dem Fax genudelt. Eigentlich ist das 
Erzeugnis nichts besonderes, aber es wird unter strengen Bedingungen 
eingesetzt. Es funktionierte bisher. Es ist professionell entwickelt, 
konstruiert und hergestellt.
Jetzt habe ich Panikattacken, da ich die Folgen nicht einschätzen kann. 
Man hat ja so seine Katastrophenvorstellungen. Es könnte ja eines Tages 
nicht mehr funktionieren... Ist auch etwas komplizierter als ein 
Steckernetzteil.
Ich kann mich wahrscheinlich dumm und dusselig daran verdienen, aber ich 
sitze hier und fühle mich wie zugelötet und es will kein Triumph 
aufkommen.
Genaugenommen ist das ist der Tag, auf den ich schon lange gewartet 
habe.

Gibt es sowas? Das ist doch nicht normal? Ich dachte, dass ich über 
solchen Kleinkram hinweg bin. Lohn der Angst?

Wer kennt diese Situation?

Autor: Wiesel (Gast)
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Auftrag annehmen, Geld verdienen PUNKT.

Um deine Angst nen bischen zu lindern, kannst dich ja einfach mal nach 
ner schönen Immobilie in der Karibik umschauen *g

Autor: Daniel (Gast)
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es ist vielleicht anfängliche Lämung .. aber soweit
du anfängst, wird dein Kopf davon frei sein.
Das ist eine Analogie, weil ich selbst nicht in deiner
Situation war^^

Autor: Pete K. (pete77)
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Bauch einschalten ob Warnsignale kommen. Wenn ja, Warnsignale auswerten.

Risiken (Haftung, Regressforderungen, PlanB) auf ein Blatt Papier 
aufschreiben und bewerten bzw. Lösungen finden.

Wenn das Projekt immer noch machbar ist, dann los ! :-)

Autor: Rosemarie Nitribitt (Gast)
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> Ich bin selbständig.

Als Einzelfirma? Ist bei Risikobehafteten Aufträgen schlecht.

Besser GmbH, aber vieleicht schon zu spät für diesen Auftrag.

Autor: oszi40 (Gast)
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Es ist sehr erfreulich wenn man mit einem Auftrag auch Geld verdienen 
kann.

Frage ist, ob man mit den bisherigen Mitteln diese Menge schafft oder 
erst noch kräftig investieren muß. Durch geschickte Mengenaufteilung und 
ZAHLUNGSZIELE kann man auch größerte Aufträge stemmen. Schön ist 
natürlich, wenn man nicht nur einen Abnehmer und einen Lieferanten hat 
und dadurch das Risiko etwas verteilen könnte.
Eine gründliche Qualitätsprüfung vor der Auslieferung ist auch ganz 
vorteilhaft, wenn damit lästige Reklamationen in Form von LKW-Ladungen 
verhindert werden.
Jedenfalls sollte man rechtzeitig auf seine Liquididät achten und 
notfalls mal im guten Zwirn mit Auftrag und Geschäftsplan seine Bank(en) 
besuchen.
Was man nicht als erstes braucht: ist ein neuer Geschäftswagen! Man kann 
auch mieten nach konkretem Bedarf.

Autor: Tommi Huber (drmota)
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>Jetzt habe ich Panikattacken, da ich die Folgen nicht einschätzen kann.
>Man hat ja so seine Katastrophenvorstellungen. Es könnte ja eines Tages
>nicht mehr funktionieren... Ist auch etwas komplizierter als ein
>Steckernetzteil.

Es gibt eben Menschen die wenn das Glück oder Geld anklopft zu schwitzen 
beginnen. Durch ständige  Berieselungen durch Hartz 4 Medien (RTL Pro 7, 
BILD) beginnen die Menschen zu glauben, dass ihnen nicht mehr zusteht 
als das Existenzminimum.

Das beste Rezept für dich ist dich ist Alkohol. (Aber max. nur eine 
Sauftour und dann beginn mit dem Kohle scheffeln)

Autor: axel (Gast)
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Ich kenn das auch.

Augen zu und durch. Wie hier schon geschrieben wurde, einfach die Ängste 
auf ein Blatt Papier schreiben. Macht das Ganze schon viel 
übersichtlicher.

Ansonsten kommt jetzt eben auch der Ärger. Es wird Probleme geben und Du 
wirst sie lösen müssen. Aber das ist normal.

Ich kann mich erinnern, dass ich vor der ersten Produktpräsentation fast 
wieder abgereist wäre. Habe mir dann aber überlegt, dass ich auch nicht 
schlechter dastehe, wenn ich mit der Abreise bis nach der Präsi warte. 
Aber möglicherweise viel besser. Was dann auch der Fall war.

Und zumindest Dein Auftraggeber traut es Dir ja zu.

Gruss
Axel

Autor: keiner (Gast)
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Schlaf ne nacht drüber, morgen gehts dir besser. :-)

Autor: AC/DC (Gast)
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Wenn`s nicht geht, biste zur gesetzlichen Gewährleistung
und mindestens zweimaligen Nachbesserungen (Reparatur,
Ersatz)verpflichtet bevor dir irgend wer gegen`s Bein
pinkeln könnte und Rücknahme verlangt.
Da ist reichlich Spielraum. Ungemach droht dir eher von
Kunden mit fragwürdiger Zahlungsmoral (schlimmstenfalls
insolvent) und du keine Kohle siehst. Daher würde ich
den Auftrag splitten und Teillieferungen und Teilzahlungen
vereinbaren (Zug um Zug). Wenn der Kunde das nicht akzeptiert
hat er auch keinen Respekt vor DEINEN Geschäftsbedingungen
und dann wäre das keine Freude mehr, glaub`s mir.
Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.

Autor: Rolf (Gast)
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Hoffentlich hast Du nicht so einen Auftrag erwischt, der Dir nur die 
Risiken zuschiebt oder von einer Firma lanciert wurde, um die in den 
Ruin zu treiben, damit sie Deine Patente kriegen.

So was gibt es!

Autor: Manfred (Gast)
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Hallo,

das beschreibe Gefühl kenne ich auch. Plötzlich hat man Angst, den 
eigenen Schatten doch nicht überspringen zu können - man kann es aber 
doch ;-)

Ich kann Dir zwei Punkte raten:

1.) Achte auf etwaige schlechte Zahlungsmoral des Auftraggebers. Wenn 
der nicht zahlen will oder nicht kann, oder aus interenn Bilanzgründen 
seinerseits um Montate zu spät zahlt, hast Du i.d.R. keine andere 
Möglichkeit, als höflich zu erinnern und zu bitte, Deine Teilrechnugnen 
doch entlich frei zu geben. Wenn das nichts hilft, dann kann es für Dich 
eng werden. Viele Teilrechnungen sind da eine Möglichkeit der Linderung.

2.) Ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zum Auftraggeber (wechselseitig) 
schafft Verständnis für aufkommende Probleme. Wenn sich beide Seiten 
fair behandlet fühlen, ist es jedem der beiden leichte, etwaige 
Unzulänglichkeiten und Fehler des anderen zu akzeptieren.

Ich denke, Du hast Grund zur Freude, dass man Dir die Chance gibt, sich 
weiter zu entwickeln. Also freue Dich und enwickle Dich weiter.

Viel Erfolg
Manfred

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