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Forum: Compiler & IDEs Problem mit ADC Messung und Referenzspannung


Autor: Christof Kauba (Gast)
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Hallo, ich wollte meine bestehende Schaltung um eine Messung erweitern. 
Dazu muss ich aber nicht wie bis jetzt bei meinen Messungen die interne 
Referenzspannung, sondern die Versorgungsspannung meines ATMEGA32 als 
Referenz verwenden.
Jetzt ist mir aufgefallen, dass bei der ersten Messung noch alles ok 
ist, aber bei den weiteren Messungen die Werte, die ich mit der internen 
Referenzspannung messe, immer kleiner werden.
Ich habe am AREF Pin wie empfohlen einen 100 nF Kondensator und ich 
glaube das Problem liegt einfach daran, dass sich dieser erst nach einer 
gewissen Zeit entlädt. Also zumindest habe ich am AREF Pin gemessen und 
da sinkt die Spannung kontinuierlich.
Nun meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit, den AREF Pin softwaremäßig 
auf LOW bzw. 0 V zu schalten, damit ich den Kondensator vor der Messung 
entladen kann?
Oder kann ich z.B. einen 100k Widerstand paralell zum Kondensator 
schalten, um diesen zu entladen? Würde dies die Messergebnisse 
verfälschen?


Danke für eure Hilfe

Chris

Autor: Gast (Gast)
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>Nun meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit, den AREF Pin softwaremäßig
>auf LOW bzw. 0 V zu schalten, damit ich den Kondensator vor der Messung
>entladen kann?

Die gibt es. Aber was soll der Quatsch?
Du solltest Deine Schaltung in Ordnung bringen und die Fragen im 
richtigen Forum stellen.

Autor: yalu (Gast)
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Willst du jetzt VCC als Referenz oder die interne Referenz oder
ständig zwischen den beiden wechseln? Bei einem ständigen Wechsel
musst du damit rechnen, dass der jeweils neue Referenzspannungswert
nicht sofort stabil ist, da musst du einfach etwas warten. Die
Wartezeit kann verkürzt werden, wenn du den C kleiner machst, was aber
evtl. die Messungenauigkeiten erhöht, da die Referenzspannung dann
nicht mehr so "glatt" ist.

> Nun meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit, den AREF Pin
> softwaremäßig auf LOW bzw. 0 V zu schalten, damit ich den
> Kondensator vor der Messung entladen kann?

Wieso sollte der C auf 0V entladen werden? Er muss auf die jeweils
gewünschte Referenzspannung geladen werden, und das geht am besten
dadurch, dass man genau diese Referenzspannung anlegt. Oder habe ich
deine Frage falsch verstanden?

Autor: Christof Kauba (Gast)
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Was soll ich also eurer Meinung nach an meiner Schaltung ändern?
Den C möchte ich eigentlich nicht kleiner machen.

Ja ich möchte immer zwischen den beiden Referenzspannungen wechseln.

Naja den C vielleicht nicht auf 0 V entladen aber zumindest auf die 
interne Referenzspannung.
Wie lange müsste ich nach einem Referenzspannungswechsel warten, bis die 
richtige Spannung am AREF Pin anliegt?

Autor: Gast (Gast)
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>Ja ich möchte immer zwischen den beiden Referenzspannungen wechseln.

Ach so. Die Zeit mußt Du wohl selber ausmessen. Wenn Vref (Aref) 
vermeintlich wegdriftet, ist sie vielleicht auch garnicht mehr mit Vcc 
oder Vrefintern verbunden.
Schön ist die Schaltung so nicht. Fraglich ist auch, ob ein Umschalten 
zwischen ca. 2,5V und 5V überhaupt Sinn ergibt. 1LSB bessere Auflösung 
beim internen ADC ist nicht so zündend.

Autor: Christof Kauba (Gast)
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Das Problem ist nur, dass ich die Versorgungsspannung bei dieser Messung 
nicht als Referenz verwenden kann, da ich eben genau selbige über einen 
Spannungsteiler (10k / 10k) messen will.

Mir bleibt also nichts anderes übrig, als bei dieser Messung auf die 
interne Referenzspannung umzuschalten.

Autor: yalu (Gast)
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> Das Problem ist nur, dass ich die Versorgungsspannung bei dieser
> Messung nicht als Referenz verwenden kann, da ich eben genau selbige
> über einen Spannungsteiler (10k / 10k) messen will.

Dafür gibt es eine bessere Lösung: Du wählst als Referenzspannung VCC
und änderst sie auch nicht mehr. Damit ist schon einmal das
Kondensatorproblem vom Tisch. Um VCC zu messen, legst du die interne
Bandgapreferenz Ubg (1,23V) an den Eingang des ADC. Das geschieht mit
MUX4..0 = 11110. Dann kannst du die Versorgungsspannung aus dem
ADC-Wert nach folgender Formel berechnen.

  VCC = 1024*Ubg/ADC

Laut Datenblatt sollte man nach dem Umschalten des Multiplexers die
erste Messung wegschmeißen, da auch der Multiplexer eine gewisse
Einschwingzeit braucht. Diese Zeit ist aber wesentlich kürzer als die
Umladezeit des externen Kondensators beim Umschalten der
Referenzspannung.

Weitere Vorteil dieses Verfahrens: Du sparst einen ADC-Eingang für die
Messung der Versorgungsspannung.

Autor: Christof Kauba (Gast)
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Danke für den Tipp, das war mir nicht bekannt, dass ich die 
Versorgungsspannung auch auf diese Art messen kann.
Damit hat sich mein Problem dann eh ereldigt, da ich ja jetzt nicht mehr 
zwischen den Referenzsapnnungen umschalten muss.

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