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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ladekondensatoren bei Trafonetzteil


Autor: dario (Gast)
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Moin,

meine Idee ist folgende: Ich habe hier noch 2 Trafos aus Ikea-Lampen 
rumliegen (12V, 50VA); mit einem von denen wollte ich ein Trafo Netzteil 
für MCU-Sachen bauen. Da MCU's sammt Pereferie nicht mehr als 1A 
benötigen, reichen einfache LDO's ala 7805 etc. vollkommen aus. 
Spannungen Sollten sein: 12V per 7812, 5V per 7805, und eine per Poti 
einstellbare per LM317 (ab und an braucht man halt mal 3,3V, 2,5V etc.)
Zu Meinen Fragen: Ich wollte das ganze vollkommen klassisch aufbauen: 
Trafo -> Brückengleichrichter (aus 4x 1N4007 - hab ich noch genug 
rumliegen) -> Ladeelkos -> LDO's sammt beschaltung lt. Datenblatt und 
Schutzdioden.

Die Netzspannung werde ich nicht auf der Platiene führen, die Drähte am 
trafo sind Isoliert und mit Lüsterklemmen versehen, es wird wohl 
reichen, wenn ich zwei Löcher in die Platine bohre, und die drähte mit 
Kabelbinder fixiere.

Zu den Ladeelkos: Ich hab hier noch welche rumliegen (2200 MFD), 
Hersteller ist RDE, allerdings steht da noch "Made in West-Germany" 
drauf; auch wenn die noch nie eingelötet waren, meint ihr, ich kann die 
noch verwenden, oder sollte ich die doch besser entsorgen? Und sehe ich 
es richtig, dass die Faustregel "1000 mfd pro 1A Strom" immernoch gilt?

Kann ich die Spannung hinter den Ladeelkos so direkt auf einen 7805 
geben? Wie muss der Kühlkörper für eine Verlustleistung von 
(16,9-5)V*1,0A=11,9W diemensioniert werden?

Den LDO's muss ein Mindeststrom entnommen  werden, damit die Reglung 
funktioniert - macht es denen was aus, wenn der Ausgang unbelastet ist, 
sprich da nichts angeschlossen ist, oder sollte ich vom Ausgang einen 
Wiederstand schalten, der den Mindeststrom fliessen lässt?

Ripple: giebt es Erfahrungswerte, wieviel Ripple hinter den LDO's noch 
auf der Spannung drauf ist? In den Datenblättern wird zwar gerne die 
Ripple rejection angegeben, das bezieht sich meines wissens aber nur auf 
die Eingangsspannung. Kann man so eine Ausgangsspannung als Referenz für 
einen A/D-Umsetzer verwenden, oder reduziert das die Auflösung von 10 
auf effektive 3-4 Bit?

Autor: Olli R. (xenusion)
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dario wrote:

> meine Idee ist folgende: Ich habe hier noch 2 Trafos aus Ikea-Lampen
> rumliegen (12V, 50VA); mit einem von denen wollte ich ein Trafo Netzteil
> für MCU-Sachen bauen. Da MCU's sammt Pereferie nicht mehr als 1A
> benötigen, reichen einfache LDO's ala 7805 etc. vollkommen aus.
> Spannungen Sollten sein: 12V per 7812, 5V per 7805,

Fuer 12 Volt ist das recht knapp: 12V*1.414-2*0.7=15.5V nach der 
Gleichrichtung. Da hat man gerne etwas mehr Spielraum, sonst brauchst Du 
moerdergrosse Elkos, damit du mit der Restwelligkeit nicht unter 
12V+U_dropout kommst. Und Netzunterspannungen solls ja auch mal geben.

Fuenf Volt wuerde ich daraus auch nicht machen, da verheizt Du pro 
7805er dann 10 Watt, sind ja nur 200% der Nutzleistung.

Und willst Du dann mehrere 7805er parallel schalten? Lass es. Wenn Du 
dann (mehr als) 1A entnimmst, laeuft einer auf Volllast bzw. am 
thermschen Abschaltpunkt, waherend die anderen rumidlen. Eine Montage 
auf einen gemeinsamen Kuehlkoerper kann da helfen, muss aber nicht.

Fazit: Nimm die Trasfos fuer Halogenlampen und fuer Deine MC-Anwendungen 
ein (PC-)Schaltnetznetzteil. Da gibt es auch welche bei Pollin, die ohne 
nennenswerte Grundlast laufen.

EDIT: (kruemelkack: Widerstand, Platine, Peripherie)

Olli

Autor: Roland Praml (pram)
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> Ich habe hier noch 2 Trafos aus Ikea-Lampen
> rumliegen (12V, 50VA);

wenn dies elektronische Trafos sind, dann geht es nicht, da an den 
Ausgangsklemmen ziemlicher HF-"Müll" anliegt, was zwar RMS=12V ergibt, 
auf dem Oszi aber wie ein mit 50Hz amplidudenmodulierter HF-Sinus mit 
Spitzen von ~ >25V aussieht.

Gruß
Roland

Autor: Tom (Gast)
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LDO heißt Low Drop Out und die 7805 sind das nicht. Nimm eher einen 
echten LDO, dann haste auch mehr Reserve, wenn die Elkospannung 
einbricht oder stark rippelt. Halogentrafos haben auch oft nur 11,5 
Volt.

Die Elkos sind bestimmt noch gut.

Sonst: Probier halt mal. Hast ja alle Teile rumliegen.

Autor: staman (Gast)
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@ Olli R.

> EDIT: (kruemelkack: Widerstand, Platine, Peripherie)

Sehr dezenter Hinweis, gefällt mir ;-)

Autor: Frank B. (frankman)
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dario wrote:
> Moin,
>
> meine Idee ist folgende: Ich habe hier noch 2 Trafos aus Ikea-Lampen
> rumliegen (12V, 50VA); mit einem von denen wollte ich ein Trafo Netzteil
> für MCU-Sachen bauen. Da MCU's sammt Pereferie nicht mehr als 1A
> benötigen, reichen einfache LDO's ala 7805 etc. vollkommen aus.
> Spannungen Sollten sein: 12V per 7812, 5V per 7805, und eine per Poti
> einstellbare per LM317 (ab und an braucht man halt mal 3,3V, 2,5V etc.)
> Zu Meinen Fragen: Ich wollte das ganze vollkommen klassisch aufbauen:
> Trafo -> Brückengleichrichter (aus 4x 1N4007 - hab ich noch genug
> rumliegen) -> Ladeelkos -> LDO's sammt beschaltung lt. Datenblatt und
> Schutzdioden.
>

Und ich würde mir bei ebay ein ATX-Netzteil für 5 Euro kaufen. Da hast 
du 5V und 12V und das mit mehreren Ampere.

Die Halogentrafos und das Energiegrab mit den 7805ern ist einfach nicht 
mehr zeitgemäß und geht, siehe weiter oben, eh nicht gescheit!

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