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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wie wählt man eine Krankenkasse aus wenn man keine Ahnung hat?

Autor: Krankenkasse suchender (Gast)
Datum: 18.08.2008 21:54

Hallo

Der Betreff sagt schon das meiste. Ich stehe vor dem Berufseinstieg und
dem Problem der Wahl einer Krankenkasse.
Generell ist zu sagen, dass ich absolut keine Ahnung von dem Zeug habe.
Privat scheidet aus: Ich habe Erfahren, dass man da mehrere Jahre über
4000/Monat etwa verdient haben muss.
Also gesetzlich, aber wo ist der Unterschied?
Ich habe bei Vergleichsseiten nachgeschaut. Den günstigsten Satz hätte
danach die IKK-Direkt.
Aber gibt es da Haken? Bestimmt oder?
Wie kann man Leistungen vergleichen? Auf deren Seiten wird ja
üblicherweise nur das positive beschrieben.

Was zeigt die Erfahrung? Einfach die günstigste nehmen oder irgendwelche
Bestimmte?
Autor: Olli R. (xenusion)
Datum: 18.08.2008 22:05

Der Haken bei IKKs und BKKs ist oft der "Service" und die
Bearbeitungsdauer bei Antraegen. Google mal nach Vergleichstests.

Ich persoenlich kann die Techniker (TK) empfehlen.

Olli
Autor: The one (Gast)
Datum: 18.08.2008 22:06

Also: Da du zu einer gesetzlichen Krankenkasse gehen musst kannste dir
die günstigste aussuchen. Die gesetzlichen sind vom Staat her
verpflichtet in etwa (so zu 98 Prozent) die gleichen Leistungen
anzubieten.

Eigentlich kannst du dir das aber auch sparen, da 2009 der
Gesundheitsfond eingeführt wird und da gibt es einen einheitlichen
Beitragssatz für alle. Soll mir mal einer erklären was das mit
Marktwirtschft zu tun hat. Kannst dir also eine auswürfeln. Es gibt da
so Internet-tools z.B. in Spiegel-online.

So das wars jetzt, sonst rege ich mich nur wieder über diesen ... Fond
auf.

Am besten du wanderst gleich aus, scheinst ja noch recht jung zu sein.
Autor: Olli R. (xenusion)
Datum: 18.08.2008 22:10

Auch wenn die Leistungen gleich sind, ist die Serviceperformance oft
unterschiedlich. Nicht jeder mag vier Wochen auf die Bearbeitung seiner
Erstattungs- und anderer Antraege warten.
Autor: Chris (Gast)
Datum: 18.08.2008 22:13

> Am besten du wanderst gleich aus, scheinst ja noch recht jung zu sein.

Aber nicht in die USA, da ist das Gesundheitssystem noch viel schlimmer
und unfairer als hier.
Autor: Immer-gesund-Fuzzy (Gast)
Datum: 19.08.2008 09:30

Wenn's 'ne gesetzliche sein soll: Die billigste
( Internet- ? ) Krankenkasse !

Nächstes Jahr wird sowieso alles besser, lt. Ulla, unserem, sich täglich
für die völkische Gesundheit aufopferndem Oecher Kappeskopp
( = Aachener Kohlkopf ).

Gruss
Autor: oszi40 (Gast)
Datum: 19.08.2008 10:22

Evtl. hilft ein Vergleich
http://einsurance.spiegel.de/versicherungsvergleic...

Man sollte nicht nur die Prozente sehen, sonderen auch das
KLEINgedruckte vorher prüfen. Manche KK hat Leistungen, die andere nicht
haben.

Erreichbarkeit und der Service muß man vorher prüfen.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 19.08.2008 12:13

Bei der Stiftung Warentest und bei den Verbraucherzentralen kann man
sich unabhängig Beraten lassen, das kostet zwar 15-20€, aber das sollte
es einem wert sein. Ich habe mir die für mich passenden Angebote bei der
Stiftung Warentest raussuchen lassen und es nicht bereut. (bin jetzt bei
der TK)
Autor: Timo (Gast)
Datum: 19.08.2008 12:18

Da nächstes Jahr sowieso alle KK gleich viel kosten, würde ich jetzt auf
keinen Fall die billigste aussuchen, denn es ist nicht zu erwarten, dass
diese dann mit Jahresbeginn auch den Service auf das Niveau der vormals
teureren KK erhöht. Und ein Wechsel dürfte dann auch nicht so schnell
möglich sein.
Autor: Henrik (Gast)
Datum: 19.08.2008 12:21

Ich werde von der IKK-Direkt zur BIG wechseln. Hat statt 12,9 nur 12,5%.
Das macht den Kohl nicht wirklich fett. Aber die IKK hat, seitdem ich
04/2007 eingestiegen bin jetzt das zweite mal die Beiträge erhöht. Und
wer nicht planungssicher arbeiten kann, ist für mich raus. (von 12,0 auf
12,4 auf 12,9).

Die Performance ist mir relativ egal. Wenn ich zum Arzt gehe, was selten
passiert, halte ich meine Karte hin und gut. Ob die von der AOK oder ner
direkten ist, ist Schnurz. Nur als Privatpatient hat man nen wirklichen
Bonus.
Autor: Krankenkasse suchender (Gast)
Datum: 19.08.2008 12:33

Das sind alles gute Argumente.
Was mir aufgefallen ist. Ich habe noch nie etwas schlechtes von der TK
gehört. Ist das so oder kann das jemand bestätigen?

Und gibt es konkrete Leistungen oder Merkmale, bei denen die
Krankenkassen auseinanderlaufen?
Autor: Esquilax (Gast)
Datum: 19.08.2008 12:39

Wenn es dir egal ist, dass du bei Problemen "sonstwo" anrufen musst,
nimm die billigste.
Wenn du Wert auf einen persönlichen Ansprechpartner in deiner nähe
legst, nimm ne große, teurere (ich bin z.B. bei AOK).

Das was Timo sagt hab ich mir auch schon überlegt. Wenn die Sätze dann
gleich sind bist vielleicht froh, dass ein paar Monate "zu viel" gezahlt
hast, aber jetzt bei einer Kasse mit guten Service bist.
Autor: Gesunder (Gast)
Datum: 19.08.2008 13:09

-Bei der TK war es immer schön, nur etwas teuerer.
-Es sind oft Kleinigkeiten, die anders sind, aber richtig Geld
sparen/kosten.

Manche Kasse unterstützt Gesundheitssport, andere zahlen bestimmte
Impfungen wie Gebärmutterhalskrebs.

Einen Rat erhält man nicht nur bei der VZ, im www, sondern auch beim
Arzt, der bei speziellen Behandlungen evtl. schon gute Erfahrungen mit
bestimmten Kassen gesammelt hat.
Autor: Schweizfan (Gast)
Datum: 19.08.2008 13:26

> Aber nicht in die USA, da ist das Gesundheitssystem noch viel schlimmer
> und unfairer als hier.

Kein Thread ohne USA-Basher!

Als ob das deutsche KK-System nicht schlimm und asozial genug wäre?
Autor: Sozi-Basher (Gast)
Datum: 19.08.2008 16:23

Ich bin seit 2 Jahren bei der IKK Südwest-direkt (Saarland/Hessen). Die
ist die günstigste in D mit 12,3%. Ich kann mich nicht beklagen. Warum
soll man 50,- mehr im Monat zahlen? Das sind immerhin 600,- im Jahr und
für den Cheffe auch nochmal soviel. Die Grundversorgung ist bei allen KK
gleich.

Nächstes Jahr wird der Hass. Dann muß ich die ca. 600,- mehr im Jahr
bezahlen. Dafür erwarte ich dann aber auch was. Ne Kur mit 35 Lenzen
sollte schonmal drin sein, oder? Ich würde ja austreten aus dem
Gesundheitssystem, wenn es den möglich wäre.
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 19.08.2008 17:42

>Ich würde ja austreten aus dem Gesundheitssystem, wenn es den möglich >wäre.

....und ich würde Dir raten ,nie ernsthaft krank zu werden. Mach Dir mal
klar, was zum Bleistift eine Dialysebehandlung kostet. Das Ganze dann
aber 3x pro Woche.

Kopf schüttel
Paul
Autor: Sozi-Basher (Gast)
Datum: 20.08.2008 09:14

Toll, Paul.

Das sind die immer gleichen Totschlagargumente, die die Sozis so
bringen. "Aber dann darfst Du niemals krank werden." "Jeder kann mal in
so eine Situation kommen." Bla, bla.

Natürlich kann im Leben alles mögliche passieren, aber das ist halt
Risiko. Zur Zeit zahlen mein Cheffe und ich jeden Monat fast 500,-
Euronen in die Krankenkasse ein. Ab 2009 nochmal 50..70 Euro mehr. Meine
Krankenkassen bekommt aus dem großen Topf dann aber nur 170..180 Euro
für mich. Wo bleiben die übrigen 2/3? Die werden sozialgerecht auf die
Bevölkerung verteilt.

Ich kriege Plaque, alleine bei dem Wort "sozial". Dummerweise stehe ich
auf der faschen Seite in unserem geilem Sozialsystem. Ein System, was
Dummheit und Disziplinlosigkeit fördert und belohnt. Naja, das kann sich
ja noch ändern.

Sorry, es wird wieder OT. Ich halt jetzt meinen Rand.

Kopfschüttel vor soviel Sozidenke
Sozi-Basher
Autor: Paul Baumann (Gast)
Datum: 20.08.2008 10:18

Die Krankenversicherung ist eine Versicherung. Genau, wie jede andere
Versicherung basiert sie darauf, daß alle in einen Topf zahlen und
derjenige, dem ein Schaden entsteht, daraus entschädigt wird. Wer eben
das
"Pech" hat, nicht krank zu werden, respektive nicht sein Haus abbrennen
zu sehen etc. etc., der hat das Problem, nun nur für die Schäden und
Malaisen seiner Mitmenschen bezahlt zu haben. Das ist prinzipbedingt so.

Sicher, da gebe ich Dir Recht, wenn Du Dich fragst, wo Deine
Krankenkassenbeiträge im Detail hängenbleiben. Auch ich bin nicht der
Meinung, daß man "Paläste" für die Verwaltung der unzähligen
Krankenkassen bauen mußte und fragwürdige Fitneß-Kurse bezahlt werden,
wo fette alte
Weiber mit Gumminudeln in Hallenbädern herumrudern.*saublöde grins*

Ob man es nun so rum oder ro sum betrachtet: Ohne Krankenversicherung
geht es nicht, weil man etliche Behandlungs- und Untersuchungsmethoden
als "normaler" Mensch gar nicht aus eigener Kasse bezahlen kann.

Bitte nicht auf mich einprügeln, die Behandlung müßte dann auch von
Deinen Beiträgen finanziert werden.. ;-))

MfG Paul
Autor: Sozi-Basher (Gast)
Datum: 20.08.2008 10:34

Das ist der Punkt. Es ist eine Versicherung, aber eine
Zwangsversicherung. Durch den Gesundhaitsfond (das ist schon so richtig
geschrieben) habe ich keine Wahlmöglichkeit mehr. Ich bin auf Gedei und
Verderb dazu verdammt dieses System mitzufinanzieren. Mein Spruch, dass
ich aus dem Gesundheitssystem aussteigen würde, wenn es denn ginge
bedeutete nicht dass ich dann unversichert durchs Leben tollen wollte,
sondern das ich mir andere, möglicherweise günstigere Alternativen
suchen würde. Privat ist ja auch keine Alternative mehr...

>Bitte nicht auf mich einprügeln, die Behandlung müßte dann auch von
>Deinen Beiträgen finanziert werden.. ;-))

;-)

Ich kämpfe nur mit Worten...
Autor: Immer-gesund-Fuzzy (Gast)
Datum: 20.08.2008 14:46

Krankenkasse suchender:

"Was mir aufgefallen ist. Ich habe noch nie etwas schlechtes von der TK
gehört."

=> Dann halt jetzt:

War fast 20 J. drin, davon 10 Jahre freiwillig versichert.
Habe meine Zähne regelmässig "fluoridieren" lassen ( ist doch
VORBEUGUNG, deswegen kaum noch "Bohren" ! ). Dies urde anfangs anteilig
bezahlt, dann war's meine eigene Sache ... -

Eines meiner Kinder hat Zahnfehlstellung, zum Glück nicht 4,2 mm,
sondern nur 4,109 mm, kann man dennoch nicht übersehen ...

Daher sind Spangen etc. KEINE Krankenkassenleistung, sondern trotz
Widerspruch mein Problem, LEIDER hat der Gesetzgeber jede Zuzahlung
untersagt ...
Das betreffenden Kimd hatte ( und hat ) regelmässig Kopfschmerzen,
möglicherweise begünstigt durch Gebissfehlstellung ...

=> Deswegen der billigste Tarif !!!

Gruss
Autor: Krankenkasse suchender (Gast)
Datum: 27.08.2008 21:46

Zur Information, ich habe mich jetzt entschieden den günstigsten Tarif
zu wählen.

Danke für die Antworten

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