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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik ATmega im DIL 40 Gehäuse


Autor: Ingo Henze (Gast)
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Komische Sache, oder der Anschiß lauert überall :-)

Da hab ich mir grad ein kleines Entwicklungsboard auf Lochrasterplatte
für die ATmegas im DIL 40 zusammengelötet (dachte ich zumindest), aber
was muß ich nun sehen...
Bei fast allen liegen GND und VCC nicht an Pin 20 und 40, wie es sich
gehört, sondern mittendrin.
Ich hatte mir den 162er ausgeguckt (weil ich 2 UARTs brauche), und
dachte, daß ja wenigstens Masse, Betriebsspannung, Takt und Reset (da
stimmt das sogar) immer gleich beschaltet sind und hab deshalb diese
"fest" verdrahtet. Aber Pustekuchen...

Muß ich halt noch ein zweites Board anfertigen, um auch die anderen im
DIL40 ausprobieren zu können, z.B. die mit ADCs, welche beim 162 leider
fehlen.

Mußte ich einfach mal loswerden :-)
Oder darf man hier im Forum nur Fragen stellen?

Gruß
Ingo

Autor: Steffen (Gast)
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Tja, da hilft nur eines: Vorher Datenblatt lesen.

Steffen

Autor: Ingo Henze (Gast)
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Hab ich doch, hab mir das Datenblatt vom ATmega 162 sogar ausgedruckt,
find ich zum lesen einfach angenehmer.
Und der ATmega 162 (161) hat ja auch GND und VCC an 20 und 40, nur alle
anderen nicht.

Ich dachte noch, prima, kann ich ja sogar meinen 40er Sockel aus der
Bastelkiste mit dem eingbauten 100n Abblockkondensator nehmen.
Naja, und wenn ich mal einen ATmega 16 oder so probieren will, geht das
ja auch...

Kann ich nur nicht ganz nachvollziehen, warum es da unterschiedliche
Belegungen gibt, will man absichtlich verhindern, das man die Chips
einfach austauschen kann? Oder ist das irgendwie historisch gewachsen?

Aber das weiß wohl nur Atmel allein...

Autor: mmerten (Gast)
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Nicht ganz, die AVR ohne ADC sind weitgehend 8051 pinout kompatibel,
während mein bei den AVR mit integriertem ADC ein den internen
Funktionen angepasstes pinout gewählt hat.

Autor: Tobias A. (Gast)
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Hallo Ingo,

Was heiß hier bezüglich Pin 20 und 40
"so wie es sich gehört"?

Es gehört sich so, wie es z.B. beim 32er gemacht ist
und zwar so das die Versorgungsspannung direkt nebeneinander
liegt.
Ist aus EMV Gründen heraus WESENTLICH sinnvoller.
Es wurde eigentlich auch Zeit das Atmel das ENDLICH mal
macht.
Die 20 und 40 sind historisch bedingt und aus einer Zeit,
wo es noch keine Probleme mit EMV gab (oder sich zumindest
keiner drum geschert hat).

Gruß
 Tobi

Autor: Ingo Henze (Gast)
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Man lernt doch immer was dazu, besten Dank für die Antworten.

Das mit "wie es sich gehört" war nicht ganz so ernst gemeint, rührt
bei mir aber daher, das ich ein großes zeitliches Loch hinter mir habe,
was Elektronik anbelangt.
Damals (und auch heute noch, denke ich) galt ja für einfache Gatter,
Flip-Flops, Zähler und ähnliches eine Art Standard, was GND und VCC
anbelangt (unten rechts und oben links). Aber schon bei den höher
integrierten Teilen (Z80 und so) stimmte das nicht mehr, geb ich ja zu
:-)

Und als ich mir nun das Datenblatt vom 162er angeschaut hatte (die
anderen erstmal noch nicht), dachte ich halt, der Quasistandard gilt
nun sogar für die etwas größeren Teile.

Aber egal, mach ich mir ein neues Board, am besten gleich richtig und
nicht auf Lochraster und das ganze noch etwas universeller.

Da sieht man mal wieder, wie wichtig doch eine ausführliche Planung
sein kann, also nicht einfach drauf los löten... :-)

Über EMV und 8051-pinkompatibilität hab ich mir noch keine Gedanken
gemacht, bis jetzt.
Muß ich eigentlich EMV-mäßig was beachten, wenn ich nur für mich selber
baue?

Gruß
Ingo

Autor: Tobias A. (Gast)
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Hi Ingo

wenn Du nur was für Dich selbst baust, musst Du nicht
allzuviel beachten. Es sollte keinen Stören, aber so lange
du das Ding nicht "in den Verkehr" bringen oder verkaufen
willst solltest Du damit keine Probleme haben.
Selbst auf Messen dürfen Produkte betrieben werden, die über den
Grenzwerten liegen - so lange kein anderer gestört wird.
Ich sag mal, mit einer normalen Bastelei sollte es eigentlich
keine Probleme geben. Wenn es dann in Serie gehen soll, dann
musst Du eh CE Konformität erklären und dann gehört da auch
eine EMV Prüfung dazu.
Ich hab noch kein EMV Problem bei meinen Projekten gehabt und
beschwert hat sich auch noch keiner.

Gruß

  Tobi

Autor: Ingo Henze (Gast)
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Nabend Tobi

na das ist doch prima. Eine Serienproduktion wird es bei mir nicht
geben, und auf 'ne Messe werd ich mich damit auch nicht trauen :-)
Ist somit also alles EMV-technisch gesehen unkritisch.

Ich will ja nur für mich ein paar kleine Probleme lösen, wie so oft ist
das der Grund, wenn man etwas sucht, aber nichts findet, was allen
Anforderungen gerecht wird.
Was bleibt? Einfach selber machen...

Gruß und gute Nacht
Ingo

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"wo es noch keine Probleme mit EMV gab (oder sich zumindest
keiner drum geschert hat)"

Das ist definitiv nicht der Grund.

Auch früher mußte man zuverlässige Produkte herstellen und da früher
meistens auch mehr Entwicklungszeit zur Verfügung stand, waren die
Produkte oft auch ausgereifter als manche grüne Banane heutzutage
(siehe Mega128 LPM-Bug bei 16MHz).

Die 8051-er hatten eine interne Statemaschine, die 12 Takte pro Befehl
Zeit hatte. Der AVR hingegen arbeitet größtenteils asynchron, d.h.
macht vieles innerhalb eines Taktes hintereinander. Dadurch ist der AVR
aber nicht nur schneller, sondern auch empfindlicher gegenüber
Störungen, z.B. auf der VCC-Leitung.

Auch hat der original 8051 wesentlich hochohmigere Ausgänge, was die
Störaussendung drastisch reduziert.

Der wichtigste Grund für das andere Pinout scheinen aber die analogen
Eingänge zu sein und nicht die EMV-Eigenschaften, sonst gäbe es ja den
Mega162 nicht bzw. auch nicht den DS89C420 (33MIPS !).


Wie man also sieht, muß man alles im Zusammenhang sehen und kann nicht
generell sagen, daß das eine Pinout gegenüber einem anderen  ungenügend
ist.


Peter

Autor: Tobias A. (Gast)
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Hi Peter

ja, aber für externe Entstörzwecke ist es sinnvoller
das VCC und GND direkt nebeneinander liegen.
Zwar kann man auch Masseflächen unter dem Chip bis
nach VCC hochziehen, aber das schränkt die Layoutmöglichkeiten
wieder drastisch ein.  (100nF Entstörung)
Ich denke mal es wird beides seinen Grund haben.
Sowohl die analoge Entstörung als auch die EMV Enstörung.

Gruß
  Tobi

Autor: wolle (Gast)
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Der hauptsächliche Vorteil der mittigen Lage sind die kürzeren Leitungen
für Vcc und GND auch innerhalb des Gehäuses. Bei höheren Frequenzen
sind deren Induktivitäten nicht mehr zu vernachlässigen und bilden im
ungünstigen Fall einen Schwingkreis mit dem Abblockkondensator.

Autor: Tobias A. (Gast)
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Genau das ist es worauf ich hinauswollte.
Da sind 2 cm Leitung schon so eine Induktivität,
das sich - je nach Frequenz - die Kapazität und die
Induktivität gegeneinander wegrechnen oder den von
dir besagten Schwingkreis bilden.
Alternativ muss man bei Corner-Pinning GND bis
kurz vor den VCC Pin ziehen und das macht das
das Layout schwierig.

Cu
  Tobi

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