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Forum: Offtopic Arbeitslosigkeit macht Menschen krank und fett

Autor: ZukunftsFabrik (Gast)
Datum: 25.08.2008 12:16

http://www.welt.de/wirtschaft/arti2361914/Arbeitsl...

Tja und wer Arbeit hat bekommt psychische Probleme, Burn Out und was
weiss ich noch alles. Da stimmt doch irgendwas nicht!
Autor: Sonnenschein (Gast)
Datum: 25.08.2008 14:04

Was stimmt denn nicht? Zu wenig Arbeit macht krank und zuviel Arbeit
macht krank. Neben dem Job sind auch private Dinge wichtig. Man braucht
neben der Arbeit einen Ausgleich, z.B. einen Sport, bei dem man sich
richtig auspowern kann und bei dem man den Arbeitsstress vergisst.

Manche Arbeitgeber achten auch darauf, das sich ihre Leute nicht kaputt
machen und das sie noch andere Beschäftigungen ausser dem Job haben.
Autor: Paul (Gast)
Datum: 25.08.2008 14:34

Die Arbeitslosen macht wohl eher die Sorge vor der Zukunft krank. Kann
ich meine Wohnung halten? Bekomme ich wieder Arbeit? Was denken die
Leute über mich? (Gerade jetzt, wo im Fernsehen die ersten Hetzsendungen
gegen Hartzer "mit freundlicher Empfehlung der Politiker" gestartet
sind).

Den (noch) Arbeitenden macht eher krank, weil er (unbezahlte)
Überstunden schieben muß, damit Chefchen keinen der Arbeitslosen
einstellen muß, um für sich Geld zu sparen.
Autor: Nürnberger (Gast)
Datum: 25.08.2008 15:36

Mit der Arbeit ist es so eine Sache:

Wer arbeitet, hat Geld, aber keine Zeit es auszugeben. Man käuft also in
der kurzen Zeit viel teures Zeugs, an dem an keine Freude hat. Also
stirbt man reich und unglücklich!

Wer wenig arbeitet, hat Zeit, aber kein Geld, um sich was zu kaufen. Man
vertrödelt viel Zeit mit der Suche nach sonderangeboten und käuft viel
billiges Zeugs, an dem an keine Freude hat. Also stirbt man arm und
unglücklich!


Beim Sport ist es doch dasselbe:

Macht man keinen Sport, zieht man sich eher Verletzungen zu, man spürt
jedes Zipperlein, weil man verweichlicht und verbrennt zu wenig Kalorien
im Vergleich zu dem, was man zu sich nimmt. Also stirbt man früher !

Macht man aber Sport, zieht man sich dauern irgendwelche Verletzungen
zu, man hat immer irgendein Zipperlein und verbrennt zu viele
lebensnotwendigen Stammzellen im Vergleich zu dem, was man produziert.
Also stirbt man früher !


Ich sage es ja: das Ergebnis ist gleich, nur die Ursache variiert!
Autor: Paul (Gast)
Datum: 25.08.2008 16:32

>an vertrödelt viel Zeit mit der Suche nach sonderangeboten und käuft viel
>billiges Zeugs,

Ein abgebrannter! Hartzer hat kein Geld für Sonderangebote, er hat kaum
das Geld, den defekten Schuh zu ersetzen oder die Fahrkarte zum
Pflichttermin bei der Agentur zu bezahlen. Wenn dann noch Kinder da
sind, wird es noch enger, denn entgegen der "politischen Propaganda" in
den Medien wird Hartz 4 mit dem Kindergeld verrechnet. Da kann Frau v.
der Leyen noch so das Kindergeld erhöhen, es kommt nicht dort an, wo es
benötigt wird - es wird vom Regelbedarf in gleicher (erhöhter) Höhe
wieder abgezogen. Die angeblich wuchtigen Einkommen durch Kinder
jenseits der 1700€-Marke (siehe Politikerrechnung) sind Illusion.
Sachleistungen wie zu Zeiten der Sozialhilfe gibt es auch nicht mehr,
sie sind aus dem Regelsatz zu begleichen, der beträgt 347€ maximal.
Weiterer vaux pas ist, daß die Energiekosten nebenher beglichen werden
sollen, da irrte Frau Kanzlerin wohl sehr.

>Also stirbt man reich und unglücklich!

Vor allem stirbt man erwiesenermaßen später.
Autor: Nürnberger (Gast)
Datum: 25.08.2008 17:41

>Vor allem stirbt man erwiesenermaßen später.
Dass Harz4-Empfänger früher sterben, ist dann wohl eine geplant
einkalkulierte Tatsache. Sichert die Rente!

Andererseits: H4-ler haben soviel Freizeit im Leben gehabt, da müsste
ich später mal 100 werden, um das aufzuholen.
Autor: Paul (Gast)
Datum: 25.08.2008 18:26

>H4-ler haben soviel Freizeit im Leben gehabt

Es macht aber einen Unterschied, ob ich während der Freizeit quasi zum
Nichtstun verdammt bin, weil ich kein Geld habe und außerdem stetig
verfügbar sein muß - ja auch ein Hartzer hat Unrlaub einzureichen. Hinzu
kommt die Angst vor ungewisser Zukunft. Außerdem würden die meisten wohl
liebend gerne arbeiten.

An Alle: Immer dran denken: Morgen kann jeder dort landen. Ein Jahr ALG
1 ist nicht lang...
Autor: na sowas (Gast)
Datum: 25.08.2008 19:35

@Paul

Du hast völlig recht und nicht zu vergessen, Münte kehrt zurück,
derjenige der maßgeblich für die Agenda 2010 steht. Statt dessen sich
die Sozies mal vom Harz'er Katastrophenplan abnabeln und sich vielleicht
mal eine Debatte um eine Neuausrichtung der Agenda mit fäiren
Freigrenzen beim Hinzuverdienst leisten, um ihr verlorenes soziales
Profil zurückzuerobern, holen sie sich den Münte wieder an die Seite.
Naja, damit werden nur noch mehr alte Sozies sich von ihnen abwenden und
ins linke Lager wechseln, aber vielleicht kommt Münte auch mit dem
großen Wurf und krempelt den Laden völlig um?! Wer weiß? Ich glaube es
zwar nicht, der rechte Flügel innerhalb der Sozies wird wohl eher
Auftrieb erhalten und "Graf Rotz" (Clement) darf sich dann nachträglich
bestätigt fühlen und seinen Lobbyismus plegen und ausbauen - Steinmeier
und und der Finanzminister werden applaudieren.
Autor: Georg (Gast)
Datum: 25.08.2008 21:40

Ihr seid echt Abschaum...

H4-ler, Hartzer...

Noch abfälliger geht es wirklich nicht mehr!
Autor: Michael H* (-holli-)
Datum: 25.08.2008 21:44

Autor: na sowas (Gast)
Datum: 25.08.2008 22:03

@ Michael H* (-holli-)

aus dem Artikel vom Stern

Zitat
" hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
herausgefunden, dass die wirtschaftliche Kluft zwischen oben und unten
in den vergangenen Jahren kaum gewachsen ist."
Zitat Ende

DIW? DIW? Sind die die immer so schön vom Fachkräftemangel
schwadronieren?

Lesen wir mal hier nach

http://www.welt.de/wirtschaft/article1924442/Fachk...

Zitat
"Organisationen wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
oder der Arbeitgeberverband Gesamtmetall fordern daher eine vereinfachte
und unbürokratische Zuwanderung. Deutschland müsse sich im Kampf um die
besten Köpfe als attraktives Zuwanderungsland präsentieren, heißt es in
einem Papier des Arbeitsgeberverbandes zum Fachkräftebedarf in der
Metall- und Elektroindustrie."
Zitat Ende

Ach ja, DIW, das ist der Verein, der die vielen billigen Inder ins Land
holen möchte. Dann ist ja alles klar.
Autor: Frank Büttner (Gast)
Datum: 26.08.2008 10:07

Toller Spruch zum Thema:
"Hartz vier, und der Tag gehört Dir!"
Autor: FPGA-Designer (Gast)
Datum: 26.08.2008 10:11

Wenn ich das schon höre: "Die besten Köpfe"! Es geht ausnahmslos um die
Gewinne, denn mit etwas Geld wären jederzeit Hochqualifizierte zu
beschaffen!. Wenn aber so viele preiswerte Hochqualifizierte ins Land
kommen, daß man in der Gesamtwirtschaft relevant sparen kann, was die
eigentliche Absicht der Forderung ist, dann gehen auch die Steuern
relevant runter! Wer zahlt denn den ganzen Staat? Es sind doch die
sogenannten Besserverdiener, bei denen jeder zusätzliche Euro mit
42%+Soli versteuert wird! Nach den Erhebungen der Steuerschätzer zahlen
die oberen 25% in Detuschland über 75% der Steuern! (Und die Firmen
zahlen immer weniger). Wenn dann die Gehälter für z.B.
Softwarespezialisten sinken, fehlen von jemdem Tausender, den sich die
Firmen sparen gleich mal 500,- im Steuersäckel.

Die Firmen haben nun wirklich genug Fachleute zur Auswahl und wenn sie
angemessen bezahlen würden und es in diesem Land nicht so unverschämte
Steuern gäbe,  dann würden auch mehr hier bleiben und nicht ins Ausland
abwandern! Die Forderung müsste dann schon lauteten: Steuern runter, was
natürlich bei immer mehr Arbeitslosten und Harzern nicht geht, klar.

Fakt ist jedenfalls eines:

Je ungünstiger es hier in Deutschland für Fachkräfte wird, sei es durch
geringeres Brutto (was ich mittelfristig erwarte) oder durch höhere
Steuern (was ich kurzfristig erwarte), desto eher lohnen sich Schweiz,
Österreich und Liechtenstein!

Momentan kann man in Deutschland noch ganz gut verdienen, weil das
Brutto recht hoch ist und trotz Steuern noch genug über bleibt. Aber
schon jetzt ist die Schweiz z.B. für einige bereits günstiger,
besonders, wenn man nur Angestellter ist. Für Entwickler mit geringerem
Einkommen unter z.B. 50.000, lohnt sich sogar oft schon Österreich -
besonders, wenn sie Kinder haben, wegen der Zuschuesse. Ausserdem gehen
die Gehälter für Entwickler in Österreich auch nach oben! Für die
selbständigen Topverdiener über 100.000 Umsatz (und etwa 80k zu verst.
Eink.) lohnt sich wiederum schon jetzt ein Wohnsitz Liechtenstein: Da
ein Grossteil seiner Einnahmen nach Abzug der absetzungsfähigen Kosten
einem immer höheren Steuersatz unterliegen, ist die Pauschalversteuerung
dann irgendwann doch wieder effektiver! Für die unselbständig
beschäftigten Spezialisten lohnt sich der Umzug nach Luxemburg, sobald
man in Detuschland mehr Einkommensteuer zahlen müsste, als die
luxemburger Wohnung (mehr) kostet. Ein Rechenbeispiel für mich ergibt,
daß ich schon jetzt sowohl in Liechtenstein, als auch in Luxemburg
besser dran wäre - trotz der dort erhöhten Kosten und Zeitaufwände!
Sobald ich wieder in Festanstellung gehe, geht es ab in die Schweiz!
Sollte Liechtenstein in die EU gehen, geht es nach Liechtenstein!

Österreich, Liechtenstein und der Schweiz kann gar nichts besseres
passieren, als eine Gehaltsabsenkung in Deutschland: Da Deutschland
zahlenmäßig die 10mal größere Bevölkeunrg hat, reicht ein Abwandern von
nur 1% der Spezialisten, um im dortigen Ausland einen Mangel von 10% zu
kompensieren!

Es gibt also genug Top-Fachkräfte, die die deutsche Kultur und Sprache
bestens kennen und die hier arbeiten könnten, aber sie tun es eben wegen
der Randbedingungen nicht mehr. Will man also den Fachkräftemangel
beheben, muss man den Abzug der Leute verhindern, aber die wirklichen
guten Fachkräfte will man ja garnicht, wie eingangs erwähnt, es geht um
die breite Masse, deren Gehalt man senken will - das macht die Ente
fett! So wird es eher anders heum laufen: Die Steuern müssten relativ
steigen und die hier gebliebenen muessen es finanzieren (auch wenn es
nur Prozente seinmögen!) Ausserdem denke ich, daß Attraktivität für
Spezialsten in Deutschland auch etwas mit dem Verhalten der Deutschen
gegenüber Auländern zu tun hat und da hilft Geld recht wenig, wenn es
immer mehr Harzer und Unzufriedene gibt.

Merke: Wer die Grenzen für angebliche Topspezialisten von Aussen öffnet,
der verliert zu allererst die besten Köpfe im Heimatland!


----------------------------------
Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt,
dann geht der Prophet eben zum (schweizer) Berg.
Autor: Jürgen (Gast)
Datum: 26.08.2008 10:47

Wenn ich schon ... deutsche Kultur ... lese. Was soll das bedeuten: eine
bestimmte Art & Weise in der Nase zu bohren?

Ausländerfeinde & Rassisten sucht euch ein anderes Forum!
Autor: Paul (Gast)
Datum: 26.08.2008 10:55

>Ihr seid echt Abschaum...

>H4-ler, Hartzer...

Vielleicht solltest Du mal den Inhalt meines Beitrages lesen. Ja ich
rede von H4-ler, aber der Inhalt ist wohlgesonnen. Arbeite schließlich
ehrenamtlich bei der Tafel. Meine Freundin ist DSA. Ist es Dir
vielleicht lieber, ich sage korrekt "Bezieher von ALG2" und hacke dann
auf diesen Menschen rum?
Autor: FPGA-Designer (Gast)
Datum: 26.08.2008 11:32

DSA?
Autor: Paul (Gast)
Datum: 26.08.2008 12:47

DSA: Diplom-Sozialarbeiter
Autor: FPGA-Designer (Gast)
Datum: 26.08.2008 15:46

Ohjou! So eine diplomierte Tante hatte ich mal als ich vor Jahren wegen
Abteilungsschließung gekündigt wurde und mich arbeitslos melden wollte.
Hatte eine riesen Lauferei mit denen und musste mir tolle Belehrungen
anhören, wie und wo ich mich zu bewerben hatte. Die Tante war komplett
vom hinterm Mars und hatte Null Ahnung, worauf es eigentlich im
Elektroberuf ankommt. Gottseidank hate ich dann rechtzeitg vor Ende der
Beschäftigung wieder was Neues.
Autor: Peter Stegemann (pst)
Datum: 26.08.2008 16:04

Dieser Thread zeigt recht deutlich, warum ich Deutschland hinter mir
gelassen habe. Dieses Land muss wohl noch viel tiefer fallen, bis es
endlich aufwacht.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 26.08.2008 23:13

>Wenn ich schon ... deutsche Kultur ... lese. Was soll das bedeuten: eine
>bestimmte Art & Weise in der Nase zu bohren?

Nein, sondern einfach deutsche Lebensart. Das was die ganzen
Weltverbesserer und Berufsbetroffenen den Menschen in diesem Land
absprechen wollen. Die Amis sind national, der Däne ist national, der
Russe ist national. Nur hier in diesem Land ist das nicht opportun.
Nicht zuletzt wegen solcher Blödmänner wie Du einer bist. Immer gleich
Jehova schreien. Tststs.

>Ausländerfeinde & Rassisten sucht euch ein anderes Forum!

Geh' doch woanders die Welt verbessern, wenns Dir hier nicht gefällt.
Autor: Georg (Gast)
Datum: 27.08.2008 00:59

>Ist es Dir vielleicht lieber, ich sage korrekt "Bezieher von ALG2"

Ja ist es! Mir geht diese formale Abgrenzung von Arbeitslosen so
dermaßen auf den Sack, es ist nicht auszuhalten. Bitte nicht persönlich
nehmen, aber viele wollen diese Leute am liebsten in ein Getto stecken
und fertig; so jedenfalls mein Eindruck.
Autor: Präkarier (Gast)
Datum: 27.08.2008 09:20

Komisch, als es noch Sozialhilfe gab, wurde nicht so viel
Wind drum gemacht. Seit Hartz4 gibt es die Zweiklassenge-
sellschaft!?
Autor: Baptist (Gast)
Datum: 27.08.2008 09:54

Immer wieder die Diskussion, dass Deutschland ja sooo schlimm ist....
Ihr koennt alle froh sein, in einem Land wie Deutschland geboren zu
sein. In Afrika werden die Eltern von kleinen Kindern erschossen, die
dann mit 8 Jahren mit ner AK47 ausgeruestet in den Kampf ziehen muessen
und 30% der Bevolekerung ist mit HIV infiziert. Aus Vietnam fluechten in
den 70ern und 80ern hunderttausende Menschen, die in Ihrem Land verfolgt
und in Konzentrationslager gesteckt werden, und in den heutigen
Kriegsgebieten siehts wohl auch nicht besser aus.
Dagegen ist Deutschland das Paradies....
Autor: FPGA-Designer (Gast)
Datum: 27.08.2008 13:35

Ok, das Leben ist ein Kampf. Aber jeder kämpft auf seinem Niveau. Der
eine um die Position in der Firma, der andere um die Kosten, der dritte
kämpft auf dem Acker beim Ernten gegen den Regen, andere kämpfen um ihre
Gesundheit umd wieder andere ums Essen und viele auch ums Überleben im
Krieg.

Aber nur, weil es Kriege gibt, Hunger, Krankheit und Elend, darf man
nicht aufhören, seine Position zu verbessern.

Daß die Harzer jammern, ist somit gerecht und ungerecht zugleich.

Sicher geht es denen viel besser, als vielen in Afrika aber das Argument
sticht deshalb nicht, weil es uns hier auch automatisch per Geburt
besser ging.

Wenn die meisten Deutschen in Afrika arbeiten müssten, häten sie auch
weniger bis nichts und einige könnten sich nicht ernähren.
Autor: Sozi-Basher (Gast)
Datum: 27.08.2008 14:02

>Sicher geht es denen viel besser, als vielen in Afrika aber das Argument
>sticht deshalb nicht, weil es uns hier auch automatisch per Geburt
>besser ging.

Was ist das den für ein blödes Argument? Soll das heißen, dass es
niemals schlechter gehen darf als bei der Geburt? Hat man mit der Geburt
einen Status zugesichert bekommen der nicht unterschritten werden darf?

Alles schreit doch geradezu nach der Globalisierung, billige Fernseher,
billige Autos, billige Nahrung. Alles aus dem Ausland importiert. Da muß
man sich doch nicht wundern, wenn auf die billige Arbeit aus dem Ausland
importiert wird. Wenn der deutsche 08/15 Arbeiter zu teuer ist, um die
Waschmaschine zu produzieren die sein Nachbar möglichst billig haben
will, dann wird die Arbeit halt ins Ausland verlagert oder der 08/15
Arbeiter muß Lohnabstriche hinnehmen.

Trotzdem geht es dem deutschen Hartzer immer noch besser als den meisten
Afrikanern. Hier wird er nicht erschossen, und seine Kinder verhungern
auch nicht. Zumindest nicht wenn der Sie zur Suppenküche schickt wenn er
den Regelsatz für's Kind wieder für Zigaretten, Alkohol oder was auch
immer ausgegeben hat.
Autor: na sowas (Gast)
Datum: 27.08.2008 14:57

Sozi-Basher (Gast) wrote:
> Alles schreit doch geradezu nach der Globalisierung, billige Fernseher,
> billige Autos, billige Nahrung.

Nur mal langsam mit den jungen Pferden. Die Jagt nach Schnäppchen ist
kein Phänomen der Globalisierung. Auch vor 30 Jahren sind Konsumenten
schon immer gerne auf die Jagt nach Sonderangeboten gegangen. Heutzutage
haben diesen Trend nur die Werbefuzzies erkannt und darauf ihre
Sprüchlein abgerichtet. Bei genauerem Hinschauen entpuppt sich gerade
der sog. Geiz-ist-Geil-Markt immer wieder als eher teuer denn als
wirklich billig. Du solltest bei all deiner Polemik mal nicht vergessen,
wie viele inzwischen mit sehr geringen Einkommen sich teure
Markenprodukte gar nicht mehr leisten können.

Hier lässt sich das Elend ganz aktuell nachlesen
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/einkommensentw...

Für viele (vielleicht sogar die Meisten) gilt inzwischen: Es geht nun
mal nicht alles
+ für die Altersversorgung sparen
+ nur noch teure Markenware kaufen
+ möglichst viel Umsatz generieren für das Wachstum im Inland
+ hohe Energiepreise blechen, hohe Miet u. Mietnebenkosten abdrücken
und und und

Da fehlt schlicht die Kohle. Schuld daran ist der Trend hin zu immer
mehr Arbeit im Niedriglohnsektor. Die Working-Poor nehmen zu, das
scheint politisch gewollt und systematisch forciert zu sein.
Autor: Sozi-Basher (Gast)
Datum: 27.08.2008 15:14

Soso,

und woher kommt das, dass das Lohnniveau sinkt? Vieleicht doch durch die
Globalisierung?

Der Geringverdiener von heute ist der Leistungsverweigerer von gestern.
Die Leute die damals in der Schule schon immer die Fresse weit
aufgerissen haben, und die es nicht für nötig hielten ihen Arsch nur ein
bisschen zu bewegen, die sind heute die Verlierer im System. Früher sind
diese Leute in den einfachen Jobs untergekommen und konnten ihr Leben
selber bestreiten. Heute braucht die einfach keiner mehr, und sie liegen
teilweise ihr ganzes Leben der Solidargemeinschaft auf der Tasche. Ich
habe für das Gejammer dieser Leute kein Verständnis. Und es wird nicht
besser.
Autor: na sowas (Gast)
Datum: 27.08.2008 15:25

@ Sozi-Basher (Gast)

Machst deinem Namen volle Ehre, nicht wahr?

Übrigens, was das "Gejammer" betrifft, mein Eindruck ist eher du nölst
hier rum, noch dazu auf aller unterstem Niveau. Aber wie schon
festgestellt, wen wundert das, bei dem Nick?!
Autor: Sozi-Basher (Gast)
Datum: 27.08.2008 15:36

Warum greifst Du mich jetzt an? Ich kann doch nichts für die Situation
der armen Hartzer. Ich nenne nur die Ursachen, und bemerke nebenbei,
dass ich kein Verständnis habe.

Ich stelle mal die These in den Raum, dass FAST JEDER in Deutschland die
Chance hat aus seinem Leben etwas zu machen. Wer jedoch die Hacken nicht
in den Teer bekommt, der ist selber Schuld. Über diese Leute muß man
sich dann aber auch keine Gedanken machen. Die ignoriert man am besten.
Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
Datum: 27.08.2008 15:40

>Machst deinem Namen volle Ehre, nicht wahr?

Aber so Unrecht hat er nicht:

Jemand sagte mal: "Es gibt Leute, die können Säcke von einem Auto
abladen."

Da waren oft die, die in der Schule die Größten waren. Zehn Jahre später
(also so im Alter von 25+) ist zu sehen, dass diese Leute nichts auf die
Reihe bekommen haben...

Und dann braucht man auch kein Mitleid haben. Das ist wohl seine
Kernaussage..

Dieses übertriebene soziale Gelaber in dieser BananenRepublik D kotzt
mich auch an!
Autor: na sowas (Gast)
Datum: 27.08.2008 16:31

Ja! So mag man es in Deutschland. Ein paar gezielte Lobby-Informationen
vom DIW oder der INSM unter den Urnen-Pöbel streuen und wenn der
Sozialneid dann blüht (und sich die Unterprivilegierten gegenseitig die
Köpfe einschlagen), lässt es sich ungestört in den oberen
Einkommensschichten um das kümmern, was dort das aller Wichtigeste ist:
der überproportionale Vermögenszuwachs und das möglichst ohne den
Eingriff des Staates, der schließlich das Geld höchstens zum Fenster
rauswirft, z.B. als für überflüssige soziale Einrichtungen wie Schulen,
Schwimmbäder, Kindergärten, Altenbetreuung usw.
Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
Datum: 27.08.2008 16:35

>z.B. als für überflüssige soziale Einrichtungen wie Schulen,
>Schwimmbäder, Kindergärten, Altenbetreuung usw.

Du(Ihr) versteh(s)t es einfach nicht....
Autor: juppi (Gast)
Datum: 27.08.2008 18:20

Ich verstehe euch jetzt so:
Wenn alle Arbeitslosen jetzt Diplomer wären, hätten sie auch alle
Arbeit?
Autor: Atmega8 Atmega8 (atmega8) Benutzerseite
Datum: 27.08.2008 19:42

Es gibt genügend ältere Arbeitslose im Alter von 40 - 50 die ein Diplom
haben und als zu alt gelten.

Die Unternehmen nehmen lieber z.B. einen Computer-Inder der seit der
ersten Klasse nichts anderes gemacht hat als zu tippen.
Klar dass die besser sind, denn in Deutschland wird ein Kind rundum
gebildet, auch Dinge die es nie brauchen wird. (Musik und Kunst)

Jedenfalls wird man damit kein Geld verdienen. (die meisten jedenfalls
nicht)

Es sollte im Schulwesen mehr Möglichkeiten zur Abwahl bestimmter Fächer
geben!
- Basisfächer: Schulgarten, Arbeitslehre, Physik,
- Grundlagen-Fächer: Deutsch, Mathe, Englisch, Sport
- Modul-Fächer: Kunst, Musik, Politik, Geschichte, Erdkunde, ...

Also man sollte sich nach und nach spezialisieren dürfen.
Ich habe es immer gehasst wenn man sich auch noch auf die Malerei
vorbereiten musste obwohl es einem nicht liegt. Auch auf dem Gymnasium
hat man diesen Müll noch.

Man bekommt so viel beigebracht, besonders die Klausuren in denen man
alles über die Künstler wissen musste, jedesmal wenn der Künstler sich
sich am Hintern gekratzt hat wurde es datiert und für die Nachwelt
festgehalten.
Autor: Gast (Gast)
Datum: 27.08.2008 19:45

> Man bekommt so viel beigebracht, besonders die Klausuren in denen man
> alles über die Künstler wissen musste, jedesmal wenn der Künstler sich
> sich am Hintern gekratzt hat wurde es datiert und für die Nachwelt
> festgehalten.

Wir mussten leider nur malen. Von Kunstgeschichte haben wir nichts
gelernt. Wäre mir lieber gewesen. Ist zwar auch öde, aber einfacher und
weniger zeitaufwändig als malen.
Autor: Atmega8 Atmega8 (atmega8) Benutzerseite
Datum: 27.08.2008 20:08

Ich kann mir Dinge ohne richtigen Zusammenhang nicht besonders gut
merken und wenn meine Kunstlehrerin das ganze Schuljahr von
irgendjemanden redet muss man ja nur zuhören und das ist sowas von
langweilig.

Langweilig deshalb weil man all die Leidensgeschichten der "Künstler"
vorgetragen bekommt und das einfach nur noch ein "Bla Bla" ist.
Man kann ja selbst nicht großartig dazu beitragen .. weil es einfach
uninteressant ist.

Die will im Endeffekt auch mal berühmt werden und auf ihren
Ausstellungen den Besuchern/potentiellen Käufern erzählen wie sie sich
beim malen gefühlt hat.

... jedenfalls muss man dieses ganze "Bla Bla" am Ende des Schuljahres
auf ein paar DinA4-Seiten bringen.

Kafka den Psychokunden sollte man sich "verinnerlichen" ... nein Danke!
Das ganze Schuljahr ein paar dieser Freaks lässt einen erkennen wen die
Leute im grünen Auto mit den viereckigen Rädern damals vergessen hatten
mitzunehmen.
Autor: Sozi-Basher (Gast)
Datum: 28.08.2008 08:06

>der überproportionale Vermögenszuwachs und das möglichst ohne den
>Eingriff des Staates, der schließlich das Geld höchstens zum Fenster
>rauswirft,

EU und EU-Abgeordnete, Afganistan, Entwicklungshilfe für China, Diäten
für MdBs, "Russlanddeutsche heim ins Reich", Reparationszahlungen,
Suventionen jeglicher Art (Nokia, Kohle, Wohnungsbauförderung),
Suppenküchen und nicht zuletzt Unterstützung für die, die sich immer nur
nach dem Sozialstaat schreien.

Nein, dafür gebe ich meine Kohle nicht gerne her.

btw: Suppenküchen. Sowas dämliches. Da gibt der Staat den Bedürftigen
über die H4 Regelversorgung Geld zum Leben in die Hand, was ja auch in
Ordnung ist. Und diejenigen die die Kohle für überflüssiges raushauen
(Zigaretten, Alkohol, Elektronik) die füttern wir zusätzlich mit
Suppenküchen durch. Einfach nur pervers.
Autor: na sowas (Gast)
Datum: 28.08.2008 15:02

Sozi-Basher (Gast) wrote:
> Und diejenigen die die Kohle für überflüssiges raushauen
> (Zigaretten, Alkohol, Elektronik) die füttern wir zusätzlich mit
> Suppenküchen durch. Einfach nur pervers.

Nun der "Idealzustand" einer Gesellschaft ist bestimmt die Raucher u.
Trinker freie Gesellschaft, genauso wie der Idealzustand beim Sammeln
von Spenden die 100 prozentige Verwertung des Spendengutes ist. Die
Menschen sind aber nun mal nicht "ideal" sondern menschlich und deswegen
wird es immer nur ein "möglichst viel" geben und nicht ein "immer
alles", was die positive Wirkung von Hilfsmaßnahmen betrifft. Außerden
ist Alkohol bezogen auf ein Glas Bier ein von der Gesellschaft in hohem
Maße akzeptiertes Kulturgut (in Bayern nennt sich das sogar
"Grundnahrungsmittel), das nicht unbedingt schlechter sein muß als eine
Tasse Tee (und letzteres wird man einem Transferempfänger wohl kaum
ernsthaft verweigern können). Ob und wie die Leute damit umgehen obliegt
letzlicht jedem selbst und nennt sich Eigenverantwortung und letzteres
wird schließlich stets gefordert. Dann muss man den Leuten auch die
Entscheidung darüber belassen. Ganz abgesehen davon werden Suppenküchen
mittlerweile aus vielerlei anderen Gründen aufgesucht. Wenn man die
erfahren möchte, dann sollte man sich einfach mal mit Betroffenen
unterhalten. Wenn die Kohle hinten und vorne nicht mehr reicht, muss man
eben sehen wo man bleibt. Das eigentliche Problem liegt doch wo ganz
anders. Die Leute brauchen Perspektiven und Teilhabe an der
Gesellschaft. Sie müssen raus aus ihrem Elend, darauf sollten alle
Mittel konzentriert werden. Was macht eine Gesellschaft mit Leuten, die
gut ausgebildet sind, die aber aufgrund ihres Alters keiner mehr
einstellen möchte? In Deutschland blüht die Altersdiskriminierung und
der Lebenslauf-Fetischismus. In anderen Ländern heißt es dagegen, ist
der Mann brauchbar? Dann komm morgen vorbei, arbeite kurz zur Probe und
wir werden sehen ..

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