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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Reflow Löten mit Pizzaofen?


Autor: danik (Gast)
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Ich habe bei mir zuhause noch so einen Pizzaofen mit
Infrarotheizelementen rumstehen. Mir ist eben die Idee gekommen,
das man das Ding eventuell auch für Reflow Löten verwenden kann.
Damit erreicht man eine Lufttemperatur von ungefähr 230 Grad,
das müßte eigendlich zum verlöten mit Reflow Lötpaste ausreichen.
Billig sind die Dinger auch, kosten so um die 20 Euro.
Industrielle Reflowöfen sind mir zu sperrig und zu Teuer.
Und SMD Bauteile von Hand löten ist bei größeren Platienen
auch nicht so einfach. Meine Frage, hat soetwas schon mal
jemand von Euch versucht? Was sind dabei die optimalen Werte?

Autor: edi.edi (Gast)
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geht prima, vor jahren gemacht...

experimentieren!

mein ''ofen'' war fuer Brioches ...knusprig backen & reflow

ed

Autor: M. Levinsky (Gast)
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Hallo

Ich sollte schon lange einen PQFP mit  208 Pins löten.
Geht leider nicht.

Ich würde mich auch für diese Technik interessieren.
Wie macht man so was?

Autor: Stefan May (Gast)
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Das Verfahren mit dem Pizzaofen ist natürlich nicht ganz ungefährlich.
Zum einen besteht die Gefahr der Überhitzung der Bauelemente, zum
anderen kann es in der Platine Spannungen geben, dir zum brechen der
Beinchen beim Abkühlen führen.

Ein Reflow-Lötofen arbeitet nach einer vorgegebenen Temperaturkurve, in
der die Platine und die Bauteile langsam aufheizt, dann sehr schnell
auf die Löttemperatur geht und dann alles wieder langsam abkühlen
läßt.

Ich würde solche Bauelemente eher mit Heißluft löten. Ich habe mir eine
Heißluftpistole so umgebaut, daß ich die Temperatur regeln kann. Dazu
habe ich dann noch eine feine Düse hergestellt und damit dann die
Bauteile gelötet. Das ist bestimmt sicherer als mit dem "Toaster".

ciao, Stefan.

Autor: M. Levinsky (Gast)
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Hi

Du hast also einen Normal Heissluftpistole aus dem Heimwerkermarkt
gekauft?
Und eine Temperaturreglung eingebaut.
Ist dies nicht ein bisschen unhandlich?
Oder lässt du die Luft durch einen schlauch zur Düse leiten?

Gruss

M. Levinsky

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,Gottseidank hab ich auffer Firma alles was ich brauche (Reflow,Welle
usw.) und muß nur nen Rahmen mit Maske machen wenn was wichtiges
ansteht aber für den Alltagskäse hab ich mir auch nen Heisßluftgerät
mit Tempreglung um nen Adapter für nen Flexiblen Schlauch erweitert.

Der Schlauch ist wie bei den Fertiggeräten einfach ein Temperaturfester
Flexibler Silikonschlauch der zur Verminderung von Verlsuten und zum
Schutz vor Beschädigungen nochmal Isolierend und Schützend umschlossen
ist.
Am Ende befindet sich ein Griff wo ich verschiedene Düsen aufsetzen
kann (Hab mir die Mühe gespart und fertige genommen)

Der Bau ist also nicht Dramatisch aber das Heißluftgerät muß unbedingt
in Temperatur und Luftmenge Regelbar sein sonst ist Ärger
vorprogramiert.

Zu heiß und zuviel Volunmen und die Leichten Bauteile schwimmen davon.

Zu kalt und das Gegenteil passiert.

Autor: Stefan May (Gast)
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Genau so eine ähnliche Konstruktion habe ich auch.

Zur Temperaturregelung (eher Steuerung) habe ich die Pistole
auseinandergebaut. Motor und Heizung habe ich getrennt und regle ich
mit einer selbstgebauten Phasenanschnittsteuerung. So kann ich
Luftmenge und Temperatur getrennt einstellen. Die Werte habe ich
experimentell bestimmt. Das ging relativ schnell und einfach mit einer
Experimentierplatine.

Mein Fazit, ist eine schöne und schnelle Art zu löten. Aber man kann
sich verdammt schnell Verbennungen dabei holen.

Achja: Beim Selbstbau sollte man unbedingt darauf achten, daß die
Pistole nicht überhitzt. Ein gewisser Mindestluftstrom muß unbedingt
durch, da sonst die ganze Pistole wegschmilzt.

Eine andere Methode habe ich mal in einem anderen Forum gehört. Dort
wurden alle Pads verzinnt, dann das Bauelement draufgelegt und mit
einer heißen Lötnadel dann über alle Pads drübergestrichen. Die
entstandenen Zinnbrücken wurden dann mit Entlötlitze wieder entfernt.
Probiert habe ich das nicht, ist aber wohl mal ein Versuch wert.


Wer sich mal an BGAs versuchen möchte:
http://wwwbode.cs.tum.edu/~acher/bga/index.html Vielleicht funktioniert
das auch mit TQFP und anderen SMD Bauteilen. MLF vielleicht?

ciao, Stefan.

Autor: Ratber (Gast)
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Naja,Entweder die Flutwelle mit anschließender Trennung oder ne feine
Spitze ,Lupe und ne ruhige Hand.

Bis 0.643 mach ich das noch einzeln per Hand (Ich reparier einfach die
Fehlproduktionen.Fehlende,Falsche,Deffekte,Falschmontierte oder
Weggerutschte Komponennten usw.).
Drunter gehts dann über die kleine Welle bzw. wennes zu fein wird dann
überbn Rahmen nochmal durch den Automaten.

Privat is da schon mehr Fummelei angesagt.

Bei Feinen Chips dann alle Beinchen Verzinnen (Pads werden vorher nicht
behandelt sonst sitzt der Chips inner Luft).

Natürlich mit Temperaturkontrolle also eine Seite nach der anderen mit
Pausen.

Danach Mit Litze absaugen.

Anschließend eventuell noch vorhandene Brücken  mit nem Bastlermesser
(Spitze,lange Klinge)und nem Fluxmitel nachbearbeiten.
Da der Edelstahl der Klinge kein Zinn annimmt geht das wunderbar.

zum Ende die Platinde abbürsten und nochmal reinigen dann sieht se fast
wie aussem Automaten aus. ;)

Wenn man sich die Arbeitsschritte angewöhnt hat dann gehts recht locker
von der Hand.

Autor: edi.edi (Gast)
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hi,

pizzaofen,
PT100,
solid state relais,
AVR,
temperaturregelung,
timing / temperaturprofil
resultate OK

ed

Autor: Stefan May (Gast)
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Könntet ihr nicht mal ein Foto von dem Pizzaofen machen? Mich würde auch
ein Foto von der Platine interessieren.

ciao, Stefan.

Autor: Lightning (Gast)
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Ich hab so nen allgemein Ofen zu haus
den kann man von 150-400 Grad aufdrehen
ab wieviel Grad funzt das mit den TQFP
bauteilen? Ich will nämlich einen ATmega128
auf eine Platine löten aber ich mag da ned mit
meiner Lötstation drann.
Und stimmt es das die Bauteile, wenn man sie
ziemlich genau auf ihren Platz setzt von selber
auf genau auf ihren Platz rutschen wenn man sie
in einem Ofen anlötet ??

Gruß Lightning

Autor: Johannes (Gast)
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TQFP löte ich immer mit meinem popeligen Ersa 260 Standardlötkolben,
ohne Temperaturregelung oder andere Spielereien. Das geht ohne
Probleme. Ein Ofen ist da ja wie mit Kanonen auf Spatzen schiessen.

Autor: spock (Gast)
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Beim Reflow -Verfahren wird doch lötpaste las lötzinn verwendet.
Sehe ich das richtig?
Aber die voher bekommtman die Schablonen um nur die Lötpad zu
beschichten`?



MfG
spock

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,die Paste (Eigenlich nix anderes als Lötmehl mit Viskosem Fluxmittel)
wird netsprechend der Anschlüsse per Siebdruck auf die Platine Gedruckt
und die Bauteile dann vom automaten dort aufgesetzt.
anschließend wird nurnoch schnell erhitzt und fertig ist die
Bestückungsseite.

Der Clou an der Sache ist aber die Platine so schnell aufzuheizen und
abzukühlen das die Elemente dabei keinen Schaden nehmen.

Das geschieht zb. mit starken Infrarotlampen die viel Wärme abstrahlen
und dicht gebündelt stehen.

Im Wesentlichen geht der Prozess im Gerät so das erstmal per Warmluft
die Platine "Angewärmt" wird.
Dann läuft se über die Lampen wo das Reflowlöten stattfindet.
Danach gleich in den Lüftertunnel zum abkühlen.

In der Praxis besteht der Automat aber noch aus ner Welle um die andere
Seite auch gleich mit zu erledigen (Steckverbinder,Einige Großbauteile
usw.) aber den hab ich mal bewust weggelassen.



Ach ja ,noch ne Anmerkung zu "Feuchtigkeit" und "Atmöphäre"

Einige Bauformen und Typen müssen bis zum Löten trocken gehalten werden
weil über die Anschlüsse Feuchtigkeit einfringen kann die beim Revlow
verdampft und evtl. das Gehäuse sprengen bzw. beschädigen würde aber
die sind nurnoch selten anzutreffen.

Bei uns haben wir nurnoch nen Beschleunigungsmesser (Onchip) der so
behandelt werden muß aber das ist ab Herbst auch vorbei so das es keine
Rolle mehr spielt.


Beim Reflowlöten wird gerne ne Stickstoffatmosphäre benutzt um die
Lötstellen resistenter zu machen.



Noch ne Anmerkung:

ab 2006 wird das Blei komplett aussem Lot entfernt.
Man kann sich also schonmal drauf einstellen das sich einige
Rahmenbedingungen leicht verändern.
Ebenfalls die Preise.

So,das wars ;)

Autor: Fritz Ganter (Gast)
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Apropos bleifrei löten:

Ich hab mir jetzt mal bleifreies Lötzinn gekauft mit 3.8%Silber und
0,7% Kupfer, Schmelzpunkt 217 Grad.
Mit wieviel Grad soll ich das Löten? Ich habs mal mit 360° probiert, da
es mir bei 320° zu lange dauerte, allerdings sieht die obere Hälfte der
Lötstelle oxidiert aus. Ist das normal, oder einfach nur zu heiss?
Lötzinntyp ist HS10 von Stannol.

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,auffer Arbeit Experimentieren wir auch gerade rum was wohl am besten
ist aber da scheiden sich die Gemüter.

Ich hab meine Station von 350 auf 400° erhöht und fahre recht gut damit
bis auf den Umstand das ich bei 0603-SMD's nun etwas mehr aufpassen
muß um se nicht allzuschnell zu überhitzen.

Autor: johannes jansen (Gast)
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Zum Handlöten von QFPs geht folgendes sehr gut:
Bei Bauteiltausch die Pins mit einem scharfen Messer am Gehäuse
vorsichtig abschneiden (die Schnittbewegung nur senkrecht richtung
Board), mit einer breiten Spitze die Pins ablöten und anschließend mit
litze saubermachen. Nützlich ist es, noch mal mit Leiterplattenreiniger
nachzuspülen. Das Bauteil (unter dem Mikroskop) positionieren, mit 2-3
Pins fixieren und vieeeel Flußmittel. Zum Ziehlöten verwende ich eine
Spitze die wie ein schräg abgeschnittener Zylinder aussieht. Etwas Zinn
auf die Schrägfläche und die Spitze uf den Pads, an den Beinchen
entlang mit ruhiger Hand entlangziehen. Es braucht ein klein wenig
Übung um es sauber hin zu bekommen aber zu viel Zinn kann man ja wieder
mit Litze absaugen und zu wenig nachlöten. Ich habe auf diese Weise
schon hunderte QFP-208 problemlos gelötet. Schöne Spitzen gibt es mit
einer genialen Lötstation bei Metcal.
Viel Spaß
:-) Johannes

Autor: M. Levinsky (Gast)
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Hallo johannes

Aber eigentlich kann ich gar nichts löten denn die Kontaktflächen sind
beim mir genau gleich gross wie die Kontaktfläche der Pins und die
passen genau deshalb kann ich die sache gar nicht löten.

Gruss

Levinsiky

Autor: johannes jansen (Gast)
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Hallo Levinsky,
das hört sich gemein an und sieht entweder nach Pin-für-Pin löten,
löten im Ofen oder einem Redesign mit größeren Pads aus :-((( Als
andere Möglichkeit sehe ich noch Heißluft. Weller? und Metcal haben so
etwas. Habe ich zwar noch nicht selbst gemacht aber ich denke, daß da
wieder viel Flußmittel dabei sein sollte.
Schönes Wochenende.
:-) Johannes

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,so mache ich es auch.

Einzelne Controller mit nem Skalpell rausschneiden (Ich ritze die
Beinbasis am Gehäuse einfach mehrmals an und kann mit ner leichten
Drehbewegung in dieser Ritze den rest leicht trennen),Pinne mit Kolben
dann wie bekannt runterziehen und erstmal Pads von Resten reinigen (Ich
hab ne Mischung aus Alkohol und einigen anderen Sachen.)

Machen sollte ich das eigentlich mit nem Heißluftgerät (etwas größer
wie Schuhkarton,sieht aber schöner aus,Digital in Temperatur bis 470
Grad und Luftmenge zu regeln,Vakuumheber und passende Trichter sowie
diverse Düsen sind natürlich dabei usw.) aber ich bin zu faul dafür zu
laufen und dann je nach Chipgröße bis zu 5 Minuten zu warten also
schneid ich ihn lebendig raus.


Wenn bei ganzen Serien der Controller runter muß dann richte ich mir
natürlich die vorhandene Auslötstation ein.

Die Platine wird auf einen kleinen Rahmen montiert der auf die Schiene
vom Gerät pssst und das Gerät wird auch noch eingerichtet (Position der
Hauben usw. so das ich nurnoch die Platinen in den Rahmen lege,Der
automat zieht ihn ein senkt den Passenden Kopf an der eingestellten
Stelle ab,erhitzt mit definiertem Luftstrom und Temperatur das Bauteil
und Saugt es natülich auch an.
Sobald der Chip am Sauger hängt verändet sich der unterdruck und der
Automat weiß das es geklappt hat (Ich gebe ein fenster vor das um den
Experimentell ermittelten Wert liegt so das es bei Probleme auch ne
Sicherheit gibt und er nicht ewig auf dem Teilk rumbrät).
Das Gerät wirft automatisch die Platine aus und ich lege die nächste
ein.
Abgelötete Teile landen in einem Müllbehälter untendrunter oder
Wahlweise in einer anhängbaren Schachtel dfalls ich die nochmal für
irgendwas brauche (Beweis für Kunden oder sonstwas).

FÜr nen 80 Poliges TQFP brauche ich im Schonmodus ca. 25-35 Sekunden
pro Platine plus Wechselzeit.


Letzten Donnerstag hab ich damit mal eben 100 Platinen von falsch
Programierten Controllern befreiht um neue einzulöten.

Mit der Heißluft hätte das ca. 5 Minuten das Stück gedauert also mit
wechseln unsw. ca. 9 Stunden insgesammt.

Per hand mit ausschneiden brauche ich ca. 2 Minuten (Platine darf nicht
die kleineste Macke bekommen deswegen etwas Vorsichtig) pro Stück also
insgesammt mit Wechsel 200+50=250 also etwas über 2 Stunden aber die
Rechnung geht nicht wirklich auf da ich garantiert bei der 10. Platine
nen Krampf inne Finger habe. ;)

Mit dem Automaten sind es nur 30 Sekunden im Schnitt plus Einmalige
Einrichtung von 5 Minuten und ne Wechselzeit von 5 Sekunden (Raus
,rein,Knöpfchen drücken ) also insgesammt knapp ne Stunde und davon ist
die meiste Zeit nur warten also Zeit für nen Schwätzchen mit der
Kollegin nebenan ggg

Leider ist der Kasten viel zu Teuer um ihn sich Privat zu leisten.

auch der Heisluftlöter ist noch recht Teuer und lohn auch nur bei
Intensiver nutzung.


Wo bin ich vom Weg abgekommen ?

Ach ja !!

Yo,dann neuen Controller drauf wobei es auch kein Akt ist ohne Sehhilfe
nen TQFP Gehäuse richtig zu positionieren.

Das Muster von Beinchen und Pads ist ne gute Sehhilfe.

Rest wie schon oben beschrieben.

2-3x Anheften und mit einer Spitze erstmal locker mit wenig Zinn drann
vorbeiziehen.(Flux nicht vergessen.Ne kleine Pulle mit ner
übergezogenen feinen Spritzennadel ist gut zum Dosieren obwohl zuviel
auch nicht schadet aber man muß das Zeug ja nicht gleich verschwenden)

Mein Favorit ist eine Holspitze (10mm Lang .Konisch zulaufend.Das Ende
ist Schräg geschnitten und die Stirnfläche ist als Halbkugel (Nahja
,etwas flacher isse schon) nach innen gewölbt.

Ist genut Zinn drauf und auch zuviel wieder mit Litze entsorgt dann
Kontrolliere ich mit ner 10x Lupe erstmal ob alle Beinchen gut verzinnt
sind und mit den Pads in Verbindung stehen also die Primäre Lötung ok
ist.
Kurzschlüsse werden dann noch eben entfernt und dann gehts schon ans
Reinigen wobei etwas häßliche Lötungen ignoriert werden (Komm ich noch
zu).

Erst wieder der Reiniger um Flußmittel und Fluxreste (Ok Ich sag immer
Flux und Flußmittel getrennt obwohl beide die gleiche Aufgabe haben
aber das Flußmittel assem Lötzinn hinterläst andere Reste wie dea
Wässrige Flux.Nur damit keine Verwirrung aufkommt)loszuwerden und dann
gehts annnen Heisluftlöter.

Zum einen verflüssige ich mit wenig Luftdurchsatz aber höherer Temp
nochmal kurz die Lötstellen die dann wie geleckt aussehen und zum
anderen verdampfe ich dann noch auf der Platine die Reiniger reste
damit die Paltrine wieder schön aussieht.

Wenn man das etwas Öfters macht dann ist man in 15 Minuten locker mit
Psitionieren,Anlöten und reinigen fertig.

Wer keinen Heißluftlöter hat der braucht natürlich einiges länger weil
das Reinigen sich so etwas zieht und er die Lötstellen eben mit dem
Kolben sauber hinbekommen muß aber es ist zu bewältigen.

Zuhause hab ich auch keine Geräte wie auffer Arbeit (Naja,ne Heißluft
marke eigenstrick) also muß da die Lötstation herhalten und mit
einwenig Trickserei geht das auch ganz gut.(Ich cheate natürlich und
nehme meinen krempel einfach mit wenn es geht ;))





Ach ja

@M Levinski

Das hab ich auch öfters.

Auch wenn es blöde klingt aber auch die sind lötbar.
die Pads gehen oft noch nen Stück nach innen.


Wie J0hannes schon sagte ist reichlich Flux nötig.

Also das bekannte Spiel.

Erhitzen und erstmal Zinn drauf.

Überfluss wird abgesaugt und mit ner Feinen Spitze dann nochmal
schöngemacht.

Danach reinigen Fertig.


Ich hab mir nen Heißluftgerät einfach selber gemacht.

Basis ist nen Handelsübliches Heißluftgerät wie es in jedem Baumarkt zu
bekommen ist aber ich hab eins gewnommen das ne Getrennte Luftmengen
und Temperaturkontrolle hat da ich ja recht kleine Düsen benutze und
sich so der Durchsatz ändert.

Den hab ich in ein Geäuse eingebaut und fixiert.
Die Steuerelektonik wird nach aussen geführt und vorne an den Kopft
kommt das größte Problem :

Der Schlauch mußte Temperaturbeständig bis 500° ,Flexibel und dennoch
Robust sein.

Die ersten beiden werden von Silikonschläuchen erfüllt aber die sind
empfindlich gegen Mechanische Beschädugung.

Zudem muß ich den Heisluftschlauch Wärmeisolieren damit vorne annner
Düse auch was ankommt.

Es gibt Spezialschläuche dafür aber das Kostet etwas zuviel.

Meine Lösung war den Silikonschlauch in einen Größeren,stabileren
Schlauch zu stecken an dem sich auch der Handgriff beser befestigen
ließ.

Soweit sogut,Keine Kaputten schläuche und Wärme geht auch kaum flöten.

Das Design des Handstückes war dann nurnoch ne Kleinigkeit obwohl ich
da schon wieder drann rumbastle gg

Ws hat es gekostet ?

Also der Heißluftföhn kam so um die 100 Euro (Die ohne besoondere
Regelung sind billiger ),das Gehäuse so um die 15 Eur ,Schläuche und
sonstiger Kremnpel bestimmt nochmal so um die 50 Euro also insgesammt
sach ich mal ca. 180 Euro.

Ein Professionelles Gerät ist zwar schöner und bringt nettes Zubehöhrt
mit aber dann kann man da locker ne 0 am Preis dranhängen.

Die Diversen Düsen mache ich übrigens selber.

sind auch nicht schön aber wen juckt das schon  ?
Muß nur funktionieren


Es gibt auch noch andere Möglichkeiten an Heißluft mit kleiner Düse und
Variabler Luftmenge zu kommen.

Irgendwelche umgebauten Heizungen mit Lüfter usw.

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt nud sollte es sicher sein
(Testen,Testen,Testen aber unter aufsicht und unter Extreembedingungen
damits keine Überraschungen gibt) und ne Tempreglung ist zwingend
vorgegeben sonst Verbrennt man sich die Platinen und Komponennten
rucfkzuck zu Asche (Naja,is etwas Übertrieben.Aber man weiß ja wie ich
es meine ).

Wenn nicht gerade Ebbe im Portemonaie (Ja ,ich lehne die neue
Rechtschreibung bewust ab weil mir das Albern vorkommt "Portmonee"
oder ähnlich zu schreiben) ist dann kann man da für kleines Geld schon
selber was basteln.

Die ruhige Hand muß man allerding selber mitbringen.
Die gibt es nicht im Laden  ;)

Autor: Ratber (Gast)
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Ups,soviel wollte ich eigenlich nicht schreiben.

Autor: M. Levinsky (Gast)
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Danke für die Tipps.
Habe allerdings echt Angst so einen Chip zu löten.
Ich biege alle Pins ein bisschen nach innen so kann ich die sache
besser löten.

Grussm

M.L.

Autor: Ratber (Gast)
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Warum angst ?

Wenn es darum geht einen neuen Chip und die Platine nicht zu ruinieren
dann gibt es da auch Experimentierplatinen und Lötsamples lassen sich
sicher auch auftreiben.

Damit kannste nach Herzenslust Üben und wenne Fertig oder das Teil im
Sack ist kann man es einfach wegwerfen oder an die Wand nageln ;)

So hab ich es seinerzeit auch gemacht.

Einfach alte Chips besorgt (Damals bei nem ähnlichen Betrieb wie
meinem) und auch um einige Deffekte Platinen gebeten.

Damit hab ich geübt bis mir die Pads am ende flöten gegangen sind denn
ca. 10x Ein und asulöten halten die auch nicht aus ggg

Wenn man den Dreh raus hat dann wird man auch ruhiger und die angst
oder Hemmung ist weg.

Is wie Panzerfahren.

Anfangs wird man von der Masse,den Maßen und dem Antieb etwas
eingeschüchtert aber später hoppelt man dann genüsslich durch die
Wälder und denkt nicht mehr so drüber nach das man da einige Zig Tonnen
mit nem dicken Ballermann durch die Pampa tritt.

Das geht schon nur Löten mußte können (Normale Bauteile meine ich) dann
ist der Rest unerheblich und nur ne Frage der Technik ;)

Autor: M. Levinsky (Gast)
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Hallo

Wo experimentierplatine habe ich mir besorgt. Nur so einen Chip mit so
vielen Pins nicht so einfach zu kriegen. Ich jedenfalls weiss nicht wo
ich die besorgen kann.


MfG

M.L.

Autor: Ratber (Gast)
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Haste keinen Elektronikschrott den de Schlachten kannst ?

Irgendwo wird sich doch sicher ne alte Platine mit nem passenden chip
auftreiebn lassen.

Autor: Martin (Gast)
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Ich schenk dir gerne 20 alte dejustierte Diskettenlaufwerke, da ist
genug "Hühnerfutter und Tausendfüßler" (passive SMD-Bauteile und
Chips) drauf

schreib mir ne mail an
martin at cts-consult punkt de

Autor: M. Levinsky (Gast)
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Also ich habe auch elektronikschrott aber ich glaube nich  solcher mit
208Pins

Gruss
M.L.

Autor: Mark de Jong Electronics (Gast)
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Hallo M.L.

Ich hätte einige PC87307,PC873076 im 160er PQFP, geht der auch zum
üben?

Kostet nur versand.

Grüße Mark,

Autor: Ratber (Gast)
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@ Levinsky

Na dann renn halt mal inne gegend rum wenn Sperrmüll ist da kannste
massig "Übungsmaterial´" aufgreifen.

Soll ja nicht heile bleiben sondern nur zum Üben sein.

Allerdings brauchste dann nen Heißluftfön um die Chips erstmal
runterzubekommen aber das ist dann auch ne gute Übung ;)

Autor: M. Levinsky (Gast)
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Hallo

Ich muss mal meine alten Graphikkarten anschauen die haben so ähnliche
Chips.

Ich glaub man kann sie auch im Heissluftbackofen entlöten.

Gruss

M.L.

Autor: Ratber (Gast)
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Yo,das geht auch.

Heil muß ja nix bleiben ausser dem Gehäuse.

Bei 200-220° dürften die Bauteile dann irgendwann anfangen zu schwimmen
so das de se mit ner Pinzette bequem abheben bzw. Wegschieben kannst

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