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Forum: HF, Funk und Felder Literatur Leistungsendstufen Kurzwelle


Autor: Klaus (Gast)
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Hallo,

ich muss mich in der nächsten Zeit mit Leistungsendstufen für den 
Kurzwellenbereich (2-30MHz) beschäftigen. Es geht um Leistungen im 
Bereich 10-1000W. Dazu suche ich entsprechende Literatur, die sich mit 
dem Design und der Auslegung solcher Endstufen beschäftigt.
Stichworte: Arbeitspunktregelung anhand der Hüllkurve (Class G, Class 
H), Linearisierung, Rückkopplung (speziell: cartesian feedback)

Ich habe schon einiges dazu gefunden, leider kann ich mir nicht alles 
dazu anschauen und wäre über Erfahrungswerte mit entsprechender 
Literatur sehr dankbar. Darf auch gerne englischsprachig sein.

Klaus

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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2 MHz ist eigentlich noch Mittelwelle. ;-)

Ältere Literatur zum Thema gibt's im Amateurfunkbereich, aber mittler-
weile ist's da ziemlich dünn geworden.  Einstmals Standardwerk in der
DDR war Detlef Lechner's "Kurzwellensender".  Im Moment gibt es mal
wieder ein Exemplar davon bei ebäh (#360084048277).

Für die von dir erwähnten modernen Dinge wüsste ich aber auch nichts
in der Literatur.

Autor: risu (Gast)
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Hallo Klaus und Jörg,

es gibt auch "moderne" Literatur dazu -- allerdings nicht gerade billig:

http://www.bessernet.com/jobAids/resources.asp?SID=11

Gruß
 risu

Autor: Klaus (Gast)
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> Ältere Literatur zum Thema gibt's im Amateurfunkbereich, aber mittler-
> weile ist's da ziemlich dünn geworden.  Einstmals Standardwerk in der
> DDR war Detlef Lechner's "Kurzwellensender".  Im Moment gibt es mal
> wieder ein Exemplar davon bei ebäh (#360084048277).

Die Technik der Amateurfunker und die älteren Sachen sind soweit 
bekannt, auch was neueres wie z.B. das was Hilberling gemacht hat. Wir 
bauen schon bissel was anderes...ist halt alles mil.

Klaus

P.S. Beitrag auch in de.sci.electronics

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Das scheint speziell für digitalen Kurzwellenfunk zu sein, ein 
Sprachsignal wird normalerweise nicht I/Q-moduliert, da hilft die 
Amateurliteratur noch nicht weiter. Mit dem Stichwort "cartesian 
feedback" kommen bei Google doch einige Fundstellen.
Ich kannte sowas als "Vorverzerrung", also ohne Rückführung, für 
Wanderfeldröhren. Auf der Zwischenfrequenzebene, noch vor dem Mischer 
wurde mit einer Verzerrerdiode und einer Kapazitätsdiode die Amplitude 
und Phase verbogen, bis bei Soll-Ausgangsleistung auf dem 
Spektrumanalyzer die Verzerrungen minimal wurden. Damit konnte man 
vielleicht 3 dB an zusätzlicher Sendeleistung herausholen.

Autor: Klaus (Gast)
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> Das scheint speziell für digitalen Kurzwellenfunk zu sein, ein
> Sprachsignal wird normalerweise nicht I/Q-moduliert, da hilft die

Man kann auch analoge Modulationsarten über einen I/Q Pfad übertragen.

> Amateurliteratur noch nicht weiter. Mit dem Stichwort "cartesian
> feedback" kommen bei Google doch einige Fundstellen.

Suchen kann ich mir die Papers etc. auch, mir geht's vor allem um 
Emfpehlungen von jemandem, der Bücher zu diesem Thema schon mal in der 
Hand hatte und näheres dazu sagen kann. Ich kann mir eben nicht alles 
über die Uni-Bibliothek kommen lassen.

Was risu genannt geht in die richtige Richtung. Kannst du zu den Werken 
näheres sagen?

> Ich kannte sowas als "Vorverzerrung", also ohne Rückführung, für
> Wanderfeldröhren. Auf der Zwischenfrequenzebene, noch vor dem Mischer
> wurde mit einer Verzerrerdiode und einer Kapazitätsdiode die Amplitude
> und Phase verbogen, bis bei Soll-Ausgangsleistung auf dem
> Spektrumanalyzer die Verzerrungen minimal wurden. Damit konnte man
> vielleicht 3 dB an zusätzlicher Sendeleistung herausholen.

Man kann das Spiel soweit treiben, dass man einen Teil der 
Ausgangsleistung auskoppelt, per I/Q-Mischer ins Basisband bringt und 
anschließend digitalisiert. Das Basisbandsignal wird dann an den DSP 
rückgeführt um in Software eine Vorverzerrung zu machen.

Autor: risu (Gast)
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Hallo Klaus,
> ...geht in die richtige Richtung. Kannst du zu den Werken
> näheres sagen?
Ich kenne die Titel auch nur von der o.g. Website. Erscheinungsdaten 
sind 2006 und 2002 -- die Beschaffung könnte also mit Fernleihe durchaus 
klappen. Bei amazon.com kannst Du etwas in "RF Power Amplifiers for 
Wireless Communications" und "Advanced Techniques in RF Power Amplifier 
Design" blättern.

Gruß
 risu

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Meine Literatur zu Kurzwellenendstufen stammt noch aus der Zeit der 
Bipolartransistoren, von Valvo und Motorola. So moderne Techniken sind 
bei uns Funkamateuren noch nicht angekommen. Außer ein paar 
Spezialverlagen wird es auch noch keine Bücher geben, hat Artechhouse 
vielleicht etwas?

Google findet mit "RF power amplifier predistortion" vor allem 
Patentschriften und ein paar Zeitschriftenartikel:

http://www.mwrf.com/Articles/ArticleID/19383/19383.html
"Digital Predistortion Linearizes Broadband PAs
...GC5322 integrated transmit solution from Texas Instruments. The 
multi-million-gate application- specific signal processor (ASSP) is 
fabricated with 0.13-micron CMOS technology and incorporates digital 
upconversion, crest factor reduction, and digital predistortion."
http://www.mwjournal.com/article.asp?HH_ID=AR_4313

http://www.mwjournal.com/article.asp?HH_ID=AR_4313
An Adaptive Baseband Digital Predistortion System for an RF Power 
Amplifier
University Nanjing, China

Autor: Klaus (Gast)
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Artechhouse und Wiley sind so die Kandidaten. Artikel finden sich meist 
bei IEEE. Kostet halt ne schöne Stange als privatwirtschaftliches 
Unternehmen.

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