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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik TIC226D - Kurzschluss


Autor: Klaus R. (klaus2)
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Hallo & Guten Morgen!

...eine Schaltung zum einschalten eines 5.1 Boxensystems von Logitec ist 
seit gestern defekt. Der TIC226D ist kurz, die Boxen sind also immer an. 
Wie kann denn sowas passieren? Ansteuerung per MOC3040 und 390 Ohm 
GateR. Ungekühlt im Centerspeaker eingebaut, aber "wurde" beim 
Testbetrieb nichtmals annähernd warm. Kann es an zu hohen 
Einschaltströmen liegen? Wobei der MOC doch bei Nulldurchgang schaltet?!

Leistung laut Angabe max: 230V / 280mA - vermutlich (!) Schaltnetzteil.

Bin da etwas ratlos, auch mangels Triac Erfahrungen. Hilft ein "Snubber" 
oder sowas?

Klaus.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> TIC226D
Der hat eine Sperrspannung von 400V. Reicht für 230V * 1.41 = 324V 
rechnerisch aus. Im worst-case dann noch +6% Toleranz = 344V. Viel Luft 
ist da dann nicht mehr...

Aus Erfahrung würde ich daher einen spannungsfesteren Triac TIC226S 
(700V) oder TIC226M (600V) nehmen.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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Hmm...da hatte ich auch schon dran gedacht, aber davon lagen halt 10 
Stck rum. Ich such mal nach etwas robusterem und versuche es damit.

Klaus.

Autor: Jens G. (jensig)
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Der MOC3040 kann aber eigentlich auch nur 400V, damit ist bereits das 
Gesamtsystem etwas anfällig gegen etwas mehr Überspannung. Aber einen 
vergleichbaren Typen mit mehr Spannung ist dann wohl schon schwerer 
aufzutreiben.
evtl. noch einen Netzeingangsfilter vorsehen, damit zumindest mäßige 
Spannungsspitzen glattgebügelt werden.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...der MOC auch? Oha - aber die Kombi aus BT138 & MOC findet sich auch 
in "namenhaften" Schaltungsbeispielen im Netz. Na, ich habs nun mal auf 
BT138-600 umgebaut, werd es ausgiebig testen und dann WIEDER 
zusammenbauen :)

Danke für den Hinweis!

Klaus.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Bau mal einen Netzfilter ein, so wie es Jens vorgeschlagen hat.
Ich hatte mir mal einen Überspannungsschutz für meinen PC gebaut. Dieser 
bestand aus 350V Überspannungsableiter (ja ich weiß, etwas knapp, aber 
400V Typen sind schwer zu bekommen). So etwa alle 1-4 Wochen hat es 
immer geknallt und die Sicherung ist geflogen (die interne 10A Sicherung 
hat es immer zerrissen). Dann habe ich ein C-L-C Tiefpassfilter 
davorgesetzt, und jetzt ist seit ein paar Jahren Ruhe.
Auf der Netzspannung sind anscheinend öfters kurze Spitzen die man mit 
solch einem Filter wegbekommt.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...reicht dazu das Teil aus nem PC Netzteil? Habe da noch so gekapselte, 
die direkt mit der Netzbuchse verheiratet sind. Wobei ich nun nochmal 
rumgechaut habe - TIC226D findet man auch nie bei solchen Anwendungen, 
nur M. Aber BT137-600 mit MOC3040 ist "very common". Für den Netzfilter 
habe ich recht wenig Platz, daher...ich versuchs mal so.

Klaus.

Autor: lkmiller (Gast)
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> Der MOC3040 kann aber eigentlich auch nur 400V...
Der MOCxxxx hat den Vorteil, dass er über einen Vorwiderstand am Netz 
hängt, und so nicht die volle Breitseite eines Spikes abbekommt. Das 
trägt positiv zur Lebensdauer bei...

Autor: Klaus R. (klaus2)
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So ein Glück für ihn :)

Klaus.

Autor: Raimund Rabe (corvuscorax)
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@Klaus:
Warum die BT- vor den TIC-Typen bevorzugt Verwendung in kommerziellen 
Schaltungen finden ist rein spekulativ, zumindest wenn es um die 
technischen Daten geht - beide sind relativ identisch und weichen in den 
meisten Kenndaten nur wenige Prozent voneinander ab. Es sei denn es 
handelt sich um  den BT137-...E, der ein empfindlicheres Gate hat.
Meines erachtens ist es, bei entsprechenden Stückzahlen, eine reine 
Preisfrage.
Ansonsten habe ich bis dato überwiegend die TIC-Typen eingesetzt und 
bislang keine schlechten Erfahrungen damit gemacht.

Autor: Klaus R. (klaus2)
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...aber wohl nicht TIC226D, also "d" - denn die Vermutung mit dem 400V 
Umax Problem klingt plausibel, evtl häng ich ja mal das Oszi dran und 
warte, bis es bei >400V triggert :)

Klaus.

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