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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Oszillator 40MhZ - mit 20Mhz Oszi messen?


Autor: Heiko H. (dg7eaz)
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Hallo zusammen,

ich habe hier einen 40Mhz Oszillator (die 5 V Typen von Reichelt).

Nun habe ich leider nicht die Möglichkeit mit meinem Hameg direkt die
OUT=40Mhz 5V TTL zu messen.

Wenn ich die Timebase auf maximum drehe habe ich eine nicht mehr
ablesbare Sinusschwinung mit ca. 200mv SS .. das ist natürlich
murks :-)

Welche einfachen Möglichkeiten habe ich noch um hier (annähernd)
zu messen ob der Oszillator funktioniert?
(Frequenzteiler?)

Danke und Gruß, Heiko

Autor: Christian R. (supachris)
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Analog-Oszilloskop? Dann nicht. Bei einem Digitaloszi könnte man 
wenigstens noch schauen, ob er wackelt, quasi die Alias-Bilder angucken, 
die durch Unterabtastung entstehen. Frequenzzähler oder einfach am µC 
probieren wäre eine Möglichkeit.

Autor: jl (Gast)
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mittels TTL-Zähler halbieren/vierteln und nachmessen.


JL

Autor: Heiko H. (dg7eaz)
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@Christian

Digital Oszi Hameg-205 .... würden meine Ergebnisse hinkommen?

@jl

Jo, das muss ich dann mal machen ...

Autor: Norgan (Gast)
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> Wenn ich die Timebase auf maximum drehe habe ich eine nicht mehr
> ablesbare Sinusschwinung mit ca. 200mv SS .. das ist natürlich
> murks :-)
>
> Welche einfachen Möglichkeiten habe ich noch um hier (annähernd)
> zu messen ob der Oszillator funktioniert?

Die nicht mehr ablesbare Sinusschwingung würde ich in erster Näherung 
als Hinweis darauf ansehen, dass der Oszillator arbeitet :-) Zumindest 
dann, wenn sie verschwindet, wenn man den Tasktopf vom Ausgang des 
Oszillators entfernt.

Wenn es um die Amplitude geht, könnte man den Ausgang mit einem 
RC-Filter glätten (den man praktisch nicht belastet) und dann mal sehen, 
ob man bei um die 5V Gleichspannung am letzten C im Filter landet.

Zur Frequenzmessung: Wie schon von anderen erwähnt, einen einfachen 
74HC... Teiler nehmen. Vielleicht lasst sich auch was mit einem auf 40 
MHz abgestimmten LC-Schwingkreis machen.

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Dioden-Tastkopf
http://www.conrad.de/goto.php?artikel=107190
kann man auch provisorisch selbst bauen

Autor: Heiko H. (dg7eaz)
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@Norgan

Das mit dem RC-Glied gefällt mir - gar nicht dran gedacht (aber wofür 
gibts Foren)  :-) Dann hab ich zumindest schon mal den Pegel.

Bzgl. dem Schwingen - das stimmt auch.

Ein Kollege hat mir eben einen Frequenzzähler gegeben, der hat sein
Dasein bisher (vergessen) in einer Schublade gefristet.

Somit könnte ich also den Pegel und die Frequenz gemessen.

@db1uq

Ok - sollte ich mir auch mal bauen - anscheinend immer gut sowas zu 
haben.

Werde heute Abend Bericht erstatten - Danke für die Tipps.

Gruß, Heiko

Autor: Singvogel (Gast)
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> Analog-Oszilloskop? Dann nicht.

Vollständig muss es heissen:

Analog-Oszilloskop? Dann nicht. Digital-Oszilloskop? Dann garnicht.

Autor: Ich (Gast)
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Warum eigentlich nicht?
Eigentlich sollte man das Signal mit einem Analogscope schon sehen, aber 
eben sehr abgeschwächt, da der Verstärker es nicht schnell genug 
verstärken kann. (sofern die Zeitbasis genug wenige div/s hat und die 
Triggerung mitkommt)

Autor: Ich (Gast)
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PS mit Digioszi hat du wahrscheinlich Aliasing -Effekte, an der 
gebildeten Zwischenfrequnz kannst du sehen das es schwingt.

Autor: Singvogel (Gast)
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Wenn der analoge Eingangsverstärker kein Signal mehr liefert treten auch 
keine Alaisingeffekte auf.

Autor: Andreas K. (a-k)
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Ein 20MHz Eingangsverstärker wird auch bei 40MHz noch was liefern, 
allerdings mit stark reduzierter Amplitude. Und da die meisten DSOs 
erheblich schneller abtasten als der Verstärker hergibt, ist Aliasing 
nicht so dramatisch, erst recht nicht wenn es Equivalent Time Sampling 
beherrscht. Das hängt also stark vom Typ des DSO ab.

Autor: Singvogel (Gast)
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> Ein 20MHz Eingangsverstärker wird auch bei 40MHz noch was liefern,

Das ist es ja, bei 40MHz liefert der nichts mehr. Bei 20MHz werden ja 
nur noch 70%(-3dB) der Amplitudenhöhe dargestellt.

Autor: gast (Gast)
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Was hälst du von einem einfachen Frequenzteiler, oder ein uC mit
taktausgang 1/4 , z.B. Pic.

Autor: Kupfer Michi (Gast)
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>> Ein 20MHz Eingangsverstärker wird auch bei 40MHz noch was liefern,

>Das ist es ja, bei 40MHz liefert der nichts mehr

Also ich weiss nicht wie hier "nichts mehr" definiert wird, aber bei 
einem 40MHz 5Vpp Rechteck muss ein 20MHz Analog Oszi schon ein 
ungewöhnlich starken Abfall seiner Übertragungskurve haben um nicht noch 
irgend etwas erkennbares darzustellen.

Zum Vergleich: bei meinem 200MHz Oszi sehe ich ein 800MHz 1Vpp Sinus 
noch so gerade und kann die Frequenz ausmessen. Getriggert bekomme ich 
das ganze sogar auch noch.
Bei 400MHz habe ich 27% der 200MHz Amplitude,
bei 600MHz - 1.7%
bei 800Mhz - 0.6%
ab 600MHz macht der Vor-Vorverstärker schlapp und man sieht in der 20mV 
Einstellung eine grössere Amplitude als in der 2mV.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

das alles hängt sehr stark vom Y-Verstärker ab.
Beipiel: ein russischer 1S55 hatt angegeben 10MHz.
Die 38,9MHz Bild-ZF im Fernseher ließ sich noch sicher nachweisen, ca. 
1/10 der Spannung.
Ein EO174, auch 10MHz, ist bis 10MHz kein Problem, darüber geht es aber 
schnell garnichts nutzbares mehr.
Wenn die Endstufen ziemlich stark mit Korrekturgliedern begradigt 
werden, geht es danach steil abwärts.
Der Russe war da merklich goßzügiger dimensioniert.

Was ich aber nicht so richtig verstehe: ein Quarzoszillator schwingt 
normalerweise oder eben nicht.
Am Ausgang ca. Ub/2 gemessen spricht für "schwingt", ein Wert, der davon 
stark abweicht deutet auf "schwingt nicht".
Dazu reicht normalerweise ein Vielfachmesser, die Teile sollen 
schließlich eine merkliche Last treiben können.
"Halb" defekte hatte ich bisher noch nicht, es sei denn, durch 
mißhandeln wurde die Ausgangstufe abgeschossen.

Was also willst Du rausfinden?

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Heiko H. (dg7eaz)
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Hallo zusammen, habe mir soeben einen Zähler an den Oszillator gebastelt 
- und runtergeteilt - jetzt kann ich vernünftig messen was er macht :-)

Danke für alle Tipps !!!

Mein Hameg 205-3 (20MhZ) zeigt mir bei Timebase 0,2 µS ungefähr eine 
nicht mehr zu identifizierende Schwingung mit ca. 200mV ss an.
Klar ist das ein Indiz dafür das der Oszillator schwingt - ich wollte 
aber genau wissen was er macht - das hat nun mit dem Zähler geklappt.

Hintergrund war, das meine Schaltung nicht lief - hier hat sich aber 
zusätzlich ein anderer Fehler
eingeschlichen....der ist nun auch behoben.

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