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Forum: Offtopic Folgen der Finanzkrise


Autor: Timbo (Gast)
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Sagt mal, kennt sich jemand mit den Folgen die die Finanzkrise haben 
wird aus? Ich meine mir erscheint das allzu billig, dass die US 
Regierung nun sagt: ok, wir zahlen die Zeche. Ich meine, was bedeuten 
die riesigen Kredite und die Verstaatlichungen? Heißt das nicht jetzt, 
dass da plötzlich 700 Milliarden in Umlauf gebracht werden, für die es 
keine Deckung gibt? Treibt das nicht bärig die Inflation? Das sind 
immerhin 3000 Dollar von jedem Amerikaner... Werden die Kredite das 
ganze stabilisieren oder werden die Spekulanten jetzt erst richtig 
zugreifen, da sie ja wissen, dass die Regierung notfalls einspringt?

Autor: sssttata (Gast)
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>Sagt mal, kennt sich jemand mit den Folgen die die Finanzkrise haben
>wird aus?

Ich fürchte niemand!

Eigentlich sollte sich jetzt der Dollar in freiem Fall befinden, tut er 
aber
nicht, also kann man davon ausgehen, das sie da auch rumpimpen.

Das ganze Lügenmodell funktioniert, weil niemand es anzweifelt.

Eine Folge der Finanzkrise könnte eine Rezession nach sich ziehen, weil
die Firmen für neue Investitionen keine Kredite mehr von den 
Pleitebanken
bekommen.

Autor: Tommi Huber (drmota)
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Die Folge ist das jetzt im Hintergrund Überlegungen laufen werden wie 
man an einen fetten Teil der 2000 Milliarden Dollar rankommt.

Meiner Meinung nach werden da betrügerische Kreise über Nacht womöglich 
reicher als Bill Gates werden.

Bezahlt wird das von allen Menschen auf diesem Globus. Und 
wahrscheinlich weil die Raffinesse der Amis in Geldfragen sehr gross 
ist, werden die Europäer in vorrauseilenden Gehorsam einen sehr dicken 
Teil der 2000 Milliarden in den nächsten 20 Jahren abdrücken.

Das wird für die Deutschen dann ein neuer Aufbau WEST samt gesalzenen 
Solidarbeiträgen.

Autor: Bereits Fort (Firma: D.ade) (bereitsfort)
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Timbo

Das siehst du ganz richtig, die Zeche zahlen zu allerest diejeneigen 
welche dollar besitzen den deren wert wurde damit entwertet.
desweiteren alle jene welche ware zu vertragglich bereits festgelegten 
Dollarpreisen liefern müssen.
Die nicht Zahlungsfähigen haben nichts davon, nur diejenigen welche 
bereits ihre provisionen kassiert haben. Und jene welche noch abzahlen 
müssen, und eventuell über Fremdwährungen von einem besseren ()schwachen 
dollarkurs profitieren.

Autor: Peter X. (vielfrass)
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So ein Horror-Scenario, das es bald eine Infaltion geben würde hat mir 
ein Tip der Gold/Silber/Platin verkauft auch aufgezeigt.

Beitrag "Am Golde hängt, zum Golde drängt doch alles"

Autor: sssttata (Gast)
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>So ein Horror-Scenario, das es bald eine Infaltion geben würde hat
Wir sind doch schon mittendrin...

Man vergleiche nur mal die Preise für Spaghetti.
Vor ca 1.5 Jahren hatte so eine Packung 29 cent im Discounter gekostet. 
Jetzt sind 55 bis 65 cents die Regel.

Ich hatte in einem Bioladen mir hin und wieder ein Emmerbier genönnt. 
Erst
95cents, dann 1.05€ und am Schluß innerhalb eines Jahres 1.40€ die 
Flasche.
Das sind rückgerechnet 60 D-Mark die Kiste. Wenn das mal keine Inflation 
ist!

Güter des täglichen Verbrauchs sind enorm gestiegen. Der Plunder, den 
keiner braucht, z.B. MP3Player etc. sind billiger geworden.

Autor: Timbo (Gast)
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Ich bin mal gespannt wer am Ende das Geld abgreifen wird. Die US 
Regierung kann das ja nicht als Staatsunternehmen belassen!

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Timbo wrote:
> Ich bin mal gespannt wer am Ende das Geld abgreifen wird. Die US
> Regierung kann das ja nicht als Staatsunternehmen belassen!

- Die verbleibenden Großbanken, die die - entschuldeten - Trümmer ihrer
  Konkurrenten für nen Appel und ein Ei 'aufkaufen'.
- Die US-Kriegsindustrie, der das Geld zugeflossen ist, das jetzt hinten
  und vorne fehlt, denn ihre Geldquellen sind für die nächsten Jahre
  gesichert.
- Die Ölindustrie, die aus dem Irak-Krieg profitiert hat und weiter
  profitieren wird.

Autor: Bereits Fort (Firma: D.ade) (bereitsfort)
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Das wird solange subventioniert, bis "Einer" kommt der glaubt, damit 
Geld verdienen zu können oder nach Auslaufen der Notwendigkeit wieder 
eingestampft.

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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sssttata wrote:
> Man vergleiche nur mal die Preise für Spaghetti.
> Vor ca 1.5 Jahren hatte so eine Packung 29 cent im Discounter gekostet.
> Jetzt sind 55 bis 65 cents die Regel.

Unsinn. Die Lebenshaltungskosten sind kaum gestiegen. Du musst eben nur 
genügend Video-Recorder und MP3-Player und ähnlichen SchnickSchnack 
kaufen, dann ist die Welt wieder heil.

> Sagt mal, kennt sich jemand mit den Folgen die die Finanzkrise haben
> wird aus?

Ich tippe mal: Es wird absolut keine Folgen haben.
Zumindest nicht für die Veranstalter des Crashes. Nachdem die Verbote 
von Leerverkäufen etc. wieder aufgehoben sein werden, wird sich nichts 
geändert haben für die Herren Investmentbanker.

Die Finanzkraft einzelner Banken übersteigt das BIP so mancher Staaten. 
Nur daß diese Banken nicht irgendwelche Bananenrepubliken sind, sondern 
Staaten im Statt, zB in den USA.

Glaub hier wirklich irgendjemand, bei der Macht, die diese Häuser haben, 
würde sich was an der Gesetzeslage ändern?

Wer glaubt, Markt in Demokratien (der Großteil der Umsätze des 
Finanzmarktes geschieht an Börsen in Demokratien wie USA, GB, D, F, J, 
...) sei Teil der res publika, also Gestaltungsgegenstand einer 
Demokratie, glaubt besser an den Weihnachsmann!

Autor: Georg Lunikoff (Gast)
Datum:

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Die einzige Vorsorge gegen $-Inflation ist:
eine höherprozentige Sparanlage wie zum Beispiel Wodka. Denn der hat 
mehr als jede amerikanische Bank bieten kann: 40%

Autor: vielleicht so (Gast)
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Die Massnahme, die Schulden bezahlen zu wollen war duemmlich. Eine 
sozialistische Massnahme zur Rettung des Kaptitalismus... schoen. Wer's 
glaubt. Freiwillig ? Sehr unwahrscheinlich. Es geht um wesentlich mehr 
als auf den ersten Blick offensichtlich ist. Ich denke jetzt werden noch 
die noetigen Geschaefte durchgezogen bevor man den USD durchsacken 
laesst. Das heisst, jetzt muss man USD Buchwaehrung in USD Sachwerte 
umtauschen, denn wechseln muss man nicht mehr wollen, zumindest nicht im 
grossen Stil. Ich denke da an die Chinesen und die Japaner, die riesige 
USD Reserven haben.  Wir werden sehen...

Autor: Gogo (Gast)
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Was passiert mit dem USD, wenn das Vertrauen in den USD sinkt und 
massenhaft Leute ihre Buchwährung in "Hardware" umwandeln?

Autor: vielleicht so (Gast)
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Die Preise steigen wieder. Was kauft man denn so wenn man containerweise 
USD hat ? Firmen, Boden, Oel ...

Autor: zwei tausend millicent (Gast)
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ich brauch dringend frisches Geld,
ach wär ich doch nur eine frühere Investmentbank...

Autor: asdf (Gast)
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Ja meine alten Banknoten in den ganzen Koffern hier fangen auch langsam 
an zu riechen... brauch auch mal dringend neue.

Autor: Geniesser (Gast)
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Bis gestern war ich hier im Land
als Bank für In-vest-ment bekannt
war ein gefragter Spezialist
zu dem man gern gegangen ist

Nun hab ich mich verspekuliert
Milliarden fälschlich investiert
in Eigenheime für die Leut'
die sich beim Abschluss einst gefreut

Doch dieses undankbare Pack
kann jetzt nicht zahlen - weil zu knapp
ist deren Bonität gewesen
wie sollt' ich's wissen, wo sollt' ich's lesen?

Doch Ätsch die Provision ihr Lieben
die hab' ich noch - ist mir geblieben.

Ehr' erhält dem es gebührt
ein Paket wurd' mir geschnürt
welches meine Rettung trägt
heissa jetzt wird Geld geprägt

lasst die Notenpresse rattern
lasst das Bargeld zu mir flattern
füllt mir schnell mein Säckel auf
dann beginnt erneut der Lauf

und die Bank die ich einst war
hat jetzt wieder Geld - in Bar

Geniesser

Autor: Dr. G. Reed (Gast)
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Die Folgen:

Ol mal gerade locker um 25 Dollar gestiegen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,579828,00.html

Höchster Anstieg aller Zeiten!

Meine Prognose: Dieser Rekord wird bald gebrochen!

Autor: John Swift (johnswift)
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Vermutlich wird die Inflation in den USA ansteigen, der Dollar fallt, 
was unsere Exportquote schwächt. Jetzt geht es erst einmal um 
Schadensbegrenzung. Da sind alle gefragt. Fragen wie "Warum muss der 
Steuerzahler das zahlen" sind kindisch naiv, wie man es eben auch von 
einem Kind erwartet. Die Möglichkeiten sind sehr begrenzt.

Es sei denn, es gibt Menschen, die sich nichts sehnlicher Wünschen, als 
eine weltweite Wirtschaftskrise.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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vielleicht so wrote:
> Ich denke jetzt werden noch die noetigen Geschaefte durchgezogen bevor
> man den USD durchsacken laesst.

Hm. Da bin ich mir nicht sicher, weil sie dadurch den Status als Inhaber 
der  Weltwährung möglicherweise verlieren. Wenn das passiert, können sie 
diese Spielchen in Zukunft nicht mehr machen...

Der Euro ist keine echte Gefahr für sie, weil der letztlich am USD hängt 
und dessen Bewegungen mehr oder weniger mitmacht.

Der Rubel kommt auch nicht in Frage, als Weltwährung - bleibt eigentlich 
nur der chinesische Renminbi, wegen der riesigen Volkswirtschaft, die 
dahinter steht; sonderlich überzeugen tut mich diese Idee aber auch 
nicht...

Ich vermute, daß sie alles daran setzen, alle Konkurrenten maximal zu 
schädigen, um selbst - gemessen an letzteren - relativ ungeschoren aus 
der Malaise herauszukommen und den USD als Weltwährung zu erhalten.

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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Dr. G. Reed wrote:
> Die Folgen:
>
> Ol mal gerade locker um 25 Dollar gestiegen:
>
> http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,579828,00.html
>
> Höchster Anstieg aller Zeiten!

Naja, die Jungs sind eben voll auf Turkey...

Autor: na sowas (Gast)
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> Da sind alle gefragt

Ja ALLE AMERIKANER! Soll mal die USA ihre Finanzkrise fein selbst 
ausbaden und nur nicht bei der G7 um Milliarden betteln. Als es um mehr 
Kontrolle am Finanzplatz USA ging, gab es eine Abfuhr. Aber jetzt sollen 
mal wieder alle anderen der USA beiseite stehen. Viel Spass dabei 
wünsche ich, dass dem deutschen Steuerzahler zu vermitteln. Wie wäre es 
mit einer 2 prozentigen Mehrwertsteuererhöhung? Würde sich auch gut 
machen, für den kommenden Bundestagswahlkampf.

Autor: na sowas (Gast)
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Schönen Satz gerade in der ARD gehört:

"Jede Krise mit immer mehr Millarden zu ertränken funktioniert irgend 
wann nicht mehr".

(der Prof. der das gesagt hat, hat in einem Buch bereits vor zwei Jahren 
genau diesen Zusammenbruch angekündigt)

Autor: John Swift (johnswift)
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> "Jede Krise mit immer mehr Millarden zu ertränken funktioniert irgend
> wann nicht mehr".

Irgendwann ist nicht jetzt. Man lernt aus diesen Fehlern, genauso, wie 
man aus jedem einzelnen Börsencrash lernt.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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gast_ _gast wrote:
> Irgendwann ist nicht jetzt. Man lernt aus diesen Fehlern, genauso, wie
> man aus jedem einzelnen Börsencrash lernt.

Das glaubst du doch selber nicht. Nach dem Untergang der UdssR haben sie 
groß getönt, jetzt würde alles anders, die überkommenen Gesetze des 
Marktes seien nicht mehr gültig und die Kurse kennen nur noch eine 
Richtung: Nach oben...

Wer für drei Pfennig Hirn im Kopf hat, konnte nur eins denken: Ticken 
die noch richtig?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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na sowas wrote:
> Ja ALLE AMERIKANER! Soll mal die USA ihre Finanzkrise fein selbst
> ausbaden und nur nicht bei der G7 um Milliarden betteln.

Betteln ist gut... Sie wollen die anderen aggressiv dazu aufforden.

Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis unsere Maulhelden wieder ganz 
klein beigeben...

Autor: na sowas (Gast)
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> Irgendwann ist nicht jetzt.

Jetzt wo die Wall Street praktisch am Ende ist gibt es überhaupt keinen 
besseren Zeitpunkt als jetzt.

Zitat

"DIE BANKEN VERHALTEN SICH WIE CASIN0S ANSTATT IHRE ABEIT ZU MACHEN"

Zitat Ende

Das Zitat stammt von valéry giscard d' estaing, Französicher 
Staatspräsident von 1974 bis 1981 (geäußert im Gespräch zwischen 
Beckmann und Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) in der ARD)

Autor: John Swift (johnswift)
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>die überkommenen Gesetze des
>Marktes seien nicht mehr gültig und die Kurse kennen nur noch eine
>Richtung: Nach oben...

Die Gesetze des Marktes gelten immer. Und genauso, wie zur Dot-Com von 
ein paar Spinnern getönt wurde, es gehe nach oben, wird heute eben von 
anderen Spinnern getönt, es gehe nach unten. Die Dot-Com-Blase hat man 
überstanden, diese Sache hier wird die Menschheit auch überstehen.

>Jetzt wo die Wall Street praktisch am Ende ist gibt es überhaupt keinen
>besseren Zeitpunkt als jetzt.

Was soll das sein, die "Wall Street". Wenn du die Börse meinst, um die 
geht es nicht, die ist auch nicht am Ende, es geht lediglich um ein paar 
Banken. Die ersten Konsequenzen wurden eingeleitet. Jetzt bleibt 
abzuwarten, ob sie helfen werden.

Und um Geld bettelt hier niemand. Wenn, dann we3rden Kredite angefragt. 
Es ist nichts ungewöhnliches dabei, dass sich Staaten untereinander 
Kredite gewähren. Wie hätten denn die Deutschen und speziell die 
Ostdeutschen reagiert, wenn andere Länder so reagiert hätten wie einige 
deutsche Spinner heute und hätten einfach die Wiedervereinigung nicht 
mitfinanziert.

Naja, im nachhinein hätte es ein paar Jammerer erspart. Aber man kann im 
Leben nicht alles haben.

Autor: na sowas (Gast)
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> Die Gesetze des Marktes gelten immer.

Das ist ein lächerlicher Kommentar! Wenn der freie Markt (die größten 
Banken u. Versicherer) nach Verstaatlichung schreit, um einen kompletten 
Zusammenbruch zu entgehen, dann gibt es keinen Markt mehr. Der Markt 
wurde außer Kraft gesetzt, das solltest du als selbsternannter Fachmann 
doch mitbekommen haben, oder etwa nicht?

> Was soll das sein, die "Wall Street". Wenn du die Börse meinst, um die
> geht es nicht, die ist auch nicht am Ende, es geht lediglich um ein paar
> Banken.

Ja klar, die Wall Street gibt es nicht und es geht ja auch nur um ein 
paar unbedeutende Banken, in etwa so wie die Sparkassenfiliale auf 
Amrum, hinterm Deich mit ihren 800 Kunden. Deswegen braucht die USA 
jetzt auch nur schlappe 700 Milliarden Dollar. Das ist ja auch nur ne 
Kleinigkeit und fällt kaum ins Gewicht.

> Und um Geld bettelt hier niemand. Wenn, dann we3rden Kredite angefragt.

In welchem BWL-Buch hast du denn deine Ausdrücke abgelesen? Hört sich 
genau wie die Bänker an, die den ganzen Mist verzapt haben. Alles 
schönreden, nicht wahr? Nur zu deiner Erinnerung, wer um Kredite 
bettelt, der bettelt um nichts anderes als Geld und genau das geschieht 
zur Zeit. Bush möchte sein Fiasko von den Europäern mit bezahlt wissen 
und Europa hat ihm (momentan noch) dafür die kalte Schulter gezeigt. 
Ganz abgesehen davon wurde auch schon vor der Bettelei kräftig 
überwiesen, aber ein paar hundet Millionen Euro scheinen einem BWL'ler 
nicht mehr zu interessieren. Die sonstigen volkswirtschaftlichen Kosten 
(Inflation, Wachstum usw.) sind noch gar nicht abzuschätzen.

> Wie hätten denn die Deutschen und speziell die
> Ostdeutschen reagiert, wenn andere Länder so reagiert hätten wie einige
> deutsche Spinner heute und hätten einfach die Wiedervereinigung nicht
> mitfinanziert.

Was hat die Wiedervereinigung mit der Kasinomentalität der Wall Street 
Banker bitte schön zu tun? Der Vergleich ist hanebüchen und grenzt an 
Debilität.

Vielleicht solltest du dich besser mal mit den Begrifflichkeiten 
vertraut machen, wenn du hier schon als Mr. Allwissend auftrittst.

Lesen wir mal ein wenig im Kapitalistenblatt "Financial Times 
Deutschland"

http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Pressestimme...

Zitate:

"Es liegt eben doch an der Politik, die zu lange abgedankt hat gegenüber 
dem Markt pur: Sie muss durch kluge Regeln jenes Vertrauen 
wiederherstellen, das eine Abart des Kapitalismus zerstört hat - mit 
explosiven Folgen für die ganze Gesellschaft."

"Das Ende der Wall Street ist nicht das Ende des Kapitalismus. Es ist 
aber vielleicht das Ende des maßlosen Kapitalismus."

" [..] dass ausgerechnet die USA beim G8-Treffen in Deutschland als 
größter Gegner einer stärkeren Regulierung von Termingeschäften und 
Hedge-Fonds auftragen. Ohne diese Blockade wäre die Finanzkrise nicht in 
dem Maße eskaliert, wie wir es jetzt erleben."

"Die wichtigere Frage ist, ob Washington jetzt bereit ist [..] die 
verrückt gewordene Wall Street an die Kette zu legen. Eine glatte 
Zumutung ist es, wenn die US-Regierung die Europäer drängt, nun 
ihrerseits milliardenschwere Programme aufzulegen, um Deutsche Bank & 
Co. von faulen Krediten zu befreien."

"Der Markt hat kläglich versagt, weil die Akteure beim exzessiven 
Streben nach maximalem Gewinn jegliche Vernunft verloren haben."

"Doch umso wichtiger ist, dass nun die Diskussion über die Konsequenzen 
einsetzt. Klar ist: Die Finanzwelt braucht strengere Regeln. [..] Auf 
dem Weg dahin hilft die Rückbesinnung auf einige Grundeinsichten. Zum 
Beispiel, dass der Finanzmarkt dazu dient, die reale Wertschöpfung der 
Wirtschaft zu unterstützen. Aus dieser dienenden Funktion hat er sich 
mehr und mehr zum Zockerparadies eines ungezügelten 
Casin0-Kapitalismuses entwickelt."

Zitate Ende

Erstaunlich viel Vernunft in diesen Kommentaren. Nur bei dem ein- oder 
anderen Möchtegern-Forum-Experten scheints noch ein wenig mit der 
Einsicht zu hapern. Aber auch das ist ja nix neues.

Autor: na sowas (Gast)
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Achso, damit es nicht untergeht, die Überschrift im Artikel der 
Financial Times Deutschland war

Pressestimmen
"Das Ende der Wall Street ist nicht das Ende des Kapitalismus"

Und was mit dem "Ende der Wall Street" gemeint war bzw. ist lässt sich 
hier nachlesen (für die "Experten" hier im Forum, die das noch nicht 
verstanden haben oder aus einer gewissen morbiden Ignoranz heraus auch 
gar nicht verstehen wollen - weil es so nach Zeitungs-Schlagzeile 
klingt, nicht wahr? :))

hier steht alles:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-ver...

Autor: Gast123 (Gast)
Datum:

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Schon lustig, wie sich manche hier eine weltweite Wirtschaftskrise 
herbeiwünschen. Und im nächsten Thread wird dann wieder über die 
Arbeitslosigkeit und die rücksichtslosen Betriebe gejammert. Der arme 
Steuerzahler muss jetzt bezahlen. Ja natürlich, aber wer möchte die 
Kosten für eine Rezession bezahlen? Das wär wohl etwas mehr wie die 
läppischen paar Milliarden.

Naja, so ein Crash kommt doch mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer 
wieder. Es sind halt Spekulationsblasen, die irgendwann platzen. Diesmal 
hat es halt etwas heftiger zugeschlagen. Aber auch das erholt sich 
wieder, genauso wie wir uns von der dot.com-Blase erholt haben. Und in 
5-6 Jahren schlägt halt der nächste Crash zu.

Die Investmentbanken in den USA gibt es jetzt nicht mehr, sie sind nur 
noch stinknormale Banken, wurden aufgekauft oder sind pleite. Die hatten 
eben nicht die Reserven von einem Staat, sondern viel zu wenig 
Rücklagen. Wie es jetzt ohne den Einfluss dieser Banken weitergeht 
bleibt abzuwarten. Ich würde mal vermuten, dass das ganze etwas ruhiger 
abläuft.

Die paar gute Nachrichten, die es zum Aufschwung an der Börse braucht, 
sind jetzt da. Vermutlich ist jetzt ein guter Zeitpunkt um zu kaufen. Es 
sei denn, es liegt doch noch irgendwo in dem ganzen Konstrukt die 
nächste Sprengfalle.

Leider gibt es natürlich immer Leute, die sich an der ganzen Krise eine 
goldene Nase verdienen. Aber das wird sich nie verhindern lassen. Auch 
im Kommunismus gab es eine Oberschicht, die sich auf Kosten der Bürger 
alles leisten konnte. Das wird es immer geben und man kann immer darüber 
meckern, egal wie man das System verändert.

Autor: sssttata (Gast)
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>Schon lustig, wie sich manche hier eine weltweite Wirtschaftskrise
>herbeiwünschen. Und im nächsten Thread wird dann wieder über die
>Arbeitslosigkeit und die rücksichtslosen Betriebe gejammert.
Vielleicht erhoffen sich diese, daß sich danach die Welt wieder etwas 
langsamer dreht als bisher.

Autor: John Swift (johnswift)
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> Das ist ein lächerlicher Kommentar! Wenn der freie Markt (die größten
> Banken u. Versicherer) nach Verstaatlichung schreit, um einen kompletten
> Zusammenbruch zu entgehen, dann gibt es keinen Markt mehr. Der Markt
> wurde außer Kraft gesetzt, das solltest du als selbsternannter Fachmann
> doch mitbekommen haben, oder etwa nicht?

Den Markt kann man nicht außer Kraft setzen, sonst wäre es nicht mehr 
möglich, Geld zu erhalten. Es liegt lediglich ein Marktversagen in 
Richtung Kreditvergabe vor, die Gesetze des Marktes gelten jedoch 
weiterhin.

> Ja klar, die Wall Street gibt es nicht und es geht ja auch nur um ein
> paar unbedeutende Banken, in etwa so wie die Sparkassenfiliale auf
> Amrum, hinterm Deich mit ihren 800 Kunden. Deswegen braucht die USA
> jetzt auch nur schlappe 700 Milliarden Dollar. Das ist ja auch nur ne
> Kleinigkeit und fällt kaum ins Gewicht.

Sortiere deine Gedanken, entweder redest du von Börsen oder von Banken.

>> zur Zeit. Bush möchte sein Fiasko von den Europäern mit bezahlt wissen
> und Europa hat ihm (momentan noch) dafür die kalte Schulter gezeigt.

Das ist Unsinn und entbehrt jeder Logik. Bush hat überhaupt keinen 
Einfluss darauf. Über die Gelder entscheidet der Kongress, nicht Bush. 
Also lass deine Bushphobie dort, wo sie hingehört. Es liegt in jedem 
Interesse, dass die Wirtschaft gestützt wird.

> Was hat die Wiedervereinigung mit der Kasinomentalität der Wall Street
> Banker bitte schön zu tun? Der Vergleich ist hanebüchen und grenzt an
> Debilität.

Die Wiedervereinigung hat über 500 Mrd, oder in deiner Sprache 
500.000.000.000.00 US Cent gekostet. Was meinst du wohl, woher das Geld 
stammt.


> Erstaunlich viel Vernunft in diesen Kommentaren. Nur bei dem ein- oder

Lediglich, weil es deiner Meinung entspricht.

Autor: John Swift (johnswift)
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> Vielleicht erhoffen sich diese, daß sich danach die Welt wieder etwas
> langsamer dreht als bisher.

Weil diese Menschen nicht mehr mitkommen? Das ganze Geplänkel hier 
resultiert doch aus Unverständnis der Marktsituation. Was wird denn 
passieren? Das Wachstum wird langsamer erfolgen, na und?

Anstatt Verständnis für diese Krise und deren Hintergründe zu zeigen, 
übt man sich hier in Rumjammern und Rummeckern. Ich wette, dass keiner 
hier die Hintergründe zu dieser Krise kennt und wie man derartiges in 
Zukunft verhindern kann.

Autor: sssttata (Gast)
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>Weil diese Menschen nicht mehr mitkommen? Das ganze Geplänkel hier
>resultiert doch aus Unverständnis der Marktsituation. Was wird denn
>passieren? Das Wachstum wird langsamer erfolgen, na und?
OK, also heißt es Maul halten! Nicht darüber jammern und schon gar nicht 
reden! Das schickt sich sich nicht, wenn man keine Ahnung hat.

>Anstatt Verständnis für diese Krise und deren Hintergründe zu zeigen,
>übt man sich hier in Rumjammern und Rummeckern.
Verständis zeigen und jeder sollte etwas Geld für die armen Banken 
spenden!

>Ich wette, dass keiner hier die Hintergründe zu dieser Krise kennt
>und wie man derartiges in Zukunft verhindern kann.
Die Wette gewinnst Du garantiert! Die kannst Du sogar mit der ganzen 
Weltbevölkerung abschließen und wirst als Gewinner hervorgehen!

Autor: Katzeklo (Gast)
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>Das Wachstum wird langsamer erfolgen, na und?
Na hoffentlich, wird langsam Zeit...

>Ich denke da an die Chinesen und die Japaner, die riesige
>USD Reserven haben.  Wir werden sehen...

Darum gehts! Den Amis muß einfach klar sein, das sie den USD nicht 
dauerhaft als Weltleitwährung halten können. Also vor dem endgültigen 
aus in absehbarer Zeit das ganze irgendwie verzögern und dabei soviel 
wie möglich noch herausholen.
Die Amis finanzieren seit Jahrzehnten ihr Außenhandelsdefizit mit den 
Schwankungen ihres von uns so heißgeliebten USD, der Rest der Welt zahlt 
die Zeche. Sowohl die Immo-Krise, das jetzige Beben, als auch das 
Problem mit dem US-Außenhandelsdefizit ist in Fachkreisen seit 
vielenJahren bekannt. Leute die darüber etwas sagen werden aber nicht 
erhört oder nicht ernst genommen.
Da geht es definitiv um was anderes als ein bißchen Wall-Sreet und ein 
paar Investmentbanken.

Autor: Tommi Huber (drmota)
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Ein Mann ist verantwortlich für die Vergabe von 700 Milliarden Dollar 
http://www.teleboerse.de/Inside_Wall_Street_Der_70...

Na Bravo kann man da nur sagen. Welche Packeleien und Betrügereien da 
ablaufen werden, da wird einem jetzt ganz schon übel.

Tanten Onkeln, Neffen alle werden mit ein paar 100 Millönchen versorgt 
werden.

Autor: Nixwisser (Gast)
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"Tanten Onkeln, Neffen alle werden mit ein paar 100 Milliönchen versorgt
werden."

Es geht halt nichts über einen "freien", globalisierten und von allen 
"Regulierungen" befreiten Markt.

Das predigen uns schliesslich die "Experten" à la Merz, Christiansen, 
Westerwelle, Hundt usw., rund um die Uhr ganz selbstlos für Volkes Wohle 
engagiert ( die Pendlerpauschale können Freiberufliche ja auch nicht 
absetzen ), seit Jahren völlig zu Recht !

Nochmal, für Seiteneinsteiger:

"Soziale" Marktwirtschaft heisst einfach,
Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren !

Und täglich grüsst das Murmeltier ...

Autor: Weingut Pfalz (weinbauer)
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die nächste anstehende Blase
sind die Konsumentenkredite, die in den
letzten Jahren in US gern auf die
Immobilie umgewälzt wurden. Von wegen
Umschuldung ... Luft schaffen um weiter
über die Verhältnisse zu leben. Habt Ihr Euch
mal die Zinssätze der Kreditkarten in US
angeschaut?

Von wegen Leitkultur ...

Der beste Spruch gestern im TV war
"Die anderen Länder sollen unter der Führung
der US-Regierung Gelder frei machen um die Banken
zu stützen" ... Den Bock zum Gärtner machen
oder was?

Autor: sssttata (Gast)
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>Von wegen Leitkultur ...
Nee, den Begriff hatte mal ein deutscher Bürger nichtdeutscher 
Abstammung geprägt. Mittlerweile hat er aber schon das Land verlassen, 
weil nach ihm die Deutschen ein Volk von Miesepetern sind.

Name des Herrn habe ich vergessen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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na sowas wrote:
> Nur zu deiner Erinnerung, wer um Kredite
> bettelt, der bettelt um nichts anderes als Geld und genau das geschieht
> zur Zeit.

Nein, da wird nicht gebettelt. Da wird erpreßt, genötigt, gedroht...
Hier sind einige interessante Details zu lesen, wie Bear Sterns es 
geschafft hat, vom Staat übernommen zu werden und warum bei Lehman 
Brothers nicht: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28787/1.html

Im übrigen glaube ich nicht, daß man sich mit gast_ _gast 
(johnswift)'s aufgeblasenem Quark weiter auseinandersetzen muß...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Fhutdhb Ufzjjuz wrote:
> Von wegen Leitkultur ...

Heißt das nicht Lightkultur?

Autor: Armin Nagel (avrja)
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@sssttata:

Du meinst den Gastarbeiter niedrigster Stufe:



http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,4...

Autor: TheMason (Gast)
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>Aber auch das erholt sich
>wieder, genauso wie wir uns von der dot.com-Blase erholt haben. Und in
>5-6 Jahren schlägt halt der nächste Crash zu.

seid euch da mal nicht so sicher. in der dot.com blase waren es nicht 
die banken die am wackeln waren, sondern unternehmen die durch eine bank 
erst zum leben erweckt worden sind.
gehen die banken unter geht uns so gesehen die schmierung des system 
verloren. die wirtschaft trocknet aus. das ist eine ganz andere 
qualität.

denkt daran : NUR die zentralbanken machen geschäfte mit 
geschäftsbanken, und die sind es die am wackeln sind. keine 
geschäftsbank mehr -> kein geld vom geldautomaten, kein online banking, 
keine überweisungen -> austrocknung. das kann sehr schnell gehen durch 
eben die bank-runs. da bliebe dann keine zeit mehr irgendwie zu 
intervenieren.

im übrigen finde ich manche leute echt süß : die faseln was davon das 
man sich eine wirtschaftskrise wünscht. ist ernsthaftes aber auch 
besorgtes diskutieren etwa ein wunsch eines zusammenbruchs ?
was passiert dann wirklich wenn "es" zusammenklappt ?
diejenigen die sich das wirklich mit letzter konsequenz klarmachen, 
dürften nicht besonders gut schlafen (wie ich z.b.). das was da alles 
auf uns zukommt wünscht man besser niemandem. aber das system ist leider 
zu verfahren, und die summen um die es wirklich geht einfach zu groß.

leute, das ist kein pappenstiel. und vorbei ist die krise bei weitem 
noch nicht, sie hat vielmehr noch gar nicht angefangen (das ist ja das 
schlimme, aber es wird immer so getan als sei man überm berg, das waren 
wir vor 1,2,4,6,9 monaten auch schon, laut "experten" !!!!!, und was ist 
wirklich davon "übern berg" ?!)

ich wünschte ich hätte den optimismus (und die rosarote brille) einiger 
leute die hier so schreiben. aber es ändert nichts daran das es bald 
leider vorbei sein wird. egal ob mit oder ohne brille. man kann nur 
hoffen wenigstens genug zu beissen und zu trinken zu haben. das dürfte 
sehr bald das wichtigste werden. so pessimistisch es klingt, aber ich 
sehe leider schwarz (und keine schwarzen zahlen)

Autor: Gast (Gast)
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Autor: na sowas (Gast)
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> Den Markt kann man nicht außer Kraft setzen

Doch kann man und genau das ist gerade geschehen. Die großen 
Investmentbanken in ihrer bisherigen Form gibt es nicht mehr.

> Das ist Unsinn und entbehrt jeder Logik. Bush hat überhaupt keinen
> Einfluss darauf. Über die Gelder entscheidet der Kongress, nicht Bush.

Der Kongress hat sich aber Bushs Plan zu eigen gemacht. Außerdem 
solltest du die Stellung des amerikanischen Präsidenten nicht für gering 
erachten. Ohne Bush geht gar nichts und der Kongress wird sich hier 
nicht querstellen, also was sollen denn diese Nichtargumente?

> Die Wiedervereinigung hat über 500 Mrd ...

Die deutsche Wiedervereinigung steht hier nicht zur Debatte und trägt 
auch nicht dazu bei die Finanzkrise zu verstehen. Du willst vom Thema 
ablenken.

> Lediglich, weil es deiner Meinung entspricht

Passt dir wohl nicht, was die Financial Times hier schreibt, nicht wahr?

http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Pressestimme...

Natürlich entspricht das meiner Meinung. Aber noch viel mehr entsprechen 
die Kommentare der Umschrebung der Situation, die Casin0-Mentalität am 
Finanzplatz Wall-Street herauszustellen.

Noch besser hat das die taz umschrieben

http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/d...

"Der absehbare Kollaps"

"Banken sind weder produktiv noch innovativ. Sie verleihen Geld. 
Gewaltige Renditen sind nur mit dem Aufbau von Kettenbriefsystemen zu 
erzielen."

Autor: na sowas (Gast)
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> Das ganze Geplänkel hier
> resultiert doch aus Unverständnis der Marktsituation. Was wird denn
> passieren? Das Wachstum wird langsamer erfolgen, na und?

Was hat der Casin0-Kapitalismus denn mit Wachstum zu tun? Echtes 
Wachstum wird nicht durch ungezügelte Spekulation erzeugt. Das genaue 
Gegenteil ist der Fall. Diese Spekulationen auf dem Kapitalmarkt 
gefährden das Wachstum, weil die Konjunktur durch die 
Begleiterscheinungen belastet wird und angeschlagende Banken demnächst 
nicht mehr so einfach Kredite für die Unternehmen gewähren werden.

> Anstatt Verständnis für diese Krise und deren Hintergründe zu zeigen,
> übt man sich hier in Rumjammern und Rummeckern. Ich wette, dass keiner
> hier die Hintergründe zu dieser Krise kennt und wie man derartiges in
> Zukunft verhindern kann.

Gott sei Dank gibt es kein "Verständnis" in der Bevölkerung für die 
Kapitalmarkt-Chaoten und dass hier viel zu viele Freiheiten gewährt 
wurden, wird ja bereits hierzulande und auch in USA diskutiert.

Autor: na sowas (Gast)
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> na sowas wrote:
>> Nur zu deiner Erinnerung, wer um Kredite
>> bettelt, der bettelt um nichts anderes als Geld und genau das geschieht
>> zur Zeit.

> Nein, da wird nicht gebettelt. Da wird erpreßt, genötigt, gedroht...
> Hier sind einige interessante Details zu lesen, wie Bear Sterns es
> geschafft hat, vom Staat übernommen zu werden und warum bei Lehman
> Brothers nicht: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28787/1.html

Ich wollte es halt etwas höflicher ausdrücken, will schließlich nicht 
sofort wieder als antiamerikanisch beschimpft werden :)

> Im übrigen glaube ich nicht, daß man sich mit gast_ _gast
> (johnswift)'s aufgeblasenem Quark weiter auseinandersetzen muß...

Da ist was dran, macht wahrscheinlich keinen Sinn, aber ich glaube der 
Gute wird sowieso einen schweren Stand haben die Finanzkrise schön zu 
reden. Selbst die Zeitungen der Wirtschafts- und Finanzwelt schaffen das 
nicht mehr bzw. probieren es erst gar nicht. Außerdem ist die Krise noch 
lange nicht ausgestanden, zum bezahlen wird es erst noch kommen.

auch interessant dazu:

"Der US-Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz hat die 
Rettungspläne der amerikanischen Regierung zur Finanzkrise scharf 
kritisiert"

http://www.abendblatt.de/appl/newsticker2/index.ph...

"US-Nobelpreisträger nennt Finanz-Rettungspaket «ungeheuerlich»"

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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na sowas wrote:
> will schließlich nicht sofort wieder als antiamerikanisch beschimpft
> werden :)

Wer keine besseren 'Argumente' hat, hat sowieso keine Antwort 
verdient...

Autor: Gast (Gast)
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>Wer keine besseren 'Argumente' hat, hat sowieso keine Antwort
>verdient...

Uhu Uhuhu (uhu), warum antwortest du dann überhaupt noch? Zu deinem 
Telepolisartikel, hier mal das wesentliche zusammengefasst:

- dürfte
- wäre
- vermutlich
- hätten
- könnten
- vielleicht

Telepolis ist ja bekannt für Vermutungen und glaubt immerhin, als 
einziges Magazin die Wahrheit gefunden zu haben. Seltsamerweise ist kein 
seröses Blatt dieser Meinung.

Witzig ist ja diese Meldung:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28759/1.html

Als ob man frei von Verpflichtungen wird, wenn ein Vertragspartner 
pleite geht, denn da steht dann immer noch der Insolvenzverwalter, der 
das geschuldete Geld einfordert. Aber da es ja Telepolis so schreibt und 
das auch der Meinung des unwissenden, sich nie mit dem Finanzmarkt 
befassenden Volk entspricht, muss es ja die Wahrheit sein. Ist eben wie 
bei der Wikipedia. Die Wahrheit entsteht dadurch, dass genügend Menschen 
daran glauben (ähnlich der Hexenverbrennung im Mittelalter).

Schnell noch ein paar Bauernopfer gebracht und schon ist der Mob 
beruhigt. Verständlicherweise hat nie jemand nach dem Grund der 
Überweisung gefragt. Das aufgebaute Weltbild soll ja nicht angekratzt 
werden.

Und wie war es wirklich?
- KfW beschafft sich Kapital am US-Markt durch die Ausgabe von Anleihen
- Dafür erhält sie Dollars
- In Deutschland möchte aber niemand seine Häuser mit Dollars bezahlen
- Also muss ein Geschäft her, sogenannter Swap, um Dollars gegen Euronen 
zu tauschen
- Vertraglich festgelegt wurde, dass die KfW zuerst überweist
- nur Pech, da es dann LB nicht mehr gab.

Naja, die KfW kann jetzt hoffen, etwas aus der Insolvenz 
zurückzuerhalten. Man darf hier ruhig die Frage stellen, was eine 
Förderbank eigentlich am US-Markt zu suchen hat. Aber einfach nur 
BILDhaft "Steuerzahler zahlt die Zeche" zu brüllen, ist ausgesprochen 
dämlich, aber dafür sind sich manche nicht zu schade.

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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Gast wrote:

> Aber einfach nur
> BILDhaft "Steuerzahler zahlt die Zeche" zu brüllen, ist ausgesprochen
> dämlich, aber dafür sind sich manche nicht zu schade.

Ich hab ein Gerücht gehört, wonach es sogar in den USA Steuerzahler 
gibt!

Autor: Spötter (Gast)
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"Ich hab ein Gerücht gehört, wonach es sogar in den USA Steuerzahler
gibt!"

Da aber in Ami-Land im Vergleich zur BRD doch angeblich viel niedrigere 
Steuersätze vorliegen (?), wäre das zusammengerechnete 
"Ausquetschpotential" aller Amerikaner wohl ähnlich hoch, wie die von 
uns Deutschen doch so gerne geleistete Solidaritäts-Beihilfe für 
verarmte Kapitalisten der westlichen Welt ...

Die US-Bürger bezahlen, je nach Bundesstaat, ( 3 ... 8 ) % 
Mehrwertsteuer.

Sollte nun unsere Mehrwertsteuer ein weiteres Mal "geringfügig 
angepasst" werden, ( natürlich nur, um die "EU-Harmonisierung" noch 
weiter voranzutreiben, oder so ähnlich, ) fiele das doch kaum noch auf 
...

MfG.

Autor: John Swift (johnswift)
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> Ich hab ein Gerücht gehört, wonach es sogar in den USA Steuerzahler
> gibt!

Ne, das ist nur ein Gerücht. nach Meinung diverser "Experten" wie z.B. 
Uhu Uhuhu (uhu), zahlen die Deutschen, und nur die, die Zeche. Stand 
vermutlich so in der BILD und die muss es ja wissen, denn die war ja 
dabei.

Autor: Tommi Huber (drmota)
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FBI ermittelt schon wegen Betrugsverdacht gegen die Investment Banken.
http://www.n24.de/news/newsitem_3883662.html

Ist die sogenannte Finanzkrise vielleicht am Ende nur ein mieser Betrug 
am Steuerzahler um den Geldadel noch reicher zu machen.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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So langsam lassen sie es tröpfchenweise raus - z.B. heute Morgen im 
Deutschlandfunk:

Durch den geplanten Aufkauf der Schrott-Hypotheken durch den Staat in 
den USA werden die amerikanischen Banken wieder handlungsfähig.

Wenn - wovon ich ausgehe - die deutschen/europäischen Banken auf großen 
Beständen 'innovativer Papiere' sitzen, zu denen die faulen Kredite 
verwurstet wurden, dann haben die Banken in old Europe einen gewaltigen 
Klotz am Bein.

Die US-Banken werden sich dann nicht zurückhalten mit feindlichen 
Übernahmen. Um das zu vermeiden, werden die Staaten diesseits des großen 
Teiches auch den Steuerzahler am Nasenring als Retter des Abendlandes 
vorführen...

Autor: Bereits Fort (Firma: D.ade) (bereitsfort)
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Der Abend ist noch klüger als der Morgen.

Der Bush hat die Katze aus dem Sack gelassen und langsam reagiert sogar 
die Bundesregierung.

Aber was bei Mc Cain noch wie Wahltaktik aussieht,  bekommt durch das 
einbeziehen "sämtlicher Führungspersöhnlichkeiten der USA" (Empfang von 
B.Obama eingeschlossen) durch G.W.Bush einen nicht gerade beruhigenden 
Aspekt.

Autor: Bobby (Gast)
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Unser politisches Personal wird sich den Gegebenheiten anpassen und uns 
das entsprechend zu verkaufen wissen. Ich gebe 14 Tage...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Bereits Fort wrote:
> Aber was bei Mc Cain noch wie Wahltaktik aussieht,  bekommt durch das
> einbeziehen "sämtlicher Führungspersöhnlichkeiten der USA" (Empfang von
> B.Obama eingeschlossen) durch G.W.Bush einen nicht gerade beruhigenden
> Aspekt.

Die Hoffnung, daß Obama außenpolitisch auch nur ein bischen was anderes 
machen könnte, als McCain, ist sowieso völlig weltfremd...

Autor: Bereits Fort (Firma: D.ade) (bereitsfort)
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>Die Hoffnung, daß Obama außenpolitisch auch nur ein bischen was anderes
>machen könnte, als McCain, ist sowieso völlig weltfremd...

Das wollte ich damit nicht im geringsten ansprechen, eher den Umstand 
das er sich hilfe beim politischen gegner sucht. Soetwas  verstärkt 
seine Aussage, die gesammte US Wirtschaft befinde sich in Gefahr!

Nicht das sie mir leid tun, im gegenteil und wie gesagt Krisis --> 
Chance

Erstaunlicher Weise fallen die Benzinpreise hier in Austria noch immmer?

Autor: na sowas (Gast)
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> Nicht das sie mir leid tun, im gegenteil und wie gesagt Krisis -->
> Chance

Die Krise ist im hier konkreten Fall nur dann eine Chance, wenn mit dem 
Rettungsfond künftig die Zockerei mitsamt dem System der Boni und den 
Managergehältern an den Finanzplätzen stark eingedemmt wird. Das 
"schnelle Geld" muss durch die Rückkehr zu soliden, rentablen und vor 
allem NACHVOLLZIEBAREN Geschäftspraktiken (rentabel für die Bank UND den 
Kunden) ersetzt werden. Spekulationen müssen durch eine Steuer 
(möglichst weltweit) unattraktiver gemacht werden. Mit so einer Steuer 
könnte die USA sich einen Teil des Geldes für den Rettungsfond 
wiederholen. Es sollte ferner ein Gesetz geben, das ein Verbot von 
Geldgeschäften mit Firmen beinhaltet, die ihren Firmensitz in einem der 
sog. Steueroasen haben (ist eine Anregung von Altkanzler Helmut 
Schmidt).

Ich fürchte nur die Finanzmafia in USA (so will ich mal all das im 
besten Wortsinn asoziale Gesocks nennen, das sich einen Dreck um 
Nachhaltigkeit und um ein Geschäftsmodell im Sinne der Gemeinschaft der 
Bevölkerung schert, sondern statt dessen der Gier nach den Dollars die 
höchste Priorität eingeräumte) sich alle möglichen Tricks einfallen 
lassen wird, damit letztlich alles so bleibt wie es bisher war und die 
Zockerei bald wieder erneut einsetzen wird.

Autor: undenkbar (Gast)
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hier mal ein link zu einer sehr interessanten sammlung von links und 
infos finanztechnischer art :

www.hartgeld.com

ist vielleicht ein bischen reisserisch aufgemacht und geschmackssache, 
hat aber gute infos und bringt es auf den punkt
viel spaß beim stöbern

Autor: undenkbar (Gast)
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und hier noch ein link, wo ihr euch die wichtigsten infos holen könnt. 
ist zwar auch reisserisch aufgemacht, entspricht aber ganz meinem 
geschmack.

www.bild.de

Autor: undankbar (Gast)
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@undenkbar (der BLÖD-leser)

nur das die bild-"zeitung" weder eine linksammlung noch finanzinfos 
enthält, oder zählen artikel von handelsblatt, ftd, sueddeutsche jetzt 
etwa zur bild.
weiters lass dir mal durch den kopf gehen das die bildzeitung immer nur 
nachher meckert, auf hartgeld.com wird vorher angeprangert (z.b. bevor 
lehman das zeitige gesegnet hatte, bild hatte zu der zeit nur die 
fußball ergebnisse in ihrem repertoire)

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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KRISENGEWINNLER JP MORGAN CHASE: Wiederaufstieg einer Wall-Street-Ikone

   http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,580787,00.html

So funktioniert das...

Autor: Bewunderer (Gast)
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Wo ist eigentlich Zardoz? Der könnte uns das bestimmt erklären!

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Und die nächste Runde - diesmal diesseits des großen Teiches...

FORTIS IN DER KRISE: Aktiencrash, Pleite-Gerüchte und ein Chefwechsel

   http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,580813,00.html

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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Mal ein Zitat ausgekramt aus 2006:

"Wir sollten endlich über die gesetzlichen Spielregeln sprechen, die für 
Fonds und Finanzanleger gelten. Warum lassen wir zu, dass riesige 
Anlagefonds tausende Milliarden US-$ verwalten (ein Vielfaches der 
österreichischen Wirtschaftsleistung)? [...] Hochrenditefonds wollen 10, 
20 Prozent bekommen: aus Unternehmen, aus Währungen, aus Zinspapieren, 
aus Immobilien. Die Wirtschaft in Europa wächst aber nur um 2%, die 
Weltwirtschaft auch nicht viel schneller. D.h. das hohe, zweistellige 
Renditen nur in Ausnahmefällen ohne Verlierer erzielbar sind, in der 
Regel gehen sie auf Kosten der Substanz (Unternehmen, Staaten, 
Schuldner, Mieter), in die "investiert" wird. Hier tickt eine 
gigantische Zeitbombe, die zum großen Crash führen wird." -- Christian 
Felber

Aber wer damals sowas schrieb, der war nur ein weltfremder Spinner, der 
keine Ahnung hat...

Autor: na sowas (Gast)
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Johann L. (gjlayde) wrote:

> Aber wer damals sowas schrieb, der war nur ein weltfremder Spinner, der
> keine Ahnung hat...

Noch viel schlimmer, die sog. Neokonservativen haben jeden der strengere 
Regeln für das ausufernde Spekulationsgeschäft forderte als Gegner des 
freien Marktes, als Sozialisten oder als Kommunisten diffarmiert. Mit 
der Finanzmarktkrise erleben wir jetzt auch das Ende des Hypes des 
globalen Neokonservatismus und an dieser Stelle sollte man sich mal an 
all diejenigen Erinnern, die noch vor kurzem am liebsten die gesamte 
Rentenversicherung (bzw. was noch von ihr übrig ist) auf dem 
internationalen Kapitalmarkt verfrachtet hätten. Mir fallen da spontan 
Namen wie Raffelhüschen und Meinhard Miegel ein. Ist erstaunlich Still 
rund um diese Herren seit der Krise am Finanzmarkt geworden ..

Der Blick hierauf hat viel mit dem Thema zu tun:

http://www.yigg.de/deutschland/rentenangst-der-kam...

Rentenangst dürften auch jetzt etliche haben, die aufgrund der Pleiten 
keinen Cent ihrer Rücklagen sehen.

Man beachte nebenbei was was den Videos geworden ist (mal wieder ein 
schönes Beispiel dafür, wem das Urheberrecht nutzt)

Autor: TheMason (Gast)
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>Ist erstaunlich Still rund um diese Herren seit der Krise
>am Finanzmarkt geworden ..

die tun gerade so als wenn sie denken würden ... die warten sicherlich 
mal auf eine ruhige woche in der nur 2-3 kleinere banken umkippen um 
dann zu sagen : "ende der krise, wir hatten recht"

>Aber wer damals sowas schrieb, der war nur ein weltfremder Spinner, der
>keine Ahnung hat...

selbst wenn man heute sowas schreibt wird man als spinner abgetan, wenn 
auch nicht mehr weltfremd, da es sich ja zumindest in amerika so 
abspielt.
das das ganze trotzdem schon über den großen teich geschwappt kommt 
wollen viele einfach nicht wahrhaben. der globalisierung sei dank, und 
den lokalpatrioten ihre dümmlichkeit gegeben (die meinen ja es betrifft 
nur amerika, wir haben damit nix zu tun ....) hach was kann eine 
rosarote brille schön sein. ich muß mir mal eben einen eimer suchen ... 
mir ist schlecht

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Johann L. wrote:
> Die Wirtschaft in Europa wächst aber nur um 2%, die
> Weltwirtschaft auch nicht viel schneller.

Wenn seriös gerechnet würde, käme heraus, daß kein exponentielles, 
sondern nur lineares Wachstum vorliegt. Das zeigt sich in den 
offiziellen Daten daran, daß bei florierenden Volkswirtschaften über die 
Jahrzehnte die "Wachstumsrate" immer niedriger wird. Paradebeispiel sind 
die Westzonen und nachfolgend die Bundesrepublik: Anfang der 50er Jahre 
war die Wachstumsrate zweistellig.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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TheMason wrote:
> das das ganze trotzdem schon über den großen teich geschwappt kommt
> wollen viele einfach nicht wahrhaben. der globalisierung sei dank, und
> den lokalpatrioten ihre dümmlichkeit gegeben (die meinen ja es betrifft
> nur amerika, wir haben damit nix zu tun ....) hach was kann eine
> rosarote brille schön sein. ich muß mir mal eben einen eimer suchen ...
> mir ist schlecht

Argentinien war ein ganz drastisches Beispiel. Es ist schon erstaunlich, 
mit welch eiserner Disziplin das ignoriert wurde...

Autor: TheMason (Gast)
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>Argentinien war ein ganz drastisches Beispiel. Es ist schon erstaunlich,
>mit welch eiserner Disziplin das ignoriert wurde...

schon, aber wenn man sich mal überlegt das 1929 genau so eine situation 
herrschte wie heute und es selbst vor 1929 schon derartige 
zusammenbrüche gegeben hat bei denen den aktienmärkte durch zügelllose 
spekulation heißliefen und zusammenklappten kann man nur von ignoranz 
sprechen. systembedingter ignoranz eben. gut, 1929 war insofern was 
anderes als die voherigen zusammenbrüche, da erst in den 1920'ern 
aktienkauf per kredit so richtig in fahrt kam, aber wenn man sich 
überlegt das aktienkauf auf kredit heute nur ein mittel der wahl ist um 
an "schnelles" geld zu kommen kann man sich ja leicht vorstellen welche 
abstrusen mittel die "finanzindustrie" einzusetzen bereit ist. ist so 
gesehen kein wunder das das system nun im zusammenbruch ist und wir noch 
nichtmal 1% des crashs gesehen haben. es wird gepumpt beschönigt und 
beschwichtigt das sich die balken biegen, da wundert es mich kaum das 
argentinien schon mal schnell übergangen wird. das der große 
bevorstehende knall (der dann richtig laut und schmerzhaft sein wird) 
nicht wahrgenommen werden will (scheuklappen sei dank) zeigt eigentlich 
nur das viele leute die systemischen risiken, die heute um ein 
vielfaches höher sind als damals, nicht sehen wollen und eben am 
liebsten ignorieren.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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TheMason wrote:
>>Argentinien war ein ganz drastisches Beispiel. Es ist schon erstaunlich,
>>mit welch eiserner Disziplin das ignoriert wurde...
>
> schon, aber wenn man sich mal überlegt das 1929 genau so eine situation
> herrschte wie heute und es selbst vor 1929 schon derartige
> zusammenbrüche gegeben hat bei denen den aktienmärkte durch zügelllose
> spekulation heißliefen und zusammenklappten kann man nur von ignoranz
> sprechen.

Da muß man wohl unterscheiden zwischen Opfern - die haben meist ein 
kürzeres Gedächtnis - und den Profiteuren. Letztere wissen, daß sich 
ihre Vorgänger an der Krise von 1929 ff. dumm und dämlich verdient haben 
und eifern dem natürlich sofort nach, wenn sich die Gelegenheit bietet.

> systembedingter ignoranz eben.

Nein, Ignoranz war das nicht. Das war solide Bildung... nur leider nicht 
Volksbildung.

Meine Bemerkung bezog sich auf das Geschwätz von Clement & Co., die zu 
der Zeit, als gerade die Leute in Argentinien um ihre Rentenansprüche 
betrogen wurden, hier vehement die Umstellung der Altersversorgung von 
Umlage auf Kapitalstock predigten.

Kapitalstock hat gegenüber Umlage den großen Vorteil, daß man ihn 
veruntreuen kann - just das geschah gleichzeitig in Argentinien...

Autor: TheMason (Gast)
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ok ... was das rentensystem angeht. ich habs etwas allgemeiner gesehen.

und ich denke das lässt sich schon auf breiter front verallgemeinern. 
neokonservative hätten ja am liebsten den kompletten markt ungeregelt. 
und das ist denke ich mit die wurzel allen übels. no limits, no laws. 
nicht nur für rentenansprüche. sondern für alle die an einem 
wirtschaftsystem als "abhängige" da stehen (eben die opfer). die lassen 
sich eben am besten ausbeuten. es ist nur echt ein jammer das so einige 
dem sogar noch nickend beipflichten : böse gesetzgebung und so... ich 
denke das solche leute einfach nicht mehr in der lage sind ihre 
scheuklappen abzulegen und das ganze bild sehen zu wollen. mit all 
seinen konsequenzen.

im übrigen fand ich den satz :

>Da muß man wohl unterscheiden zwischen Opfern - die haben meist ein
>kürzeres Gedächtnis - und den Profiteuren.

und

>Das war solide Bildung... nur leider nicht Volksbildung.

sehr treffend. es hängt aber auch damit zusammen das sich die opfer 
meist von den medien einlullen lassen und einfach weniger bereit sind 
über den medien-horizont hinaus in die geschichtsbücher zu blicken.
was meint ihr wenn in den medien das thema 1929 mal so richtig breit 
getreten wird, was dann für ein aufschrei zu hören wäre ?
anstatt sich mal hinzusetzen und im internet nach sowas zu stöbern lässt 
man sich lieber mit fußball und co und sonstigem dreck tranquilisieren. 
trauriges phänomen, aber es wird sehr schmerzhaft enden denke ich. am 
ende wusste niemand von irgendwas. wir waren alle so mit anderen 
(blödsinnigeren) dingen beschäftigt als mit unserer zukunft.

um nochmal was zu den renten zu sagen : mir ist schon vor etlichen 
jahren klargeworden das ich keine rente bekommen werde. weder staatlich 
noch privatfinanziert. ich hab noch ca 35 jahre vor mir (bei derzeitigem 
stand bis 67). und ich glaube kaum das das system noch so lange hält. 
und selbst wenn das system nach einem zusammenklappen wieder neu 
aufgebaut wird, wären meine "rentenansprüche" eh für die tonne, von 
daher lohnt es sich meiner meinung nach nicht, den leuten das geld in 
den rachen zu werfen.
so groß ist mein vertrauen in das system einfach nicht mehr ...

Autor: Bereits Fort (Firma: D.ade) (bereitsfort)
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@ TheMason

...dem kann ich nichts hinzufügen, und auch nict widersprechen.

sehe das genau so und handle danach. Ich lebe im hier und jetzt, das ist 
zwar nicht sehr vorrausschauend. Aber was unsere Forderen uns versuchten 
bei zu bringen, die Zukunft planen zu wollen hat sich für mich sowohl 
privat als auch allgemein als Blase "gefüllt mitbesonderer Leere" 
erwiesen und wurde mir so zur Lehre.

Nicht das ich jetzt weder vor noch zurückschaue, doch ist mir nun 
bewuster, das ich meine Leben im Jetzt nicht mehr unter das Diktat einer 
vermeintlichen Zukunft, geschweige denn das der Vergangenheit stellen 
darf. Und mich schon gar nicht von den manipulativen Empfehlung aus der
Politik (respektive Finanzwirtschaft) abhängig machen sollte.

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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TheMason wrote:
> um nochmal was zu den renten zu sagen: mir ist schon vor etlichen
> jahren klargeworden das ich keine rente bekommen werde. weder staatlich
> noch privatfinanziert. ich hab noch ca 35 jahre vor mir (bei derzeitigem
> stand bis 67). und ich glaube kaum das das system noch so lange hält.

Die Überlegung hab ich auch schon lange. Das, was man in ne 
Riester"rente" o.ä. pumpt, wird ja irgendwie angelegt; zwar "nur" 20% 
als Aktien, aber der Rest wird nicht unterm Kopfkissen liegen. Wenn dann 
Millionen von Leuten ihre Rente brauchen und die Aktien etc. dann 
massenweise in Geld umgewandelt werden sollen, was wird dann mit deren 
Wert passieren?
Richtig. Es wird leise #plop# machen.
Davon ab fällt es mit immer schwerer an einem System zu vertrauen, an 
das ich nicht wirklich glaube.

Autor: TheMason (Gast)
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@johann

schade ist nur das man nicht freiwillig aus dem staatlichen rentensystem 
aussteigen kann. die vielen euros die man in ein totes system steckt 
hätte ich lieber bei reichelt, in einem urlaub oder sonstwo gelassen als 
sie dem staat in den rachen zu werfen. sicherlich ist das egoistisch der 
jetzt älteren generation gegenüber, aber wer garantiert mir das das geld 
auch bei den älteren ankommt, wo diese doch immer mehr selbst übernehmen 
müssen und noch nichtmal einen inflationsausgleich bekommen. wer ist 
somit der größere egoist ? ich oder der staat der das geld eh zum 
stopfen anderer löcher verwendet und den rentnern wohlwollend erklärt : 
"pech gehabt". mit bürokratie lässt sich so einiges verschleiern und ich 
möchte nicht wissen was von dem geld das ich bezahle wirklich ankommt, 
bzw für welch "schönen" dinge es stattdessen verwendet wird ...
wie gesagt das vertrauen in das system hab ich schon vor längerer zeit 
verloren (jetzt bin ich mal gespannt ob irgendsoein zardoz mit dem satz 
: "warum lebst du dann noch in diesem system und nicht in deiner höhle" 
wie ein pilz aus dem boden geschossen kommt :-)), aber es ist zumindest 
ein system in dem man noch einigermassen zurechtkommt, wenn auch nicht 
mehr lange.
wenn die krise voll ausbricht (ich bin immer noch der meinung das wir 
von der eigentlichen krise noch gar nichts gesehen haben) dann wirds 
wirklich ekelig.
da bleibt einem bald nur noch das geld abzuheben und den nächsten 
aldi/lidl/plus/edeka/sonstwas leerzukaufen damit man wenigstens genug zu 
beissen/trinken hat, wenn nichts mehr geht, und darauf wird es wohl 
leider hinauslaufen.
wenn die finanzkrise unsere banken voll erwischt, was meint ihr wie 
lange es dauert bis man kein geld mehr vom automaten abheben kann, bis 
der arbeitgeber kein geld mehr überweisen kann, bis die ersten 
unternehmen pleite/handlungsunfähig sind, bis die tankstellen kein 
benzin mehr haben, bis die logistik zusammenbricht, bis die kraftwerke 
keinen strom mehr liefern (sind das nicht auch nur 
wirtschaftsunternehmen), bis der letzte aldi/warenlager 
leergekauft/geplündert worden ist, bis die ersten leute richtigen hunger 
(nach 1950 haben die meisten das nicht mehr erlebt) verspüren, bis die 
wasserwerke dichtmachen und man nichts mehr zu trinken hat, bis es zum 
zusammenbruch der öffentlichen ordnung kommt (ich glaube polizisten sind 
auch nur menschen die u.u auch hunger verspüren können und sich dann der 
staatstreue entsagen) ?
ich bleibe dabei : leute das ist kein pappenstiel was da auf uns zu 
kommt, und es kann/darf auch nicht kleingeredet werden, weder von einem 
normalbürger noch von einem banker noch von einem politiker. man macht 
sich nur mitschuldig daran. ändern kann man nichts mehr daran (es wäre 
so als wenn man bei 200km/h 10m vor einer mauer noch meint mal langsam 
die bremse treten zu können) aber man kann sich vorbereiten solange es 
geht, um nicht nachher hunger und durst haben zu müssen. denkt daran, 
wir sind zu 100% vom wirtschaftssystem abhängig und das ist in keiner 
anderen zeit wie der heutigen so akut und allumfassend gewesen. und ich 
denke es wird zu späteren zeiten auch nicht mehr diese abhängigkeit 
geben, falls doch dann haben wir wieder einmal nichts gelernt. dann 
bringt uns auch kein rentensystem etwas !

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Schrieb ich nicht kürzlich von unseren Maulhelden ?

US-RETTUNGSPAKET
Steinbrück fürchtet Wettbewerbsnachteile für deutsche Banken

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,580853,00.html

Autor: Bereits Fort (Firma: D.ade) (bereitsfort)
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>>Zitat spiegel:
>>Der dem rechten SPD-Flügel angehörende Politiker hat angesichts der
>>Finanzkrise sogar seine Weltanschauung relativiert. Im SPIEGEL-Gespräch
>>räumte er ein, "dass gewisse Teile der marxistischen Theorie doch nicht
>>so verkehrt sind". Steinbrück: "Ein maßloser Kapitalismus, wie wir ihn
>>hier erlebt haben mit all seiner Gier, frisst sich am Ende selbst auf."


no comment

Vielleicht wurde Z. schon gefressen?
Oder er sitzt jetz ganz still in der Ecke wie ein Kaninchen vor der 
Schlange?
Oder er ist zu nervös, noch zu posten, sondern braucht alle halbe 
Stunden nen Joint um nicht aus dem Fenster eines Hochhauses zu springen.

Ja das gabs 1929 auch schon mal.

Autor: Spötter (Gast)
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Z ?

Un dann rettet king' Kavallerie,
king' Zorro kömmert sich dodrömm.
Dä piss höchstens e »Z« en der Schnie
un fällt lallend vüür Lässigkeit öm;
»Na un? - Kristallnaach!«

( W. Niedecken )

Autor: John Swift (johnswift)
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> schade ist nur das man nicht freiwillig aus dem staatlichen rentensystem
> aussteigen kann. die vielen euros die man in ein totes system steckt

Selbständig werden, dann geht das. Aber du hast schon recht, es ist ein 
Zwangssystem, zumal das Geld überhaupt nicht ausreicht. Die Agenda 2010 
war da der Schritt in die richtige Richtung. Die Stimmen dagegen kommen 
vor allem von denjenigen, die bis dahin Nutznießer des Systems waren, 
selber aber wenig dazu beigetragen haben. Der Schritt geht in Richtung 
Selbstvorsorge, wobei ich aber wette, dass das alte Rentensystem 
beibehalten wird, es also zu einer zusätzlichen Belastung kommt.

> sie dem staat in den rachen zu werfen. sicherlich ist das egoistisch der
> jetzt älteren generation gegenüber, aber wer garantiert mir das das geld
> auch bei den älteren ankommt, wo diese doch immer mehr selbst übernehmen
> müssen und noch nichtmal einen inflationsausgleich bekommen. wer ist

Nein, das ist nicht egoistisch. Es ist ein notwendiger Schritt. Das 
Rentensystem ist bereits am kollabieren. Es kann beim besten Willen 
nicht mehr verteilt werden, als vorhanden ist. Schaut man sich die 
Ökosteuer seit Einführung an, kann gesehen werden, woher die Rentner 
ihre paar Rentensteigerungen her haben.

> wie gesagt das vertrauen in das system hab ich schon vor längerer zeit
> verloren (jetzt bin ich mal gespannt ob irgendsoein zardoz mit dem satz
> : "warum lebst du dann noch in diesem system und nicht in deiner höhle"
> wie ein pilz aus dem boden geschossen kommt :-)), aber es ist zumindest
> ein system in dem man noch einigermassen zurechtkommt, wenn auch nicht
> mehr lange.

Man hört leider sehr oft, ass das Vertrauen in das System verloren wurde 
aber spätestens bei einem persönlichen Nachteil, wird wieder danach 
gerufen. Früher war es üblich, dass man sich um sich selbst und die 
Familie gekümmert hat. Heute werden die Alten ins Altenheim  abgeschoben 
und auf die staatliche Rente verwiesen. Mind. 18 Jahre lang haben die 
Eltern die Kinder ernährt, um im Alter den Tritt in den Arsch zu 
bekommen.

Leider strebt das ganze System nach sozialistischem Vorbild weg von der 
Familie. Die Gemeinschaft ist wichtiger, als die persönliche Familie. 
Die Mikrogemeinschaften und Mikrodiktaturen werden immer mehr aufgelöst.

> wenn die krise voll ausbricht (ich bin immer noch der meinung das wir
> von der eigentlichen krise noch gar nichts gesehen haben) dann wirds
> wirklich ekelig.

Bisher wird alles nur herbeigeredet.

> da bleibt einem bald nur noch das geld abzuheben und den nächsten
> aldi/lidl/plus/edeka/sonstwas leerzukaufen damit man wenigstens genug zu
> beissen/trinken hat, wenn nichts mehr geht, und darauf wird es wohl
> leider hinauslaufen.

Nein, Hamsterkäufe sind in unserer Gesellschaft nicht mehr notwendig. 
Der EUR ist sehr stark. Vielleicht löst der EUR den Dollar als 
Weltwährung ab.

> wenn die finanzkrise unsere banken voll erwischt, was meint ihr wie
> lange es dauert bis man kein geld mehr vom automaten abheben kann, bis
> der arbeitgeber kein geld mehr überweisen kann, bis die ersten
> unternehmen pleite/handlungsunfähig sind, bis die tankstellen kein
> benzin mehr haben, bis die logistik zusammenbricht, bis die kraftwerke
> keinen strom mehr liefern (sind das nicht auch nur

Keine Ahnung, wie du zu solchen absurden Ideen kommst.

> ich bleibe dabei : leute das ist kein pappenstiel was da auf uns zu
> kommt, und es kann/darf auch nicht kleingeredet werden, weder von einem
> normalbürger noch von einem banker noch von einem politiker. man macht

Es sollte auch nicht übertrieben und Panik geschürt werden, denn das 
ruft Weltuntergangsprpheten ("das habe ich schon immer vorhergesagt") 
und Abzocker auf den Plan.

> geht, um nicht nachher hunger und durst haben zu müssen. denkt daran,
> wir sind zu 100% vom wirtschaftssystem abhängig und das ist in keiner
> anderen zeit wie der heutigen so akut und allumfassend gewesen. und ich
> denke es wird zu späteren zeiten auch nicht mehr diese abhängigkeit
> geben, falls doch dann haben wir wieder einmal nichts gelernt. dann
> bringt uns auch kein rentensystem etwas !

Die Abhängigkeit wird es immer geben und geben müssen. Niemand ist in 
der Lage, alle Güter selber anzubauen und herzustellen. Auch diese Krise 
wird ausgesessen werden. Viele sind der Meinung, die USA werden als 
Finanzzentrum an Bedeutung verlieren. Das ist dann die Chance für 
Europa. Auch die Amerikaner werden aus dieser Krise lernen und sich 
vielleicht dem europäischen Modell annehmen. Die größten Fehler waren 
wohl die Vergabe von Krediten an Menschen zweifelhafter Bonität und 
variable Verzinsung der Kredite. Gewöhnlich für USA, unmöglich bzw. 
ungewöhnlich für Europa.

Autor: John Swift (johnswift)
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Uhu Uhuhu wrote:
> Schrieb ich nicht kürzlich von unseren Maulhelden ?
>
> US-RETTUNGSPAKET
> Steinbrück fürchtet Wettbewerbsnachteile für deutsche Banken
>
> http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,580853,00.html

Komischerweise trifft es immer die deutschen, niemals die anderen 
Staaten. Hier wird wiedermal kräftig Panik geschürt. Und das Steinbrück 
immer noch in die KfW-Kerbe haut, spricht für seine Unkenntnis. Koch ist 
da wesentlich gelassener, auch wenn er auch nur Allgemeinplätze 
verkündet.

Seine besten Worte stehen ganz unten: "Die CDU taugt nicht als eine 
Partei des Angstmachens...", denn welche Parteien außer den linken 
ziehen einen Nutzen aus einer wirtschaftlichen Krise? Es bleibt einfach: 
In wirtschaftlich schweren Zeiten wählt das Volk links, in 
wirtschaftlich starken Zeiten konservativ. Das ist im Egoismus 
begründet.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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gast_ _gast wrote:
> Komischerweise trifft es immer die deutschen, niemals die anderen
> Staaten.

Wessen Kopf soll sich denn ein deutscher Minister im Dienst zerbrechen?

Autor: John Swift (johnswift)
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Uhu Uhuhu wrote:
> gast_ _gast wrote:
>> Komischerweise trifft es immer die deutschen, niemals die anderen
>> Staaten.
>
> Wessen Kopf soll sich denn ein deutscher Minister im Dienst zerbrechen?

Eher sollte man sich fragen, ob diese Panikmache sinnvoll ist und wer am 
meisten davon profitiert.
Bei weitem interessanter sind die propagandistischen Mittel, um 
unterschwellig Angst zu schüren: "Die Spareinlagen sind nicht weg". 
Diese Aussage suggeriert, dass trotzdem eine Möglichkeit besteht, dass 
die Spareinlagen verschwinden. Und schon rennen einige in panischer 
Angst umher und suchen nach Möglichkeiten, ihr Geld in Sicherheit zu 
bringen.

Man sollte von dem berichten, was passiert oder passieren kann und nicht 
von dem, was nicht passiert oder nicht passieren kann.

Diese psychologischen Tricks findet man überall in der Presse.
"Fliegen ist nicht gefährlich"
"Deutschland ist nicht das Ziel des Terrorismus"

Was sagen die Psychologen dazu:

"Es provoziert uns, genau das zu denken, was wir eigentlich nicht 
sollen."
"Unser Gehirn wird durch "nicht-Sätze" ausgetrickst, weil es die 
falschen Bilder aufbaut."

Man beachte den Unterschied:
"Ich darf das Buch nicht vergessen."
"Ich muss mich an das Buch erinnern."

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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gast_ _gast wrote:
> Bei weitem interessanter sind die propagandistischen Mittel, um
> unterschwellig Angst zu schüren: "Die Spareinlagen sind nicht weg".
> Diese Aussage suggeriert, dass trotzdem eine Möglichkeit besteht, dass
> die Spareinlagen verschwinden.

Frei nach dem Motto: "Wenn eine Frau nein sagt, meint sie eigentlich 
/ja/". Daß das auch für Finanzminister gilt, war mir neu. Danke für die 
Aufklärung.

> Was sagen die Psychologen dazu:
>
> "Es provoziert uns, genau das zu denken, was wir eigentlich nicht
> sollen."

Und wer sagt, was wir denken sollen ?

> "Unser Gehirn wird durch "nicht-Sätze" ausgetrickst, weil es die
> falschen Bilder aufbaut."

Seelig, die da gestig arm sind, denn das Himmelreich ist ihrer...

Autor: John Swift (johnswift)
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> Und wer sagt, was wir denken sollen ?

Das Unterbewusstsein. Lies dir diesen Thread durch. Er riecht nicht nur, 
er stinkt förmlich vor Angst auf eine Krise.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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gast_ _gast wrote:
>> Und wer sagt, was wir denken sollen ?
>
> Das Unterbewusstsein. Lies dir diesen Thread durch. Er riecht nicht nur,
> er stinkt förmlich vor Angst auf eine Krise.

Selten so gelacht... Dafür, daß du absolut keine Ahnung von dem hast, 
was du da verzapfst, wars wirklich ein guter Witz.

Autor: John Swift (johnswift)
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> Selten so gelacht... Dafür, daß du absolut keine Ahnung von dem hast,
> was du da verzapfst, wars wirklich ein guter Witz.

Dann hast du vermutlich eine Leseschwäche. Dann wundert mich eigentlich 
auch nicht, dass du hier ständig rumpöbelst. Im allgemeinen reagieren 
Menschen aggressiv, wenn sie etwas nicht verstehen oder geistig 
auffassen können.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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gast_ _gast wrote:
>> Selten so gelacht... Dafür, daß du absolut keine Ahnung von dem hast,
>> was du da verzapfst, wars wirklich ein guter Witz.
>
> Dann hast du vermutlich eine Leseschwäche. Dann wundert mich eigentlich
> auch nicht, dass du hier ständig rumpöbelst. Im allgemeinen reagieren
> Menschen aggressiv, wenn sie etwas nicht verstehen oder geistig
> auffassen können.

Seit wann ist Lachen Aggression?

Autor: na sowas (Gast)
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während gast_ _gast (johnswift) hier noch über angebliche "Panikmache" 
von Links schwadroniert, schauen wir mal auf die Fakten

"Massive Liquiditätsprobleme
Münchner Immobilienfinanzierer Hypo Real droht Kollaps"

"Nach FTD-Informationen geht es um einen zweistelligen 
Milliardenbetrag."

http://www.n-tv.de/Massive_Liquiditaetsprobleme_Hy...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Er diagnostiziert anderen eine Leseschwäche und hält sich für den 
größten Psychologen des 21. Jahrhunderts - dabei hat er nur eine 
Denkschwäche...

Autor: TheMason (Gast)
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@gast_gast

>> wenn die finanzkrise unsere banken voll erwischt, was meint ihr wie
>> lange es dauert bis man kein geld mehr vom automaten abheben kann, bis
>> der arbeitgeber kein geld mehr überweisen kann, bis die ersten
>> unternehmen pleite/handlungsunfähig sind, bis die tankstellen kein
>> benzin mehr haben, bis die logistik zusammenbricht, bis die kraftwerke
>> keinen strom mehr liefern (sind das nicht auch nur

>Keine Ahnung, wie du zu solchen absurden Ideen kommst.

Keine Ahnung wie ich zu dem Schluß komme das wir heute zu 100% abhängig 
von der Wirtschaft sind, und keine Ahnung warum eine solche Verzahnung 
sich wie oben geschildert auswirken könnte. Ebenfalls keine Ahnung warum 
ich es erklären muß. Auch keine Ahnung warum es so absurd sein sollte. 
Aber ist ja alles nur Panikmache und Pessimismus ...

Wir werden ja schon noch sehen ob dem wirklich so ist ...

Autor: na sowas (Gast)
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"Hypo Real Estate in akuter Not"

" .. Damit bringt die seit mehr als einem Jahr andauernde US-Finanzkrise 
erstmals einen deutschen Dax-Konzern in arge Bedrängnis."

http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/finanzen/133/312050/text/

Autor: Andreas Jakob (antibyte)
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Der US-Kongress hat gestern das Kriegsrecht ausgerufen, um den
700 Milliarden Gesetzentwurf in nur einem Tag durchzuwinken !

Autor: Bereits Fort (Firma: D.ade) (bereitsfort)
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>"Hypo Real Estate in akuter Not"
Zerstörtes Vertrauen

Sollte der Immobilienfinanzierer wirklich zusammenbrechen, hätte dies kaum 
absehbare Folgen für das deutsche Finanzsystem: Mit einer Bilanzsumme von 
fast 400 Milliarden Euro ist das Haus einer der größten Finanzierer von 
gewerblichen Immobilien in Deutschland und gehört zu den wichtigsten 
Immobilienfinanzierungsinstituten in Europa.

In die Schlagzeilen war der Konzern erstmals Mitte Januar geraten. Damals 
musste Konzernchef Funke einräumen, dass sein Institut wegen eines faulen 
US-Wertpapierportfolios 390Millionen Euro abschreiben müssen.

Die Aktie des Konzerns brach daraufhin um 37 Prozent ein und erholte sich 
seitdem nie wieder. Was damals für Misstrauen bei den Hypo-Real-Estate-
Anlegern sorgte: Funke hatte erst kurz zuvor Sorgen der Anleger zu 
zerstreuen versucht, indem er erklärte, sein Institut habe kaum 
Belastungen aus der Finanzkrise zu tragen und gehe gestärkt aus den 
Marktturbulenzen hervor.

Nun denn damit will ich nicht Angst machen, und es macht mir auch nicht 
Angst. Aber es gibt genügend Menschen denen das Angst macht und zurecht.

Wer hier noch beschönigt will entweder die eigenen Schäfchen ins 
Trockene bringen oder ist einfach naiv.

Autor: Bereits Fort (Firma: D.ade) (bereitsfort)
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zur Erinnerung

 "Es gibt einen Finanzierungsbedarf von zehn bis 15 Milliarden Euro, 
aber von einem Kollaps kann keine Rede sein", hieß es.

Autor: Bereits Fort (Firma: D.ade) (bereitsfort)
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So die Welle hat DAX &Co. erreicht.

Hypo Real Estate im freien Fall -65% fallend, momentan bei 4€.

Aber auch die anderen Banken werden in Sippenhaft genommen.

NTV (nicht gerade börsenfeindlich zu nennen) zitiert einen nicht 
genannten Händler.

"Das Problem sei, daß man den Banken nicht mehr trauen kann."

Nicht, dass ich das je zu tun geneigt war. Mein Geld halte ich 
persönlich lieber im Umlauf als es einer Bank zu überlassen, auch wenn 
ich mehr als je zuvor,bzw. mir jemals lieb gewesen, auf deren 
Dienstleistungen angewiesen bin.

Aber vielleicht bekommt man ja sein Geld bald wieder bar und alle 14 
Tage. Ich hätte nichts dagegen, nicht länger darauf angewiesen zu sein.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

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Das lustige Schiffeversenken geht weiter. Diesmal dürfen wir wieder im 
Rettungsboot mitfahren - als Galerensklaven:

   http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,581129,00.html

Wetten, daß uns hinterher wieder irgend so eine Schnapsnase erzählt, wir 
hätten über unsere Verhältnisse gelebt?

Autor: na sowas (Gast)
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> Wetten, daß uns hinterher wieder irgend so eine Schnapsnase erzählt, wir
> hätten über unsere Verhältnisse gelebt?

Es reicht auch schon folgendes Statement, das ein Sprecher der Hypo Rael 
Estate abgegeben hat:

Zitat

"Wir sind eine Bank, die keine Kundeneinlagen hat. Wir mussten uns 
deshalb kurzfristig über andere Kreditinstitute refinanzieren"

Zitat Ende

Mit anderen Worten, da wir nicht über Geld von Sparern verfügen, mit dem 
wir jetzt unser Finanzloch hätten stopfen können, mussten wir halt 
andere Banken anpumpen, sonst wären wir pleite gegangen. Die anderen 
Banken hatten aber auch Muffensausen, die vielen Millarden einfach so 
rauszurücken und wollten deshalb sicher sein, dass der deutsche Staat 
die Zeche bezahlt, falls was schief geht. Gut, dass gerade in Bayern 
eine wichtige Wahl stattfand, da hat die Öffentlichkeit den Deal kaum 
mitbekommen, den wir noch gestern in der Nacht auf die Schnelle 
ausgekungelt hatten.

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