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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wie entwerft ihr eure Schaltungen?


Autor: Albert (Gast)
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Hallo!

ich wollte gerade mein LCD und meinen AVR auf einer Lochrasterplatine 
zusammen verlöten. Da hab ich gemerkt, dass es gar nicht so leicht ist, 
zu vermeiden, dass sich die Leitungen überschneiden. Habt ihr vielleicht 
eine besondere Taktik oder Tips, um das zu vermeiden?

Gruß
Albert

Autor: holger (Gast)
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>Habt ihr vielleicht
>eine besondere Taktik oder Tips, um das zu vermeiden?

Isolierten Draht?

Autor: Alexander Sewergin (agentbsik)
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Wenns um Lochrasterplatinen geht, dann kann man sich ja mal eben bei 
Eagle eine Skizze zeichnen. Dazu einfach das Raster auf 2.54mm stellen 
und los-routen.


Gruß Alex

Autor: Albert (Gast)
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Naja. Bei Eagle hab ich mal geschaut, da waren beim Mega die pin 
konfigurationen anders verteilt

Autor: Uwe ... (uwegw)
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Klar, im Schaltplansymbol sind die Pins nach Ports geordnet. Im Layout 
passt es natürlich!

Autor: Peter Diener (Gast)
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Hallo,

ich verwende für Rasterkarten immer isolierten Fädeldraht, der mit dem 
Lötkolben abisoliert werden kann. Den gibts z.B. beim Bürklin.

Wenn die Schaltung hochfrequent ist, wie z.B. Bussysteme an 
Mikrocontrollern, verwende ich immer eine geätzte Karte.

Den Schaltplan und das Layout mach ich mit KiCAD (open source). Da kann 
man dann die verschiedenen Layer auf Overheadfolie ausdrucken und die 
Karten belichten. Man kann auch Gerber-files erzeugen und die Karte 
fertigen lassen.

Der Einstieg in KiCAD ist nicht unbedingt leicht, weil es kaum Leute 
gibt, die einem dabei helfen können, wenn man es aber kann, ist es ohne 
Zweifel eins der leistungsfähigsten Layoutprogramme. Das Manual ist kurz 
und bündig, man sollte es komplett gelesen haben und sich unbedingt 
daran halten. Dann gibts keine Probleme mit dem Programm.


Viele Grüße,

Peter

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Albert wrote:

> ich wollte gerade mein LCD und meinen AVR auf einer Lochrasterplatine
> zusammen verlöten. Da hab ich gemerkt, dass es gar nicht so leicht ist,
> zu vermeiden, dass sich die Leitungen überschneiden. Habt ihr vielleicht
> eine besondere Taktik oder Tips, um das zu vermeiden?

Ich habe mir früher Kopien der Lochrasterplatine gemacht und dann mit 
Farbstiften die Bauteile und Leitungen eingezeichnet. Später habe ich 
das dann "digital" gemacht, also mit einem Scan in einem Zeichenprogramm 
und Ebenentechnik. Irgendwann ist mir eine Demo von Lochmaster 
begegnet. Wenn die Bauteile denen dort ähneln, ist das eine nette Sache.

Autor: Teplotaxl X. (t3plot4x1)
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Inkscape ist auch prima geeignet ;)

Autor: Peter (Gast)
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Hallo,
ich mache es auch entweder mit Eagle oder eben frei Schnauze was 
allerdings dann mehr Platz braucht und nicht unbedingt die besten wege 
hervorbringt.
Gruß
Peter

Autor: Gast (Gast)
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Es gibt genügend kostenlose Software dazu. Z.B. Eagle und KiCAD. KiCAD 
ist sogar OpenSource und hat nicht die Einschränkungen, die die 
kostenlose Version von Eagle hat.

Autor: Sven (Gast)
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Hallo,

ich baue meine Prototypen gerne erst einmal auf eine 
Streifenrasterplatine auf. Zum Erstellen des "Layouts" der 
Streifenrasterplatinen, benutze ich Corel Draw, das geht sehr gut - d.h. 
ich habe meine Bauteile und ordne diese entspechend an. Ist zwar alles 
"händisch" aber man kann vorher sehen wie es später mal aussehen soll, 
auf der Streifenrasterplatine. Als Beispiel kann mal einen Blick auf das 
Bild werfen.

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Peter wrote:
> ich mache es auch entweder mit Eagle oder eben frei Schnauze was
> allerdings dann mehr Platz braucht und nicht unbedingt die besten wege
> hervorbringt.

Lochraster mache ich meist so das zuerst der µC zuerst sitzt und ich 
dann versuche die Bauteile so anzuordnen das ich möglichst wenige 
Brücken machen muss.

Die Platine im Anhang ist ein recht anschauliches Beispiel dazu.

Anhang: Platine oben

Grüße
Björn

Autor: Björn Wieck (bwieck)
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Anhang: Platine unten

Autor: Igor Metwet (bastel-wastel)
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@ Björn Wieck:
Genauso hab ich das auch immer gemacht. Wenn man sich zuvor ein paar 
Gedanken macht, kann man schon relativ einfache Wege für die Verdrahtung 
finden. Ich habe die Verbindungsleitungen allerdings immer mit 
Silberdraht realisiert und nicht mit einer Aneinanderreihung von 
Lötpunkten.

Bei aufwändigen Schaltungen brauchts aber isolierte Litzen oder besser 
noch: Geätzte Leiterplatten.

Autor: Gast (Gast)
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Ich habe mir auf Lochraster eine Mehrwegschaltung gebaut :)

Es handelt sich um einen Atmega32, vom dem ich alle Ports auf 
Stiftleisten rausgeführt habe. Auf der Platine befinden sich Sockel für 
alle möglichen DIL Gehäuse. So muss ich fast nie was löten.

Autor: Uboot-Stocki (Gast)
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Hi,

"Ich habe mir auf Lochraster eine Mehrwegschaltung gebaut"

So mache ich es auch. Meine Experimenterplatine besteht aus diversne 
Baugruppen (AVR incl. Taktgenerator, RS232-Baustein, Ausgangstreiber, 
LEDs, LCD etc.) Auf der Platine sind nur die Versorgungsspannungen 
verdrahtet, der Rest ist auf Lötstifte rausgeführt. Die aktuelle 
Schaltung wird dann "freifliegend" mit Kabeln und Lötschuhen verdrahtet.

Wenn das funktioniert ist auch implizit schon eine Störsicherheit 
gegeben :-)

Später wird das ganze auf Lochraster dann "manuell" entflechtet.

Gruß

Andreas

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Prototypen baue ich generell auf Lochraster auf. Dabei verbinde ich die 
Pins mit Flachbandkabel-Einzeladern auf der Unterseite. Das sieht zwar 
nicht schick aus und ähnelt dem Freiverdrahtaufbau in einem alten 
Röhrenradio, aber hier kann man nach Lust und Laune ab- und anlöten und 
herumfrickeln, bis alles geht. Die Flachbandleitungen lassen sich nach 
dem Anlöten auch gut in Form drücken und stehen nicht in der Gegend 
herum und die relativ dicke Isolation ist recht robust gegen mechanische 
Attacken. SMD-ICs werden mit Einzellitzen aus flexibler Erdungsleitung 
(Baumarkt) angedrahtet und die Litzen werden durch die Bohrungen nach 
unten geführt und verlötet. Das läßt sich bis TSSOP16 Pitch 0.5mm noch 
machen. SMD-ICs mit mehr Pins kommen auf DIL-Adapterplatinen. Diese o.g. 
Technik funktioniert auch bei Datenbussen (SRAM) nachweislich über 64MHz 
einwandfrei - anders als ein Steckbrett ;-). Wenn das ganze Monster in 
allen Teilen funktioniert, wird der Plan mit allen Erkenntnissen über 
die Schaltung nach Eagle übertragen, layoutet und geätzt oder bei einer 
Platinenschmiede in Auftrag gegeben.

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