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Forum: Compiler & IDEs avr-gcc: Manual & Vokabeln


Autor: ALOTOFQ (Gast)
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Moin
leider versagen an der Stelle Langenscheidts, Babbelfishes und was hier
sonst noch so an Vokabelheftchen rumfliegt.
Obwohl ich 7.5 Achtel der GNU AVR-Libc/ Makes and Haves "durchhabe"
gelingts leider immer noch nicht lückenlos einigen mehrfach verwendeten
Begriffen die wirkliche Bedeutung zuzuschanzen. Wäre nett die ein oder
andere Idee zu erhaschen.

Bleibt nur zu fragen:  Was sich hinter den Worten:
deprecated -->    /*missbilligt passt nicht so ganz*/
despite  -->    /*hier kommt Beleidigung raus - nur: */       /*Wie 
beleidige
ich 'ne Function ?*/
globber /globbering
foo

im Kontext der Atmel gcc Manuals verstecken soll. Da der Compiler es
teilweise auch "ausspricht" möchte ich schon verstehen was genauer
damit gemeint ist.
Danke & Gruss
ALOTOFQ

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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to deprecate -- in diesem Falle heißt das, daß ein damit bezeichnetes
API ausdrücklich nicht mehr zur Benutzung empfohlen wird, es wird
gewissermaßen ,,entpfohlen''. :-)  Alter Code darf das noch 'ne
Weile als Übergangslösung nutzen, aber das Ziel ist, daß irgendeine
künftige Version dieses API (oder Feature) nicht mehr besitzen wird.

despite -- trotz(dem)

globber? -- muß ein Schreibfehler sein.  Ich tippe auf

clobber -- zerstören

außerdem `to glob', `globbing', im Unix-Jargon benutzt für ein
pattern matching, typischerweise für Dateinamen (Erweiterung von
Sternchen, Fragezeichen und in eckigen Klammern gefaßten Zeichen-
gruppen)

foo -> siehe das Jargon file
z. B. http://pinewo.ods.org/cgi-bin/jarl?query=foo

Autor: ALOTOFQ (Gast)
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Hallo
Vielen Dank !!!
Hab' ne Kiste Bier kalt gestellt !!!

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Aber bitte, Du hast mich bei der Gelegenheit drauf gebracht, daß diese
Art der Benutzung von »despite« kein gutes Englisch ist.  Ist bislang
noch keinem von den Amis aufgefallen :), aber die können sowieso kein
gutes Englisch. :-))  Besser wäre hier »in spite of« (was aber laut
Webster von »in despite of« herrührt, daher fällt das offenbar sonst
keinem auf und hat sich auch in meinen Sprachgebrauch schon
eingeschlichen).

Wo müssen wir das Bier denn trinken? ;-)

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Laut Eric Weddington ist diese Benutzung von despite kein schlechtes
Englisch.  Er hat mich aber darauf aufmerksam gemacht, daß man nach
dem despite einen potentiellen Widerspruch erwarten würde, der hier
gar nicht zu erkennen ist.  Insofern wird das Ganze jetzt also doch
nochmal umformuliert. ;)

Autor: Notker (Gast)
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deprecated = Abgelehnt
despite = Beleidigung
to clobber = verprügeln

AVR Beschreibung in Englisch  = ???!

Also wenn man eine Funktion beleidigt wird man vom Compiler abgelehnt
und verprügelt. Oder so ... (kopfkratz)

SCNR

Notker

Autor: ALOTOFQ (Gast)
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Hallo Joerg
...  dank "MakeFile" voll im Linux versunken fanden wir eben erst
wieder Zugang zum Internet und somit kann Deine Frage des "wo
trinkens" auch nun erst beantwortet werden. Wir sind hier so um Bremen
umzu verteilt, und vielleicht bist Du demnächst grad mal in der Nähe.

Die "Jargons" waren völliges Neuland; Darin finden sich viele weitere
Erklärungen des LinuxXerlebens.

Um gleich noch 'ne Frage anzuhängen ....
Absolut unentdeckt bleibt eine Liste der AVR-GCC Optionen; teilweise
treffen die DJGPP Optionen zu, nur ist deren Umfang nicht grad
übersichtlich. Irgendwie muss doch direkt ein Assembler.asm zu
compilieren /linken sein - welches e.g. im AVR_Studio benutzt werden
könnte ??? Bisher disassemblierts dort wild drauf los.  Wo in dem
Zusammenhang auch keiner richtig den Reim drauf geschnitzt bekommt, ist
die #include <avr/io.h> _Schreibweise. (Pfadangabe innerhalb der
"spitzen Klammern" - Im GNU DJGPP e.g. funktionierts so anscheinend
garnicht.) Auch die Einbindung der libc (?? eigentlich wohl per -lc)
gelang es noch nicht zu entschlüsseln.

Vielen Dank noch mal für den ganzen Aufwand
Gruss Carl

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Jo, Bremen ist mir gerade bißchen weit weg. ;-)

Das Jargon-File ist vielleicht das Beste, was Eric S. Raymond je
zusammengeschrieben hat. :-)

Die Optionen sind allesamt in der man page erklärt, und wenn mich
nicht alles täuscht, sollte eine Version davon auch bei WinAVR
mit dabei sein (evtl. als PDF?).  Ansonsten, wenn Ihr eh' noch ein
Linux an der Hand habt, macht das alles dort, außerdem benutzt das
Linux ja selbst den gleichen gcc, also reicht ein »man gcc« aus.
Die nicht-so-sehr-Standard Optionen sind auch in der avr-libc Doku
erwähnt, aber wie's so ist, wenn man so etwas schreibt und viel
zu tief in der Materie drinsteckt: profane Dinge wie -I, -D und -U,
die praktisch jeder C-Compiler gleichermaßen versteht, habe ich dort
vergessen zu erwähnen.

#include <dir/file.h> ist eine völlig gängige Version, die im Unix
seit Urzeiten üblich ist (dort kommt C halt her), und die jeder
mir bekannte C-Compiler auch auf DOS verstanden hat.  Beispielsweise
konnte selbst ein uraltes Turbo-C schon <sys/types.h> verstehen.
Bei der avr-libc haben wir uns dann entschieden, alle AVR-Spezifika
in das Unterverzeichnis avr/ zu schieben, damit dies klar abgegrenzt
ist.  In der obersten Ebene sind dann nur noch die Header-Files, die
entweder im C-Standard definiert sind oder die eine langjährige
Tradition haben.  Damit sollte z. B. klar sein, daß <avr/signal.h>
etwas Grundverschiedenes vom <signal.h> ist, das man typisch bei
Unixen für die Behandlung von Signalen finden kann.  Da DOS seit
Version 2.x und Windows von Anfang an intern auch Vorwärtsstriche
als Verzeichnis-Trenner benutzen kann, muß man das dort auch nicht
anders schreiben.

Die libc (und die libgcc) werden standardmäßig am Ende des Linker-
Kommandos angehängt.  Starte das Kommando mit -v, dann siehst Du
die Kommandozeilen, die der Compiler-Treiber an die einzelnen
Unterprozesse gibt.

Autor: ALOTOFQ (Gast)
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Das ja ist echter Service !!!

...Tja- das U_nix; wie der Name schon hergibt fehlts daran noch
"etwas" am Durchblick. Ein Grund uns vorweg erstmal mit Pascal  (da
gabs 'nen gutes Buch ...) langsam der hardwarenahen
Hochsprachenprogrammierung zu nähern. (Wobei man doch wieder durchs
"Fenster" fliegt)

Problem sind nicht die Compiler als Solche; vor Jahren begonnene erste
"C"ehversuche endeten - in der Zeit grosser  DOS auf Win(32)
Umstellung- stets im Nirwana. Programmbeispiele, Compiler etc. waren
ein kompletter VersionsMischMatsch. Ist schon ätzend - wenn angezeigte
Fehler wirklich nicht existierten und man nach Jahren bemerkt mit 'ner
16 Bit Compilerversion rumgehunzt zu haben. Mit Linux gabs das Problem
so nicht - dafür andere. E.g. dort notwendiges Verständnis der Unix
History. (Linux benutzen wir nur als reine DOS_Erweiterung - ganz in
"schwarz" Bash as Ba(t)sh can.) Eben SchlackenWare.

Somit koppelt der Atmel_Beginn das "Durchbeissen" durch die GNU
Compiler in Etwa bewusst - ein wohl noch Jahre dauernder Weg. Blinken
tuts schonmal  - da kann der Rest nur reine Formsache sein ...
Tausend Dank nochmals
Carl

Autor: Philip Busch (Gast)
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> Das Jargon-File ist vielleicht das Beste, was Eric S. Raymond je
zusammengeschrieben hat. :-)

Das Jargon File stammt nicht von ESR, er ist lediglich der aktuelle
Maintainer. Das Jargon File gab es bereits, als ESR noch in die Hosen
geschissen hat  ;D

Ich bin btw der Coder von jarl, Link steht irgendwo da oben; ich ziehe
demnächst in eine andere Wohnung und kann dort nicht mehr rund um die
Uhr den Webserver laufen lassen. Da hier so viele UN*X-Köpfe sitzen,
dachte ich mir ich frage mal nach, ob mir hier jemand (legal) einen
Account auf seinem Webserver geben kann, auf dem ich das CGI-Script
(jarl) weiterhin hosten kann.

Bin unter broesel@studcs.uni-sb.de oder auf http://pinewo.ods.org/
erreichbar.

Gruß
Philip

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Daß das Jargon-File so viel älter ist, wußte ich auch noch nicht.
Wieder was dazugelernt.

Der Rest ist bißchen OT hier...  Du müßtest schon mal eine
Abschätzung haben, wieviel CPU und Traffic das so kostet.  Ideal
für Dich wäre ein Nachfolgeverein des Individual Network, bei dem
Du dann Mitglied würdest, aber mit SaxNet sind wir hier tüchtig
weit weg von Dir.  Kannst mir mal eine private Mail schreiben, wenn
wir das weiter diskutieren wollen.

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