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Forum: Offtopic Salzsäure Dielektrizitätskonstante


Autor: Thomas (Gast)
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Hi,
hat Salzsäure eigentlich einen höhere Dielektrizitätskonstante als 
Wasser?
Sind ja mehr bewegliche Ladungsträger drin.
Wenn ein Metall eine Dielektrizitätskonstante von unendlich hat und eine 
gute el. Leitfähigkeit, müsste Salzsäure auch einen hohe 
Dielektrizitätskonstante haben?

Gruß

Autor: Johann L. (gjlayde) Benutzerseite
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"Dielektrizitätskonstante" ist ein veralteter Begriff, weil der Wert, 
den sie beschreibt nur in Spezialfällen eine skalare Konstante ist: Das 
Verhältnis zwischen D und E ist nichtlinear, frequenzabhängig und nicht 
unbedingt skalar.

Definiert man im einfachsten Falle die Dielektrizitätskonstante durch 
die Absenkung der Spannung eines Plattenkondensators, wenn man diesen 
Stoff zwischen seine Platten bringt, dann kann man einem Metall den Wert 
oo zuordnen, weil die Spannung auf 0 fällt.

Wasser hat deshalb eine hohe Permittivität, weil es aus polaren 
Molekülen besteht, die sich im Feld ausrichten (können).

Autor: Hmmmm (Gast)
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Dielektrizitaet un Leitfaehigkeit haben keinen Zusammenhang. 
Dielektrizitaet bedeutet das Medium laesst sich polarisieren. Bedeutet 
zwischen einem Kondensator bekommt man mehr Kapazitaet und das Medium 
nimmt beim Aufladen Energie auf.

Autor: Tipgeber (Gast)
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""Dielektrizitätskonstante" ist ein veralteter Begriff, weil der Wert,
den sie beschreibt nur in Spezialfällen eine skalare Konstante ist: Das
Verhältnis zwischen D und E ist nichtlinear, frequenzabhängig und nicht
unbedingt skalar."

Kann man aber gut mit arbeiten !

( Wer rechnet schon gerne mit Vektoren/Tensoren ? )

Und: In diesem Sinne ist auch der in der Praxis verwendete "ohmsche 
Widerstand" ein veralteter Begriff ...

Autor: Thomas (Gast)
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Ich glaube schon das es eine Zusammenhang zwischen 
Dielektrizitätskonstante
 und Leitfähigkeit gibt.
Wenn man sich die komplexe Dielektrizitätskonstante
 Anschaut ist der Imaginärteil ein Maß für dielektrische Verluste = 
Widerstand und der Realanteil ein Maß für Kapazitätsvergrößerung 
(„eigentliche“ Dielektrizitätskonstante).

Autor: mr.chip (Gast)
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> Wenn man sich die komplexe Dielektrizitätskonstante
>  Anschaut ist der Imaginärteil ein Maß für dielektrische Verluste =
> Widerstand und der Realanteil ein Maß für Kapazitätsvergrößerung
> („eigentliche“ Dielektrizitätskonstante).

Die ist aber komplett anders definiert, als die normale 
Dielektritätkonstante und damit nicht wirklich vergleichbar. 
Permitivität und Widerstand haben keinen prinzipiellen Zusammenhang.

Autor: Slash-N (/n) (Gast)
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Ueber die Frequenz betrachtet haengen Absorption und die reelle 
Dielektrizitaetskonstante zusammen, denn die komplexe 
Dielektrizitaetskonstante bildet eine analytische Funktion. Fuer 
Fortgeschrittene : Kramers-Kronig ... basiert auf der Energieerhaltung.
Ob allerdings ionische Leitfaehigkeit noch unter Absorption laeuft, 
bezweifle ich.

Autor: Tipgeber (Gast)
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"Ich glaube schon das es eine Zusammenhang zwischen
Dielektrizitätskonstante und Leitfähigkeit gibt."

"Nur so" würde mich dann z.B. interessieren, welches epsilon(r) Kupfer 
hat ( Leitfähigkeit 0,017 Ohm mm²/m ).

In der elektrotechnischen Praxis ( außer Spezial-Physik ? ) wird ein 
Plattenkondensator aus Cu-Platten mit Cu-"Di"-Elektrikum wohl kaum eine 
Rolle spielen.

Ein "Kupferkondensator" mit 1 m² Fläche und 1 mm Abstand der "Platten" 
hätte eine

Kapazität von  8,85 nF * ε(r)

parallel zu einem Verlustwiderstand (DC) von  17 pΩ !?

Autor: Slash-N (/n) (Gast)
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In der Tat. Man misst Metallen eine Dielektrizitaetskonstante von gegen 
Unendlich gehend zu. Der Leitungselektronen wegen.

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