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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Lötdraht Unterschied


Autor: Alain F. (fox82)
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Hallo Leute,

möchte mir eine neue Rolle Lötzinn kaufen. Diesmal bleifreies Lot.

Ich besitze den ERSA 15W 350°C und den ERSA 25W 450°C 
Lötspitzentemperatur.

Nun habe ich gesehen dass es verschiedene Lote gibt:

    * ''Flowtin'' bezeichent mikrolegierte Lote von Stannol
    * ''Flowtin'' verlängert die Lebensdauer der Lötspitzen
    * ''Flowtin'' ergibt glänzende, homogene, bleifreie Lötstellen
    * Gute Löteigenschaften
    * Elektrisch sichere Rückstände
    * Norm nach EN 29453/EN 29454-1


Zusammensetzung        Typ      Schmelz. Flussmittel
Sn95,5/Ag3,8/Cu0,7  KS115   217°C        3%
Sn95,5/Ag3,8/Cu0,7  KS100   217°C        3%

Sn99.3/Cu0.7          KS115  227°C        3%
Sn99.3/Cu0.7          KS100  227°C        3%

Zuerst einmal was ist der Unterschied zwischen KS115 und KS100, hier ist 
die Zusammensetzung genau gleich.

Eignen sich die oben genannten Lötkolben für diesen Draht?

Gruss Alain

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Mach Dir um die Lötkolben keine Sorgen. Die packen das. Das Lot mit 
Silberanteil fließt im allgemeinen besser und gibt bessere 
Lötergebnisse. Bei bleifreiem Lot steht und fällt die Gesamtqualität der 
Lötstelle mit dem Flußmittel. Es gibt gute Lote zum Beispiel von Stannol 
oder Edsyn, aber auch hier kann man daneben greifen. Lege Dir am besten 
eine der Spritzen mit Flußmittelgel zurecht, die es bei Angelika gibt. 
Damit kann man verkorkste (trockene) Lötstellen wieder fit bekommen, 
besonders bei Fine-Pitch.

Autor: Bensch (Gast)
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Unterschiede möglicherweise im Flussmittel, halogenhaltig oder 
halogenfrei.
Für Elektronik IMMER halogenfrei nehmen.
Ansonsten haben wir beste Erfahrungen mit dem silberfreien gemacht. 
Löttemperatur ca. 330° möglichst stabil, also Lötstation und Spitze 
nicht zu klein und saubere Regelung.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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330 Grad Celsius? Wow. Ist für kleine Bauteile und LEDs bestimmt zu 
viel. Da das Zeug bei 217...230 Grad schmilzt, reichen im laufenden 
Lötbetrieb 270 bis 300 Grad aus. Laut unserer Erfahrung.

Autor: Alain F. (fox82)
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Hallo Zusammen.

Ja ich kann da nix regeln, der kleine Lötkolben hat 350 °C. Habe aber 
vorher schon viel mit dem 450 °C gelötet, dies hat auch funktioniert, 
alle Bauteile warne OK, das Flussmittel und Lötzinn wird dann aber 
leider sehr verkurstet und man muss häufig putzen.

Ich bin zwar auch der Überzeugung, dass nur kurz 2-3s 400 °C weniger 
schädlich ist für die Bauteile als 5-10s 300°C.

Wahrscheinlich probiere ich das einfach mal aus mit einem Lötdraht. Habe 
aber gesehen, in einem anderen Beitrag, dass es Probleme mit der 
Lötspitze gibt, wenn man bleifreien Lötdraht verwendet. Irgendwie habe 
ich keine Lust alle 30min eine Reaktivierung durch bleihaltigen Lötzinn 
oder so ein Lötspitzen Reaktivator zu machen. Hätte aber auch gerne RoHS 
komforme Schaltungen. Besonders weil ich nur noch RoHS Teile kaufe.


Man könnte hier mal eine Enzyklopädie machen:

kolophoniumhaltig
halogenfrei, halogenhaltig
bleihaltige und bleifreie Lötdrähte

Das wäre super! Denn ich habe diesen Überblick nicht.

Gruss Alain

Autor: Bensch (Gast)
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> 330 Grad Celsius? Wow. Ist für kleine Bauteile und LEDs bestimmt zu
viel. Da das Zeug bei 217...230 Grad schmilzt, reichen im laufenden
Lötbetrieb 270 bis 300 Grad aus. Laut unserer Erfahrung.

Er hat ja nicht gesagt, WAS er löten will. Meine Angaben beziehen sich 
auf dickere Bauteile, Hühnerfütter wird eh per Reflow oder Welle 
gelötet- natürlich bei wesentlich niedrigerer Temperatur (245 Reflow, 
270 Welle).

> Ich bin zwar auch der Überzeugung, dass nur kurz 2-3s 400 °C weniger
schädlich ist für die Bauteile als 5-10s 300°C.

Nein, wenn du richtig lötet, brauchst du bei 330° z.B. pro DIL-Pin max. 
1s.
Höhere Temperatur bringt nichts, nur schlechtere Ergebnisse u.a. weil 
das Flussmittel verbrennt.

Autor: Winfried Mueller (Gast)
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Mit dem silberhaltigen von Stannol (HS10 heißt es glaube ich), hab ich 
die besten Erfahrungen gemacht. Das hat Kolophonium als Flußmittel, was 
ich angenehm finde. Zuvor mal Edsyn probiert mit einem no-clean 
Flußmittel, fand ich und mein Kollege fürchterlich.

Autor: Alain F. (fox82)
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Danke für die Antwort. Werde es mal ausprobieren und anschliessend meine 
Erfahrung hier posten.

Gruss Alain

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