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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Verkabelung DS18S20


Autor: Pete K. (pete77)
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Hallo,

ich möchte meine Heizung mit mehreren DS18S20 "verkabeln". Jetzt stehe 
ich vor dem Problem, die einzelnen DS18S20 vernünftig anzuschließen.

Ich möchte keine extra Steckdosen oder so einbauen, allerdings auch 
nicht mit Lüsterklemmen das ganze zusammenpfriemeln.

Anschluß an AVR Board ist kein Problem, da habe ich eine Polklemme mit 
Schraubanschluss.

Habt ihr eine Idee, wie man 6 DS18S20 zusammenschließen kann ?

Viele Grüße,
Pete

Autor: DallasUser (Gast)
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Moin Pete,

als ich noch damit umging, wurde nur gelötet. Ab und zu ist auch mal 
einer gestorben, weshalb wieder gelötet werden muß. Versuch's doch mal 
mit drei Buchsen einer Präzisionskontaktleiste, die du an die Leitung 
lötest und die drei Beine des Sensors hineinsteckst.
Eine Busstruktur ist Pflicht. Als Busleitung ist unbedingt Cat.5 zu 
empfehlen, was meines Wissens nach auch vom Hersteller so vorgegeben 
wird. Den Schirm dan durchgehend verbinden und am Controller (bzw. Host) 
ordentlich auf Masse legen. Mit Klingeldraht bzw. gummiummantelter 
Schaltleitung in Sternverkabelung und ohne Schirm gab's permanent 
Probleme(EMV etc), vor allem, wenn sich die Heizungspumpen zuschalten...

Autor: Jens Krause (jjk) Benutzerseite
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Hi Pete,

ich hatte dieses Problem auch und hab mir die im Anhang befindliche 
AdapterPlatine gebaut. Angeschlossen werden die Sensoren dort im 
parasitären Modus über Cat-5 Kabel. Die Sensoren selber sind von der 
Platine weg entweder mit kurzem Kabel angeschlossen (Schrupfschlauch 
drum und gut) oder nur direkt eingelötet für Lufttemperatur.

Wenn Du magst kann ich Dir das Layout und eine Bezugsquelle für die 
passenden Rj-45 Buchsen geben.

MfG Jens

Autor: Pete K. (pete77)
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Das mit den RJ45 Buchsen ist ja schon eine tolle Lösung.

Aber auch nicht gerade klein :-)
Für das Layout wäre ich sehr dankbar (evtl. Eagle mit Schaltplan? :-)

Ich könnte das Cat-5 Kabel an die DS18S20 löten und hinten einen RJ45 
Stecker ancrimpen. Da die Sensoren in der Isolierung der 
Heizungsleitungen verschwinden, brauche ich vorne eine "schlanke" 
Lösung.

Man könnte ja auch einen alten Switch für die RJ45 schlachten...
Die RJ45 Buchsen habe ich mal bei Erni bzw. Samtec gesehen.

Autor: Jens Krause (jjk) Benutzerseite
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Also ich hab SMD-Buchsen von Pollin (Best.Nr. 450 914) genommen, alles 
andere war mir zu teuer ...

Ich häng das Layout mal an ... Im Layout sind 4 Adapterplatinen drin ...

Frohes Fest
  Jens


PS: Schlanke Lösung, das meinte ich mit "von der
Platine weg entweder mit kurzem Kabel angeschlossen" ... Also ich habe 
die Adapater in die Nähe verlegt, und von da dann mit nem kurzen Stück 
Telefonleitung zum Sensor. Den Sensor dann in Schrumpfschlauch mit dem 
Kabel verbunden:
--------------------------------
_____________________     ________
Kabel                |---| Sensor |
_____________________|---|________|

--------------------------------
                       ^
                       |
                       +-- Schrumpfschlauch schliesst die Lücke


Also grade so dass das "Köpfchen" noch rausguckt :-)

Autor: A. K. (prx)
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Alles nur gelötet ist etwas hässlich wenn man wissen will welcher Sensor 
wo sitzt. Gesteckt/geschraubt/... ist besser, weil man das nacheinander 
machen kann. Und weil man bei Problemen einzelne entfernen kann um die 
Ursache zu finden oder zumindest den Rest wieder funktionsfähig zu 
machen.

Kabel ist harmlos. Cat5 ist natürlich prima, aber eine simple noch nicht 
einmal verdrillte 2-Draht-Leitung funktioniert bei 30m auch noch. Muss 
man ja nicht unbedingt parallel zum Hausstromversorgung legen.

Autor: Jens Krause (jjk) Benutzerseite
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A. K. wrote:
> Alles nur gelötet ist etwas hässlich wenn man wissen will welcher Sensor
> wo sitzt. Gesteckt/geschraubt/... ist besser, weil man das nacheinander
> machen kann. Und weil man bei Problemen einzelne entfernen kann um die
> Ursache zu finden oder zumindest den Rest wieder funktionsfähig zu
> machen.

Kann man bei meinem "System" auch ganz einfach. Adapterplatine 
rausnehmen, einzeln an den PC oder µC anschliessen, prüfen, ROM-ID 
auslesen, oder was auch immer.

Aber letztendlich spielen die persönlichen Vorlieben natürlich eine 
große Rolle. Meine Infrastruktur passte halt super zu dem 
Adapter-Prinzip, da eh schon überall Cat-5 lag und ich nur umpatchen 
brauchte. Ich lese auch erst die ROM-ID aus eh ich den Sensor zu seinem 
Bestimmungsort bringe, dann weiß ich wer wer ist und bei Problemen kann 
man den betreffenden gleich finden.

Jens

Autor: Matthias Larisch (Gast)
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Ich habe gerade eben unseren Thermometerstandort verlagert - dabei habe 
ich etwa 30 Meter billiges Telefonkabel oder sowas in der Art outdoor in 
der Erde, im Haus nochmal rund 15 Meter davon. Außerdem ne 5 Meter 
Stichleitung im Haus bevors raus geht, welche die Kesseltemperatur 
misst. Keine Probleme hierbei. Parasitär gespeister DS18B20Z draußen und 
ein DS1822 "im Kessel". (Ebenfalls parasitär - trotz der Panikmache im 
Datenblatt ab 100°C hatte ich zumindest bis 90°C noch keine Probleme 
damit)

Autor: A. K. (prx)
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Ich hatte die Temperaturgrenze für parasitäre Versorgung auch erst 
hinterher gesehen und da wollte ich dann nicht mehr an das Gefrickel am 
Kessel ran um das zu ändern. Gab bishher auch kein ernstes Problem, sehr 
selten mal eine einzelne Schrottmessung, einmal war er bis zum Neustart 
weg, das war's in all den Jahren.

Allerdings neige ich an kritischen Stellen zum "Gürtel und Hosenträger" 
Verfahren und hatte schon von Anfang an einen LM335 zur Kontrolle direkt 
daneben eingebaut.

Autor: A. K. (prx)
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Als einzige Schwachstelle in der Verkabelung hatte sich übrigens die 
Software erwiesen. Anfangs ging es nur wenn entweder 15m drinnen oder 5m 
draussen dran waren, nicht aber mit beidem zusammen.

Mangels Messequipment hatte ich das dann anders gelöst. Jahre später bei 
ähnlichem Problem aber vorhandenem Equipment stellte sich dann heraus, 
dass die 1-Wire Routine (von Peter Danegger) keine explizite Erholzeit 
am Ende eines Bits vorsah und damit die Leitung durch die gestiegene 
Leitungskapazität nicht mehr schnell genug hoch kam.

Nachdem das behoben war, waren die nun zusätzlich hinzugefügten 25m auch 
kein Problem mehr.

Autor: Pete K. (pete77)
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Ist dafür nicht der Pullup zuständig ?

Autor: A. K. (prx)
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Klar doch. Aber je länger die Leitung desto grösser die 
Leitungskapazität desto länger dauert das. Und irgendwann reichte die 
Zeit nicht mehr aus.

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