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Forum: Platinen Wer nutzt Dual-Monitorbetrieb bei Platinenentwurf


Autor: Dual (Gast)
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Hallo,
wer arbeitet im Dual-Monitorbetrieb bei Platinenentwurf?
Hintergrund:
Seit Jahren nutze ich beim Platinenentwurf und anderen Arbeiten 2 
Monitore (erweiterter Desktop).
Vor 2 Jahren habe ich die Firma gewechselt und musste gegen Wände laufen 
um einen 2. Monitor zu bekommen, weil dort niemand verstanden hat, wozu 
man überhaupt einen 2. Monitor braucht.
PCB Designer setzen heute schon fast 3 Monitoren ein ( siehe Altium 
Designer).

Wie ist eure Erfahrung?

Autor: Quad (Gast)
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Vierfach Monitor Betrieb.

1 - E-Mail und andere Programme
2 - Schaltplan
3 - Layout
4 - Datenblätter

Autor: Tim T. (tim_taylor)
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Dual wrote:
> Wie ist eure Erfahrung?

Wenn du in dieser Firma beruflich mit CAD oder Programmiersachen zu tun 
hast und die dort allen ernstes nicht verstehen wofür ein 2. Monitor gut 
sein soll, würde ich wieder auf Stellensuche gehen...
Grade bei den aktuellen Preisen ist sowas ein Witz.

PS: 2 Monitor Setup an Dockingstation, meistens Code auf Nr 1 und 
Google/Datenblätter/Debug auf Nr 2.

Autor: Björn R. (sushi)
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Bis vor kurzem hatte ich einen Laptop und einen 2. Monitor im Einsatz. 
Das ist schon ne Spitzensache. Der Laptop stand aber immer nur an der 
gleichen Stelle und deswegen ist mein neuer Rechner wieder ein fester. 
Leider fehlt mir der zweite Monitor noch. Aber ich vermisse ihn doch 
sehr. Wird eine der nächsten Anschaffungen. Bei uns in der Firma ist man 
übrigens der Ansicht, dass man gewisse Programme mit einem Monitor gar 
nicht bedienen kann g. In dem Fall ePlan. Und ja es geht mit einem 
Monitor, aber das ist doch nervig...

Autor: Patrick (Gast)
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Wir arbeiten mit Virtuoso auf SunRay2FS. Ich kann mir gar nicht 
vorstellen, dass man als Designer/Layouter mit nur einem Monitor 
halbwegs glücklich werden kann (ausser der eine ist wirklich groß). 
Ausserdem gibt es bei so ziemlich allen Design/Layoutprogrammen 
inzwischen die Empfehlung das mit einem Mehrmonitorsystem zu verwenden 
und das nicht ohne Grund. Du hast ja quasi permanent ein Schematic, 
Layout, Datasheets, E-Mail usw. Fenster offen.

Autor: Chris W. (squid1356)
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bei uns in der firma hat eigentlich auch jeder (depp ... will ich fast 
sagen) 2 monitore. habe letztlich erst 2 neue bekommen, hat garkeiner 
gefragt warum und wieso.

ich würde auch sagen 2 monitore sind für entwickler pflicht.

Autor: Bensch (Gast)
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Ein halbwegs guter Layouter mit einem passenden Gehalt hat die Ausgaben 
in weniger als einem Monat wieder reingespielt. Aber ich weiss, in 
vielen Chefetagen sitzen wirklich nur hirnamputierte BWL-ler (geht das 
eigentlich noch?), die sind ziemlich resistent.

Autor: Designer (Gast)
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das ist auch meine Meinung, 2 Monitore müssten zum Standart eines 
Entwicklungsingenieurs gehören. Das sehen aber leider viele Firmen noch 
nicht so.
Ich selbst fing vor knapp 10 Jahren mit dem 2. Monitor an. Zu der Zeit 
ging das nur mit der Matrox Grafikkarte.

@dual
Unter Altium ist der 3. Monitor wohl fürs FPGA Design gedacht.

Autor: Bensch (Gast)
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> das ist auch meine Meinung, 2 Monitore müssten zum Standart

StandarD bitte....

Nochmal zu den Kosten:
1 Monitor TFT 22"   160€
1 Grafikkarte 30€  (Radeon HD3450 mit 2x DVI passiv gekühlt PCIe)

Wenn das den Firmenetat überschreitet, ganz schnell weg von der 
Klitsche....

Autor: gast (Gast)
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Bei mir genau andersherum.
Da Target3001 leider keine sinnvolle Multimonitor unterstützung hat,
und ich meine Datenblätter lieber als Print habe (Papierfan) ist
mein zweiter Monitor idr. ausgeschaltet. Nur bei Kleinigkeiten werf ich
Nummer 2 an, um kurz mal was nachzuschauen.
E-mails und Co gucke ich nicht während eines Schaltungsentwurfs an, das
dies mich von der Arbeit zu stark ablenken würde (dafür gibt es 
"Kreative
Pausen).

Autor: Designer (Gast)
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@Bensch
natürlich StandarD. Danke :)

Autor: Gast (Gast)
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@Bensch:
Das mit dem Budget hat mit der Firmengrösse nichts zu tun.

Ich arbeite in einer Company mit ~16000 MA (weltweit) -> Hier ist man 
einfach nur ignogrant und spart wo man kann. Nein wir sind nicht 
börsennotiert. Wir brauchen das Geld, um uns die hohe Fluktuation der 
'VOR-gesetzten' leisten zu können.

... und ... ja ich bin seit geraumer Zeit ein Suchender ...

Klitsche kann man natürlich auch einfach als Saftladen verstehen ;-)

Autor: Günti (Gast)
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selbst als Bastler, und EAGLE

will man eine 2. Monitor nicht mehr missen.

für einen 3. fehlt leider der platz.    ;-)

Autor: Markus ---- (mrmccrash)
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Hier!

Bin rein Hobbymäßig mit Platinenentwurf beschäftigt und nutze ebenfalls 
2x 19" TFT. Man hat einfach mehr "Freiheit" beim Arbeiten. Extrem 
nützlich ist dazu die Möglichkeit, mehrere virtuelle 
Desktops/Arbeitsflächen einzurichten (unter Windows mit nVidia Treiber, 
unter Linux bei Gnome/Kde Standardmäßig).

_.-=: MFG :=-._

Autor: Alexander (Gast)
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Ich habe immer zwei Monitore am PC in Betrieb (Privat. Für die Firma 
habe ich nur ein Laptop. Der hängt eher selten an einem weitern 
Monitor.)

Irgendwie war und ist der Desktop immer zu klein.

Ich schliesse mich Günti an. Ein dritter Monitor wär auch ok.

Grüße,
Alex

Autor: aha (Gast)
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Ich arbeite mit einem 1900x1200 Notebook plus externem 1900x1200 
monitor. Es ist sehr praktisch alles im Blick zu haben. Altium Designer 
plus Panels, plus Datenblaetter, plus die email.

Autor: Marvin Metzner (Gast)
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Man muss sich den Desktop nur so einrichten, dass man schnell zu den 
wesentlichen Dokumenten schalten kann. Leider bietet Windows dafür per 
Default nicht die richtigen Funktionen (z.B. pinnen oder ordnen 
einzelner Tasks). Es gibt aber Zusatzsoftware die das macht. Mehrere 
Monitore können den Überblick unter Umständen auch wieder einschränken. 
Der Blickwechsel kostet auch bloss Zeit.

Autor: oho (Gast)
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Das mehsame am Windows Multimonitor System ist, dass wichtige Meldungen, 
Popups, auf dem Hauptmonitor erscheinen, waehrend man auf eine Reaktion 
auf einem Nebenmonitor wartet. Sehr aetzend. Nicht einleuchtend.

Autor: Hobby Dual-Monitor-User (Gast)
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>Der Blickwechsel kostet auch bloss Zeit.

Naja also ich glaube bei normalen Augen ist diese vernachlässigbar.

Gerade beim Platinendesign schreit es nach Multi-Monitor-Systemen. 
Zumindest Schaltplan und Layout sollte man gleichzeitig geöffnet haben 
können. Ein dritter Monitor für Zusatzsoftware(Datenblätter, 
Impedanzrechner, etc) ist natürlich noch praktischer.

Mist ist bei Windows allerdings, dass man nicht sagen kann wo der zweite 
Monitor sich befindet. Wenn er oben ist, muss man die Maus trotzdem nach 
rechts aus dem Bild ziehen.

Autor: M. H. (zebrafalke02)
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Hobby Dual-Monitor-User wrote:
> Mist ist bei Windows allerdings, dass man nicht sagen kann wo der zweite
> Monitor sich befindet. Wenn er oben ist, muss man die Maus trotzdem nach
> rechts aus dem Bild ziehen.

Rechtsklick auf Desktop --> Eigenschaften --> Einstellungen --> da kann 
man den zewiten Monitor per drag and drop beliebig platzieren...

Autor: oszi40 (Gast)
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@Zebra
Die Einstellungen können bei anderen Grafikartentreibern auch etwas 
anders aussehen. Mit etwas Geduld kommt man jedoch meist zum Erfolg.

@ Dual
Wenn Deine arme Firma zu geizig für einen zweiten Monitor ist, dann lass 
doch die Schaltung auf der rechten Seite einfach weg :-) oder bestell 
Dir den als Erstmonitor den TEUERSTEN >24" und rechne vor was Du 
einsparen könntest.

Autor: Matthias (Gast)
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Nutze auch seit jahr und tag 2 monitore, privat wie auf der arbeit. Ist 
einfach angenehmer, beim programmieren, beim designen sowieso. Was mich 
tierisch nervt dabei ist die tatsache, dass MS es einfach nicht 
unterstützen will. Man kann zwar die verschiedenen Monitore toll 
nebeneinander plazieren, aber in den 7 Jahren, in denen ich das so jetzt 
nutze, kriegt MS es nicht hin, mal Hotkeys fuer den multiscreen einsatz 
anzulegen. nVidia hatte mit nView da mal abhilfe geschafft, allerdings 
funktioniert nView nicht unter Vista. Auf der Arbeit haben wir ATI 
karten und ATI hat sowas auch nicht. Ich will fenster aber nicht immer 
mit der maus verschieben... erst die maximierung aufheben, dann 
verschieben, dann wieder maximieren. Ich kenn abhilfstechnisch nur die 
software "ultramon", und die kostet erstens geld und zweitens ist sie 
noch ziemlich unausgereift.

Aber mit XP und ner ordentlichen nVidia Karte mit bisschen Dampf unter 
der Haube ist das ganze extrem toll

Autor: Sven (Gast)
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Leider bekommen es viele Programme nicht hin, einen zweiten Monitor 
wirklich gut zu unterstützen. Da öffnen sich Popups auf dem falschen 
Monitor, bei unterschiedlichen Größen kann man das Fenster nicht immer 
ausnutzen... Aber mit Eagle ist das schon praktisch, oder programmieren 
mit offenem Datenblatt.

Um mehrere Fenster auf einem Desktop zuverteilen macht sich WinSplit 
Revolution ganz gut. Aber Fenster schnell zwischen Desktops hin und 
herschicken, da hätt ich auch gern eine Lösung... ohne Nvidia.

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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Ich beschaeftige mich nur aus Hobby mit sowas und habe trotzdem schon 
seit Jahren 2 Monitore. Jetzt habe ich einen neuen Monitor gekauft (und 
auch der andere wird bald ersetzt) und hatte testweise 3 Monitore auf 
einmal angeschlossen: Wenn mein Schreibtisch und die Stromrechnung das 
hergaeben, wuerd ich nie mehr mit weniger als 3 arbeiten ;)

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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Sven wrote:
> Um mehrere Fenster auf einem Desktop zuverteilen macht sich WinSplit
> Revolution ganz gut. Aber Fenster schnell zwischen Desktops hin und
> herschicken, da hätt ich auch gern eine Lösung... ohne Nvidia.

WinsplitRevolution nutze ich auch :) Probier mal Realtimesoft Ultramon, 
da werden Sie geholfen...

Autor: Bernd G. (Firma: LWL flex SSI) (berndg)
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Zwei Stück 1600 x 1200 (20 Zoll, DVI) und eine passiv gekühlte ältere 
Matrox-GK.
Wie soll man denn sonst arbeiten? Pop-ups manchmal auf dem falschen 
Monitor
(Hauptmonitor). Naja.
Ein ditter Monitor wäre manchmal ganz praktisch, scheidet aber aus 
Ergonomiegründen eher aus.

Autor: Bernd T. (Bastelmensch) (Gast)
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Vor x-Jahren habe ich mit einer Matrox MX400 und 2 17" Röhren 
angefangen. (Privat)

Jahrelang haben mich alle Kollegen für Irre gehalten das ich zu Hause 2 
Monitore habe. Wieso? Warum? etc.

Inzwischen habe ich 2 passiv gekühlte Grafikkarten im PC und 3 Monitore. 
(Privat) 2x 20" und 1x 19" für Email, ICQ etc pp.

Beruflich habe ich einen 19" und das Display vom Notebook 12", aber mein 
Job hat nichts mit Leiterplattendesign etc pp zu tun.
Aber ich habe jeden Tag verschiedenen Excellisten, Word Docs vor mir, 
Bilder einzufügen, Videos zu schnippeln und Daten rumzuschieben.
Ich frage mich wirklich wie viele meiner Kollegen ihre Arbeit nur mit 
dem 19/20" machen? Als ich dort angefangen habe, mußte ich auch ein paar 
Tage mit nur einem Monitor arbeiten, weil die bestellte Hardware noch 
nicht da war. Schrecklich!

Wenn ich den Platz hätte, würde ich zu Hause den 19" in Rente schicken 
(an den Wohnzimmer-Noti) und einen 24" zwischen die 20" stellen.

Aber OK, man(n) braucht ja auch noch Träume. :-)))

Schön wäre jetzt noch wenn nView endlich für Vista kommt und Target 
endlich 2 Monitore sauber unterstützt.
Das Fenster über zwei Monitore ziehen und dann Schaltplan und Layout 
platzieren ist lästig.

Autor: Steffen O. (derelektroniker) Benutzerseite
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Hallo,
angeregt durch diesen Thread entschied ich, dass ich nun auch einen 
zweiten Monitor brauche ;-).
Also habe ich mir einen 22" TFT von LG gekauft - bin echt zufrieden mit 
dem Teil, aber ich muss sagen, dass 22" schon fast ein wenig zu groß 
sind....naja, das Ding war genauso teuer wie die 19", also was solls.

Der Dual- Monitorbetrieb macht echt unheimlich Spaß muss ich sagen, die 
Anschaffung hat sich echt gelohnt!


Gruß, Steffen

Autor: Martin L. (Gast)
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Ein kleiner 17" Röhrenmonitor und sechs virtuelle Desktops mit schnellem 
Hotkeywechsel <Alt>-<Nr>
Nr. 1 hat Musik, Webbrowser, skype, icq
Nr. 2 hat 4 xterms mit minicom, debugger, editor und einer für "make"
Nr. 3 welchselt von der Anwendung her - oft zusätzliche Datenblätter
Nr. 4 ist fürs Schematic
Nr. 5 ist Layout
Nr. 6 Dateblätter

Als Windowsmanager benutze ich pwm der ohne Probleme Fenster von einem 
Desktop in den anderen verschiebt.

Viele Grüße,
 Martin L.

Autor: Dual (Gast)
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@Steffen
herzlichen Glückwunsch. Deinem Beispiel sollten weitere folgen.

Autor: Roland Praml (pram)
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M. H. wrote:
> Hobby Dual-Monitor-User wrote:
>> Mist ist bei Windows allerdings, dass man nicht sagen kann wo der zweite
>> Monitor sich befindet. Wenn er oben ist, muss man die Maus trotzdem nach
>> rechts aus dem Bild ziehen.
>
> Rechtsklick auf Desktop --> Eigenschaften --> Einstellungen --> da kann
> man den zewiten Monitor per drag and drop beliebig platzieren...

Das funktioniert nicht immer. Manchmal kann die Dual-Monitor 
Unterstützung im Grafiktreiber aktivieren. Dann hat man z.B. anstatt 2x 
1024x768 nur einen Monitor mit 2048x768. Die Taskleiste geht in dem Fall 
über beide Bildschirme...

Gruß
Roland

Autor: yalu (Gast)
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Martin L. schrieb:

> Ein kleiner 17" Röhrenmonitor und sechs virtuelle Desktops mit
> schnellem Hotkeywechsel <Alt>-<Nr>

Mich wundert es etwas, dass nicht nicht viel mehr Leute mit diesen
virtuellen Bildschirmen/Desktops arbeiten (man kann ja die 17"-Röhre
auch durch etwas schickeres ersetzen ;-)), zumal Computermonitore nicht
immer so billig waren wie heute. Die virtuellen Bildschirme sind für
mich das wichtigste Feature in Desktop-Benutzeroberflächen seit der
Erfindung der Fenster, da damit in die ständig wachsende Anzahl offener
Fenster wieder etwas Struktur und Ordnung gebracht werden kann.

Alle Programme gleichzeitig auf mehreren Monitoren sichtbar zu haben
bringt ja nur dann etwas, wenn man gleichzeitig programmieren, layouten
und Datenblätter lesen kann. Multitaskingfähig sind aber bekanntlich nur
Frauen, und die können weder programmieren, layouten noch Datenblätter
lesen¹.

Das Umschalten über Hotkey geht zudem viel schneller als die Maus über
eine oder gar mehrere Bildschirmbreiten zum gewünschten Ziel zu bewegen.
Außerdem spart man jede Menge Platz auf dem Schreibtisch.

Es gibt einige wenige Fälle, wo es sinnvoll ist, zwei großflächige
Fenster gleichzeitig anzuzeigen, bspw. beim Cross-Probing zwischen
Schaltplan und Layout. Insbesondere beim Altium Designer ist diese
Funktion darauf ausgelegt, dass beide Fenster gleichzeitig sichtbar
sind. Bei Eagle geht es auch ganz gut mit Umschalten zwischen den
Fenstern, wenn auch nicht ganz so komfortabel.

In der Arbeit habe auch ich zwei Bildschirme, ertappe mich aber immer
wieder dabei, dass einer von beiden völlig leer ist, während ich auf dem
anderen zwischen den virtuellen Bildschirmen hin- und herschalte ;-) Ich
bin halt einfach zu faul, ständig den Kopf und die Maus zu bewegen,
obwohl dies vielleicht gesünder wäre.

Ich schätze, dass die virtuellen Bildschirme von Linuxern wesentlich
häufiger als von Windowsern genutzt werden, weil sie praktisch von jedem
X11-Window-Manager bereitgestellt werden, während Microsoft sie zwar
patentiert, aber m.W. bis heute nicht implementiert hat. Allerdings gibt
es das Feature auch für Windows von verschiedenen Herstellern zum
Nachinstallieren.

¹) Nein, nein, bitte nicht hauen, das war nicht ernst gemeint und wird
von mir sofort wieder zurückgenommen.

Autor: Bernd T. (Bastelmensch) (Gast)
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> Das Umschalten über Hotkey geht zudem viel schneller als die Maus über
> eine oder gar mehrere Bildschirmbreiten zum gewünschten Ziel zu bewegen.
> Außerdem spart man jede Menge Platz auf dem Schreibtisch.

Hä?

- Taskleiste zum umschalten (dann brauche ich nicht mit der Maus auf 
anderen Bildschirmen rumdüsen.)
- zu was muß die Maus auf den zweiten Bildschirm, wenn ich mir dort was 
anschaue?

Autor: ja (Gast)
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Die 6 (oder mehr) virtuellen Desktop beim Linux sind ja praktisch fuer 
das Administrieren, koennen aber einem Dualmonitor system nicht das 
Wasser reichen. Denn das Umschalten bedeutet auch einen Kontrast und 
Helligkeits-jump, der das Auge mehr ermuedet. Zudem muss man sich 
Details waehrend dem Swappen merken.

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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Abgesehen davon, dass der Wechsel von einem zum anderen reellen Monitor 
viel intuitiver geschieht: Einfach Maus rueberschieben und mit den Augen 
folgen :)

Autor: rudo (Gast)
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Der virtuelle Bildschirm fuer PCs kam so ungefaehr Mitte der 90er auf:
Es war die Idee von Grafikkarten-Herstellern (z.B. hatte ich e. 
ATI-Rage-pro, die das konnte), den Speicher auf derselben so zu 
organisieren, als koennte ein Monitor z.B. 2560x1520 Pixel haben. 
Tatsaechlich hatte ein PC-Monitor damals aber nur typ. 1024x768 Pixel. 
Sobald man den Mauscursor in die Naehe des  Bildschirmrandes brachte, 
schob sich der virtuelle Bereich in das sichtbare Monitorpixelfeld. 
Dieses geschah nahezu verzoegerungsfrei, weil die Rechenleistung dazu 
vom schnellen Grafikprozessor geleistet wurde. Damit liess sich wirklich 
gut layouten. Zu Win98 Zeiten wurden die Grafik-Speicher so gross, dass 
man anfing, 3D Bilder abzuspeichern (z.B. f. Baller-/Rollenspiele). Zum 
Schreiben von virtuellen Bildschirmtreibern war keine Zeit mehr uebrig 
(ich hatte deswegen bei ATI angefragt), so blieb ich noch lange Zeit bei 
W95 haengen. Viel spaeter hatte auch Linux (z.B. Debian/Kanotix) auch 
solch einen ('Schiebebildschirm'-)Treiber. Heute begnuege ich mich mit 
nur einem 30"er mit 2560x1600 Pixeln, aber dafuer eine Grafikkarte ohne 
Luefter zu finden war nicht so einfach.

Autor: yalu (Gast)
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> - zu was muß die Maus auf den zweiten Bildschirm, wenn ich mir dort was
> anschaue?

Weil's vielleicht nicht nur etwas zum Anschauen, sondern auch zum
Anklicken gibt?

> Die 6 (oder mehr) virtuellen Desktop beim Linux sind ja praktisch fuer
> das Administrieren, koennen aber einem Dualmonitor system nicht das
> Wasser reichen.

Warum sind die virtuellen Desktops beim Administrieren praktischer als
beim normelen Arbeiten am Computer?

> Denn das Umschalten bedeutet auch einen Kontrast und Helligkeits-jump,
> der das Auge mehr ermuedet.

Den Helligkeitsunterschied hat man doch bei zwei Monitoren genauso. Oder
liegt deine Betonung auf dem "Jump", also dem plötzlichen Wechsel? Den
kann man problemlos entschärfen, indem man einen dieser neumodischen WMs
benutzt, wo der Wechsel durch langsames Überblenden, Hineinscrollen oder
durch Rotation eines dreidimensionalen Desktopwürfels erfolgt. Mir ist
allerdings auf die Dauer der schnelle Wechsel lieber. Ermüdet oder gar
eingeschlafen bin ich deswegen noch nie ;-)

> Zudem muss man sich Details waehrend dem Swappen merken.

Ein weitere Grund, warum der Wechsel möglichst schnell geschehen sollte.

> Abgesehen davon, dass der Wechsel von einem zum anderen reellen
> Monitor viel intuitiver geschieht: Einfach Maus rueberschieben und mit
> den Augen folgen :)

Intuitiver vielleicht schon, aber der Vorteil der Intuitivität ist
spätestens nach dem dritten Wechsel verflogen, weil man dann auch beim
etwas weniger intuitiven Verfahren kapiert hat, wie's geht.

Aber ich möchte ja überhaupt nicht den Nutzen von zwei Monitoren in
Frage stellen, in meinem vorherigen Post habe ich ja ein Beispiel
gegeben, wo zwei Monitore durchaus sinnvoll sind. Da ich (wohl als
einziger in diesem Thread) sowohl virtuelle als auch zwei reale
Bildschirme benutze und mich an beides gewöhnt habe, wollte ich —
angestoßen durch den Beitrag von Martin L. und als Gegenpol zu Quads
Viermonitorburg :) — die Vorteile virtueller Desktops als flexible,
Platz sparende und kostengünstige Alternative oder auch Ergänzung zu
Mehrmonitorsystemen aufzeigen.

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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Ich richte gerade mein frisch installiertes Kubuntu ein, natuerlich wird 
jeder Monitor auch mehrere virtuelle Monitore haben... Oder doch eher 
Tiling WM? :)

Autor: Gast - 0815 (Gast)
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gab es da nicht mal ein Programm, das man einen 2.Computer per Lan als 
2.Monitor nutzen kann.

Ich habe das schonmal irgendwo gelesen, finde es aber nicht mehr.

Autor: Sachich Nich (dude) Benutzerseite
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MaxiVista
ZoneScreen
ScreenRecycler
http://dmx.sourceforge.net/

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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rudo wrote:
> Der virtuelle Bildschirm fuer PCs kam so ungefaehr Mitte der 90er auf [...]

Das konnte Unix schon wesentlich früher. In der Konsole sowieso, und 
auch mit X und passendem Windowmanager/Windowchooser gehörte das quasi 
zum Standard.

Nichts desto trotz möchte ich den Multimonitorbetrieb nie mehr missen, 
zurzeit denke ich an 2x2 TFTs, aber der WAF ist da leider nicht 
sonderlich hoch... ;)

Gruß
Dominique Görsch

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Gast - 0815 wrote:
> gab es da nicht mal ein Programm, das man einen 2.Computer per Lan als
> 2.Monitor nutzen kann.

Nutze privat für den Radiobetrieb (Webradio) hin und wieder Synergie[1]. 
Sehr schön daran ist, dass man auch Systeme mit unterschiedlichem OS 
(Win95, 98, ME, NT, 2K, XP, MacOS und Unix/Linux) zusammenfassen kann.

Gruß
Dominique Görsch

[1] http://synergy2.sourceforge.net/

Autor: Gast (Gast)
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Hallo,

in vielen Unternehmen geht es bei der Ausstattung der 
Arbeitsplatzrechner
nicht um die Erfordernisse der jeweiligen Anwender, sondern schlichtweg
um Statussymbole. Dies trifft sogar zu auf Bildschirmgröße, 
Arbeitsspeicher
oder Prozessortakt.

Bei einem früheren Arbeitgeber von mir durfte niemand einen dickeren 
Rechner
haben als sein Vorgesetzter, selbst dann, wenn sich der Vorgesetzte 
sogar
dafür einsetzte, dass sein Mitarbeiter einen solchen Rechner bekommen 
sollte.
Controlling und IT-Abteilung verwiesen in solchen Fällen immer auf die 
strikt
einzuhaltenden Arbeitsanweisungen.

Der damalige stellvertretende Entwicklungschef wollte aber auf keinen 
Fall
einen aktuellen Rechner haben, weil er meinte, dass ein Austausch seines
Rechners nur aus rein formalen Gründen Geldverschwendung sei. Er 
bewilligte
seinen Entwicklern entsprechend leistungsfähige Rechner, aber diese 
wurden
aus den genannten Gründen nicht angeschafft...

Die Rechnerausstattung hat auch nichts mit der Unternehmensgröße zu tun;
zumindest korreliert sie damit nicht positiv. Ich (als "kleiner" 
Unternehmer)
könnte es mir z.B. nicht leisten, meinen Mitarbeitern nur kleine 
Gucklöcher
auf den Tisch zu stellen. Da nehme ich schon das, was jeweils aktuell 
ist,
d.h. zur Zeit 2*24" bzw. 2*27". 30" sind tatsächlich noch zu teuer, und 
auch
die Auswahl der entsprechenden Grafikkarten ist zu eingeschränkt.

Auf meinem Schreibtisch stehen 2*24" an einem Rechner und 1*19" an einem
Zweitrechner. Leider läuft Altium Designer viel zu langsam in einer
virtuellen Maschine, so dass ich leider den großen Rechner als 
Dual-Boot-
System (Windows/Linux) betreiben muss, da es momentan noch ein paar
Stabilitätsprobleme mit Xming unter Windows Vista gibt.

Gruß
Gast

Autor: Messknecht (Gast)
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Sacht ma, konfiguriert ihr nur oder arbeitet ihr schon?

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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