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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Gegentaktverstärker mit hoher Ausgangsspannung bei Frequenzen bis 10 MHz


Autor: Mathias Gruchow (rahewin)
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Ich benötige einen Tip für eine Schaltung oder noch besser einen IC der 
die Ausgangsspannung (Rechtecksignal) eines Funktionsgenerators mit 20 
Vpp auf Spannungen bis 100 Vpp verstärkt. Das alles bei Frequenzen bis 
10 MHz.

Die Last an dem Verstärker ist extrem hochohmig, der Verstärker muss 
also kaum Leistung abgeben, aber die Kapazitäten entsprechend schnell 
umladen können. Entsprechende Spannungsversorgungen sind vorhanden.

Bin für Hilfe dankbar.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Videoendstufen aus TVs wie z.B. TDA610x, wobei deren Bandbreite etwas zu 
gering ist für 10MHz. Es gibt aber mit Sicherheit bessere ICs, die z.B. 
in neueren 100Hz TVs verwendet wurden.

Autor: Ich (Gast)
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Selbiges für Röhrenmonitore, da reicht auch die Bandbreite.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Ich wrote:
> Selbiges für Röhrenmonitore, da reicht auch die Bandbreite.

Nur können die selten 100Vss.
Ich kenne zumindest keine Videoeedstufe aus einem Monitor, der mehr als 
100V Betriebsspannung hat.

Autor: Ich (Gast)
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Ich muß mal schauen ob ich den Typ noch finde, die Betriebsspannung lag 
im Monitor bei 115 Volt.

Autor: Ich (Gast)
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Unabhängig vom nachschauen: TDA6111Q

Autor: Helmut (Gast)
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Hochtransformieren?

www.farnell.de

und  apex eingeben

Autor: Ich (Gast)
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Für 100V, 10 Mhz und außerdem bezahlbar habe ich nichts bei Farnell 
finden können.


Den Typ des Videoverstärkers vom Monitor finde ich leider auf die 
Schnelle nicht. Es war jedenfalls pro Farbe ein IC, und keiner mit 3 
Kanälen. Eingebaut in einem alten 21" Röhrenmonitor.

Der TDA6111Q könnte vom Datenblatt her funktionieren und kostet 1,50 
Euronen bei Reichelt.

Autor: Maximilian (Gast)
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Beim TDA6111 muss man meines Erachtens vorsichtig sein. Dieser IC zieht 
nur auf Masse und kann keinen Kondensator umladen.

Autor: Aha (Gast)
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Dann macht man einen 10k Pullup hin und gut ist.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo,

> Die Last an dem Verstärker ist extrem hochohmig, der Verstärker muss
> also kaum Leistung abgeben,
> aber die Kapazitäten entsprechend schnell
> umladen können. Entsprechende Spannungsversorgungen sind vorhanden.

bei kapazitiver Last muß der Verstärker kurzfristig viel Energie abgeben 
(im Einschaltmoment ist ein Kondensator ein Kurzschluß) und später 
wieder viel Energie aufnehmen (nämlich dann, wenn der Kondensator sich 
entlädt). Das hat mit extrem hochohmig nicht viel zu tun.

Du kannst eventuell Antennenverstärker für den Amateurfunkbereich 
nutzen. Die sind auf 50-Ohm-Betrieb ausgelegt. Dann müßtest Du ein 
LCR-Anpassungsnetzwerk und evtl. einen Trafo verwenden.

Geeignete Breitbandverstärker dazu findest Du bei:
www.minicircuits.com
www.communication-concepts.com

Um Deine Frage besser beantworten zu können, solltest Du unbedingt Deine 
Last und die gewünschte Anwendung genauer spezifizieren. Meine Glaskugel 
ist nämlich gerade ausgefallen:
- Wie groß die Kapazität ist?
- Wie groß ist der ohmsche Anteil?
- Wie breitbandig sollen die Signale sein?
- Besteht das eigentliche Nutzsignal aus der Spannung, dem Strom oder 
der
  Ladung?


Gruß,
  Michael

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Maximilian wrote:
> Beim TDA6111 muss man meines Erachtens vorsichtig sein. Dieser IC zieht
> nur auf Masse und kann keinen Kondensator umladen.

Doch, an Pin7. Eine Bildröhre ist bei 10MHz ja auch eine ziemliche 
kapazitive Last. Ich habe mit einem ähnlichen IC mal ein 
Ablenkverstärker für eine Oszibildröhre gebaut: Als Ausgang habe ich 
Pin8 gewählt und Pin7 über 10nF mit Pin8 verbunden.

Autor: Route_66 (Gast)
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Hallo!
Denke daran, daß für 10 MHz RECHTECK und noch einer Verstärkung von 5 
eine entsprechende obere Grenzfrequenz zu schaffen ist. Sonst kommt 
bestenfalls Sinus raus.
Ein Verstärkungs-Bandbreiteprodukt von 500 MHz ist für einen eckigen 
Sinus das mindeste!

Autor: Mathias Gruchow (rahewin)
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Am Ausgangs des Verstärkers hängt eine Elektrodenanordnung die ein
elektrisches Feld aufbauen soll. Beide Elektroden sind gegeneinander
isoliert, die Kapazität liegt im pF Bereich schätze ich mal, ganz genau
kann ich das nicht sagen. Der Isolationswiderstand liegt im MOhm
Bereich.

Die Qualität des Rechtecksignals ist nicht entscheidend, ein Sinus tut 
es dann auch.

Wie ist der TDA6111 zu beschalten?

Ist eine Beschaltung wie im Anhang schon ausreichend? Über den 
Spannungsteiler R2/R1 wird die Verstärkung bestimmt, C2 ist nen 
Koppelkondensator und C1 ist wie beschrieben zwischen Pin 7 und 8.

Hab von Schaltungstechnik ni so den Plan...

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Mathias Gruchow wrote:

> Ist eine Beschaltung wie im Anhang schon ausreichend?

Nein.
Pin 2 = 12V Betriebsspannung
Pin 5 ist ein Strommessausgang und sollte irgendwo bei 6V liegen. Da 
hier meist ein Strom fließt, reicht eine 6V Z-Diode nach GND.
Weiterhin sollte Pin 1 irgendwo bei 4-8V liegen, damit der 
Eingangsverstärker sauber arbeitet.
Zwischen R1 und C2 muss noch ein Widerstand gegen Masse, mit dem das DC 
Offset eingestellt wird (oder alternativ in Kombination mit der Spannung 
an Pin 1).

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo Matthias,

> Am Ausgangs des Verstärkers hängt eine Elektrodenanordnung die ein
> elektrisches Feld aufbauen soll. Beide Elektroden sind gegeneinander
> isoliert, die Kapazität liegt im pF Bereich schätze ich mal, ganz genau
> kann ich das nicht sagen. Der Isolationswiderstand liegt im MOhm
> Bereich.
Ok, das ist wirklich fast Leerlauf. In dem Fall würde ich es mit einem 
kleinen HF-Trafo probieren, beispielsweise:
http://www.minicircuits.com/products/transformers_pic_a.html

T5-1T-X65 (+) oder
T8-1T-X65 (+)

Die Sachen von Minicircuits bekommst Du bei der Firma Municom in 
München.



Gruß,
  Michael

Autor: Mathias Gruchow (rahewin)
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Cool, ich werde mal beides Bestellen also den TDA6111 und einen RF 
Transformer. Danke für eure Hilfe, ich werde mal posten wie es geklappt 
hat.

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