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Forum: Offtopic was hat die Computerrevolution ausgelöst ?


Autor: zx81 (Gast)
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Hallo alle,

meine Frage ist bestimmt etwas Off-Topic, aber ich glaube hier im Forum 
gibt es viele, die schon sich schon zu einer vor etwa 20-30 Jahren mit 
Computern befasst haben.
Im Moment denke ich gerade über den Grund für die schnelle Verbreitung 
der Computer nach und habe dazu eine These, die ich gerne diskutieren 
möchte:

Ich glaube, hauptsächlich verantwortlich für die schnelle Verbreitung 
der Computer war das aufkommen der ersten Hobby-Computer wie der ZX81 
und etwas später der C64.
Was hatten die Marketing-Spezialisten sich als Verkaufsargument für den 
C64 ausgedacht? Das kann man meiner Meinung nach am besten auf der 
originalen Verpackung des C64 sehen. Soweit ich mich erinnere, wurde 
dort von Textverarbeitung und Berechnungen geschrieben.

Der Hauptgrund für die weite Verbreitung des C64 war aber dann nicht, 
dass die ganzen Leute besonders viel darauf gerechnet hätten oder viele 
Briefe geschrieben, sondern dass man damit Spielen konnte. Plötzlich 
hatten Leute, die überhaupt keine Ahnung von der Technik hatten, 
Interesse sich so ein Gerät anzuschaffen. Was dann wiederum den enormen 
Umsatz und das Entstehen der nachfolgenden Konkurrenzmodelle wie dem 
Atari ST usw. ermöglichte. Ich wage sogar zu behaupten, dass die weite 
Verbreitung des PC eigenltich durch die vorangehend großen 
Bekanntheitsgrad der Homecomputer verursacht wurde.

Homecomputer haben es plötzlich vielen intelligenten kreativen Leuten 
ermöglichte, Programme, die erst mal sinnlos erschienen und nur zum Spaß 
geschrieben wurden auf den Computern zu realisieren. Und diese 
Programme, die Spaß gemacht haben, sind die hauptsächliche Ursache für 
die schnelle Verbreitung der Computer.
Was will ich damit sagen: gewinnorientierte Absicht in Unternehmen oder 
die zielgerichtet Forschung in Universitäten bremmst die Kreativität 
bzw. verhindert sie völlig. Erst das spassgeleitete Spielen eröffnet 
neue Horizonte und spätere Absatztmöglichkeiten.
Und die ersten Homecomputer waren sicherlich eines: Geräte zu erstmals 
erschwinglichen Preisen, auf denen die Kreativen ihre Ideen ausprobieren 
konnten.

Was meint ihr?

euer
ZX81

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Alles, was sich zum Spielen oder Angeben eignet, hat sich in der 
Geschichte des Menschen durchgesetzt: siehe Handys, Autos, Raketen, 
Bomben... Insofern wird Deine Theorie schon stimmen.

Autor: Thilo M. (Gast)
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Ich habe auf einem C64 damals das Assemblerprogrammieren gelernt.
War teilweise bis 5 Uhr früh auf. :/

Ich denke, für Bastler und Hobbyprogrammierer hat die Faszination und 
die Entdeckung der Möglichkeiten sehr viele damals zum Kauf bewogen. 
Spiele hatten natürlich einen Riesenanteil, aus den selben Gründen wie 
für Programmierer und Bastler, nur andere Kundschaft.

Danach kamen die DOS-Rechner, mit dem ersten Windows und der laschen 
Kopierschutzpolitik der Software hat sich das dann extrem schnell 
verbreitet, weil's jeder haben konnte (wohl auch geduldete Raubkopien).
Sparte den Firmen viel Ausbildungsgeld.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Ich habe auf einem C64 damals das Assemblerprogrammieren gelernt.
>War teilweise bis 5 Uhr früh auf. :/

Bei mir war´s der ATARI 130XL. Der geht heute noch aber ich daddel damit 
nur noch gelegentlich ;-)

Autor: juppi (Gast)
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LC80...Hexeingabe über Assemblerbefehlstabellen ,geht heute noch

 AC1...   Schon Assembler mit recht guten Einbaukriterien

Habe nie Spiele benutzt,bis auf Schach.

Autor: Gregor B. (gregor54321)
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Warum gibt es heute Quad-Core 5GHz Prozessoren? Natürlich für Word und 
Excel!

Autor: Gerhard (Gast)
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Hi

"Travel Rec":
"Alles, was sich zum Spielen oder Angeben eignet, hat sich in der
Geschichte des Menschen durchgesetzt"

Dem stimme ich auch zu. Damals, als das mit den Spielen (Sierra und Co) 
so richtig los ging, da wurden diese Firmen noch ausgelacht. Heute haben 
die einen riesigen Marktanteil im Bereich Software. Was habt ihr denn so 
auf euren Kisten drauf ? Nur Office und ATMEL-Software? Wohl kaum. Ich 
hab die Entwicklung auch miterlebt. Ich hab auch in einer Firma 
gearbeitet, die solche Kisten hergestellt hat. Da ist auch klar, was wir 
in den Pausen gemacht haben....

Gerhard

Autor: Chris (Gast)
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gezockt? :-P

>Warum gibt es heute Quad-Core 5GHz Prozessoren? Natürlich für Word und
>Excel!

Gibts nicht! Zumindest nicht einfach so zu kaufen. Die Anforderungen 
sind einfach gewachsen (siehe Vista, Windows7). Dir würde es vielleicht 
nichts ausmachen auf einer verpixelten monochromen Öberfläche zu 
navigieren, mir schon. Da lob ich mir lieber eine gute Auflösung 
(1680x1050) und eine Farbtiefe von 32bit ;-)

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Wenn ich - "Dinosaurier der elektrischen Datumsverbreiterung - mal 
zurückschaue:

- 1974 kostete ein Intel 8008 (oder war das schon der 8080) ca. 300 DM. 
Das entspricht dem, wovon ein Student etwa 6 Wochen gelebt hat. Hinzu 
kamen die Stromversorgung mit +12V, +5V, -5V (, -12V) allein zum Betrieb 
der CPU. Speicher, I/O, Glue-Lgik (7400: 1 DM), Peripheriegeräte kamen 
obendrauf.

- ca. 1975 ging es dann mit Bausätzen im 1000 DM Bereich für CPU, 
Netzteil, 1k Speicher, Schalter- und LED-I/O "in die Breite".

- Bis etwa 1980 erschienen viele Bastellösungen plus Commodore PET sowie 
der erste Apple als Komplettsysteme incl. Hochsprache und Graphik. Preis 
der Komplettlösungen: ca. 2000 DM. 2000 DM verdiente 1975 ein junger 
Diplomingenieur monatlich netto.

- 1981 kam der erste IBM PC für lockere 12.000 DM auf ein System mit 2 
Floppy-Laufwerken a 360 kByte.

- In der Folge erschienen die "Clone" von z.B. Compaq.

Und jetzt begann das Karussel sich zu drehen: Die Stückzahlen stiegen, 
die Kostendegression ging zum Teil an die Kunden, die Stückzahlen 
stiegen ...

Auslöser für dieses Karussel war eins: die Killerapplication !

Das Spreadsheet !

Damit bekamen die amerikanischen Verbraucher ihre Kreditkarten in den 
Griff und konnten so verhindern, daß die Kassiererin im Supermarkt zur 
Schere griff und die Karte per Schnitt "aus dem Verkehr zog".

Und wohin das geführt hat, das sehen wir heute an der Bankenkrise .

Schönen Tag noch
Bernhard

Autor: AndreB (Gast)
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Die Revolution hat ja mehr im stillen stattgefunden, als nach und nach - 
vor allem in den USA - die Homebrew-Computer aufkamen.
Allen voran das Konzept von Apple I mit Tastatur und Bildschirm als 
kompaktes Gerät zum selberbauen.
Auf dem Deutschen Markt hat dann der ZX80, dannach der ZX81 
eingeschlagen, was vor allem der niedrige Preis begründete und die 
Möglichkeit, sie noch preiswerter als Bausatz zu ewerben.
Für mich persönlich war es der ZX80, den ich 1981 als Bausatz erwarb und 
gleichzeitig den Grundstein für meine Elektronikleidenschaft als auch 
die EDV als Beruf schuf.

Dann kam die große Homecomputer-Welle: Sharp, TI, Atari, Commodore, 
Armstrad, Tandy etc. Wo halt dann vor allem Atari in der professionellen 
Musik-Scene den jahrelangen Standard setzte, lancierte sich der VC64 zum 
"Volkscomputer", der fast in jedem Kinderzimmer stand aber nur bei knapp 
10% für wirklich interessante Dinge wie Programmierung und 
Hardwareansteuerung genutzt wurde. Trotzdem war das Thema "Computer" 
seit dem kein Bereich der Weisskragen mehr und anstelle dessen wucht die 
Gattung "Nerd" heran.

Schlag auf Schlag entwickelte sich der Markt und schon 1985 wuchs der 
Markt erheblich an "IBM-Kompatiblem" Personalcomputern auf Basis des IBM 
XT zu vertretbaren Preisen (Ab 1800 Mark), was dann profesionelle 
Technik für jedermann ermöglichte ud aus vielen "Nerds" seriöse 
Programmierer machte.

4,77MHz, 10MHz, 12MHz, 20MHz, 25MHz, 50MHz und aufwärts - die 
Entwicklung vollzog sich - wie man sieht - noch langsam aber 
übersichtlich. Und man konnte dennoch damit richtig arbeiten (aber nicht 
als hochgezüchtete Spielmaschine gebrauchen).

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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In der DDR hinkten wir ja der technischen Revolution ein paar Jahre 
hinterher. Auch wenn es Mitte der 80er theoretisch Heimcomputer zu 
kaufen gab (KC85, Z9001 alle basierend auf der Z80 CPU) waren meine 
Bemühungen damals so ein Gerät zu ergattern erfolglos. C64, Atari800XL 
und ZX81 wurden im Funkamateur für um die 5000,- Ostmark gehandelt.

Es gab aber auch ein Lichtblick: Die TU in Ilmenau (war es glaub ich) 
entwickelte die Platine eines ZX Spectrum Clones. Für 150,- Ostmark 
erwarb ich 1987 eine solche geätzte, durchkantaktierte und unbestückte 
Platine samt Dokumentation zum Aufbau und baute mir dieses Teil in den 
nächsten zwei Jahren zusammen. Mein erster Computer war also ein ZX 
Spectrum Clone, der eigentlich ganz gut funktionierte bis zur Wende. Da 
musste er einem AMIGA 500 weichen. Und dann fing sich auch bei mir an 
das Karusell zu drehen: AMIGA 1200, 486er, Pentium1, 2, 3, 4,.....

Sven
PS: Bilder vom Spectrum gibts auf meiner Seite in der Fotogalerie ;-)

Autor: zx81 (Gast)
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Hmm, das sind ja schon einige verschieden Argumente. Aber was war jetzt 
wirklich der Grund, warum die Leute am Anfang Computer gekauft haben? 
Ich sage, am Anfang war es das Interesse der interessierten Bastler und 
die haben dann angefangen, für den Mainstream nützliche Programme zu 
entwickeln. Und die nützlichen Programme werden wohl zu einem nicht 
unbeträchtlichen Anteil Spiele gewesen sein.
Und noch mal meine Behauptung: Der wesentliche Auslöser für die 
Verbreitung der Computer war die massenhafte Verfügbarkeit für Leute die 
Zeit hatten und sich in Ihrer Freizeit kreativ damit befasst haben. 
Hätten sich nur Forschungsinstitute oder Firmen mit Buisinessplan damit 
befasst, wäre es nie soweit gekommen.

zx81

Autor: Hagen Re (hagen)
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>Aber was war jetzt
>wirklich der Grund, warum die Leute am Anfang Computer gekauft haben?

Neugier und die Erkenntnis der Leute das es eine neue bis dato 
unbekannte Welt für Schöpfertum eröffnet.

Was ist die Faszination an einer CPU ? Das sie mit starren 
Hardwareverknüpfungen und einer variablen Software defakto alles machen 
kann.

Der Grund warum sich also Computer durchgesetzt haben war das sie eine 
neue Umwelt erschuffen, einen Leerraum, der ausgefüllt werden kann. 
Diese Umwelt erschuff also Bedingungen damit Menschen sich verwirklichen 
können, Arbeitsplätze bekamen, neue Ideen ermöglichten die bisdato 
undenkbar waren usw. Das ist bei solchen Technologien aber immer der 
Fall. Siehe Buchdruck, Internet, das Rad, Handy, Waffen usw.

Der Grund ist: Wir.

Gruß Hagen

Autor: Ingo Laabs (grobian)
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@sven
wo ist deine HP?

Autor: Sven Stefan (stepp64) Benutzerseite
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Einfach den kleinen Zettel neben meinen Beiträgen anklicken :-)

Sven

Autor: Gast (Gast)
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Hab irgendwo mal die These gelesen, dass neben geeigneten 
Greifinstrumenten (=Händen mit Daumen) ein ausgeprägter Spieltrieb, 
ständige Neugier und die Fähigkeit neues zu Kommunizieren die Evolution 
des Menschen in die heutige Richtung gelenkt haben. Andere Spezies die 
keine Greiforgane haben (Delphine, etc), keine komplexe Kommunikation 
beherrschen (diverse Affenarten) oder den Spieltrieb zeitig verlieren 
können daher keine höhere Intelligenz (was immer das ist) entwickeln.

Zurück zum Thema.

Eine hochaufgelöste Oberfläche mit der sich schmerzfrei längere Zeit 
Büroarbeit verrichten lässt ist sicher auch mit einem Pentium 2 / 450 
MHz darstellbar. Spätestens ab 1 GHz CPU-Takt kann man kaum noch einen 
Geschwindigkeitsgewinn beobachten. Mein alter P3 (750MHz, 256 RAM, 
Win98) ist bei Excel, Word, Firefox kaum langsamer als der aktuelle 
(Athlon64 3000+, 1GB Ram).

Und da ich kaum Leute kenne die komplexe Simulationen oder 3D-Rendering 
betreiben behaupte ich einfach mal, die beständige Weiterentwicklung ist 
zu einem nicht unerheblichen Teil Computerspielen zu verdanken. Und 
natürlich der Millitärtechnik wo die Siliziumgrundlagen ohne Rücksicht 
auf die Kosten erstmal produktionstauglich gemacht wurden ;)

Ähnliches sehe ich übrigens in der OpenSource Gemeinde. Kein Unternehmen 
mit gewinn-orientierter Planung würde auf die Idee kommen, Soft- oder 
Hardware zu entwickeln und frei zugänglich zu machen. Das wurde eher 
durch einige Interessierte privat angestossen, die aus Neugier 
entwickelt und gebastelt haben. Das dürfte die heutige Generation der 
Heimcomputer-Bastler von einst zu sein.

Und auch hier sehen wir wie große Unternehmen, jetzt wo der Zug schon in 
voller Fahrt ist, aufspringen. Dinge wie TCP/IP-Stacks, FAT-Treiber oder 
gar komplexe Betriebssystem (Linux) werden heute gerne für 
Eigenentwicklungen genutzt, wähend diese Dinge gestern noch als 
unlukratib abgelehnt wurden wären.

Beispiel:

Jahrelang war/ist RS232 ein Standard, das seit über 10 Jahren 
existierende USB als zu kompliziert für viele Klein-Entwicklungen 
abgelehnt. Jetzt, wo es einige mehr oder weniger freie USB-Stacks gibt, 
wird hier langsam umgesattelt.

Ich denke, dass wirkliche Innovationen und kreative Leistungen auch 
zukünftig noch eher von Bastler/Studentischer Seite kommen. Um diese 
allerdings in großer Breite verfügbar zu machen, bedarf es zukünftig 
allerdings noch mehr als heute (finanz- und kommunikationsstarker) 
Unternehmen.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Gast (Gast)

>Ich denke, dass wirkliche Innovationen und kreative Leistungen auch
>zukünftig noch eher von Bastler/Studentischer Seite kommen.

Mal halblang. Auch wenn heute mehr denn je die Non-Professionals mit 
Linux und Co viel für die Software dieser Welt leisten, so darf man auch 
die Firmen nicht vergessen. Denn die haben die Hardwareentwicklungen 
gemacht. Das CD/DVD-Laufwerk baut man nicht in ner Garagenfirma, die 
Zeiten sind lange vorbei. Dito bei fast allen anderen 
Hardwaregeschichten. Aber auch die Softwareseite wird von der 
Professionellen Seite schon gut bedient, Excel und Co programmiert man 
man nicht ebenso, auch hinter OpenOffice steckt ein professioneller Kern 
von Leuten, die auch bezahlt werden.

Und zum Thema Innovation/Kreativitiät mus man einfach sagen, dass viele 
Dinge schlicht nicht vorhersehbar waren und sind. SMS war ursprünglich 
mal eine Feature für Wartungs- und Servicezwecke im GSM Netz. Heute 
werden damit Millionen umgesetzt. Online-Portale für Musik (iTunes & Co) 
haben ihren Ursprung bei Napster & Co. Was aus YouTube wird muss die 
Zukunft zeigen. Sowas kann keine Firma mit normalem Businessplan und 
normaler Entwicklung machen.

MFG
Falk

Autor: Gast (Gast)
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@Falk Brunner:

Keine Firma dieser Welt würde auf die Idee kommen, Unix kostenlos 
nachzuprogrammieren und der Welt zur Verfügung zu stellen. ;) Das war 
ein verdammt ambitioniertes Studienprojekt.

Ansonsten gebe ich dir Full Ack, Innovation ist nicht planbar. Auch wenn 
das einige Vorgesetzten anders sehen ;)

Und das man einen QuadCore Prozessor oder ein Blueray Laufwerk in der 
Garage entwickeln kann, hat ja auch niemand behauptet.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@Gast (Gast)

>Keine Firma dieser Welt würde auf die Idee kommen, Unix kostenlos
>nachzuprogrammieren und der Welt zur Verfügung zu stellen. ;)

Mutter Theresa würde auch keine Softwarefirma leiten ;-)

> Das war ein verdammt ambitioniertes Studienprojekt.

In der Tat.

>Ansonsten gebe ich dir Full Ack, Innovation ist nicht planbar.

DAS habe ich nicht gesagt bzw. gemeint! Innovation im Sinne eines nahezu 
vollkommen neuen Produktes, wofür noch nicht mal eine Markt/Anwendung 
existiert ist nicht planbar. Aber Innovation im Sinne von 
Produktverbesserung ist (fast) immer planbar.

>Und das man einen QuadCore Prozessor oder ein Blueray Laufwerk in der
>Garage entwickeln kann, hat ja auch niemand behauptet.

Kam aber so unterschwellig rüber.

MfG
Falk

Autor: BROT (Gast)
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Wie sieht denn dass heute überhaupt aus wenn z.B. neue Controller oder 
ähnliches entwickelt werden, wie wird soetwas gemacht???
Wird auf alte "fertige" Schaltungsteile zurückgegriffen und nur neu 
"zusammengesetzt"???
Ich habe ehrlich gesagt keine Vorstellung wie man Schaltungen entwickeln 
soll wo 10000000.... Transistoren verbaut werden!!!!

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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>Ich habe ehrlich gesagt keine Vorstellung wie man Schaltungen entwickeln
>soll wo 10000000.... Transistoren verbaut werden!!!!

Frag mal bei INTEL und AMD nach, die anderen haben schon fast alle 
aufgegeben.

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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Bei einem Speicher z.B. habe ich gar kein Problem, mir das vorzustellen: 
Transistoren für ein Bit mal Zeilen mal Spalten mal Ebenen.. Einfach 
genügend kleinere Gruppen zusammen betrachtet.

Autor: BROT (Gast)
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Ein Speicher ist wohl auch noch relativ simple im Vergleich zu einer CPU 
beispielsweise!!!

Autor: BROT (Gast)
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Aber wie geht die Entwicklung eines Chip´s denn überhaupt vonstatten???
Ist es einer neuen Firma überhaupt möglich in diesen Bereich 
einzusteigen???

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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BROT wrote:
> Ich habe ehrlich gesagt keine Vorstellung wie man Schaltungen entwickeln
> soll wo 10000000.... Transistoren verbaut werden!!!!

Im Prinzip läuft das auch nichts anders ab, als in jeder enderen 
Entwicklung. Da wird nicht auf Transistorebene gearbeitet, sondern in 
größeren Baugruppen. So wo du in deinem Eagle ein Schieberegister als 
fix&fertiges Bauelement zur Verfügung hast, so hat das auch ein CPU 
Entwickler.

Erst dann, wenn die Schaltung steht, dröselt Software das alles in 
Transistoren auf.

Autor: Falk Brunner (falk)
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@BROT (Gast)

>Wie sieht denn dass heute überhaupt aus wenn z.B. neue Controller oder
>ähnliches entwickelt werden, wie wird soetwas gemacht???
>Wird auf alte "fertige" Schaltungsteile zurückgegriffen und nur neu
>"zusammengesetzt"???

Beides.

>Ich habe ehrlich gesagt keine Vorstellung wie man Schaltungen entwickeln
>soll wo 10000000.... Transistoren verbaut werden!!!!
>Aber wie geht die Entwicklung eines Chip´s denn überhaupt vonstatten???

Naja, die aktuellen GPUs von Nvidia und ATI/AMD habe so um die 750 
Millionen Transistoren, der helle Wahnsinn 8-0

Aber man muss das Problem zerlegen und auf VIELE Spezialisten aufteilen, 
anders geht es nicht.

Ganz "unten" kümmern sich Leute darum, möglichst kleine und schnelle 
Transistoren auf einen Wafer zu bekommen. Die kümmern sich um jedes 
Fitzelchen am Transistor.

Weiter oben bauen andere Leute daraus FlipFlops, Logikgatter, 
Schieberegister etx. Für die ist der Transistor nur ein Element mit drei 
Anschlüssen.

Weiter oben bauen andere Leute daraus kleinere Logikeinheiten wie FIFOs, 
Register, RAMs etc. Auch hier werden die Bausteine der unteren Ebene als 
Black Box betrachtet.

Weiter oben Werden dann grössere Funtionen zusammengestellt wie 
DMA-Controller, PCI-Controller, etc.

Fast ganz oben wird dann der komplette IC zusammengestrickt, in einer 
CPU hat das Rechenwerk, Cache, Speichercontroller etc.

Die wesentlichen Techniken sind Arbeitsteilung, Abstraktion (man weiss 
nicht wie die kleinen Bauteile im Inneren funktionieren und aufgebaut, 
nur wie sie nach aussen funktionieren) und Wiederverwendung von 
bestehenden Blöcken.

>Ist es einer neuen Firma überhaupt möglich in diesen Bereich
>einzusteigen???

Sicher, aber direkt gegen Intel, AMD, ARM & Co anzutreten ist keine gute 
Idee. Da muss man SEHR viel Know How, Technologie und Geld haben, umd 
dort mitzuspielen.

MFG
Falk

Autor: Carsten Pietsch (papa_of_t)
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Dann sieh einfach die CPU (komplexes Gebilde) als Summe kleinerer, 
weniger komplexer, überschaubarerer Einheiten, die am Ende 
zusammengesetzt werden - und mit Glück funktioniert das Teil.. ;-)

Wenn Du Chips entwickeln willst, dafür gibt es schon Firmen.. Warum noch 
eine? (Also mal kaufmännisch betrachtet)?

Autor: BROT (Gast)
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> Warum noch eine? (Also mal kaufmännisch betrachtet)?

Joa stimmt schon, hatte mich nurmal interessiert.

Brot

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Wo man noch Geld verdienen kann, ist im Bereich diverser Sensoren. 
Kombiprodukte sind u.U. für diverse Technologien sehr gefragt.

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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>Warum gibt es heute Quad-Core 5GHz Prozessoren? Natürlich für Word und
>Excel!

Klar! Wenn man als Überschrift: "Jahresabschlussbericht" drüber 
schreibt, kommt dieser µ$-Assistent angekullert und fragt ganz 
unverdutzt: "Sie möchten wohl eine Grußkarte erstellen, ich kann Ihnen 
dabei behilflich sein ->>> klicken Sie hier <<<-"
Und was macht man mit dem 4. Core, der noch noch frei ist? - Ganz 
einfach, man geht ins Internet und schwups ist er unter 100 % Auslastung 
- verursacht durch eine 
T-Offline-Mobile-Internet-Accellerating-Speed-Enhancement-Center-DSL-ISD 
N-Fax-Voip-Manager-Software  mit integriertem SMS-Manager und ganz 
wichtig dem Multimedia-Foto-Kalender mit interaktivem Terminplaner!

Autor: Thilo M. (Gast)
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>T-Offline-Mobile-Internet-Accellerating-Speed-Enhancement-Center-DSL-IS 
DN-Fax-Voip-Manager-Software
>mit integriertem SMS-Manager und ganz wichtig dem
>Multimedia-Foto-Kalender mit interaktivem Terminplaner!

Will ich auch haben, wo kann ich das downloaden? ^^

Autor: Hagen Re (hagen)
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Autor: eProfi (Gast)
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"Erst dann, wenn die Schaltung steht, dröselt Software das alles in
Transistoren auf."

Das ist es: Durch die bisherige Entwicklung wurde die Weiter-Entwicklung 
erst möglich.

Einfache Rechner wurden verwendet, um kompliziertere und schnellere 
Einheiten zu entwerfen.

Autor: Eddy Current (chrisi)
Datum:

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eProfi wrote:
> Das ist es: Durch die bisherige Entwicklung wurde die Weiter-Entwicklung
> erst möglich.
Das mag der Grund sein, warum Moore's Law auch heute noch gilt.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
Datum:

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>was hat die Computerrevolution ausgelöst ?

Ganz einfach. Ausserirdische, die in Roswell abgestürzt sind, haben den 
Transistor mitgebracht


;-)

Autor: Andreas Jakob (antibyte)
Datum:

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Mein erster war auch ein ZX81.
Wenn man die Kiste mit Folientastatur heute einem Jugendlichen
zeigen würde, würde er wahrscheinlich nur gähnen oder Lachen :)
Ich hatte damals ein Schachprogramm für den ZX81, das tatsächlich in
1 K Ram gepasst hat, und auch noch richtig gut spielte :)
Danach hatte ich den ZX Spectrum, der damals schon fast ein kleines 
Wunder war :)

Kürzlich habe ich hier im Markt-Forum ein FPGA-Board erstanden, zu dem 
ich
eine nette  Seite gefunden habe die meinen ZX-Spectrum wieder 
auferstehen lassen wird :)

http://www.zxbada.bbk.org/badaloc_fpga/badaloc_nano.htm

Aber um auf den Beitrag zurückzukommen, ich denke ohne die 
Homecomputerwelle
der 80er Jahre gäbe es heute kein Internet, und Computer würden 
hauptsächlich
in Universitäten und großen Firmen stehen.
Viel beigetragen haben die Spielehersteller.

Autor: zx81 (Gast)
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> Aber um auf den Beitrag zurückzukommen, ich denke ohne die
> Homecomputerwelle der 80er Jahre gäbe es heute kein Internet, und Computer > 
würden hauptsächlich in Universitäten und großen Firmen stehen.
> Viel beigetragen haben die Spielehersteller.

Ja danke, das ist es genau was ich auch meine!

Falk Brunner wrote:
> Mal halblang. Auch wenn heute mehr denn je die Non-Professionals mit
> Linux und Co viel für die Software dieser Welt leisten, so darf man auch
> die Firmen nicht vergessen. Denn die haben die Hardwareentwicklungen
> gemacht. Das CD/DVD-Laufwerk baut man nicht in ner Garagenfirma, die
> Zeiten sind lange vorbei.

Stimmt ein CD/DVD-Laufwerk baut keiner in einer Garagenfirma. Allerdings 
wurd von den großen Firmen diese Entwicklungen auch erst massiv 
angestossen, als klar war, dass der Bedarf vorhanden ist und sich viel 
Geld damit verdienen lässt. Es war sozusagen eine typische 
"Markanalysen" getriebene Entwicklung.
Das funktioniert allerdings nur, wenn der "Run" schon da ist und die 
Produktingenieure auf den fahrenden Zug aufspringen können. Die 
Initialzündung kam von den Krativen, die dafür gesorgt haben, dass der 
Bedarf an Floppys und Festplatten für die Spiele notwendig wurde.
Ich sage jetzt nur "C64 Datasete"

zx81

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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[OT]
>Die Anforderungen sind einfach gewachsen (siehe Vista, Windows7).

Welche Anforderungen hat Vista denn, die eine entsprechende Leistung 
erfordern?
Im Prinzip braucht man nur eine "Mördergrafikkarte". Die kümmert sich um 
die Darstellung. Der Prozessor selbst, bräuchte für die meisten Benutzer 
nicht mehr als 1GHz haben. Welcher Heimanwender arbeitet denn regelmäßig 
mit mehr als einer Anwendung (Virenscanner, Firewall etc mal aussen 
vor)?
1GHz deswegen, weil man ab dieser Geschwindigkeit Videos per Firewire 
einlesen kann. Für die meisten Anwendungen ist es sinnvoller, viel 
Speicher (RAM) zu haben, damit nicht immer alles auf die Festplatte 
ausgelagert wird.
Dass solch Mörderrechner nicht immer wirklich nötig sind, sieht man an 
Linux...

[/OT]

Ich denke auch, dass die Revolution damit begann, dass es kompatible 
Rechner gab. Das fing meiner Meinung/Erfahrung nach mit dem Apple ][ an, 
von dem ich auch noch einen Klon besitze.
Die Dinger waren zwar immer noch sehr teuer (meiner hat gebraucht 1200DM 
gekostet), aber immer noch preiswerter als das Original.
Irgendwann gab es dann die IBM-PC-kompatiblen mit SW-Monitor und 
Herkulesgrafik oder CGA...
Die wurden dann auch noch durch "Discounter" wie Vobis, Escom o.dergl. 
vertrieben.
Da es sich beim IBM, wie auch beim Apple um ein "offenes System" 
handelte, gab es auch bald Zubehör von Drittanbietern.
Gleichzeitig gab es die Klicki-Bunti-PCs wie den Amiga, der durch seine 
Bunt- und Lautheit sehr beliebt wurde. Dabei handelte es sich meiner 
Meinung nach aber um ein sehr geschlossenes System, bei dem es schwierig 
war, als Drittanbieter Fuß zu fassen. Den Amiga und andere 
grafikorientierte PC habe ich nie in einer Büroumgebung gesehen (mein 
Hausarzt hatte mal ein Atari-Netzwerk). Die "bunten" PC waren den 
Kreativen (Seaquest DSV) und den Spielern vorbehalten.
Da sich der (IBM-)PC im Büro immer mehr verbreitete, und die Eltern der 
Meinung waren, dass sie sowas auch für zuhause brauchten 
(Anwendersoftware zur Finanzverwaltung, Ersatz der Schreibmaschine mit 
der Möglichkeit, die geschriebenen Texte zu speichern), wurde irgendwann 
ein Rechner gekauft.
Da die Kinder ja auch etwas lernen sollten, wurde ein bunter PC gekauft.
Unter DOS hat sich noch niemand wirklich privat für PCs interessiert. Da 
hatten C64 etc. die Nase vorn.
Als dann die PC mit EGA-, VGA- und Soundkarten ausgestattet werden 
konnten, wurden sie auch für die Freunde der Klickibunti-Rechner 
interessant.
Damit war dann wieder ein Karussel geschaffen...

Zum Preisverfall: Mein Bruder hat sich ende der 80Jahre einen 286er mit 
1MB RAM und 20MG-Festplatte für 4000DM gekauft...
Mein erster selbstgekaufter kostete das Gleiche war aber schneller 
(486DX2-66, 540MB SCSIHD und zweifach CD-LW).

Mal sehen, was als nächstes kommt...

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