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Forum: Platinen Euer Rat zur Platine


Autor: Lars K. (larsk)
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Hallo zusammen,

ich würde gerne mal Eure Meinung hören, woran die Ungleichmäßigkeit 
liegen kann.
Also erstmal zur Beschreibung:
Ich benutze ein selbstgebautes Belichtungsgerät (Scanner + UV-Röhren aus 
einem Gesichtsbräuner). Das Hintergrundblech, habe ich ebenfalls auf dem 
Boden des Scanners eingebaut. Der Abstand zur Platine beträgt ca. 3 cm. 
Ich habe die Platine (siehe Anhang) 60 Sekunden belichtet.
Wie man sehen kann, scheint irgendwas nicht gleichmäßig zu sein. Nun 
meine Fragen:
Könnte es an der Belichtungszeit liegen? Ich habe eine weitere Platine, 
die habe 45 Sekunden lang belichtet, die sieht aber ähnlich aus.

Ist der Abstand zu den Röhren zu dicht, sodass Bereiche anders belichtet 
werden als andere?
Muss der Abstand vergrößert werden, oder könnte man z.B. mit 
Pergamentpapier dazwischen eine Streuung erreichen, sodass es zu einer 
gleichmäßigeren Belichtung kommt? Wenn dadurch die Belichtungszeit etwas 
länger wird, kann ich da sehr gut mit leben.

Oder liegt es vielleicht gar nicht am belichten, sondern kommt eher vom 
Entwickeln her ?


Vielleicht kann mir ja einer von Euch Tips geben.

Gruß

Lars

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Wie hast Du die Belichtungszeit festgelegt? Ich vermute: die Werte 
anderer einfach so übernommen, ohne eigene Versuchsreihen.

Fahre einmal eine Belichtungsreihe (80 - 60 - 40 - 30 - 20 - 15 - 10 
sec), sei es auf einer Testplatine, sei es auf separaten 
Testplatinen. Anschließend die Platine(n) "ausentwickeln", also 2 
Minuten in korrekt angesetztem und temperiertem Entwickler entwickeln 
und dann nach Vorschrift ätzen.

Du wirst anschließend sehen, wie die unterschiedliche Belichtungszeit 
sich auf das Endergebnis auswirkt. Des weiteren wirst Du so den 
Belichtungsspielraum Deines Materials kennenlernen.

In der professionelle (Analog-)Fotografie wird genau dieses Verfahren 
zum Eintesten des (Negativ-)Laborprozesses benutzt. Die logarithmische 
Abstufung der Belichtungszeit hat sich dort bewährt.

Viel Erfolg!
Bernhard

Autor: Michael H* (Gast)
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sieht mir nach überätzung oder unsauberer vorlage aus.

wie weit sind denn die röhren auseinander? pergamentpapier halte ich für 
zwecklos, da es eher konstant dämpft als dass es als diffusor wirkt.

Autor: AC/DC (Gast)
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Entweder ist deine Belichtungsmaske nicht ganz
UV-undurchlässig bei den geschwärzten Stellen
oder dein Entwickler ist zu scharf.
Manchmal ist auch ein Restschleier auf der
entwickelten Leiterplatte der das Ätzen behindert.
Man kann vorsichtig mit den Fingern oder einen
geeigneten Pinsel den Schleier beseitigen.
Dann müßte es bessser gehen. Eine Belichtungsreihe
vorzunehmen, wie oben schon beschrieben, ist
manchmal recht hilfreich.

Autor: Lars K. (larsk)
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Hallo,

danke erstmal für Eure Antworten.

@Bernhard: Ich habe mich mal an die Belichtungszeiten des Herstellers 
gehalten. Ich hatte schonmal versucht eine Belichtungsreihen zu machen, 
aber das war irgendwie nix geworden. An dem Tag allerdings, lief alles 
nich so wie es sollte. Ich werde nochmal eine neue Reihe versuchen.

@Michael: Die Röhren sind ca 4 cm auseinander.

Wenn die Vorlage nicht sauber wäre, oder die Tinte nicht 
UV-undurchläßig, dann müsste es doch gleichmäßig schlecht sein oder ?


Gruß

Lars

Autor: Stephan Watterott (Firma: Watterott electronic) (welectronic) Benutzerseite
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Was für Basismaterial benutzt du?

Autor: Lars K. (larsk)
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Achja, vielleicht nochmal ein paar weitere Informationen.

Als Platinen habe ich jetzt wieder die von Reichelt: FHCPU
Entwickler: Natriumhydroxid 10g auf 1L Wasser
Ätzbad: Natriumpersulfat 200g auf 1L Wasser


Gruß

Lars

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
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Auf Hersteller-Angaben verlasse ich mich gerade bei diesem Thema 
überhaupt nicht. Es spielen zu viele Parameter in die ganze 
Angelegenheit hinein.

Nach meiner Schätzung deuten die Platinen-Bilder u.a. auf folgende 
Probleme:

1. ziemlich überbelichtet;
2. zwischen Vorlage und Platine ist etwas "Luft" - vielleicht nur 0,2 
mm, vielleicht auch liegt die Vorlage nicht mit der "richtigen", der 
bedruckten Seite auf der Platine.

Gerade bei dieser diffusen Beleuchtung kommt es sehr auf den direkten 
Kontakt zwischen Vorlage und Patine an. Für Abstandsprobleme spricht 
auch, daß Du eine HP-, keine Epoxy-Platine benutzt hast.

Im übrigen hört man immer wieder, daß Bungard-Platinen qualitativ besser 
und von der Verarbeitung her "gleichmäßiger" als die andere 
Reichelt-Ware sei. Angesichts des geringen Preisunterschiedes würde ich 
an Deiner Stelle wirklich einen Umstieg ins Auge fassen.

Bernhard

Autor: Lars K. (larsk)
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Hallo,

also ich werde wirklich erstmal nochmals versuchen eine Belichtungsreihe 
zu machen, zusätzlich werde ich den Scannerdeckel beschweren, damit der 
Andruck besser ist.
Bungard-Platinen hatte ich mir auch schonmal besorgt, da das Ergebnis 
ähnlich war, hatte ich jetzt zum testen erstmal wieder die von Reichelt 
genommen.

Gruß

Lars

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Gut gemeinter Rat aus leidvoller Erfahrung: Schmeiß den Hartpapierkram 
von Reichelt direkt weg und kauf Bungard-Material.

Das Bungard-Material ist sowas von unkritisch, ob das jetzt ne Minute 
länger belichtet oder im Entwickler liegt, ist da wurscht. Ganz im 
Gegensatz zum Billigmaterial... da braucht man viel Fingerspitzengefühl, 
sodass sich die Preisersparnis unterm Strich nicht mehr rechnet :-)

Autor: Walter Tarpan (nicolas)
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Was auch bei mir regelmäßig zu Problemen mit der Belichtung geführt hat, 
bis ich es mal gemerkt habe: Wenn ich die Leiterplatten vor dem 
Belichten gesägt habe, waren sie leicht verzogen und alles Andrücken hat 
den Film nicht mehr dicht genug an die Oberfläche gebracht.

Autor: Michael H* (Gast)
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mit verziehn beim sägen hab ich zum beispiel überhaupt keine probleme. 
ich säg "frei hand" mit einem proxxon FBS.

Autor: Mike J. (Gast)
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@ Lars Kessner
Das sieht mir nach zu wenig Toner aus, also scheint deine UV-Strahlung 
durch den dünnen Toner durch und belichtet deine Platine teilweise.
(sieht man an den Streifen, da ist der Toner dichter)

Autor: spess53 (Gast)
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Hi

Noch eine Frage: Hast du deine Vorlage normal oder seitenverkehrt 
gedruckt?

MfG Spess

Autor: Platinenbauer .. (platinenbauer)
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Hi Lars Kessner

Das ist eindeutig zu lange geätzt.
Welches Ätzmittel verwendest Du?

Fecl3? -> zu alt und zu verbraucht. GGFS zu kalt. Fe3-Suppe arbeiten am 
besten bei 40...50 Grad Temperatur.Daher zu lange Ätzzeit.

Salzsäure/Weißer Riese/Wasser  -> zu viel Weißer Riese (H202) drin, das 
verursacht Lackabhebungen und heftige seitliche Unterätzungen, mitunter 
können sogar komplette Leiterbahnen über den Jordan gehen.
Sicheres Anzeichen für eine zuhohe H202-Dosierung sind viele 
aufsteigende Gasblasen und die Lösung sieht aus, als ob sie koche.

Edit:

soeben gelesen: NaPS als Ätzmittel.
auch hier zu lange geätzt und Badtemperatur zu niedrig. Naps brauch 
45Grad um halbwegs akzeptabel zu arbeiten.
Bei Raumtemperatur liegt die Suppe wie tot in der Ätzkiste, zuviel des 
Guten (oberhalb 60 und mehr Grad) zersetzen das Naps mit 
Hochgeschwindigkeit.

Platinenbauer

hartpapierplatten bekommt man einfach wieder gerade: auf ca 60 Grad mit 
einer Heißluftpuste erwärmen( müssen etwas weich- biegsam sein) dann 
zwischen 2 ebenen Holz- oder glatten Möbelspanplatten pressen und unter 
Pressdruck erkalten lassen. Voila!

Autor: einer (Gast)
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Die Leiterbahnen nicht unnötig dünn ausführen.

Autor: Platinenbauer .. (platinenbauer)
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...stimmt.

für sehr schmale Leiterbahnen ist 35er Material völlig ungeeignet, dafür 
sollte 18er Material verwendet werden.
So passieren auch keine seitlichen unterätzungen mehr.

Platinenbauer

Autor: Michael H* (Gast)
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ich ätz 0,18mm problemlos auf 0,35µ material. ansonsten kann dem herrn 
platinenbauer nur zustimmen. (sh. mein erster beitrag =)

Autor: Lars K. (larsk)
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Vielen Dank, für die ganzen Beträge. Ich werde mich am Wochenende mal 
hinsetzen und dann das ein oder andere ausprobieren. Werde dann 
berichten, was dabei rausgekommen ist.

Gruß

Lars

Autor: Geniesser (Gast)
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@ Lars Kessner

Kauf dir für die ersten Versuche Bungard Basismaterial. Der Lack dieser 
Platinen ist eingebrannt (künstlich gealtert) und somit wesentlich 
robuster, als der Fotolack bei den billigeren Platinen (ich hab das 
gerade selber leidlich erfahren dürfen). Der Fotolack weist auch nicht 
so schnell Fehler auf, wenn man die Schutzfolie abzieht. Die Parameter 
(Belichtungszeit, Entwicklungszeit musst du dir selber erarbeiten; da 
gibt es zu viele Variationsmöglichkeiten. Bei Bungard-Platinen ist 
wichtig, den belichteten Lack vollständig von der Platine zu bekommen 
(der Lack ist u.U. recht hartnäckig; es darf kein Schleier auf den 
belichteten Stellen zurückbleiben). 1) Das ist eine der häufigsten 
Fehlerquellen, die man immer wieder liest. Wenn du den Abstand zwischen 
UV-Röhre und Platine vergrößerst wird das Belichten unkritischer. 
UV-Röhren strahlen sehr intensiv, das kann leicht durch die meistens 
nicht absolut lichtdichte Vorlage gehen und dann gibt es kleine Löcher 
im Kupfer. Weiterer Vorteil der Abstandsvergrößerung ist, dass nicht 
mehr so leicht Streulicht von der Seite eindringt (auch eine häufige 
Fehlerquelle). Dafür muss man etwas länger belichten.

1) wenn die Platine in die erhitzte NaPS-Suppe eingetaucht wird, muss 
binnen Sekunden alles außer dem Leiterbild rötlich matt erscheinen. Dazu 
ziehst du die Platine nach ca. 20 Sekunden kurz aus der Ätzbrühe und 
schaust mal drüber. Falls es dort Stellen gibt (event. zwischen 
IC-Beinchen) die reflektieren, aber nicht zum Leiterbild gehören, dann 
macht das weitere ätzen keinen Sinn, weil der Entwicklungsvorgang 
unvollständig war und es werden sich Brücken bilden, die nicht weggeätzt 
werden. Die Platine wird dann Ausschuss (vielleicht sind gerade noch 
Teilbereiche verwendbar, falls mehrere Layouts sich auf der Platine 
befinden.). Also, nicht beim Entwickeln schlampen. :)

Viel Glück!

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Michael H* wrote:
> ich ätz 0,18mm problemlos auf 0,35µ material.

Das glaube ich dir bedenkenlos. :-)

Ich würde dir aber auch glauben, dass man 180 µm große Strukturen
in einer Schichtdicke von 35 µm erzeugen kann.

Autor: Torsten Schwalm (torstensc)
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Für mich sieht das eindeutig nach fehlerhafter Vorlage aus. Die ist nie 
gleichmäßig gedruckt. Schon mal mit Tonerverdichter probiert (Huber 
Troisdorf, Tonerverdichter LF-A | LF-M)? Will ich nicht mehr missen, die 
Vorlagen werden schwarz wie die Nacht. Da kann man auch 10min 
"draufbraten" ohne Verluste. Geht aber unterschiedlich gut mit 
verschiedenen Tonern. Farblaser gehen bei mir gar nicht, am besten die 
HP Drucker.

Torsten

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Jörg Wunsch wrote:

> Ich würde dir aber auch glauben, dass man 180 µm große Strukturen
> in einer Schichtdicke von 35 µm erzeugen kann.

Zu der Dicke der Kupferschicht habe ich eine Frage:

Was setzt ihr so wofür ein bzw. wo sind die Vorteile/Nachteile bzw. 
Grenzen der Materialien?

Es gibt wohl die "Standarddicke" 35 µm Kupfer.

Und ich habe schon die "Doppeltdicke" 70 µm Kupfer gesehen. Auf dem 
Etikett stand "Laborkarte". Ich kann mir vorstellen, dass die dickere 
Kupferschicht robuster ist, wenn man öfters Bauteile auflötet/entlötet. 
Stimmt das oder gibt es andere Gründe?

Und aus der Diskussion oben schliesse ich, dass es auch eine 
"Halbedicke" 18 µm gibt.

Autor: Michael H* (Gast)
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Jörg Wunsch wrote:
> Michael H* wrote:
>> ich ätz 0,18mm problemlos auf 0,35µ material.
>
> Das glaube ich dir bedenkenlos. :-)
>
> Ich würde dir aber auch glauben, dass man 180 µm große Strukturen
> in einer Schichtdicke von 35 µm erzeugen kann.

Hehe, danke =)

Autor: Michael H* (Gast)
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Stefan B. wrote:
> Und ich habe schon die "Doppeltdicke" 70 µm Kupfer gesehen. Auf dem
> Etikett stand "Laborkarte". Ich kann mir vorstellen, dass die dickere
> Kupferschicht robuster ist, wenn man öfters Bauteile auflötet/entlötet.
nicht unbedingt robuster, denn die verbindende schicht zwischen 
trägermaterial und kupfer wird wohl die selbe sein.
allerdings kannst du durch eine doppelt so dicke kupferschicht bei 
selber breite den doppelten strom bei gleichbleibender erwärmung der 
leiterbahn schicken.
70µ und aufwärts nimmt man also für hochstrom- oder 
niederimpedanzanwendungen.

> Und aus der Diskussion oben schliesse ich, dass es auch eine
> "Halbedicke" 18 µm gibt.
richtig. geringere dicken wählt man bei schmaleren leiterbahnen - aus 
folgendem grund: beim ätzvorgang wird kupfer natürlich (und leider) 
nicht nur vertikal (senkrecht zur basismaterialebene) abgetragen, 
sondern eben auch lateral (seitlich in die kupferschicht hinhein). das 
nennt sich unterätzung.
da du ja bei einer schmalen leiterbahn im verhältnis "viel" kupfer 
horizontal abtragen musst, wird auch (wieder im verhältnis) mehr lateral 
abgetragen -> dein leiterbahnquerschnitt weicht stärker vom idealwert 
ab. im schlechtesten fall wird deine leiterbahn komplett untergraben und 
hängt in der luft.

Autor: Dirk Ruffing (dh4ym) Benutzerseite
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Hallo Lars,

einige Dinge möchte ich nochmal aufgreifen. Bei Natriumpersulfat musst 
du unbedingt darauf achten, dass du mit einer Temperatur von mindestens 
45 Grad Celsius ätzt. Sonst wird das nichts!!!!

Des Weiteren sollten bei dem Entwicklungsvorgang (Zimmertemperatur 
völlig ok!!!) nach spätestens 10 Sekunden die Leiterbahnen sichtbar 
werden. Nach dem Entwickeln unbedingt die Platine von restlichem 
Photolack entfernen. Ich gehe dazu immer mit einem alten Baumwolllappen 
in der Entwicklerlösung über die Strukturen drüber, bis das Kupfer 
richtig durchscheint und die Bahnen dann goldgelb/ gelb/braun sich 
richtig vom Kupfer abheben.

Sind die Leiterbahnen gestochen scharf auf dem Kupfer zu sehen, dann ist 
in der Regel auch der Belichtungsvorgang in Ordnung gewesen.

Bin mal auf deine Rückmeldungen gespannt. Ich arbeite hier mit einem 
UV-Belichtungsgerät und einer Spühätzanlage von proMa.

Anbei mal ein  Bild von einem mW-Meter -54 dBm bis -10 dBm @100 kHz - 
2,7 GHz

Gruß Dirk, DH4YM

Autor: Karsten Donat (karstendonat)
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wie viele schon schreiben liegts vor allem an der Vorlage.

Meine Versuche mit verschiedenen Druckern haben gezeigt, das Laser mehr 
als ungeeignet sind. Lexmark und HP (die teuren Varianten beider 
Hersteller) haben einen zu geringen Tonerauftrag. Außerdem ist die 
Auflösung von Lasern lausig.

Ich kann einzig die hochauflösenden Tintenstrahler von Canon empfehlen. 
(die mit 9600dpi, z.B. Pixma iP4500). Dort auf s/w und manuelle 
Einstellugnen gehen. (Kontrast max, Deckung max, keine Nachbearbeitung 
vom Treiber).

Damit bekommt man wirklich dichte Vorlagen (ohne helle Punktraster in 
Flächen). Und schön trocknen lassen (mind. 30min, besser über Nacht)

Ich belichte mit UV-LEDs 10 Minuten! Dabei liegt über den LEDs 
Transparentpapier und unter der Glasscheibe ist auch noch welches 
geklebt. Das Licht von UV-Röhren ist im Zwischenraum einfach nicht 
parallel genug.

Knapp 150 5mm-Leds auf eine Doppelkarte geben ein schönes gleichmäßiges 
Licht.

Und die Ätzlösung muss 45°C haben, sonst wartet man ewig. Von 
draufrumwischen oder mit dem Finger abwischen kann ich nur abraten. 
belüftete Kuvetten sind am besten. (100€ bei Reichelt reicht 
vollkommen).

Ich habe aber zwei. Die eine ohne Heizung fürs Entwickeln. Dann kurz in 
eine Wasserschale zum abspülen und direkt weiter in die Ätzlösung.

10mil Leiterbahnen und 8mil Isolierung kann man damit zuverlässig 
erstellen. Für Feineres gibts PCB Hersteller.

Und man muss viel probieren. Meine Platinen sahen am Anfang noch viel 
schlimmer aus. Andrücken der Vorlage mach auch viel aus.

Ciao

Karsten

Autor: Torsten Schwalm (torstensc)
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>Außerdem ist die Auflösung von Lasern lausig.

Ich weis nicht was du für Laser kennst, aber mein HP4050 ist bereits 9 
Jahre alt und kann 1200dpi. Das reicht für Platinen 100% aus. Das 
Problem der Tonerdichte ist extem abhängig von der Sorte der Folien. 
Also pauschale Aussagen unmöglich.

>Das Licht von UV-Röhren ist im Zwischenraum einfach nicht parallel genug.

Komisch das die meisten Hersteller trotzdem UV-Röhren nehmen? Wenn man 
allerdings 10min auf der Platine rumbraten muss kann die Unterstrahlung 
ausschlaggebend sein. Bei 10min Belichtung unterstelle ich einfach mal, 
dass das Licht nicht aktinisch genug ist (Zu dunkel, falsche 
Wellenlänge).
Bungardmaterial mit Röhrenbelichtungsgerät braucht ca. 90 Sekunden. Dann 
ist das fertig.

Torsten

Autor: Karsten Donat (karstendonat)
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Torsten Schwalm wrote:
> Ich weis nicht was du für Laser kennst, aber mein HP4050 ist bereits 9
> Jahre alt und kann 1200dpi. Das reicht für Platinen 100% aus. Das

bei mir sind da immer winzige Löscher in Flächen gewesen und dünne 
Linien waren angefressen, schon auf der Vorlage. Beim Ätzen hats dann 
teilweise die Leiterbahnen durchtrennt. Und es hat in Flächen Kupfer 
abgetragen.


> Problem der Tonerdichte ist extem abhängig von der Sorte der Folien.
> Also pauschale Aussagen unmöglich.

wär natürlich möglich. Ich hab verschiedene genommen (billig bis teuer)


> Komisch das die meisten Hersteller trotzdem UV-Röhren nehmen? Wenn man

ich hab bei Layouts über den Röhren schöne Belichtung gehabt und 
dazwischen wars unscharf


> allerdings 10min auf der Platine rumbraten muss kann die Unterstrahlung
> ausschlaggebend sein.

damit hab ich keine Probleme. Mit den UV Röhren hatte ich auch kürzere 
Zeiten, nur keine gleichmäßige Belichtung.


> Bei 10min Belichtung unterstelle ich einfach mal,
> dass das Licht nicht aktinisch genug ist (Zu dunkel, falsche
> Wellenlänge).

Liegt an dem Transparentpapier. Ohne kommt man auch mit 10s aus, aber 
hat dann deutliche Gradienten um die LEDs herum. Vielleicht geht auch 
weniger als 10min. Aber durch die gute Vorlage ist das kein Problem. Die 
LEDs haben laut Hersteller 400nm. Kann das nicht überprüfen, da das 
Resultat passt wirds wohl stimmen.


> Bungardmaterial

nehm ich auch


> mit Röhrenbelichtungsgerät braucht ca. 90 Sekunden. Dann ist das fertig.

da hatte ich in den Zwischenräumen nur verschwommenes Zeug. Direkt über 
den Röhren hats aber gepasst.

Karsten

Autor: Torsten Schwalm (torstensc)
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Aber du druckst das Ganze schon spiegelverkehrt und legst die 
Toner-/Tintenseite auf die Photoschicht? Seitlich unscharf klingt 
nämlich sehr nach Streuung im Transparentpapier.

Torsten

Autor: Lars K. (larsk)
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Hallo,

ich hatte am Wochenende mal wieder etwas Zeit und hab ein bisschen 
experimentieren. Ich habe verschiedene Drucker genommen (Epson Acculaser 
1100 und Tintenstrahl Epson R300) ich muss sagen, bei gleicher 
Belichtungs und Entwicklungszeit waren keine Wirklichen unterschiede zu 
erkennen. Platinentechnisch hatte ich mal welche von Bungard und die 
Reichelt probiert. Jede hat irgendwie ihre Eigenschaften aber ob die ein 
oder andere besser ist, kann ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen. 
Wenn meine Lieferung von Reichelt mit frischem Natriumpersulfat 
eintrifft, dann werde ich nochmal eine Belichtungsreihe durchführen.
Ansonsten bin ich im Moment so bei 60 Sekunden Belichten und 90 Sekunden 
Entwickeln.

Gruß

Lars

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Torsten Schwalm wrote:
> Das
> Problem der Tonerdichte ist extem abhängig von der Sorte der Folien.

Hast du 'nen heißen Tipp hier?  Da suche ich auch noch ein wenig,
so richtig dichte Laser-Vorlagen habe ich bislang noch nie hin
bekommen.  Und nein, zweimal bedrucken kommt nicht in Frage, da
hat man immer irgendeinen Versatz drin, die damit erzielbaren
Strukturgrößen sind dann unter aller Sau.

Autor: Karsten Donat (karstendonat)
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Torsten Schwalm wrote:
> Aber du druckst das Ganze schon spiegelverkehrt und legst die
> Toner-/Tintenseite auf die Photoschicht?

ja


> Seitlich unscharf klingt nämlich sehr nach Streuung im Transparentpapier.

Das Problem hatte ich nur bei nem Belichter mit Röhren (gekauftes Teil 
mit Milchglasscheibe).

Mein eigener mit Transparentpapier macht keine Verzeichnungen.

Karsten

Autor: Torsten Schwalm (torstensc)
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@Jörg Wunsch

Wie oben bereits geschrieben nutze ich absolute NoName Folien unseres 
Händlers. War und ist auch nicht rauszubekommen wer der Hersteller ist.
Das Entscheidende ist der Tonerverdichter nach dem Druck. Aber der funzt 
auch nicht mit allen Tonern. z.B. Farbtoner gehen nicht. Wenn ich heute 
abend mal Zeit habe mache ich mal einen Ausdruck mit und ohne Verdichter 
und stelle das Bild mal hier rein.

Torsten

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
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Jörg Wunsch wrote:
> Torsten Schwalm wrote:
>> Das
>> Problem der Tonerdichte ist extem abhängig von der Sorte der Folien.
>
> Hast du 'nen heißen Tipp hier?  Da suche ich auch noch ein wenig,
> so richtig dichte Laser-Vorlagen habe ich bislang noch nie hin
> bekommen.  Und nein, zweimal bedrucken kommt nicht in Frage, da
> hat man immer irgendeinen Versatz drin, die damit erzielbaren
> Strukturgrößen sind dann unter aller Sau.


Hi ich benutze die Laserfolie von Octamex vom preis her ist die recht 
annehmbar drucke mit 600dpi bis jetzt kalapt des super alerdinks ist die 
folie wegen der strucktur anfellig auf fingerabdrücke und ehnliches

Autor: Platinenbauer .. (platinenbauer)
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Laserdrucker sind wirklich nicht das Optimale.
Die mangelnde Dichte des Toners wurde ja schon genannt,schlimmer ist der 
Verzug des Ausdruckes.
Es ist kaum möglich 2seitige Belichtumgsvorlagen mit einem Laser 
deckungsgleich hinzubekommen.

Ich empfehle deshalb die Canon Pixmas, bei mir werkelt ein IP4500 rum, 
dazu einfache Tintenspritzerfolie und alles ist im grünen bereich: 
Lichtdichtheit, Konturenschärfe usw.
Muss aber anmerken, daß ich die Vorlagen auf UV-Tageslichtplanfilm 
umkopiere und damit meine Platinen belichte.

Mein Lieblingsbeschichtungsmaterial ist Negativlaminat. Belichtungsdauer 
25sec. Entwickeln in 10..20% warmer sodalösung. Ätzen mit HCL/H202.
Falls doch mal was beim Belichten / Entwickeln schiefgeht,  wird halt 
entschichtet und neu Laminiert.


alles perfekt, ohne irgendwelche Verrenkungen mit Tonerverdichter und 
sonstigen Knoffhoff.

Platinenbauer

Autor: Walter Tarpan (nicolas)
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Mit dem Verzug der Folien hat man kein Problem, wenn man die Folie 
zweimal bedruckt: Einmal mit einer leeren Seite, danach mit dem Layout. 
Wenn man dann Vor- und Rückseite zusammen auf eine A4-Folie druckt, 
hatte ich bislang noch keine Probleme mit Verzug (ich mache allerdings 
auch immer extra-große-Vias noch aus Tonertransferzeiten).

Hier im Forum scheint ja eine Menge an Erfahrungsschatz für die 
Herstellung der Filme für Positiv- und Negativmethode angesammelt sein. 
Vielleicht sollte man den Wiki-Artikel mit der Filmherstellung 
ausgliedern, um die Vor- und Nachteile von Laser- und Tintenstrahlern, 
Folien, Transparentpapier u.s.w. mal zusammentragen zu können.

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Autor: Thommi (Gast)
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Hallo Lars,

nimm Bungard Material und taste dich langsam an deine optimale 
Belichtungszeit heran. Sonst wird das nichts.

Gruß
Thommi

Autor: Aike T. (biertrinker)
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Ich kann nicht nachvollziehen, warum so viel über Laser-Vorlagen 
gemeckert wird. Damit gibt es vielleicht manchmal Probleme, genauso wie 
bei Tintendrucken. Ich habe noch nichts besseres als Laserdrucke 
benutzt. Entweder aus einem Brother HL2030 - aber hier ist es extrem 
wichtig das der mit Original-Toner arbeitet, oder mit einem 
HP-Farblaser, den allerdings zwingend auf S/W Druck eingestellt - und 
auf keinen Fall auf Foliendruck stellen. Druckt man bei dem nämlich im 
Folienmodus, dann erzeugt der einen leicht Transparenten Druck, der dann 
nicht reicht. Probleme mit Verzug hatte ich noch nie, allerdings ist das 
größte was ich bisher doppelseitig gemacht habe 100x80m groß (Eagle 
Light).

viele Grüße

Aike

Autor: Karsten Donat (karstendonat)
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@Platinenbauer

wie invertierst du das Druckbild?

Ich dachte schon an neg. Bungard Platinen um Tinte zu sparen. Auch wenn 
der 4500er verhältnismäßig preiswert ist.

Karsten

Autor: Michael G. (linuxgeek) Benutzerseite
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Sven P. wrote:

> Das Bungard-Material ist sowas von unkritisch, ob das jetzt ne Minute
> länger belichtet oder im Entwickler liegt, ist da wurscht. Ganz im
> Gegensatz zum Billigmaterial... da braucht man viel Fingerspitzengefühl,
> sodass sich die Preisersparnis unterm Strich nicht mehr rechnet :-)

Kann ich nur zustimmen. Hatte am Anfang auch das noname-Material von 
Reichelt. Das taugt schlicht und ergreifend nichts, da variiert die 
Belichtungszeit von Platine zu Platine und wenn nicht alles perfekt 
passt wird die Platine unbrauchbar.

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