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Forum: Platinen SMD Platine


Autor: Simon Langhof (Gast)
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Hallo, ich hab mich mal drangewagt, eine kleine Schaltung in SMD-Technik
aufzubauen (LED-Blinkschaltung mit NE555). Handicap: Ich hab keinen
SMD-Lötkolben, nur einen Ersa Tip260.
Ich muss sagen, ich hätte mir das schwieriger vorgestellt. Alles was
ich mir zusätzlich angeschafft habe ist 0,5mm Lötzinn und die
Bauteile.
Ein Lötpad pro Bauteil dünn verzinnt, Bauteil mit Pinzette
ausgerichtet, festgelötet, die anderern Pins angelötet (SOIC-8 ist für
mich das Limit :) und den ersten auch noch etwas besser verlötet. Als
alles fertig war, 'ne Batterie ran (9V-Block, nicht SMD ;) und es
funktionierte.
Ein Kondensator ist etwas schief angelötet, aber das macht nichts.

Simon

Autor: Thomas Schulte-Derne (Gast)
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Hallo Simon !

Gratulation zum Erfolg.

Wenn ich SMD-Bauteile gebe ich einen Tropfen "Contakta Professional"
Modellbaukleber (weil ich gerade nichts anderes zur Hand hatte)
zwischen die Pads, setze die Bauteile auf, richte sie aus und lasse es
trocknen (einige Minuten).
Dann kann man prima loeten, wenn man eine halbwegs brauchbare
Loetspitze hat.

(Der Kleber ist uebrigends Modellbaukleber von Revell und hat eine
hervorragende Spitze zum Dosieren des Klebstoffes).

Viel Spass beim Basteln !

Autor: Volker (Gast)
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Ein pad verzinnen, Bauteil mit Pinzette ergreifen und plazieren (linke
Hand). Dann mit dem Lötkolben (rechte Hand) das Lötzinn kurz erhitzen
und Bauteil absenken. Bei alten SMD-Bauteilen mit korrodierten
kontakten oder auch wenn man mal etwas nachlöten möchte, kann in
isopropanolalkohol aufgelöstes Kolophonium weiterhelfen. Wird einfach
mit einem kleinen Pinsel aufgetragen. Nach dem fertigstellen der
Platine sollte man das Kolophonium wider entfernen wie alle
Lötrückstände. Bauteile mit Rastern bis auf 0,5 mm herunter und
mehreren hundert Pinns lassen sich mit einem Normalen Lötkolben mit
0,7mm oder feinerer Lötspitze im Schlepplötverfahren löten. Hierzu
einfach zwei Pads diagonal gegenüber verzinnen, Bauteil Plazieren und
Fixieren. Dann noch die ausrichtung kontrollieren und gegebenen falls
korrigieren. Nun alle vier seiten mit Kolophoniumlösung einpinseln. Auf
einer seite, wo keine Fixierung besteht wird angefangen zu löten.
Einfach ein wenig lötzinn an die ersten zwei bis drei pinns bringen und
dann einfach den lötkolben in einem sehr flachen winkel an den Beinchen
voranschieben. das lötzinn wird dabei durch die kapillarkräfte mit
verschleppt und an jedem Pad bleibt genau die richtige menge dran um
eine gute verbindung zu ergeben. Genauso dann mit der
gegenüberliegenden Seite verfahren, dann die mit der Fixierung. Fertig.
  Mit ein wenig übung kann man innerhalb von ca. 3 Minuten einen 208
Pin Prozessor auflöten. Wenn man eine sehr feine Spitze hat, kann man
diese mit einer rundzange ganz leicht um wenige grad (5-8°) verbigen.
Dann hat man un der unterseite eine kleine wölbung, an der der
wärmeübertrag sehr gut funktioniert und man bleibt nicht so einfach an
den beinchen hängen. Sehr gut geeignete Lötstation ist die Weller WS80.
250 Watt anheitzleistung und 80 Watt  dauer, stufenlos regelbar und
sehr gute wärmetransfertechnik durch die sehr kurzen und Qualitativ
hochwertigen lötspitzen.

Mit der Station sind von großen weisblechgehäusen bis hin zu 0204 er
SMD-Bauteilen alles lötbar (Mit der passenden Spitze natürlich).


Volker

Autor: Georg (Gast)
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Das mit dem Schlepplötverfahren funktioniert aber meistens nur dann
richtig gut, wenn auf der Platine Lötstopplack ist.
Eine andere Methodem die bei Bauteilen mit vielen kleinen Pins und
JEDEM Lötkolben funtioniert ist folgende (ich habs auch nicht geglaubt
bis ich es ausprobiert habe):
Man setzt den Baustein (Mikrocontroller etc.) auf die Lötflächen, rückt
in mit einer Pinzette zurecht und hält in mit leichtem Druck auf die
Oberseite auch da. Dann wird mit einem Lötpunkt das ganze Fixiert; es
können auch mehrere Beinchen verbunden sein.
Anschließend werden sämtliche Pins quasi mit Lot eingesaut (aber nicht
übertreiben ;), Hauptsache es kommt was zwischen Platine und Beinchen.

Nur geht man mit Entlötlitze ran und saugt das überschüssige Lot wieder
weg. Das Lot unter den Beinchen bleibt aber freiwillig da wo es soll
(wie praktisch) und das Bauteil somit angelötet.

Das letzte Mal hab ich so mit einer 3,2mm Lötspitze einen MSC1210
eingelöetet. Der hat auf jeder seite 16 Pins auf 8mm Breite, jeder Pin
ist 0,3mm breit und hat zum nächsten 0,2mm Abstand, den will ich sehen,
der die einzeln anlötet veg

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