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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Referenzspannung für Komparator


Autor: Gast (Gast)
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Hallo Zusammen,


ich hab mal ein paar Fragen an euch.
Ich bin momentan an meiner Diplomarbeit und habe für ein erstes 
Funktionsmuster ein Layout erstellt und die Platine bestückt. Es läuft 
soweit auch alles, allerdings kann man bestimmt einige Sachen besser 
lösen.
Ich benötige zwei Spannungen (5V und 12V)in der Schaltung. Momentan löse 
ich dies über zwei Spannungsregler(Parallel) LM317. Die 12V Spannung 
dient den verschieden Baugruppen als Versorgungsspannung und die 5V 
benötige ich als Referenzspannung für einen Komparator.
Meine Frage ist nun ob das so OK ist, oder ob man das normalerweise 
anders löst. Kosten spielen natürlich auch eine Rolle und alles was man 
günstiger hinbekommt ist natürlich willkommen.
Wie sieht es aus wenn man die Referenzspannung aus den 12V mittels 
Z-Diode erzeugt? Ich bin in einem gewissen Bereich flexibel mit der 
Referenzspannung, es wäre auch OK wenn es 5,6V oder 5,1V sind. Dies kann 
ich durch die auszuwertende Baugruppe angleichen.

Außerdem würde mich interessieren ob es Spannungsregler gibt, die 
bereits 12V und 5V gleichzeitig rausgeben.

(Die Platine ist in SMD ausgeführt, Temp-Bereich ist -40°C bis +85°C)

Würde mich über Tipps freuen.

Gruß

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Ein LM317 ist für eine Referenzspannung völlig oversized. Für eine 
Referenzspannung gibt es u.a. spezielle Shuntregler wie den TL431, die 
extra für solche Sachen gemacht sind.

Autor: Michael Lenz (hochbett)
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Hallo,

> Ich benötige zwei Spannungen (5V und 12V)in der Schaltung. Momentan löse
> ich dies über zwei Spannungsregler(Parallel) LM317. Die 12V Spannung
> dient den verschieden Baugruppen als Versorgungsspannung und die 5V
> benötige ich als Referenzspannung für einen Komparator.
Anstelle eines LM317 kannst Du eine temperaturkompensierte 
Referenzspannungsquelle nehmen. Die sind kleiner und oft genauer.

Der LM317 ist schließlich als Spannungsquelle für Ströme bis etwa 1A 
ausgelegt, während eine Referenzspannungsquelle nur für hochohmige 
Eingänge zu gebrauchen ist.
http://www.analog.com/en/references/products/index.html

Wegen seiner höheren Ungenauigkeit ist der 7805 deutlich ungünstiger als 
der LM317.

> Meine Frage ist nun ob das so OK ist, oder ob man das normalerweise
> anders löst. Kosten spielen natürlich auch eine Rolle und alles was man
> günstiger hinbekommt ist natürlich willkommen.
Teuer ist der LM317 nicht.

> Wie sieht es aus wenn man die Referenzspannung aus den 12V mittels
> Z-Diode erzeugt? Ich bin in einem gewissen Bereich flexibel mit der
> Referenzspannung, es wäre auch OK wenn es 5,6V oder 5,1V sind. Dies kann
> ich durch die auszuwertende Baugruppe angleichen.
Z-Dioden sind gut. Das Problem besteht aber darin, daß ihre 
Durchbruchspannung relativ stark temperaturabhängig ist. Dieses Problem 
ist bei den Referenzspannungsquellen gelöst, wobei Du gelegentlich auf 
die Angabe ppm/°C achten solltest.

> Außerdem würde mich interessieren ob es Spannungsregler gibt, die
> bereits 12V und 5V gleichzeitig rausgeben.
Ich kenne keine. Ein günstiges Gehäuse für Linearregler ist SO8. Ich 
glaube, bis 100mA gibt es sie auch in SOT23.


Gruß,
  Michael

Autor: Gast (Gast)
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Ich danke euch. Hab gerade schonmal ein bisschen die Datenblätter 
studiert. Werde mich morgen damit mal intensiv beschäftigen. Sieht auf 
den ersten Blick von der Funktionsweise ja ähnlich dem 317 aus.

Schönen Abend noch.

Gruß
Dennis

Autor: Arno H. (arno_h)
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Es gibt inzwischen auch Komparatoren mit eingebauter 
Referenzspannungsquelle.
Die meisten liegen mit Vref allerdings um 1 Volt herum. Etwas höher und 
auch mit 12V zulässiger Betriebsspannung ist dieser von National:
http://www.national.com/pf/LM/LMP7300.html
Maxim, Linear, TI u.a. haben ähnliches im Programm.
Wenn du in die Spannung eh anpassen musst, sollte es keine Probleme 
geben.


Arno

Autor: Prüfer (Gast)
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> meiner Diplomarbeit und habe ..

Was für ein Diplom willst du denn?

Ein Elektroniker Lehrling im 3ten lehrjahr sollte deine Frage wohl 
beantworten können!

Autor: forumleser (Gast)
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hmm, wird wohl ein Dipl. ueber ein spannendes Thema sein, ansonsten 
wuerde es ein Bauteil-Sammel-Dipl werden, so wie es ein Lehrling eben 
macht.

Ma im ernst,...als Diplomand hat man andere Sorgen als ein passenderes 
Bauteil zu finden, bei den unzaehligen und da ist es nicht verwunderlich 
nach aehnlichen/aquivalenten Bauteilen zu fragen ?!

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Michael Lenz wrote:
>> Außerdem würde mich interessieren ob es Spannungsregler gibt, die
>> bereits 12V und 5V gleichzeitig rausgeben.
> Ich kenne keine. Ein günstiges Gehäuse für Linearregler ist SO8. Ich
> glaube, bis 100mA gibt es sie auch in SOT23.
>

Hier wäre ein einfacher. Schaltregler mit Post-Linearregler 5V + 12V:
http://www.ichaus.de/product.php?prod=iC-WD/iC-WDL


Gruß -
Abdul

Autor: Dennis (Gast)
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> > meiner Diplomarbeit und habe ..
>
> Was für ein Diplom willst du denn?
>
> Ein Elektroniker Lehrling im 3ten lehrjahr sollte deine Frage wohl
> beantworten können!

Auf sowas hatte ich gewartet!



Ich danke allen Anderen für die vielen Tipps.

Gruß
Dennis

Autor: Exe (Gast)
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Hi Gast.
Versuche es mit einem LM723. Das ist ein günstiger 
Präzisionsspannungsregler falls der Ausgangsstrom nicht zu üppig sein 
muss.
Für besonders hohe Anforderungen filter die Versorgungsspannung durch 
einen Billigregler der 78-series vor und beheize den 723 sodass er 
ständig eine geregelte Umgebung von zum Bleistift 40°C "fühlt".
Hatte das Problem mal bei einem pll-vco der eine afc im UKW-Bereich 
nachstellen musste. Die rannte bereits weg wenn man den Spannungsregler 
leicht erwärmte.
Der 723 hat ein Kvh von 1 Promille auf 40 Tage.
Reg dich nicht über Häme auf. Sie ist immer umgekehrt proportinal zum 
Wissen.

http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/24...

Autor: Der wohl Ahnungslose (Gast)
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Hi Exe

Hatte schon mal überlegt, ob ich meine Scheibenwischdüsen mit einem 
kurzgeschlossenem 7805 beheizen kann - durch den enthaltenen thermischen 
Schutz könnte das klappen (leider nicht praktisch aufgebaut).
Die Idee, ein stark temperaturabhängiges Bauelement auf Temperatur zu 
halten - hat was, aber wie kann ich hier ausschließen, daß die 40° Soll 
nicht unterschritten werden?
Vll mit 7805 als KSQ mit NTC/PTC?
Wobei mir gerade nicht schlüssig ist, was für ein tempabhängiger 
Widerstand 'brauchbar' wäre.
Denke gerade, daß es der PTC sein müsste:
PTC bei steigender Temperatur geht der Strom zurück, was die Leistung 
verringert, da die Spannung von 7805 gleich bleibt.

Aber hier befürchte ich wegen der Nichtliniarität, daß der ganze Kram 
nicht zufriedenstellend läuft.

Zur Referenz-Spannung, sofern größere Ströme benötigt werden:
Kann ich die erhaltene Ref-Spg per Spannungsfolger (OpAmp) höher 
belastbar mechen, oder schießt der OpAmp hier quer?

Interessantes Thema

Autor: Andre (Gast)
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Hi,

vielleicht hast Du ja nicht alle Anforderungen an deine 5V aufgeführt, 
aber so wie ich die Eingangsfrage verstehe, sollte ein simpler 
Spannungsteiler ausreichen...

Autor: Exe (Gast)
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Hi Gast.
Ahnungslosigkeit ist kein Mangel. Verdammt werden nur die Unbelehrbaren 
sein.
Das mit dem Beheizen ist schon starker Tobak. Der 723 nach einem 7809 
oder 7812 ist extrem stabil und frei von Restwelligkeiten.
Falls doch beheizt werden muss dann mit einem Lastwiderstand auf einem 
kleinen Kühlblech wobei der 723 umgekehrt aufgeklebt wird. Ein 
Regelkreis ist dann erforderlich. Auch ein simpler 
Kleinleistungstransistor kann als "Heizer" Verwendung finden. Um einen 
Temperaturvergleich über einen NTC kommt man wohl nicht herum.
Wird eher nicht nötig sein.

Autor: Arno H. (arno_h)
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So eine Schaltung mit dem 723 gabs mal in der elrad, dürfte auf der 
elrad-DVD drauf sein. Betriebstemperatur ca. 60°C iirc.
Noch früher entweder in der Elektronik oder in der Funkschau.
Als Temperaturfühler wurde jeweils der interne 
Strombegrenzungstransistor benutzt, die Schaltung war natürlich dann 
nicht kurzschlußfest.
Im Prinzip also ein nachgebauter LM399 mit ebenso krummer 
Referenzspannung.

Arno

Autor: ammer gil (3nis13)
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Hi, ich eine kleine schaltung.

spannungsteiler komparator und Uref. dann geht der Komparator an Flip
flop reset eingang, am Set eingang habe ich einen Taster zum reseten.
und an Q soll rote LED leuchten wenn Spannung hör ist als Uref und an "Q
nicht" soll grüne LED leuchten wenn Spannung weniger als Uref und rote
LED geht aus.

irgendwie funktioniert das nicht ganz kann mir da jmd helfen.

Uref stell ich mit Poti auf 5 V ein und der Spannungsteiler wird mit 10
V versorgt sobald die 10 V aber überschritten werden, so ist U2 an R2
größer 5 V dann soll der Komparator am ausgang durchsteuern und dem Flip
Flop ein Signal liefern am Reset eingang, dann soll an ausgang Q die
Rote LED leuchten für den Hinweis " ahh es liegen jetzt mehr als 10 V am
Spannungsteiler an. Sobald ich die kleiner als 10 V werde. betätige ich
den Reset Taster und die Grüne LED leuchtet am Ausgang "Q nicht" Rote
LED geht aus und alles ist ok !!!

verstanden was getan werden soll ?

würd gerne diskrete werte haben. die das Flip Flop schalten lassen wie
kann ich das realisieren. hab ich ein kleinigkeit vergessen. An den
eingängen vom Komparator hab ich zwischen in+ und in - ein 100nF Kondi.
und versorgung +5V ... Spannungsteiler 10V -> R1 500Ohm -> R2 500 Ohm.
.... Uref 9V ->10k Poti

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