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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik USB Vendor ID


Autor: Roland (Gast)
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Hallo,

Es geht um die USB Vendor ID. Wo es die gibt wieviel sie kostet ist mir 
klar.
Ich habe allerdings noch nichts gefunden, wo geschrieben steht, das ich 
verpflichtet bin oder auch nicht, mir eine Vendor id zu kaufen.
 Mir ist klar das es unter Umständen zu Konflikten kommen kann bei 
verschiedenen Geräten. Aber ich hätte gerne etwas in der Hand, was mir 
sagt, wann ich eine ID haben muss und unter welchen Bedingungen. Bei der 
Sache an der ich gerade arbeite werden über das HID von Windows, 
gelegendlich Daten aus Messtellen ausgelesen. Da das über einen Laptop 
geschied, den ich von Meßstelle zu Meßstelle schleppe, bin ich mir nicht 
sicher ob eine ID nötig ist.

Autor: Christian R. (supachris)
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Naja, so richtig eindeutig steht das nirgends, und da due USB IF ja 
keine staatliche Institution ist, wirst du auch sicher erst mal nix 
illegales tun. Wenn du allerdings die Geräte so verkaufst, musst du 
dafür haften, wenn sie nicht funktionieren, was ja passieren kann, wenn 
der Endanwender zufällig ein Gerät mit der ID an seinem Rechner hat. da 
kannst du dann natürlich auf Schadenersatz usw. verklagt werden. Für 
internen Gebrauch kann man da allerdings mogeln, wir benutzen intern 
auch die VID von Cypress, weil wir deren Chips benutzen. Verkaufen 
werden wir die Geräte aber so natürlich nicht.

Autor: wt (Gast)
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bei usb.org
"Device Class Definition for Human Interface Devices (HID) Version 1.11" 
siehe "Appendix E: Example USB Descriptors for HID Class Devices"

Was würde denn passieren, wenn Du hier 0xFFFF einsetzt -> Windows wird 
lediglich deine ID nicht in der usb.if finden und dein Gerät nicht beim 
Namen deiner Fa. nennen.

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Ich habe auch erst vor den augenscheinlich hohen Kosten der 
Registrierung beim USB-IF zurückgeschreckt. Wenn man dann aber mal die 
ganzen PDFs durchliest, dann stellt man fest, dass es im Grunde 
günstiger ist, als man glaubt:
Wenn man nur eine Vendor-ID haben möchte ( mit allen dazu gehörenden 
Produkt-IDs), auf sinnlose Einladungen zu Seminaren verzichtet und keine 
WHQL Verbilligung haben möchte, dann zahlt man einmalig 2000USD und hat 
ein leben lang seine VID.

Will man später mal am Logo-Programm teilnehmen, also sein Produkt, 
Handbuch oder Verpackung mit dem USB-Logo verzieren, dann sind das auch 
nur einmalige 2000USD für alle Produkte, die man ab Zahlungseingang in 
den nächsten 3 Jahren entwickelt.

Es ist also bei weitem nicht so teuer, wie einem die überall auf der 
USB-IF Hompage propagierten 4000USD/Jahr.

Bei Fragen einfach die eMail auf der USB-IF Hompage nutzen, die Dame am 
anderen Ende ist wirklich kompetent und freundlich.

Gruß, Ulrich

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Falls es für Privat/Hobby ist:
PIDs gibts auch bei vielen Chipherstellern, ich habe beispielsweise eine 
kostenlose PID von Microchip. Strenggenommen darf ich die aber nur 
verwenden, wenn ich auch einen (USB-)Controller von Microchip nutze. Die 
PID ist dann unterhalb der VID von Microchip (0X04D8).

Ob FTDI zu ihren Controllern auch PIDs herausgibt, weiß ich leider 
nicht. Wäre aber an der Info auch interessiert.

Autor: Matthias (Gast)
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Auf der FTDI Hommpage hab ich mal gelesen, dass die Product IDs 
verkaufen.
Allerdings denike ich mal, dass die nur an Kunden verkauft werden, die 
auch bestimmte Stückzahlen abnehmen.

Wie groß war die PID nochmal? 8-bit?
Da gehen schnell die PIDs aus.
Dann müsste sich FTDI eine neue VID zulegen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Matthias wrote:

> Wie groß war die PID nochmal? 8-bit?

16 bits

Autor: Ralf (Gast)
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Die Vendor- und Product-ID sind jeweils 16-Bit groß. FTDI vergibt acht 
PIDs, es muss aber Projekt usw. angegeben werden. Ich bezweifle aber, ob 
man für privat welche von denen bekommt. Allerdings gibt es Firmen, die 
sich eine VID besorgt haben, und die PIDs entsprechend verkaufen, ohne 
dass ein bestimmter Controller dahinterstehen muss. Hier im Forum gab es 
mal einen Thread, in dem entsprechende Links genannt wurden, allerdings 
sind die entsprechenden Betreiber von usb.org angemahnt worden, das 
Verkaufen von PIDs zu unterlassen. Vielleicht gibt es noch Anbieter für 
PIDs.

Fakt ist, man darf innerhalb seiner vier Wände machen, was man will, und 
wenn man ein kommerzielles Produkt erstellen will, bekommt man meistens 
vom entsprechenden Chip-Hersteller mindestens eine PID zugewiesen.

Ralf

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Ralf wrote:
> Allerdings gibt es Firmen, die
> sich eine VID besorgt haben, und die PIDs entsprechend verkaufen, ohne
> dass ein bestimmter Controller dahinterstehen muss. Hier im Forum gab es
> mal einen Thread, in dem entsprechende Links genannt wurden, allerdings
> sind die entsprechenden Betreiber von usb.org angemahnt worden, das
> Verkaufen von PIDs zu unterlassen. Vielleicht gibt es noch Anbieter für
> PIDs.

Offenbar keine mehr.  Siehe http://www.voti.nl/docs/usb-pid.html

Allerdings ist deren Vorgehen extrem zweifelhaft.  Für die USD 2000
erhält man ja nicht etwa irgendwie ein ,,Produkt'', sondern sie
erheben das ja ausschließlich als ,,Bearbeitungsgebühr''.  Ob deren
daran geknüpfte Bedingungen von irgendeinem europäischen Gericht
anerkannt würden, mag bezweifelt werden, aber auf einen entsprechenden
Rechtsstreit wird man sich als Ein-Mann-Unternehmen kaum einlassen
wollen.

Eine Methode, wie man deren Bedingung aushebeln könnte, wäre es, einen
Verein zu gründen.  Den muss man zwar als e. V. eintragen lassen (was
ein paar Euros kostet für den Notar und das Registergericht), aber damit
ist er eine juristische Person, die eigene Rechtsgeschäfte vornehmen
kann.  Die Vereinsmitglieder bezahlen dann halt einen (einmaligen)
Vereinsbeitrag, für den sie das Recht erhalten, eine Anzahl von PIDs
für die auf den Verein registrierte(n) VID(s) zu nutzen.  Als Mitglieder
dieses Vereins erfüllen sie die Klausel der usb.org, dass die VID nur
innerhalb eines Unternehmens genutzt werden darf.

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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MCS Electronics (die Bascom-Schmiede) verkauft noch PIDs: 
http://www.mcselec.com/index.php?page=shop.product...

Die Gründung eines Vereins oder einer Genossenschaft wäre in der Tat 
interessant.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Dominique Görsch wrote:

> Die Gründung eines Vereins oder einer Genossenschaft wäre in der Tat
> interessant.

Korrigier' mich, wenn ich falsch liege, aber eine Genossenschaft
bringt doch noch weitaus mehr Bürokratie mit sich als ein e. V.

Autor: Dominique Görsch (dgoersch)
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Wenn ich mich recht erinnere hält sich die Börokratie eines Vereins 
ziemlich in Grenzen. Am lästigsten in dem Fall finde ich noch die Sache 
mit der Jahreshauptversammlung und anfangs das einmalige Erstellen der 
Satzung. Wie es bei einer eG aussieht weiß ich leider nimmer, mein 
BWL/VWL-Kram liegt zwar erst ein paar Jahre zurück, aber ich hab auch 
nur das Nötigste dafür getan um die Prüfung (zum Fachinformatiker) zu 
bestehen. Perfekt angewandtes Minimalprinzip. ;)

Autor: Christian R. (supachris)
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Matthias wrote:
> Auf der FTDI Hommpage hab ich mal gelesen, dass die Product IDs
> verkaufen.
> Allerdings denike ich mal, dass die nur an Kunden verkauft werden, die
> auch bestimmte Stückzahlen abnehmen.
>
> Wie groß war die PID nochmal? 8-bit?
> Da gehen schnell die PIDs aus.
> Dann müsste sich FTDI eine neue VID zulegen.

Wir haben auch 8 PIDs von FTDI bekommen, ging problemlos innerhalb von 
Stunden mit Wischi-Waschi-Beschreibung der Projekte.

Momentan liegt allerdings der genehmigte Investitionsantrag für eine 
eigene VID auf meinem Tisch, die 2000 USD muss man halt auf die 
verkauften Geräte umlegen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Dominique Görsch wrote:
> Wenn ich mich recht erinnere hält sich die Börokratie eines Vereins
> ziemlich in Grenzen. Am lästigsten in dem Fall finde ich noch die Sache
> mit der Jahreshauptversammlung und anfangs das einmalige Erstellen der
> Satzung.

Ist eine /Jahres/hauptversammlung eigentlich vorgeschrieben?  Sie ist
zwar die Regel, aber ich sehe im BGB erst einmal nichts, was eine
jährliche Versammlung vorschreiben würde.

Ganz davon abgesehen, sofern nichts anderes bestimmt ist, ist eine
Mitgliederversammlung bereits mit einem Beteiligten beschlussfähig. :)

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Das Problem bei der VID sehe ich darin, dass es keine Unterteilung der 
PIDs in Segmente gibt. Damit würde sich also ein Produkt, dass die VID 
von FTDI nutzt immer als FTDI Produkt identifizieren und kann nicht 
unter eigenem Logo genutzt werden. Das mag für den einen oder anderen 
interessant sein, aber wenn ich ein Produkt verkaufem in das ich meinen 
Gehirnschmalz gesteckt habe, dann sollen die Leute auch mein Logo sehen. 
Und das auch bei der Frage nach dem Treiber.
Gerade bei Massenprodukten kommt sonst einiges an Supportaufwand hinzu, 
wenn dauernd irgendwelche DAUs anrufen, dass sie das Produkt von meiner 
Firma XY gekauft haben, aber nun soll ein Treiber von FTDI installiert 
werden.

Oder bekommt man zu den 8 PIDs auch gleich das INF-File Gemurkse für die 
Aufsplittung in Segmente und die Anzeige des echten Firmennamens mit 
geschenkt?

Ich finde die Lösung, die USB gewählt hat, von Anfang an nicht besonders 
prickelnd, aber es ist wie damals bei VHS, es hat sich nicht das beste 
System am Markt durchgesetzt. Und USB ist schon deutlich über die Hälfte 
aller vergebbaren VIDs raus. Mal sehen, wann die Geld dafür bezahlen, 
wenn man seine ungenutzten PIDs oder VIDs an sie zurück verkauft :)

Gruß, Ulrich

Autor: Marcus Müller (marcus67)
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Hallo,
es ist kein Problem die .inf Files von FTDI so umzubauen, daß der eigene 
Name auftaucht. - Auch im Gerätemanager. Lediglich die Details der 
Treiberdateien zeigen weiterhin den Namen FTDI.

Wenn man weiterhing signierte Treiber braucht, wird es etwas teurer: Man 
muß die Treiber bei Microsoft einreichen und prüfen lassen. Das kostet 
rund 950 USD.

Gruß, Marcus

Autor: @Holle (Gast)
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FTDI 245

Ich bin da noch eine EEProm-Emu. am draufdöseln.

Sende noch Bilder von Putertech.LTD.co (  USB -V24 ).



Gruss aus London.

@@@@Holle.

Autor: @Holle (Gast)
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Die ist bei Stückzahlen mit USER LOGO machbar????

Autor: @Holle (Gast)
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Das macht Luft im Bus

Autor: Avr Noob (balze)
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Hallo Leute,

Ulrich P. wrote:
> ..... Wenn man dann aber mal die
> ganzen PDFs durchliest, dann stellt man fest, dass es im Grunde
> günstiger ist, als man glaubt:
> Wenn man nur eine Vendor-ID haben möchte ( mit allen dazu gehörenden
> Produkt-IDs), auf sinnlose Einladungen zu Seminaren verzichtet und keine
> WHQL Verbilligung haben möchte, dann zahlt man einmalig 2000USD und hat
> ein leben lang seine VID.

Kannst Du mir genauer sagen, wo Du diese Information gefunden hast ?

Danke,

Balze

Autor: Chris (Gast)
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Autor: Avr Noob (balze)
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80

Das habe ich nicht gefunden ...... :(

DANKE ! :)

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Ist normal nicht meine Art, einfach so aus einem Thread zu verschwinden, 
aber ich war etwas arg eingespannt. Also Danke an Chris für den 
richtigen Link und viel Erfolg für Avr Noob.

Gruß, Ulrich

Autor: Üblich (Gast)
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Evtl. bekommt ihr ja ein paar PIDs als Sample ?

g

Autor: Avr Noob (balze)
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Danke,

der Erfolg wuerde 1 bis n k€ kosten.

Da wir USB kommerziell verwenden wollen (Maschinenbau mit Messtechnik, 
eigene Messhardware im Moment RS232 -> Umstellung auf USB via FTDI Chip) 
steht jetzt wirklich die UEberlegung an, ob wir uns eine eigene VID 
zulegen oder die von FTDI verwenden (Eine Loesung, die ich persoenlich 
wenig profesionell finde, aber ich habe das nicht zu entscheiden!)

Danke nochmals an alle,

Balze der AVR Noob

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Also wenn Du schon einen AVR einsetzt, dann nimm doch gleich einen 
AT90USB oder einen ATmega32U4. Da kann man sich dann den FTDi auch 
schenken.
Setze die Dinger Reihenweise ein und bin sehr zufrieden.

Gruß, Ulrich

Autor: Avr Noob (balze)
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:)

Das habe ich meinem Vorgesetzen auch vorgeschlagen.

Wie mein Name aber schon aussagt bin ich noch ziemlich neu bei den AVRs.
Ich programmiere seit 7 Jahren professionell mit Labview. Die 
Atmel-Schiene (C-Programmierung) ist hier erst aufgetaucht seit ich mich 
privat mit den Dingern beschaeftige.
(Die alte Messhardware habe ich nicht verbrochen: BasicStamp2->schauder)

Da wir im wesentlichen Maschinenbau betreiben (incl. Software) wir aber 
keine Hardwareentwicklung machen, haben meine Vorgesetzten Sorge, dass 
wir (im wesentlichen ich) der Neuentwicklung mit AVR nicht gewachsen 
sind.

Ich hingegen wuerde das gerne angehen. Leider gibt es (meines Wissens 
nach) noch keinen XMega mit USB :(

Hast Du vielleicht ein Beispiel-Projekt mit USB-Atmel, das ich mir mal 
ansehen koennte?

Schoenen Gruss,

Balze, der noch AVR Noob

Autor: Axel (Gast)
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Meines Wissens kann man die beliebig verwenden, solange man das Ganze 
nicht "USB Konform" nennt, denn dann muss man eine eigene ID haben.

Wenn man aber anfängt, auf der Verpackung, Werbung etc. ein USB Logo zu 
verwenden, gibt es Ärger, denn das ist rechtlich geschützt und 
Voraussetzung zur legalen Nutzung des Logos ist eben die Konformität die 
eine eigene ID voraussetzt.

Solange man aber nur einen USB Stecker dran hat, der zufällig in der 
entsprechenden Buchse funktioniert und damit nicht wirbt, dürfte es kein 
Problem geben.

Gruss
Axel

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Das man einen passenden Stecker zur Verfügung stellt, wird beim Kunden 
impliziern, dass er es auch anschließen darf. Und wenn dann was nicht 
geht, wird er sich melden...

Zurück zur Entwicklung:
Atmel liefert einen guten Satz Software zu den USB Controllern. Ich 
verwende bislang lediglich das CDC Device, also eine über USB emulierte 
serielle Schnittstelle. Der Quellcode ist gut lesbar und funktioniert 
einwandfrei. Eigene Tasks darin einzuklinken und andere Dinge mit den 
gesendeten oder empfangenen Daten zu machen ist ein Kinderspiel. Man 
unterbricht im cdc_task einfach das hin- und her-Geschubse der Bytes von 
UART nach USB und schon kann man selber was mit den Daten machen.

Gruß, Ulrich

Autor: Axel (Gast)
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"Das man einen passenden Stecker zur Verfügung stellt, wird beim Kunden
impliziern, dass er es auch anschließen darf. Und wenn dann was nicht
geht, wird er sich melden..."

Der Kunde wird mit einer selbsterdachten ID keine Probleme haben. Dazu 
ist die Wahrscheinlichkeit zwei gleiche zu haben, zu gering.

Aber wenn man mit dem USB wirbt, wird das USB Konsortium DIR welche 
machen,m und die sind dann teuer.

Wer also offiziell USB unterstützen muss/soll, der braucht eben auch 
eine offizielle ID. Wer das nicht offiziell macht, braucht sie nicht.

Darum ging es mir.

Gruss
Axel
PS: Natürlich nur meine persönliche Sicht der Dinge.

Autor: AVRUSB (Gast)
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> Meines Wissens kann man die beliebig verwenden, solange man das Ganze
> nicht "USB Konform" nennt, denn dann muss man eine eigene ID haben.

Man muß die Tests bestehen, und das man eine VID hat wird als ganz 
normal angesehen (siehe Kostenaufstellung auf der Seite).


> Atmel liefert einen guten Satz Software zu den USB Controllern. Ich
> verwende bislang lediglich das CDC Device, also eine über USB emulierte
> serielle Schnittstelle. Der Quellcode ist gut lesbar und funktioniert
> einwandfrei. Eigene Tasks darin einzuklinken und andere Dinge mit den
> gesendeten oder empfangenen Daten zu machen ist ein Kinderspiel. Man
> unterbricht im cdc_task einfach das hin- und her-Geschubse der Bytes von
> UART nach USB und schon kann man selber was mit den Daten machen.

Hust ... Das du lediglich einen minimalen Teil der Software benutzt und 
es funktioniert wertet diesen Spaghetti-Code nicht auf. Es gibt in 
dieser Software übrigens keine Tasks, der Id*** der diese Software 
verbrochen hat, verwechselt subroutine mit task. Desweiteren werden dort 
while-Schleifen ohne zweite Abbruchbedingung benutzt, was schlußendlich 
zu halbtoten Geräten am USB führt. Ob dieses wilde Flagzurückgesetze 
durch Wissen oder eher doch durch probieren entstanden ist, wird für 
immer ein Rätsel bleiben ...


Trotzdem viel Spaß ! ;-)

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Das kann ich so nicht bestätigen. Ich muss aber zugeben, dass der erste 
Versuch seitens ATMEL vor über einem Jahr etwas gruselig war.

Andererseits werden Verbesserungen und Hilfegesuche an ATMEL sehr 
umfassend bearbeitet.

Dass das kein echtes Tasking ist, ist mir klar, aber es bietet jedem 
Neuling einen schnellen Einstieg, man erkennt, wo man sich einklinken 
kann und darf.

Also würde ich das so pauschal nicht einfach hinstellen.
Oder hast Du schon verbesserten Code an Atmel geschickt und der wurde 
nicht in die Demos aufgenommen? Ist mir noch nicht passiert.

Gruß, Ulrich

Autor: Ulrich P. (uprinz)
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Natürlich braucht man keine ID, wenn man den USB nicht nutzt und dem 
Kunden auch keine Funktionalität zusagt. Man braucht nicht einmal eine 
eigene ID, wenn man diesen USB nur in spziellen Situationen braucht.
Am Beispiel meiner ATxUSB braucht man keine eigene ID, wenn man den USB 
nur zum Firmware-Update mit dem Atmel FLIP Tool verwendet. Die im 
Bootloader integrierte ATMEL-DFU ID ist dann ausreichend. Allerdings 
bindet AMEL daran ein paar Bedingungen ( Nicht Ändern, Bescheid sagen) 
die man aber für solch einfache Zwecke auch als große Company problemlos 
akzeptieren kann.

Aber das ganze Risiko, das ganze wenn und aber und die vielen 
Diskussionen sind erheblich teurer als eine einmalige Summe von 2kUSD, 
die einem jede rechtliche Sicherheit bringt.

Was man zu Hause macht ist eben etwas ganz anderes als das, was man 
geschäftlich machen kann.
Zu Hause verwende ich auch die MAC Adressen von alten IDE Netzwerkkarten 
auf meinen ARMxy Devices. Verkaufen würde ich das so aber nicht.

Gruß, Ulrich

Autor: Matthias_H (Gast)
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Jörg Wunsch:
> Eine Methode, wie man deren Bedingung aushebeln könnte, wäre es, einen
> Verein zu gründen.  Den muss man zwar als e. V. eintragen lassen (was
> ein paar Euros kostet für den Notar und das Registergericht), aber damit
> ist er eine juristische Person, die eigene Rechtsgeschäfte vornehmen
> kann.  Die Vereinsmitglieder bezahlen dann halt einen (einmaligen)
> Vereinsbeitrag, für den sie das Recht erhalten, eine Anzahl von PIDs
> für die auf den Verein registrierte(n) VID(s) zu nutzen.  Als Mitglieder
> dieses Vereins erfüllen sie die Klausel der usb.org, dass die VID nur
> innerhalb eines Unternehmens genutzt werden darf.

Da wäre ich sofort dabei. Wann und wo ist die Gründungsversammlung? :-)

Gruß
Matthias

Autor: Martin (Gast)
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Meine Antwort ist zwar 3 Jahre zu spät, aber...

> Das Problem bei der VID sehe ich darin, dass es keine Unterteilung der
> PIDs in Segmente gibt. Damit würde sich also ein Produkt, dass die VID
> von FTDI nutzt immer als FTDI Produkt identifizieren und kann nicht
> unter eigenem Logo genutzt werden.

Windows nutzt den im Gerät selbst (!) als String gespeicherten Geräte- 
und Herstellernamen bei der Anzeige "Neues Gerät wurde gefunden". Im 
Gerätemanager wird der Name aus dem Treiber angezeigt. Die VID selbst 
wird nirgendwo in Windows zur Anzeige des Herstellernamens verwendet 
(nur an einer sehr versteckten Stelle im Gerätemanager als HEX-Zahl 
angezeigt).

> Wenn man weiterhing signierte Treiber braucht, wird es etwas teurer

Für Geräte mit USB-Klasse (z.B. "Datenträger") werden ja keine 
(gerätespezifischen) Treiber benötigt. Für die meisten anderen Geräte 
wird ohnehin spezielle Software oder eine Interface-DLL verwendet. Dafür 
könnte der WinUSB-Treiber (ab XP SP 3 Bestandteil von Windows) verwendet 
werden, der bis auf Isochronous Transfers eigentlich alles kann.

>> Meines Wissens kann man die beliebig verwenden, solange man das Ganze
>> nicht "USB Konform" nennt, denn dann muss man eine eigene ID haben.
> Man muß die Tests bestehen, und das man eine VID hat wird als ganz
> normal angesehen (siehe Kostenaufstellung auf der Seite).

Hier kommt es meiner Meinung nach (bin kein Anwalt...) auf die exakte 
Formulierung an. Für eine Formulierung wie "unser Gerät hat einen 
USB-2.0-Anschluss" kann man sicher richtig Ärger bekommen. Gegen eine 
Formulierung "es kann an einen USB-2.0 Anschluss am Rechner 
angeschlossen werden" könnte USB-IF aber wohl nur dann vorgehen, wenn 
der Stecker nicht in die USB-Buchse passt - denn diese Formulierung 
besagt nicht einmal, dass Gerät und PC überhaupt Daten austauschen. Dem 
Kunden hingegen wäre klar, dass es sich um ein USB-Gerät handelt.

Ich selbst favorisiere die folgende Idee:

Ein Verein (siehe oben) oder Verband definiert bestimmte VID:PID 
offiziell nur für einen einzigen Prototypen. Alternativ definieren 
IC-Hersteller VID:PID für eigene ICs. Dabei gibt die PID allerdings den 
notwendigen Treiber an. Beispiel:

1234:FFFE - Gerät, das einen Standardtreiber verwendet (z.B. 
Datenträger)
1234:FFFD - Gerät, das generischen Treiber (z.B. WinUSB) verwendet

Der tatsächliche Gerätetyp und Hersteller wird für diese VID:PID codiert 
in einem oder zwei definierten USB-String-Descriptor(en) (z.B. #1 = 
"myCompany:myDevice") abgelegt (notwendig für Geräte mit generischem 
Treiber).

Martin

Autor: Thomas (Gast)
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Ich wecke hier einmal die Leichen auf.

Eine USB Vendor ID kostet nun 5000 USD!

Soweit ich mitbekommen habe kostete diese am Anfang weniger als 1000 
USD, danach 2000, nun 5000 USD, ich nehme stark an Aufgrund von USB 3.0

In weiteren 5 Jahren dann wohl 7500 USD usw.

Autor: sur5r (Gast)
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Das klingt ja grade so als ob VIDs jetzt Spekulationsgut werden. Vllt. 
sollte man mal die Banker drauf ansetzen, dann ist das USB-IF bestimmt 
schnell kaputt oder die VIDs wertlos oder in Verruf geraten... oder so 
;)

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