Hallo,
ich habe für ein Projekt eine eigene kleine Platine mit einem CC2500 und
einem MSP430F2013 von TI entworfen und leider Probleme beim Funken mit
dem CC2500.
Ich habe die Schaltung des CC2500 komplett von der Schaltung des
RF2500-Demo-Kits genommen, das ich hier erfolgreich im Betrieb habe.
Mein Problem ist, dass das RF2500-Kit nichts vom Selbstbau-Modul
empfangen kann.
Die Software, die auf dem RF2500 und meinem Modul läuft ist nahezu
100%ig die gleiche, nur die SPI-Routinen sind anders. Da aber das
Auslesen der Chip-ID oder -Version problemlos funktioniert, denke ich
nicht, dass in ihnen der Fehler steckt.
Bleibt eigentlich nur noch das Layout, das als Ausschnitt im Anhang ist.
Das Layout ist vielleicht nicht ganz so gut wie das TI-Referenz-Layout,
nur für so schlecht das gar nichts ankommt, halte ich es nicht.
Vorgesehen ist eine 3x2mm Chip-Antenne von Farnell, ich habe es aber
auch schon mit der gleichen Antenne probiert, die auf dem RF2500 auch
drauf ist.
Hat jemand vielleicht ein paar Tipps, voran es liegen könnte bzw. was
man testen könnte?
Kricke
>Was sagt denn der Status vom CC2500 bzw. ein Trace der Statemachine ?
Was genau meinst du damit? Außer dem SPI-Interface überwacht der
Mikrocontroller nur den GDO0-Pin des CC2500. Dieser ist im Modus 0x06,
geht also bei Beginn des Sync-Wortes hoch und am Ende des Paketes auch
wieder runter, wie ich bereits mittels meines Oszilloskops nachmessen
konnte. Daher denke ich schon, dass das Paket aus dem CC2500 rausgeht.
Ich habe aus Spaß mal die Induktivitäten von einem RF2500-Board
heruntergelötet und auf meine Platine gelötet. Resultat: Meine Platine
sendet scheinbar immer noch nichts, aber lustigerweise kommt in etwa 50%
der Fälle noch etwas von dem ausgeschlachteten RF2500-Board am zweiten
(ganzen) RF2500-Board an.
Muss man das verstehen?
Auch wenn sich die Resonanz hier in Grenzen liegt, eine Neuigkeit: Ich
habe nunmal den Mikrocontroller auf meiner Platine mit dem Funkteil des
RF2500-Boards verbunden, was problemlos funktioniert. Also an der
Software bzw. Ansteuerung liegt es damit dann definitiv nicht mehr.
Nachdem auch der Austausch der Induktivitäten nichts brachte, habe ich
mal die Kondensatoren des Balun-Netzwerkes direkt am CC2500 (2x 100p)
abgelötet und einen selbstgebastelten gefalteten Dipol angehängt, aber
auch das funktioniert nicht. Bleibt eigentlich nur noch der CC2500
selber, oder?
Wie sieht denn der Empfang aus ? RSSI ... ändert sich dort etwas ?
Bei Änderungen des vorgelegten Layouts und der Bauteile können solche
Fehler auftreten. Da hilft nur Messen und systematische Fehlersuche. Ich
würde aber auch das TI-Layout und die Bauteile aus der TI-Schaltung
benutzen, da ich Messtechnisch bei den Frequenzen nichts messen kann.
Den RSSI-Wert müsste ich mal kontinuierlich auslesen, mir fehlt auf
meiner Platine nur eine Schnittstelle dafür. Muss ich mir mal was
einfallen lassen.
Ich habe mich beim Layout ja durchaus an den TI-Vorgaben orientiert, nur
ist auf der Platine schlichtweg nicht genug Platz, um das Layout 1:1 zu
übernehmen.
Die systematische Fehlersuche ist schwierig ohne geeignetes Equipment,
aber zumindest kann ich jetzt definitiv sagen, dass die Software in
Ordnung ist und auch die Chip-Antenne, die ich vorgesehen habe,
funktioniert auf dem RF2500. Die Induktivitäten werde ich leider erst
Dienstag austauschen können, aber es hat ja auch bereits mit den
Induktivitäten des RF2500 nicht funktioniert.
Vielleicht komme ich in der Woche an einen geeigneten
Spektrum-Analysator, vielleicht gibt das ja neue Erkenntnisse.
Wenn ansonsten jemand noch Vorschläge hat, egal wie abwegig, nur her
damit.
> die aber angeblich eine maximale Frequenz von 300MHz haben (Warum> Farnell sie trotzdem unter RF führt, sei mal dahingestellt.). Das würde> erklären, warum nichts ankommt.
Das scheint wohl nur ein Fehler auf der Webseite zu sein. Was soll man
mit 4.7nH bei 300MHz anfangen?
Vielleicht liegt in dem neuen Layout die Lastkapazität des Quarzes zu
sehr daneben? Testweise könnte man einen der 27pF durch einen Trimmer
ersetzen. Eine Messung der Quarzfrequenz mit einem Frequenzzähler wäre
auch denkbar, sofern man es schafft, den Quarz dabei nicht zu belasten.
Also, meine Platine sagt mir, dass der empfangene RSSI-Pegel um die
-100dBm liegt, ein paar dB Streuung jeweils. Das gleiche empfange ich
mit dem RF2500 wenn kein Sender an ist, mit Sender sind es so um die
-30dBm. Ich habe das Gefühl, als würde durch mein Balun-Netzwerk nichts
durchgehen.
> Das scheint wohl nur ein Fehler auf der Webseite zu sein. Was soll man> mit 4.7nH bei 300MHz anfangen?
Das habe ich mich auch schon gefragt und scheinbar liegt es ja auch
nicht an den Induktivitäten.
>Vielleicht liegt in dem neuen Layout die Lastkapazität des Quarzes zu>sehr daneben? Testweise könnte man einen der 27pF durch einen Trimmer>ersetzen. Eine Messung der Quarzfrequenz mit einem Frequenzzähler wäre>auch denkbar, sofern man es schafft, den Quarz dabei nicht zu belasten.
Der Quarz arbeitet mit exakt 26MHz, das hatte ich bereits überprüft.
Abgesehen davon nutze ich die Kalibrierungsfunktion des CC2500 und ich
meine auch, dass ich irgendeine Veränderung im RSSI haben müsste, selbst
wenn Empfangs- und Sendekanal leicht variieren.
Aber danke für den Tipp.
So, ich habe die TI-RF2500-Platine nun mit meinen Bauteilen bestückt und
die abgestrahlte Leistung ist zwar um 10-15dB geringer, aber es
funktioniert grundsätzlich sehr gut. Dann muss es ja wirklich an meinem
Layout liegen, auch wenn ich das nicht ganz nachvollziehen kann.
Ja, bin weitergekommen. Die Quarz-Frequenz stimmte doch nicht ganz,
weshalb ich auf einem anderen Kanal gesendet habe, als ich eigentlich
dachte. Bei der Messung der Frequenz muss die Kapazität der Sonde die
Quarzfrequenz genau in den richtigen Bereich verschoben haben, mehr als
die 20ppm Abweichung des Quarzes konnte ich nicht feststellen.