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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 4pol Festplatten-Schrittmotor ansteuern


Autor: Pascal G. (funkycoder)
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Hallo,

die Frage ist ja recht häufig, allerdings scheint mein Schrittmotor sich 
ein wenig von den anderen zu unterscheiden. Er stammt aus einer relativ 
neuen WesternDigital-Platte und ist komplett unbeschriftet.

Er hat 4 Anschlüsse (nenne sie mal B, G, R, S) und lässt sich problemlos 
mit 5V, max. 500mA betreiben.

Die Spulen sind in 90°-Winkeln angeordnet, also in jeder phase rastet 
der Motor in 4 90° versetzten Winkeln ein. Ich habe 12 Phasen ausfindig 
gemacht, für eine Umdrehung wiederholen sie sich also 4mal, macht 48 
Schritte oder 7.5°

Die Steuersequenz für eine Viertelumdrehung folgt, dabei ist der 
Anschluss bei (+) mit +5V verbunden, (0) mit Masse, die anderen beiden 
jeweils gar nicht.
Schritt  1  2  3  4  5  6  7  8  9  10 11 12
    (+)  G  G  B  S  S  S  B  R  R  R  B  G
    (0)  B  R  R  R  B  G  G  G  B  S  S  S

Kommt das jemandem bekannt vor?

Wie steuere ich das am besten an? (interessiere mich hauptsächlich für 
den Part der hinter den Digitalausgängen eines beliebigen µCs liegt)

Reicht es vielleicht sogar, einfach vier Wechselspannungen anzulegen 
(zwischen +5V und -5V, statt unbeschaltet dann 0) -- wobei B 
seltsamerweise die doppelte Frequenz der anderen haben müsste?

(oder ist B eigentlich Masse, und es reichen drei Wechselspannungen an 
R, G und S?)

Sorry nochmal für meine Ahnungslosigkeit, aber irgendwann muss man ja 
mal anfangen...

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Könntest du mal ein Foto von dem Schrittmotor machen?
Irgendwie glaube ich nämlich nicht so recht, dass es ein Schrittmotor 
ist. Den letzten Schrittmotor den ich in einer Festplatte gesehen habe, 
war irgendwo im Bereich <100MB.

Autor: Pascal G. (funkycoder)
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Ja es könnte auch ein Brushless-Motor sein -- kann man das von außen 
unterscheiden?

Foto bringt nichts, denn das Teil ist noch in der Festplatte drin, es 
sieht aus, als müsste man den Motor selbst zerlegen, um ihn vom Gehäuse 
zu trennen...

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Wenn es der Motor ist, der die Festplatte gedreht hat, dann ist es ein 
BLDC.
Die 4 Anschlüsse sind dann in Wirklichkeit vermutlich die 3 Phasen + 
Sternmittelpunkt, was sich leicht anhand des Widerstands messen lassen 
sollte.

Autor: Pascal G. (funkycoder)
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Was sollte man denn messen?
Vielleicht ist mein Baumarkt-Multimeter ungeeignet, aber ich messe 
zwischen sämtlichen Anschlüssen 2Ohm.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Es sollten sich zwischen 3 der Anschlüsse die gleichen Widerstände von 
je 2xR messen lassen und vom 4. Anschluss zu den restlichen jeweils 1xR.

Autor: Pascal G. (funkycoder)
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Ah, ok. Jetzt habe ich einen bisschen geringeren Widerstand zwischen B 
und den restlichen.

Bedeutet das nun, dass der Motor 3x4 Spulen jeweils zwischen B und R,G,S 
hat?

Gibt es dafür eine genaue Standardbezeichnung, oder kann ich einfach 
jede 4pol-BLDC-Treiberschaltung verwenden?, etwa 
http://modelluboot.de/~BLMC/?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Pascal G. wrote:
> Bedeutet das nun, dass der Motor 3x4 Spulen jeweils zwischen B und R,G,S
> hat?

Nein, er hat 3 Spulen: Je eine von B nach R,G,S, daher der doppelte 
Widerstand zwischen R,G,S untereinander als zwischen R,G,S zu B.

> Gibt es dafür eine genaue Standardbezeichnung, oder kann ich einfach
> jede 4pol-BLDC-Treiberschaltung verwenden?, etwa
> http://modelluboot.de/~BLMC/?

Prinzipiell geht jede, in der Praxis aber nicht. Zumindest habe ich die 
Erfahrung gemacht, dass sich eine Festplatte etwas anders verhält als 
ein Modellbau BLDC Motor, wofür die meisten Schaltungen ausgelegt sind.
Daher gibt es häufig Anlaufprobleme.

Autor: Pascal G. (funkycoder)
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Hm, ok. Und welche "Minimalfeatures" bräuchte eine Schaltung, um diesen 
(potentiellen) Problemen zu begegnen?
(ich dachte, es reichte ein TTL-Signal verstärken zu können und den 
Stromfluss zu messen)

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