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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik PC mit Konensator Notversorgen


Autor: M. .D (barracuda)
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Hi Leute

Bin in dieser Diskussion ( Beitrag "Kondensator Ladeelektronik" ) 
auf folgenden Kommentar gestossen:

Ich hatte mal einen 10mF 385V Elko als Kurzzeit Notstromversorgung für
meinen PC verwendet.
Beim Einschalten hatte ich einen Softstart eingebaut:
Sobald der Ladestrom des Elkos über etwa 1A ging, wurde die Stromzufuhr
unterbrochen, und im nächsten Nulldurchgang wieder eingeschaltet.

als 1.) Interessiert mich: Softstart? Wie wird das realisiert? Und was 
bewirkt es (bezieht sich auf die Spannungsversorgung welche auf den 
Kondensator trifft?!)

2.) Nulldurchgang?

3.) Mein PC hat ein 550W Netzteil welches auch gut ausgelastet wird. 
Welche Kapazität müsste ein Kondensator in etwa haben um meinen PC, 
sagen wir mal, 1 Minute mit Strom zu verorgen? (Kann ja auch mehrere 
kleine parallel schalten!?)

Autor: Der Gast (Gast)
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Das wird ein riesen Kondensator mach dich mal darauf gefasst ;)
Diese 'Notstromversorgung' könnte ich mir vorstellen das die
vielleicht für kurze Netzausfälle Instabilitäten die Eingangspannung
puffert ansonsten ist diese Lösung der totale Quatsch.

Autor: holger (Gast)
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>3.) Mein PC hat ein 550W Netzteil welches auch gut ausgelastet wird.
>Welche Kapazität müsste ein Kondensator in etwa haben um meinen PC,
>sagen wir mal, 1 Minute mit Strom zu verorgen? (Kann ja auch mehrere
>kleine parallel schalten!?)

Besorg dir mal ne USV. Mit Millifarad wird das nichts.
Nur mit dicken Akkus kann man da was machen.

Autor: M. .D (barracuda)
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Die Lösung der USV ist mir bekannt, doch ich hegte die Hoffnung das es 
auch anders gehen würde;)

Habe ich denn den lieben Herrn im Beitrag missverstanden?

Autor: MeinerEiner (Gast)
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Bei nem alten PC-Netzteil von mir waren die Pufferelkos am Eingang dick 
genug, dass man den Stecker rausziehen und in der Steckdose daneben 
einstecken konnte, ohne dass der PC ausging (musste man natürlich 
schnell genug machen).

Ansonsten läuft bei mir auch ne USV, da sind auch mal 5-10 min. Störung 
kein Problem. Und ich glaub ne gebrauchte USV geht bei E*ay billiger her 
als die nötige Menge Kondensatoren.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Marius Dubach wrote:

> Habe ich denn den lieben Herrn im Beitrag missverstanden?

Falls du damit mich meinst:
Jain. Also prinzipiell geht das, die Überbrückungszeit liegt aber bei 
rund 450Ws/500W=ca. 1s.
Reicht für einen kurzen Spannungseinbruch, für mehr aber nicht.
Ich bin mittlerweile auch auf eine USV umgestiegen, da es doch die 
bessere Lösung ist.

Autor: M. .D (barracuda)
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okay, danke für die eindeutigen antworten;)

Autor: Anselm (Gast)
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Mal rechnen...

Nun haben wir die Ladungsmenge 1F = 1 As/Volt
zu liefernder Strom =
->
Echt so wenig, ich hätte mit einigen Farad gerechnet.
Oder bin ich heute Vormittag nur etwas verpeilt ???

Anselm

Autor: Klaus2 (Gast)
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...naja, aber dann ist der Elko auch kompletto leer. Und wenn die Spg 
auf 1xx Volt abgefallen ist, wird da eh Sense sein?!

Zumal 280mF / 325V schon ein ziemlicher Klopper ist...

Klaus.

Autor: Anselm (Gast)
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Klar, verdoppeln musst du dann mindestens, mir gings nur um die 
Rechnung..

Autor: nemon (Gast)
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die in einem kondensator gespeicherte energie ist 0,5*C*U². wenn dein 
rechner eine minute lang gebrückt werden soll, brauchst du 
500W*60s=30.000Ws. wird der kondi mit 325V geladen, ergeben sich 0,568mF 
benötigte kapazität. dazu natürlich noch eine schaltung, die daraus 
konstante gut 300V macht, um das SNT hinter dem gleichrichter zu 
speisen. der Unterschied zu obiger rechnung ist dadurch zu begründen, 
dass die spannung beim entladen sinkt und wenn nur der strom, aber nicht 
die leistung konstant gehalten wird, die leistung auch absinkt der 
rechner will aber eine konstante leistung bekommen, von dahewr darf 
nicht, wie oben mit einem konstantstrom gerechnet werden.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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30kJ ist ne Menge. Wenn man bedenkt, dass ein Gewehrschuss nur rund 1kJ 
hat, dann kann man sich vorstellen was passiert, wenn die Energie sich 
zu schnell entläd...

Autor: GB (Gast)
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> Echt so wenig, ich hätte mit einigen Farad gerechnet.
> Oder bin ich heute Vormittag nur etwas verpeilt ???

Das letztere.

1. Netzteil-Ausgangsseite 500W --> Eingangsleistung ca. 750W
2. 750W*60s = 45kJ
3. Weitbereichseingang vorausgesetzt: min. Eingangsspannung 85VAc --> 
ca. 120VDC Spannung am Kondensator darf bei 230VAc (325VDC) um 205V 
einbrechen.

E = 0,5 C U^2 --> C = 2E/U^2
C = 90kJ/(205V)^2 = 2,14F

Autor: Anselm (Gast)
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Schade dass kaum einer die LaTeX-Syntax kann, ist so viel 
übersichtlicher
(math)E = 0,5 \cdot C \cdot U^2 -> C = \frac {2E}{U^2}(/math) - math in 
eckige Klammern
(math)C = \frac {90kJ}{205V^2} = 2,14F (/math) - math in eckige Klammern

so finde ich es deutlich leicher zu lesen.
Danke für deinen Hinweis ;))

Gruß Anselm

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Richtiger so:
oder so:
 ;-)

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Da ist immer noch ein Fehler drin:
2,14F und 325V sind 90kJ
Wenn sich die 2,14F auf 120V entladen haben, sind noch etwa 15kJ drin.
Somit wurden 75kJ abgegeben:
75kJ/750W=100s und nicht 60s. Daher reicht ein kleinerer Kondensator von 
etwa 1,3F.
Man darf nicht direkt mit der Spannungsdifferenz rechnen, da die 
Spannung quadratisch in die Rechnung mit eingeht.

Autor: Anselm (Gast)
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@Lothar 42KV im quadrat? oO scnr

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Anselm wrote:
> @Lothar 42KV im quadrat? oO *scnr*
Nein, eher:

Autor: M. .D (barracuda)
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ganz ehrlich, mir schwirrt der Kopf^^ (und ich ging auchdavon aus, dass 
der Thread abgeschlossen sei, darum kam ich länger nicht mehr vorbei;))

Aber wenn ich euch recht verstanden habe würde es also doch gehen?! Ich 
könnte mit einem Kondensator mit 1.3 Farad meinen PC 60 Sekunden lang 
versorgen?!

Müsste ich dann die Netzspannung auf 325 V erhöhen, damit dn Kondensator 
(oder die Kondensatoren) laden und die von den Kondensatoren abgehende 
Spannung wieder auf 230V heruntersetzen?!

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Marius Dubach wrote:

> Aber wenn ich euch recht verstanden habe würde es also doch gehen?! Ich
> könnte mit einem Kondensator mit 1.3 Farad meinen PC 60 Sekunden lang
> versorgen?!

Wenn du einen 1,3F Kondensator mit >350V bekommen kannst, und die 
notwendigen Räume hast um den unterzubringen, ja.

Autor: scherzkeks (Gast)
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Gaaanz wichtig : es muss ein Wechselspannungskondensator sein (nicht zu 
verwechseln mit den Farbkondensatoren)

Autor: Tim T. (tim_taylor)
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Machen wirs kurz:

Becher-Elko 40x105mm mit 1.000µF/385Volt kostet 14,40€ bei Angelika.

Davon brauchst du 1.300 Stück.

Diese haben etwa ein Gesamtvolumen von nem kleinen Kühlschrank (Würfel 
mit 60cm Kantenlänge).

Und kosten mehr als das Taschengeld eines Jugendlichen was er im laufe 
seines Lebens bekommt (18.720€).

Autor: Anselm (Gast)
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Thx Lothar, heut ist mein BlondinenTag g

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Anselm wrote:
> Thx Lothar, heut ist mein BlondinenTag *g*
De nada,
du hast mich mit deiner Hartnäckigkeit fast ins Grübeln gebracht ;-)

Autor: Tim T. (tim_taylor)
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Marius Dubach wrote:
> 2.) Nulldurchgang?
Die Netzspannung ist ein Sinus und der hat Nullstellen (Schnittpunkte 
der Abszisse/x-Achse)

> als 1.) Interessiert mich: Softstart? Wie wird das realisiert? Und was
> bewirkt es (bezieht sich auf die Spannungsversorgung welche auf den
> Kondensator trifft?!)
Generell geht es beim Softstart um Einschaltstrombegrenzung, eine 
Möglichkeit dazu ist die Spannungsbegrenzung.
Nachdem du jetzt weißt was Nulldurchgänge sind, kannst du dir eventuell 
vorstellen das es günstig ist in Momenten zu schalten wo der Sinus einen 
Nulldurchgang macht und nicht etwa dort wo er maximal ist. In dem 
Zusammenhang kannst du ja mal Richtung Wikipedia/ unter 
Phasenabschnittssteuerung, Triac und Thyristor schauen. Eine Idee dazu 
ist immer nur den Anfang einer Halbwelle (Phasenabschittssteuerung) mit 
zu nehmen und damit den Kondensator aufzuladen, sobald dieser eine 
gewisse Ladung hat, kann man weitere Teile der Halbwelle (höhere 
Spannungen) mitnehmen bis er schließlich die Ganze Halbwelle bekommt.

> 3.) Mein PC hat ein 550W Netzteil welches auch gut ausgelastet wird.
> Welche Kapazität müsste ein Kondensator in etwa haben um meinen PC,
> sagen wir mal, 1 Minute mit Strom zu verorgen? (Kann ja auch mehrere
> kleine parallel schalten!?)
Das es viel zu teuer ist und auch sonst eher unpraktisch sollte dir nach 
meinem obrigen Post klar sein. Ansonsten ja, man kann mehrere kleine 
Kondensatoren parallel schalten.

Autor: M. .D (barracuda)
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Danke Tim T. für die beantwortung der anderen Fragen

allen anderen gillt natürlich auch mein Dank, nicht zuletzt weil ich 
jetzt ein neues Sparziel vor Augen habe;p

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