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Forum: FPGA, VHDL & Co. Eingebaute SRAM auslesen


Autor: destruktiv (Gast)
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Hallo,
ich hätte mal eine Frage und hoffe, dass mir diese jmd beantworten kann. 
Ich besitze einen alten Drumcomputer/Sampler (EMU SP-12 Turbo). Die 
Daten werden auf einem C64 Laufwerk gespeichert, was aber immer sehr 
lange dauert. Daraufhin habe ich überlegt, ob es keine Möglichkeit gibt 
die Daten direkt aus dem Speicher zu lesen. Es handelt sich um 
SRM2064c15, diese werden von einer Batterie gepuffert, so dass die Daten 
auch beim Ausschalten noch vorhanden sind.

Im Anhang habe ich ein Bild vom Inneren der SP12 gehangen. Danke schon 
mal im voraus.

Gruß,
Christoph

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> ob es keine Möglichkeit gibt die Daten direkt aus dem Speicher zu lesen.
Dazu bräuchtest du die genaue Beschaltung der Ansteuerlogik. Dann 
könntest du den "eingebauten" uC/Steuerlogik in den Resetzustand 
versetzen und danach mit einem anderen uC auf die SRAMs zugreifen und 
mit diesem die Daten auf ein schnelleres Medium (SD-Karte, CF...) 
speichern. Dazu sind aber heftige Eingriffe in die Platine nötig. Das 
(nicht kleine) Risiko ist, dass du eine neue SP12 brauchst... :-/

So wie die Platine aussieht, könnte es aber Probleme geben, die SRAMs 
zuverlässig von der restlichen Logik abzuhängen...

Autor: Andreas (Gast)
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So kompliziert hört sich das jetzt nicht an:

Es gibt Adapter welche auf 24/28 poligen DIL ICs aufgesetzt werden 
können und alle Signale abgreifen. an diesem lässt sich dann ein 
Logic-Analyser oder eine kleine Schaltung anschliessen ( mittels sehr 
kurzen Käbelchen )
Nun ist es wohl das einfachste das Einschreiben in die Rams abzugreifen 
und die Daten parallel in einen Schattenspeicher zu schreiben und diesen 
auszulesen.
Spontan fällt mir hier das Stichwort PollinBoard ein, welches wohl ein 
SRAM besitzt. Also eine kleine Schaltung im CPLD implementieren welche 
die Daten parallel mit in den SRAM schreibt und anschliessend vom PC aus 
dem Pollin SRAM auslesen...

Gruss

Andreas

Autor: destruktiv (Gast)
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Vielen Dank erstmal,

die Variante von Lothar klingt mir eindeutig zu kompliziert und riskant. 
Über die Möglichkeit mit den Adaptern habe ich auch schon mal 
nachgedacht, also ob sowas gehen würde.

Aber ich denke, dass mir das alles zu kompliziert ist. Wenn man mit 
einem Adapter oder einer kleine Modifikation den Speicher zb über eine 
serielle Schnittstelle hätte ausgelesen werden können, hätte ich mich 
mit dem Thema weiter beschäftigt.

Ich werde wohl an meinem Sample Dumper weiter schreiben.

Vielen Dank nochmal und falls jmd noch eine andere Idee hat, wäre es 
nett wenn er diese schreiben würde.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Es gibt Adapter welche auf 24/28 poligen DIL ICs aufgesetzt werden
> können und alle Signale abgreifen.
Aber nicht die CS der anderen RAMs, und das sind einige :-/

> an diesem lässt sich dann ein
> Logic-Analyser oder eine kleine Schaltung anschliessen
Meines Erachtens ging es darum, den täglichen Gebrauch des 
C64-Laufwerks zu umgehen, um das normale Laden und Speichern 
abzukürzen.

Autor: Andreas (Gast)
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Hallo Lothar,

die cs der anderen speicher wären auch nicht schwerer zusätzlich 
abzugreifen ( kleine Klemmen ). Das Ziel war wohl die bearbeiteten daten 
nicht auf die 1541 speichern zu müssen wenn ich es richtig gelesen habe.

Zu meinen damaligen Zeiten hätte ich wohl geschaut, wie der IEC 
implementiert ist. Beim C64/1541 Gespann war es so z.B. problemlos 
möglich die Transferrate um mehrere Faktoren zu steigern im Endausbau ( 
mit parallelem Interface zw. C64 und 1541 und zusätzlichem internen 
Speiceher für die 1541) knapp Faktor 20?

Oh Gott ist das lange her...

Gruss

Andreas

Autor: Matthias (Gast)
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>Die Daten werden auf einem C64 Laufwerk gespeichert, was aber immer sehr
>lange dauert. Daraufhin habe ich überlegt, ob es keine Möglichkeit gibt
>die Daten direkt aus dem Speicher zu lesen.

Ein paar Fragen tun sich da auf:

1. Warum dauert das Speichern so lang
2. Wie kompliziert ist die Ansteuerung der Floppy-Laufwerks

Wichtig wäre zu wissen, wo der Flaschenhals ist. Am Floppy Controller 
oder im Laufwerk selber.

Wenn die Laufwerksansteuerung nicht zu kompliziert ist, dann wäre 
vermutlich
eine Floppy-Emulation die bessere Lösung (Sowas gabs hier schon im Forum 
als Diskussion. Da wolle jemand ein 3,5" Laufwerk durch einen USB Stick 
ersetzen)

An den Steuersignalen des RAMs und an der Platine selber würde ich 
nichts machen. Wenn man nicht vor hat die Platine versehentlich zu 
killen. Ein Anstöpseln am Laufwerksanschluss sollte das kleinere Risiko 
sein.

Autor: Xenu (Gast)
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Also ich an Deiner Stelle würde mir ein 512k-SRAM nehmen, mit einem CPLD 
als Steuerlogik verbinden und das dann anstatt dem vorhandenen SRAM 
anschliessen.

In das CPLD könntest Du dann noch eine serielle Schnittstelle 
implementieren, mit dem Du dann den Speicher auslesen kannst.

Autor: destruktiv (Gast)
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@ Matthias

da habe ich auch schon drüber nachgedacht, aber ich denke nicht, dass 
dies was an der Geschwindigkeit ändert. Die andere Möglichkeit wäre es 
ein SampleDump Programm für den PC zu progammieren, womit ich schon 
angefangen habe. Das Problem ist, dass die SP-12 mit Handshakes 
arbeitet. Und mein Programm kann nur SYSEX Daten senden, aber noch nicht 
empfangen, weil ich nicht verstehe wie das programmiert wird.

Nur mal ein kleines Beispiel für die Geschwindigkeit:

Speichern von Samples:
DUMP             1:42
5,25 Laufwerk    12:05
Datasette        12:15


Aber das nur am Rande. Mir ging es bei meiner Frage halt drum, ob dies 
allgemein möglich wäre.

Danke erstmal an Alle. Wirklich ein tolles Forum mit einem super 
Support.

Gruß,
Christoph

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