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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Motor mit automatischer Drehzahlanpassung


Autor: Luca Di dio (lou881)
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Hi,

ich möchte euch mal mein Projekt vorstellen. ich habe vor einen Motor 
(Datenblatt angehängt) im rechts und linkslauf zu betreiben. Dabei will 
ich die Drehzahl für beide Drehrichtungen erfassen und einstellen 
können.

Für den Mikrocontroller hätte ich an einen AtMega8535 gedacht, mit dem 
ich einen Mosfet ansteuere um die Motordrehzahl regeln zu können.
Den rechts und linkslauf wollte ich durch eine H-Brücke realisieren, die 
mithilfe eines Relais geschalten wird.
Die Drehzahl wollte ich mit Reed-Kontakten überwachen 
(Interrupt-Routine?) und wenn es vom vorgegebenen Wert abweicht 
gegebenfalls korrigieren. Den Wert wollte ich mittels jumper für den 
rechts und linklauf einstellbar machen da diese höchstwahrscheinlich 
voneinander differieren werden.

Ich glaube das ich einen (oder bestimmt mehrere) Denkfehler habe...
Das was mir am meinsten auffällt ist das ich die Drehzahl bestimmt über 
den Strom regeln werde und das ich mir sicher bin das ich den Mosfet 
bestimmt nicht analog anfahren kann so wie ich mir meine Schaltung 
vorstelle...

Als Programmiersprache wollte ich entweder C oder Compiler vorsehen 
(Keil µVision oder AVR Studio).

Ich weiss nicht ob das was ich mir da vorstelle überhaupt realisierbar 
ist. Wäre schön wenn Ihr mal einen Blick auf meine Planung werfen 
könnten und mir vielleicht noch ein paar Tips geben könntet bevor ich 
irgendetwas kaufe, Zeit investiere und danach nichts rauskommt ;-)

Gruß

lou

Autor: Axel Düsendieb (axel_jeromin) Benutzerseite
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Hallo Luca,
ob es eine gute Idee ist die Richtungsumschaltung mit Relais Kontakten 
zu machen hängt von Diener Spannungsversorgung ab.
Normaler Weise würde man nur eine H-Brücke mit 4 Mos-FET´s nehmen und 
diese dann mit PWM ansteuern. Bei der PWM wird das Einschalt- 
Ausschaltverhältniss geänder und es entstehen nicht so viele Verluste in 
den FET´s.
Die Drehzal sollte über einen Hallgeber, Drehgeber etc direkt an der 
Welle erfasst werden, geht glaube ich am einfachsten.

Schau mal in den Artikeln hier im Forum, da gibt es zu PWM und H-Brücke 
einiges zu lesen.


Axel

Autor: Luca Di dio (lou881)
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Tagchen,
nach langem hin und her hab ich mich für einen H-Brückenbaustein 
entschieden. Es handelt sich hierbei um den L 298 (Hab ein Datenblatt 
eingefügt).
Er besitzt zwar eine Doppel-H-Brücke aber ich habe vor nur eine von 
beiden zu verwenden. Nun stellt sich mir die Frage, kann ich den L298 
direkt mit einem AtMega8535 anfahren oder sollte ich das lieber über 
einen Transistor regeln?

Mir ist immer noch nicht klar wie ich den Motor in der Geschwindigkeit 
steuern werde. Am liebsten wäre es mir ich würde es schaffen die 
Drehzahl zu erfassen und zu steuern. In der Praxis wird es wohl eher so 
aussehen das ich Poti´s für den rechts und linkslauf verwenden werde. 
Wäre nett wenn auch hierzu jemand eventuelle Erfahrungen oder Meinungen 
posten würde.

Entschuldigt die bestimmt dümmlichen Fragen, bin aber auf dem Gebiet ein 
absoluter Neuling und versuche mich selber einzuarbeiten.

Gruß

Lou der sich jetzt an der Programmierung des Atmega versucht

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Luca Di dio schrieb:

> Mir ist immer noch nicht klar wie ich den Motor in der Geschwindigkeit
> steuern werde. Am liebsten wäre es mir ich würde es schaffen die
> Drehzahl zu erfassen und zu steuern.

Du willst sie 'regeln'
Was spricht dagegen die Drehzahl zu erfassen? Mit einer kleinen 
Lichtschranke und einer Markierung auf der Welle/Zahnrad/was_auch_immer 
bist du dabei.

Autor: Luca Di dio (lou881)
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Hallo Karl Heinz,
Danke für deine Antwort.
einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch. Aber wenn ich die Drehzahl 
erfasse, muss ich sie doch in den MC einlesen um sie auch steuern zu 
können. Soweit komme ich noch mit. Aber mein Problem liegt darin das ich 
nicht weiß wie ich z.B. die Spannung begrenzen kann um eine 
Drehzahlregelung hinzubekommen.
Gruß
lou

Autor: Denis G: (denis)
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das Zauberwort hat den Namen  "pwm"

Autor: Luca Di dio (lou881)
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Denis G: schrieb:
> das Zauberwort hat den Namen  "pwm"

oh, verdammt, hatte ja schonmal weit entfernt was davon gehört gehabt ;)

manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, Dankeschön!

Ich halt euch auf dem laufenden

Autor: Christian (Gast)
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Ich würde mir das mit dem L298 nochmal überlegen. Der Motor hat 2,85A 
Dauerstrom bei Volllast. Das bedeutet der Anlaufstrom wird weit hoher 
sein. Der L298 kann maximal 3A pro Brücke für maximal 100µs vertragen. 
Du kannst die Beiden Brücken parallel schalten. Dann kann der L298 schon 
immerhin 4A dauerhaft schalten. Aber besonders viel sicherheit hast du 
da nicht mehr nach oben.

Weiter hat der L298 keinerlei integrierte Sicherheitsmechanismen wie zb. 
Überstromschutzeinrichtungen oder Übertemperaturschutz. .

Es gibt wunderschöne neuere Motortreiber mit integrierter Logik die 
alles das bieten. Als Beispiel wären der vnh3sp30 oder der IR3220s. 
Beide beinahe unzerstörbar und sehr viel Leistungsfähiger als der L298.

Und als Übung ist immer gut, erst mal eine LED mit pwm zu dimmen bevor 
der wirkliche Motor dran hängt.

PS. Ist n schönes Projekt :)

Mfg Christian

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