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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Strombelastbarkeit eines Trafos berechnen ?


Autor: Andreas (Gast)
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Hallo, ist es irgendwie möglich, die belastbarkeit eines Trafo´s zu 
errechnen ? Er stammt aus einer Flügeltor-Steuerung. Der Gleichrichter 
ist ein 10A Typ. Eine Wiklung hat 4.6 mH, eine 19mH und eine 30mH.

Danke !!!

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Theoretisch ja.

Eine Möglichkeit wäre die Kernabmessungen nachzuschauen, für jeden 
Kerntyp gibt es einen Leistungsbereich in dem er überlicherweise 
verwendet wird.

Eine andere Möglichkeit wäre über die Wicklungswiderstände/Oberfläche 
die maximale Verlustleistung und somit den Strom zu errechnen.

Beides ist aber nur eine grobe Abschätzung.

Mess mal folgendes:
- Ausgangsspannung
- Wicklungswiderstände
- grobe Abmessungen des Trafos

Autor: Schwups... (Gast)
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Schau mal hier ob sich durch Formelumstellungen dein Problem
mit den hier gezeigten Berechnungen nicht lösen läßt.
Die Windungszahlen sind ja ohne Abwickeln nicht ermittelbar,
aber die Drahtdicke läßt sich, sofern der Trafo nicht vergossen
ist, oft an den Klemmen mit einem Meßschieber ermitteln.

http://www.ne555.at/elektronik-grundlagen/analogte...

Autor: Andreas (Gast)
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Spannungen sind : 0-12-22-27
Wdst:0,2 - 0,3 - 0,35 ohm
Trafo außen : 8,5cm breit, 7cm hoch, 4,5cm tief
Kern : 3cm breit , 4,5 cm hoch , 4,5cm tief

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Und der Widerstand primär?

Autor: Andreas (Gast)
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Primär : 14,5 ohm

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Grobe Werte die mir meine Software ausspuckt:
Ausgehend von 6W Verlustleistung (abgeschätzt anhand der Abmessungen) 
komme ich auf etwa 60VA:
Die Verteilung (über die Widerstände) wäre dann in etwa so:
12V 0,75A
22V 1A
27V 1A

Autor: Schwups... (Gast)
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Wahrscheinlich eher geschätze
12V 1,5A
22V 0,75A
27V 0,75A

Nierigere Spannungen sind in der Regel höhrer belastbar als
höhere Spannungen.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Schwups... schrieb:
> Wahrscheinlich eher geschätze
> 12V 1,5A
> 22V 0,75A
> 27V 0,75A
>
> Nierigere Spannungen sind in der Regel höhrer belastbar als
> höhere Spannungen.

wenn man einen Trafo produziert und z.B. 12V mit ein paar mA für die 
Logik braucht und ein paar A für den Motor wird man den auch so 
auslegen...

Welche Regel sollte da also gelten?

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Schwups... (Gast)
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Erfahrung und was der Markt so bietet.
Ich würde mal die Drahtstärke der Sekundärwicklungen messen,
falls das nicht zuviel verlangt ist.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Bei der Drahtstärke muss man dann noch etwa 0,1-0,2mm für den Lack 
abziehen.

Falls sich jemand fragt wie ich auf die Werte weiter oben komme:
Ich gehe von den gegebenen Spannungen und Widerständen aus:
12V: 0,2Ohm
22V: 0,3Ohm
27V: 0,35Ohm
Daraus errechne ich den Widerstand pro Volt:
12V: 16,7mOhm/V
22V: 13,6mOhm/V
27V: 13,0mOhm/V

Diese Werte sollten den Querschnitt des Drahtes abbilden, wenn man mal 
den zunehmenden Durchmesser weiter außen vernachlässigt.
Demnach hat die 12V Wicklung einen dünneren Draht als die 22V und die 
27V Wicklung, und dementsprechend verteile ich die Ströme. 
Ausgangsspannung/Widerstand pro Volt ergibt dann folgende 
Leistungsaufteilung:
12V: 16,3%
22V: 36,7%
27V: 47,0%

Mit den 60VA die aus einer Abschätzung der maximalen Verlustleistung 
aufgrund der Oberfläche stammen, ergeben sich dann folgende Werte:
12V 10VA
22V 22VA
27V 28VA

Das System passt relativ gut, solange die Trafos Standard sind. Ich habe 
z.B. einige Trafos die im Leerlauf bereits mehr Verlustleistung erzeugen 
als nach meinem System berechnet wird, da diese Trafos auf Billig und 
auf aktive Kühlung gebaut sind. Da funktioniert das dann nicht mehr.

Autor: Trafowickler (Gast)
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> Kern : 3cm breit , 4,5 cm hoch , 4,5cm tief

Wenn man die Maße mit den Tabellenwerten der M- und EI-Trafos vergleicht 
kommt man auf eine Primärleistung von 18-22 VA.

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