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Forum: Offtopic Lithium Batterie Kurzschlussstrom


Autor: JoLe64 (Gast)
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Frage 1:
Schreibt man "Kurzschlussstrom" mit 3 "s" oder nur mit 2?

Frage 2:
Was passiert wohl wenn man eine handelsübliche Lithium Pufferbatterie 
(etwa halb so gross wie eine Micro-Zelle) versehentlich kurzschliesst? 
Ich trau mich das nicht auszuprobieren, weil wenn der Schraubenzieher 
festschweißt dann ist das ganz schön blöd ...

So eine Lithium Zelle hat doch jedenfalls deutlich mehr Rumms als eine 
Alkali oder eine NiMH Zelle, oder?

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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JoLe64 schrieb:
> Frage 2:
> Was passiert wohl wenn man eine handelsübliche Lithium Pufferbatterie
> (etwa halb so gross wie eine Micro-Zelle) versehentlich kurzschliesst?

Wenn die keine Schutzschaltung hat sowas:
http://www.turbinenheli.de/e-heli-mainmenu-174/lip...

Bei den üblichen 18650 Laptop Zellen liegt der Innenwiderstand afaik 
irgendwo um die 100-150mOhm. Macht bei 4V rund 40A.

Autor: JoLe64 (Gast)
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Ooops .. das ist ja noch 'ne Nummer heftiger als ich gedacht hab. 
Vermutlich sind Deine Modellflugzellen grösser und stärker als so eine 
Pufferbatterie, aber trotzdem beeindruckend. Also besser nicht 
ausprobieren. ;-)

Autor: User (Gast)
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Zu 1: Mit 3 s nach der neuen Rechtschreibung.
2 von Schluss und das 3. von Strom

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Benedikt K. schrieb:

> Wenn die keine Schutzschaltung hat sowas:

Eine Lithium-Pufferbatterie ist aber kein Lithium-Ionen-Akku.  Ich
denke nicht, dass die derartige Ströme liefert.

Von gewöhnlichen Lithium-Knopfzellen habe ich nur gelesen, dass die
Dinger extrem säuerlich auf (versehentliche, bspw. bei einer kaputten
Rückschlagdiode) Ladeversuche reagieren.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Ganz so schlimm wie LiIon Akkus sind die vermutlich nicht, aber der 
Energiegehalt ist trotzdem nicht zu unterschätzen.
Also ich habe mal eine fast leer absichtlich kurzgeschlossen: Als aus 
dieser Rauchwolken rauskamen, bin ich doch mal etwas in Deckung 
gegangen. Es blieb aber bei den kleinen Rauchwölckchen.
Angeblich sollen die auch anfangen zu brennen wenn man die mishandelt. 
Zumindest haben alle größeren Akkus einen Entladeschalter um die 
Batterien wirklich komplett leer zu machen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Benedikt K. schrieb:

> Ganz so schlimm wie LiIon Akkus sind die vermutlich nicht, aber der
> Energiegehalt ist trotzdem nicht zu unterschätzen.

Das nicht, aber Li-Knopfzellen sind beispielsweise relativ
hochohmig.  Sie sind nur für Dauerentladeströme von 1 mA (glaub'
ich für eine CR2032) vorgesehen, bei höheren Entladeströmen
leidet die Kapazität schon deutlich.

> Angeblich sollen die auch anfangen zu brennen wenn man die mishandelt.

Im Gegensatz zu LiIon/LiPoly ist bei denen ja auch metallisches
Lithium vorhanden.

> Zumindest haben alle größeren Akkus einen Entladeschalter um die
> Batterien wirklich komplett leer zu machen.

Habe ich noch nicht gesehen.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Jörg Wunsch schrieb:
>> Zumindest haben alle größeren Akkus einen Entladeschalter um die
>> Batterien wirklich komplett leer zu machen.
>
> Habe ich noch nicht gesehen.

Das waren irgendwelche größeren, ich glaube 12V bei >5Ah. Ich muss mal 
den Hersteller suchen.
PS: Statt Akkus mein ich Lithium Batterien.

Hier mal ein Sicherheitsdatenblatt zu den kleineren Pufferbatterien:
http://www.lithium-batterie.de/download/DE/Safety.pdf
Selbst bei den Knopfzellen schreibt z.B. ELV unübersehbar dazu, dass man 
Kurzschlüsse unter allen Umständen vermeiden soll. Ob die doch nicht 
ganz so ungefährlich sind?

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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So schlimm scheint auch versehentliches Aufladen von Li-Knopfzellen 
nicht zu sein.
Ich habe das vor längerem mal versucht: Eine leere CR2032 in einen 
Halter mit Kabeln gesteckt. Daran dann so 3,5V mit Strombegrenzung bei 
10mA angeschlossen.
Die Batterie mit Halter habe ich in eine Blechdose mit Deckel gelegt. In 
dem deckel war nur ein 2*2mm großes Loch für die Kabel. Die Dose habe 
ich auf eine Metallplatte gestellt. Da kann also nix passieren.

Erstmal ist da fast kein Strom geflossen (einige µA). Nach so 2 tagen 
waren es so 5mA. Dabei blieb es auch (ich habe das 2 Wochen laufen 
lassen).
Die Batterie war danach um so 0,1 bis 0,2mm, also minimal ausgebeult.
Wieder geladen war sie durch diese aktion aber auch nicht. Das war ja 
der Sinn des Experiments.
Trotzdem rate ich von einer Nachahmung ab!

Autor: Stefan Helmert (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)
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Also ich habe mal so eine (primäre) Lithium-Batterie für Fotoapparate 
versucht zu laden. Geht natürlich auch nicht wirklich. Ich habe mit 300 
mA Ladestrom getestet, aber auch schon mit 1 A. Wird nur ziemlich heiß 
und duftet massiv nach Flour oder so ähnlich. Vielleicht löte ich mal 
das Membran-Nadel-Ventil zu und schließe sie an ein 24 V 
Autobatterie-Ladegerät an. Mal sehen, was dann passiert.

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