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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Gefahren beim Schaltungsmessen


Autor: Sascha K. (kuschelganxta)
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Hallo zusammen,

ich hab mal grade ne kurze Frage zum Messen in Schaltungen.

Ich habe ein fertiges Gerät, welches ich gern analysieren möchte - was 
hängt zusammen, welcher Widerstand etc.

Wenn ich nun mit meinem Multimeter an die Schaltung gehe und 
Widerstandmessung oder den Durchgangsprüfer wähle kann dann etwas kaputt 
gehen (ICs z.B.)? Aber alles ohne extern Stromzufuhr (außer halt durch 
das MM)

Wie seht ihr da das Risiko?

Danke schonmal
Sascha

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Das MM sollte als Durchgangsprüfer nicht mehr als einige 100mV abgeben, 
daher ungefährlich.
Auf jeden Fall deutlich unter der Schwellspannung einer Diode, damit 
diese nicht versehentlich als Durchgang erkannt wird.
Außerdem ist der Strom begrenzt.

Autor: Skua (Gast)
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Meins bringt sogar LEDs zum Leuchten.
Kaputt gemacht hats aber glaube ich bisher nichts.

mfg.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Daher schrieb ich auch:
>Das MM sollte als Durchgangsprüfer nicht mehr als einige 100mV abgeben

Wenn es das nicht macht ist es wohl ein steinaltes Gerät á la Prüflampe 
und/oder nicht für elektronische Schaltungen gedacht.

Autor: oszi40 (Gast)
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Solange kein Strom am Gerät liegt, keine Stützbatterie im Gerät ist 
sollte nach heutiger Kenntnis vom Messen noch nix kaputt gehen.
CMOS und Statische Aufladung sind natürlich Sonderfälle.

Manchmal braucht man aber gar nicht viel analysieren wenn man die 
Datenblätter kennt oder sucht.

Autor: Sascha K. (kuschelganxta)
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OK, danke für die Antworten :)

Warum ist den bei CMOS besondere Vorsicht geboten? Habe mir grad den 
Wikipedia Artikel durchgelesen und sehe da keine Gefahr beim Messen.

Übrigens ist das Gerät ein Steuergerät aus einem 2001er Auto.

Autor: oszi40 (Gast)
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Hochohmige CMOS-Eingänge ohne Schutzdioden + Statische Aufladung (z.B. 
durch Reibung) = erhöhtes Ausfallrisiko

Deshalb werden auch manche Schaltkreise auf Antistatikverpackung 
geliefert und mit Antistatik-Armband eingebaut. Die meisten heutigen 
Schaltkreise haben jedoch Schutzdioden. Duch Plastikstühle und Reibung 
gab es jedoch schon einige Überraschungen.

Autor: HildeK (Gast)
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>Das MM sollte als Durchgangsprüfer nicht mehr als einige 100mV abgeben
Als Durchgangsprüfer (ev. mit Dioden-Testfunktion) eventuell schon.
Beim Ohmmeter hast du aber recht.

Autor: Jens G. (jensig)
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>Hochohmige CMOS-Eingänge ohne Schutzdioden + Statische Aufladung (z.B.
>durch Reibung) = erhöhtes Ausfallrisiko

die mußt Du aber schon sehr intensiv suchen, wenn Du heutzutage noch 
welche ohne Schutzdioden o.ä. finden willst (eigentlich nur noch 
uralt-Teile). Bis jetzt fallen mir nur GaAs-Fet's für den HF-Bereich 
(GHz) ein, wo die durch zusätzliche Dioden gebildete parasitär-C störend 
wirken würde..

>Deshalb werden auch manche Schaltkreise auf Antistatikverpackung
>geliefert und mit Antistatik-Armband eingebaut. Die meisten heutigen

hat nix zu sagen. Viele der Teile mit Schutzschaltung werden ebenfalls 
grundsätzlich aus Gewohnheit in Antistatik-Zeugs geliefert.

>Schaltkreise haben jedoch Schutzdioden. Duch Plastikstühle und Reibung
>gab es jedoch schon einige Überraschungen.


Achja - ich habe auch noch ein elektronisches Multimeter mit 
Zeigeranzeige älteren Datums, bei dem im R-Meßbereich 1,5V an den 
Klemmen anliegt (Spannungsteiler an Monozelle). Abgesehen davon, daß man 
zwischen all den pn-Übergängen in einer Schaltung damit kaum einen R 
herausmessen kann, dürfte damit kaum etwas kaputt gehen - 1,5V hält 
eigentlich fast jedes Teil aus, und der Meßstrom ist auser im unteren 
Meßbereich deutlich unter 1mA.

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