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Forum: PC Hard- und Software Armada M300 BIOS defekt


Autor: Roland Hutter (minitron)
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Hallo zusammen,

hoffentlich kann mir jemand bei folgendem Problem helfen:
mein Compaq Armada M300 erkennt die Festplatte beim Booten nicht mehr, 
es erscheint "1782-Disk controller failure". Booten per CD und Diskette 
funktioniert. Im BIOS kann auf die "drivelock passwords" der Festplatte 
nicht mehr zugegriffen werden (nur grau unterlegt). Ich versuchte 
daraufhin das aktuellste BIOS vom 17.04.2002 aufzuspielen, aber das 
brach bei 12% ab, wobei die gelbe Akku-LED und die grüne Betriebs-LED 
dauerhaft abwechselnd blinkten. Seltsamerweise kann ich das alte BIOS 
auf Diskette sichern, lesen vom BIOS geht also, nur schreiben nicht. Als 
nächstes habe ich das Teil auseinandergenommen und auf dem mainboard 
nach dem BIOS-ic gesucht, gefunden habe ich es aber leider nicht. Nun 
meine Fragen: habt ihr eine Idee, wie ich das BIOS doch noch normal per 
Diskette oder CD neu flashen kann? Weiß jemand, welche Bezeichnung das 
BIOS-ic trägt oder wo es sitzt? Fast alle wichtigen Bausteine habe ich 
ermitteln können, aber das BIOS-ic nicht. Imho müßte es mindestens ein 
28-Pin sein und sowas wie 28F... heißen, aber solch ein ic gibt's nicht. 
Die HD selbst ist übrigens völlig in Ordnung.


Besten Dank schonmal für eure Hilfe und viele Grüße

Roland

Autor: Thomas (Gast)
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und warum hast du geglaubt, dass ein Bios Update das beheben würde?
Das Book ist schlieslich lange ohne das Update gelaufen.

Wenn du den Flashbaustein nicht findest, wird das wohl ein
Totalschaden.
Das ist es meiner Meinunng nach sowieso schon da der HDD Controller
wohl hinüber ist.

Thomas

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Das BIOS kann bei manchen Intel-Chipsätzen im sog. "Firmware Hub" 
gespeichert sein, oder auch in einem seriellen Flash-Baustein (der ist 
dann nur 8-polig).

Autor: Thomas (Gast)
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> Das BIOS kann bei manchen Intel-Chipsätzen im sog. "Firmware Hub"
> gespeichert sein, oder auch in einem seriellen Flash-Baustein (der ist
> dann nur 8-polig).

Aber sicher nicht bei dem alten Schätzchen. Serielle Flash Bausteine
sind mir bisher noch nie bei Notebooks begegnet.

Thomas

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Ich habe mir jetzt nicht die Mühe gemacht, herauszufinden, was ein 
"Armada M300" ist. Wenn's 'ne alte Gurke ist, dann ist das BIOS 
höchstwahrscheinlich in einem PLCC- oder TSOP-Baustein untergebracht, 
der 29fxxx heißen dürfte.

Autor: Roland Hutter (minitron)
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Hallo,

danke für eure Hinweise.
@Thomas: wie schon gesagt, ist im BIOS das Feld für den HDD-drivelock 
nur grau unterlegt, also kein Zugriff möglich. Außerdem läßt sich das 
BIOS nicht mehr updaten, ergo müßte damit irgendwas faul sein.
@Rufus: klar ist der Armada ein altes Ding, aber zum wegwerfen doch 
etwas zu schade. Klar habe ich auch nach 29F und dergleichen gesucht, 
was auch nur annähernd nach BIOS-ic aussehen könnte. Leider habe ich 
bisher im Gegensatz zu normalen PCs noch keine Laptops zerlegt und von 
daher keinerlei Erfahrung, was auf diesen mainboards so verbaut ist.

Schönes Wochenende und viele Grüße
Roland

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
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Hi da muss irgendwo eine kleine Batterie/Timekepper... herumschwirren 
irgendwo da ist den auch der BIOS Chip sonst mach mal einige Bilder.

Das einfachste wehre einfach diese mal abzuziehen um das BIOS zu 
Resetten laut Google ist des ne Knopfzelle die mit 2 Adern am mobo 
hängt.

Autor: Thomas (Gast)
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> ergo müßte damit irgendwas faul sein
Das ist schon richtig. Nur ist das sicher nicht das Bios sondern
der HDD Controller. Biose sind mit Checksummen ausgestattet.
Wenn da was nicht stimmt, bekommst du nicht mal ein Bild.
Ein Bios Update bei einem Hardware Defekt aufzuspielen,
bringt nie was.
Hast du denn überhaupt ein Drivelock PW vergeben?

Bringt die Kiste nach dem fehlgeschlagenen Update noch ein Bild?

Thomas

Autor: Roland Hutter (minitron)
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@K.J.: die BIOS-Batterie habe ich als erstes entfernt.
@Thomas: man kann problemlos LINUX von CD booten oder auch sonstwas von 
Diskette, nur HD geht nicht. Von daher ist Deine Annahme "defekter 
HD-Controller" sehr wahrscheinlich. Ist dieser Controller ein separater 
ic oder in einem anderen ic integriert? Falls es ein einzelner Chip und 
nicht gerade ein herstellerspezifisches Teil ist, könnte man ja an einen 
Austausch denken.

Autor: Magnus Müller (Gast)
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Roland Hutter schrieb:
> HD-Controller" sehr wahrscheinlich. Ist dieser Controller ein separater
> ic oder in einem anderen ic integriert? Falls es ein einzelner Chip und
> nicht gerade ein herstellerspezifisches Teil ist, könnte man ja an einen
> Austausch denken.

Der wird im Chipsatz integriert sein. Gehäuseart ist mit 99,9999%iger 
Wahrscheinlichkeit BGA. Viiiiiel Spaß ;o)

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Der HD-Controller ist seit Äonen zu großen Teilen Bestandteil der 
Festplatte (daher auch das Akronym "IDE"), und nur ein recht 
unbedeutender Teil ist in den Chipsatz integriert. Ein Defekt dieses 
Teiles ist eher unwahrscheinlich.
Wahrscheinlicher ist ein Festplattendefekt; hast Du denn die Festplatte 
schon an einem anderen PC getestet?

Autor: Roland Hutter (minitron)
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@Magnus: 2 BGA-ic sind auf dem mainboard. An den Dingern mache ich 
garantiert nichts.
@Rufus: die HD funktioniert ohne Probleme. Ist zur Zeit per Adapter in 
meinem Hauptrechner und hat bisher alle Partionierungs- und 
Formatierungsversuche klaglos überstanden.
Ich frage mich allerdings immer noch, weshalb ich das BIOS zwar auslesen 
und auf Diskette speichern, aber nichts mehr reinschreiben kann.

Autor: Thomas (Gast)
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> Ich frage mich allerdings immer noch, weshalb ich das BIOS zwar auslesen
> und auf Diskette speichern, aber nichts mehr reinschreiben kann.

Das passt doch alles. Du hast Probleme mit dem HDD Controller +
du kannst nicht ins Bios schreiben + du findest kein Flashbaustein
Das sieht nach einem Defekt eines der BGA ICs aus. Ich tippe auf die
Southbridge. Vermutlich hat Rufus recht und das Flash ist im Chipsatz
integriert, obwohl ich das bei den alten Teilen nicht üblich war.
Das ist ziemlich sicher ein Totalschaden.
Auch wenn das Teil mal richtig Asche gekostet hat das Display wird
vermutlich auch ziemlich matschig sein.
Meine Empfehlung kauf einfach ein neues Business Notebook.

Thomas

Autor: Roland Hutter (minitron)
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Tja, Thomas, vermutlich hast Du mit Deiner Vermutung auf Totalschaden 
recht. Von den BGAs lasse ich definitiv die Finger, das bringt mehr 
Ärger als es nutzt. Vielleicht kann ich ja mal in der Bucht günstig ein 
neues mainboard ergattern. Wegwerfen möchte ich den Laptop erstmal 
nicht. Der LCD-Schirm ist übrigens von "Matsch" noch sehr weit entfernt. 
Besten Dank euch allen für die Hilfe und

viele Grüße
Roland

Autor: Georg A. (Gast)
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Sicher hat das Ding ein "normales" BIOS, ist auch kein BGA:

http://www.lrr.in.tum.de/~acher/m300/

Zweites Bild direkt neben dem SMSC ist ein Intel E28F004 im TSOP. Wäre 
also problemlos durch einen extern geflashten zu ersetzen, wenn man 
wüsste, was alles reingeflasht werden muss ;)

Allerdings ist der Zusammenhang zwischen Flash und IDE etwas unklar. Es 
könnte sich mal lohnen, die CMOS-Batterie zu wechseln und vor dem 
Wechsel die Kontakte einige Zeit kurzuschliessen. Wenn das auch nichts 
hilft, gibts wohl irgendwo eine kaputte Lötstelle...

BTW: Es gab mehrere Versionen vom M300. Die ersten mit 800*600 Display 
und 300MHz CPU hatten den Spannungswandlerteil noch extra und per 
Steckkontakte mit dem CPU-Board verbunden. Bei den neueren mit 1024*768 
und 600MHz CPU (das Bild zeigt so eins) ist es nur noch ein Board.

Autor: Roland Hutter (minitron)
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Georg hat recht; den 28F... habe ich nicht als solchen erkannt, weil ein 
dicker schwarzer Strich die Beschriftung nahezu unleserlich macht. 
Überhaupt sind auf einigen ic handschriftlich kryptische Zeichen in 
verschiedenen Farben aufgemalt. Nun ja, TSOP ist für mich das 
zweitschlimmste nach BGA, aber ich werde versuchen den 28F doch 
irgendwie so abzulöten, daß das board keine Schäden davonträgt. 
Schwieriger wird wohl der Bau eines Adapters sein, mittels dessen ich 
den ic mit meinem Leaper10 auslesen und den Inhalt in einen neuen 28F 
schreiben kann. Falls ich jedoch in der Bucht ein mainboard auftreiben 
kann, tue ich mir das ganze latürnich nicht an.
Die BIOS-Batterie ist übrigens schon seit Tagen nicht mehr am board 
angeschlossen und das board auch nicht mehr am Stromnetz, aber auch dann 
ist ein Bootversuch per HD nicht erfolgreich.

Autor: ... (Gast)
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BIOSse sind üblicherweise per Prüfsumme gesichert.

Ein defektes BIOS würde also auch eine entsprechende Fehlermeldung
erzeugen.

Das Neuflashen kannst Du Dir also sparen...

Autor: Georg A. (Gast)
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Das M300 hat zwar einen Lüfter, aber einen sehr kleinen und nur für die 
CPU. Da das gesamte Gehäuse (trotz Vollmetall unten) recht warm werden 
kann, könnte es durchaus ein Lötstellenproblem durch Wärmezyklen sein. 
Das im Chipbereich zu finden, halte ich für aussichtslos.

laut http://www.uktsupport.co.uk/compaq/faq/comppost.htm

könnte der Bug sich tatsächlich nur auf die Verbindung selbst beziehen. 
Dass das Bios einen Fehler im IDE-Controller in der Southbridge "findet" 
bzw. sowas überhaupt auftreten kann, ohne dass die ganze Kiste tot ist, 
ist wohl sehr unwahrscheinlich...

Man könnte aber mal den Teil um den IDE-Port mit der Lupe anschauen bzw. 
die Verbindung des Steckers zum MB nachlöten. Selbst wenn man nicht 
dauernd die HD wechselt, könnte es da mechanische Spannungen geben. Eine 
andere Möglichkeit wäre auch noch ein Problem im Wechselrahmen selbst, 
da steckt ja auch ein Platinchen drin.

Autor: Roland Hutter (minitron)
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@gast: wenn ich den kompletten Inhalt eines BIOS 1:1 von einem ic in 
einen anderen ic übetrage, müßte imho die Prüfsumme identisch sein. Ich 
vermute, daß durch irgendwelche Hitzeprobleme die 10000 Schreibzyklen 
des Flash erreicht sind; dafür würde sprechen, daß Lesen noch geht, aber 
Schreiben nicht.
@Georg: der Fehlercode 1782 erscheint bereits nach wenigen Sekunden nach 
dem Booten, wenn also die CPU das Mainboard imho noch nicht erhitzt 
haben kann. Gehe ich sofort ins BIOS, wird "drivelock" nur grau 
unterlegt angezeigt, als wäre keine HD vorhanden. Die Original-HD 
funktioniert in meinem Hauptrechner problemlos, ich hab's im Armada auch 
schon mit einer neuen HD und einem anderen Rahmen versucht, leider ohne 
Erfolg. Den Connector der HD werde ich jedenfalls nachlöten, das ist 
eine geringe Mühe.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Roland Hutter schrieb:

> Schwieriger wird wohl der Bau eines Adapters sein, mittels dessen ich
> den ic mit meinem Leaper10 auslesen und den Inhalt in einen neuen 28F
> schreiben kann.
Meritec stellt TSOP-Sockel her. Ich hab schon Firmwarehubs im Willem 
programmiert.

Noch was anderes: Manche speichern den Setup in einem I2C-EEprom ab. 
Wenn da das falsche Bit gekippt ist dann kann dein Fehler auch 
passieren. Such mal nach 24C01...4. Heb einfach den SDA Pin an.

Autor: Roland Hutter (minitron)
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Danke für den Tip mit dem Adapter, so einen werde ich mir mal besorgen, 
kostet ja nicht die Welt :-)
Der einzige 24C(02) auf dem mainboard sitzt neben dem Soundchip und ist 
mit diesem auch verbunden, also wird's nichts bringen, den SDA-Pin 
abzulöten.

Autor: Tilman (Gast)
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Hi,

darf ich mich mal an diese Debatte anhängen? Also, bei meinem M300 ist 
die BIOS-Batterie defekt. Gibt es eine idiotensichere Anleitung, wie ich 
sie ersetze?

Thanks, Tilman

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