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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Handy ohne Akku betreiben = dauernde Netzsuche ?


Autor: Henk (Gast)
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Hallo Leute,

ich sende per Mikrocontroller testweise SMS über ein altes Siemens C35. 
Der Akku war defekt und ich bin einfach von den 5V des Mikrocontrollers 
über 2 Schottky- Dioden an die ehemaligen Akkupins gegangen, sodass dort 
etwa 4V anliegen.

Wenn ich nun eine SMS sende klappt das auch meistens, doch danach macht 
das Handy erstmal Netzsuche. Das selbe wenn ich Anrufe auslösen möchte.
Lasse ich das Handy in Ruhe hat es 3 "Balken" Empfang im Netz congster.

Könnte das eventuell an nicht ausreichender Stromversorgung liegen? Das 
Steckernetzteil, an dem das ganze läuft, bringt nur 800mA.

mfg - Henk

Autor: Iwan (Gast)
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versuchs mal mit einem dicken Elko ( einige tausend micro Farad) 
parallel zu den Akkukontakten.
Möglicherweise zieht das Handy beim senden kurzzeitig so viel Strom, 
dass die Spannung zusammenbricht.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Häng mal einen großen Elko mit ein paar 1000µF anstelle des Akkus dran.
Beim Senden zieht das Handy locker mal ein paar Ampere für sehr kurze 
Zeiten. Es kann durchaus sein, dass dabei die Spannungsversorgung 
zusammenbricht.

Autor: Henk (Gast)
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Sorry, hatte vergessen zu schreiben, dass ich 1000µF dranhabe. Werde es 
aber mal mit noch mehr und nem Labornetzteil probieren. Hoffentlich 
liegt es nur daran...

Autor: Henk (Gast)
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Habe jetzt 4700µF nochmals parallel direkt an die ehemaligen 
Akkukontakte gelötet und es hat sich irgendwie nix geändert. Das Handy 
geht ab und an bei Anrufen oder SMS auf Netzsuche.

Autor: Markus ---- (mrmccrash)
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Sind die 4700mikro auch Low-ESR? ggf. auch noch ein paar Keramik-Cs mit 
so 100-470nF parallel dazu, mit so kurzen Leitungen wie nur möglich.

_.-=: MFG :=-._

Autor: Andreas K. (derandi)
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Miss doch mal nach ob die Spannung beim Senden zu weit einbricht, 
schätze aber mal eher nicht.
Pauschal würd ich noch einen Tiefpass in die Zuleitung reinbauen, 
vielleicht stört der Regler.

Ahja, rein experimentell: Mal ein paar Akkus dranhängen und nachsehen ob 
der Fehler nicht beim Handy liegt?

Autor: Henk (Gast)
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Hm, nein LowESR ist das jetzt nicht explizit. Habe vorhin auch mal mit 
nem Oszilloskop das ganze analysiert.
Sobald ich irgendeinen Sendevorgang auslöse zeigen sich auf dem 
Oszilloskop 5 Pulse, welche die Spannung um etwa 0,5V absacken lassen.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Das Problem ist nicht der Low ESR, sondern ganz einfach die Kapazität: 
So ein Handy zieht beim Sender durchaus mal 2A für ein paar 10 oder 
100ms.

Autor: Henk (Gast)
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ich habe aber doch nun insgesamt 5700µF an den Akkukontakten und ein 
Labornetzteil mit max. 2.5A Dauerstrom dran, sollte das nicht reichen?

Autor: Iwan (Gast)
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bricht deine Spannung beim senden immer noch ein?
Schau doch mal mit dem Oszi direkt an den Akku Kontakten nach.

Falls ja hilft nur ein Akku oder es mit Low ESR-Elko versuchen.

Mit einem Akku müßte es aber gehen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> ich habe aber doch nun insgesamt 5700µF an den Akkukontakten
> und ein Labornetzteil mit max. 2.5A Dauerstrom dran,
> sollte das nicht reichen?

Wie lang sind die Verbindungen zwischen den Akkukontakten und dem (eher 
kleinen) Kondensator und wie lang ist das Kabel zum Labornetzteil?

Autor: gast (Gast)
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vielleicht könnte man anstelle eines akkus auch sowas nehmen: 473120 
(GOLD-CAP 1 F 5.5 V)
wäre noch ein ganzes stück mehr C als im moment ;-)

Autor: gast (Gast)
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verdammt, conrad artnr 473120
(seit wann werden artikelnummern nicht mehr automatisch verlinkt?)

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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gast schrieb:
> vielleicht könnte man anstelle eines akkus auch sowas nehmen: 473120
> (GOLD-CAP 1 F 5.5 V)

Funktioniert nicht:
Der hat einen ESR von ein paar 10 Ohm.
Die Weiterentwicklungen davon, die Supercaps, Ultracaps, Bestcaps usw. 
wie die je nach Hersteller heißen, sind dagegen ideal für sowas. Vor 
kurzem gab es bei Pollin für wenig Geld 50mF, 5,5V Kondensatoren mit 
einem ESR von ein paar 10mOhm, die genau für solche Sachen gedacht sind.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> (seit wann werden artikelnummern nicht mehr automatisch verlinkt?)

Werden sie doch, Du musst aber den Namen "Conrad" irgendwo in Deinem 
Beitrag erwähnen. So war das schon immer.

Autor: Conrad Zuse (Gast)
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Autor: Henk (Gast)
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Der Kondensator hängt DIREKT an den Akkukontakten. Inklusive Beinchen 
des Kondensators vielleicht etwa 5mm. Die Leitungen zum Labornetzteil 
sind etwa 50cm 1,5mm².
Werde im Laufe des Tages das ganze nochmal oszilloskopieren und gucken, 
ob ich bei ebay nicht viellicht noch billig ein weiteres c35 bekomme.

Autor: holger (Gast)
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>ob ich bei ebay nicht viellicht noch billig ein weiteres c35 bekomme.

Wieso nicht einen Akku und ein passendes Ladegerät?

Autor: Henk (Gast)
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Dann kann ich auch gleich ausschliessen, dass es nicht vielleicht doch 
am Handy liegt. ;-)

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Ich würde es nicht über die Dioden betreiben sondern nen Spannungsregler 
dranbauen da die Dioden durchaus nen stromabhängigen Spannungsabfall 
haben können. Hab mich da mit nem MP3-Player auch rumärgern müssen.
Vieleicht hast du auch glück und es hängt im Handy eh noch nen Regler 
und du kannst direkt mit den 5V draufgehen?
Bei meinem MP3 Player ging das leider nicht da er alles > 2V zur 
erkennung nuzte ob er am USB hängt...

Autor: Henk (Gast)
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Ich habe das Problem nun endlich beseitigen können. Es lag ganz einfach 
am Netzteil.

Habe die Dioden zuerst gegen einen Spannungsregler ausgetauscht, was 
aber noch nichts brachte. Dann habe ich das 800mA Netzteil gegen eines 
mit 1,2A ausgetauscht und endlich läuft das ganze! =)

Vielen Dank für all die Hilfe!

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