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Forum: Platinen PCB-Befestigungslöcher


Autor: Stefan (Gast)
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Hallo zusammen

Was ist bezüglich PCB-Befestigungslöchern das Beste?

1. Direkt mit GND-Plane verbinden (Eventueller Stromrückfluss von 
Power-Supply über Gehäuse, schlecht?)
2. Wie man manchmal sieht, über Kondensator mit GND-Plane verbinden (DC 
isoliert, aber besser für ESD?)
3. Über Ferritperle verbinden (Störungen vom Gehäuse kommen nicht auf's 
Signal-GND, aber DC gekoppelt)
4. Löcher ganz isolieren.

Ich wäre an euren Meinungen interessiert!

Gruss
Stefan

Autor: Bensch (Gast)
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Kann man so pauschal nicht sagen, was besser ist. Bei isolierten Löchern 
hat man aber zumindest die Möglichkeiten, das auszutesten. Kannst ja C 
und L vorsehen.

Autor: geb (Gast)
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Beim Einbau in ein Metallgehäuse würde ich die Bohrungen über einen C 
(1..4,7nF) verbinden was günstig für die EMV ist. Ferritperlen würd ich 
nicht verwenden. Bei einem Kunststoffgehäuse ist's sowieso egal.

Grüße gebhard

Autor: MaWin (Gast)
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4.

Wenn deine Schaltung eine Masseverbindung zum Gehäuse braucht. dann 
wirst du eine definierte Masseverbindung legen, und nicht über 
Befestigungspunkte gehen, die mal mehr, mal weniger angeschraubt sind.

Autor: Stefan (Gast)
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Okay, nach einigen Überlegungen denke ich auch, dass es mit 
Kondensatoren am besten ist. Aber wäre es nicht sinnvoll an einem Punkt 
Erde und GND direkt zu verbinden, z.B. bei der Versorgungsklemme des 
Prints? Wenn die Stromversorgung galvanisch getrennt ist, wäre das 
Potential von GND gegenüber Erde ja sonst undefiniert.

Autor: Michael (Gast)
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Das kann aber auch so ganz Hilfreich sein. Manchmal hat man auch auf 
Erde ganz nette Störungen drauf die man vielleicht gar nicht auf GND 
haben will. Ich würde GND und Erde nur miteinander Verbinden, wenn es 
gefordert ist. Stell dir nur mal vor, da klemmt einer in der Steckdose 
statt Erde den Neutralleiter (klassische Nullung zum Beispiel) auf den 
Schutzleiteranschluss. Aus irgendeinem ist die Verbindung des 
Neutralleiters zum Verteilerkasten unterbrochen. Dann hast du auf einmal 
nicht nur auf der Erde deines Gerätes eine "Phase" sondern auch auf GND. 
Das möchte man vielleicht auch nicht unbedingt. Deshalb trenn ich immer.

Autor: Stefan (Gast)
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Die Sache ist, dass ich auf dem Print Stecker habe, deren Schirmung 
direkt mit der Frontplatte, also der Erde, verbunden ist. Und zwischen 
Schirmung und GND sollte das Potential besser definiert sein nicht?

Autor: Bogumil (Gast)
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>... zwischen Schirmung und GND sollte das Potential besser definiert sein >nicht?

Warum? "Erden ist ein Problem, keine Lösung" und eine Schutzmaßnahme für 
Lebewesen. Wenn du ohne Sie auskommst um so besser.

Autor: Stefan (Gast)
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Ich habe mich nun dazu entschlossen, die Löcher zu isolieren und die 
GND-Erde-verbindung bei den Steckern an der Frontplatte zu machen. Nix 
Kondensatoren, nix Ferrite. Nun aber endgültig. :)

Autor: Bogumil (Gast)
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Tja, besser eine falsche Entscheidung als keine Entscheidung da man 
falsche korrrigieren kann ;-).

Wenn du eine GND-PE (Schutzerde) Verbindung brauchst (die Frage ist 
wofür) ist der PE Eintrittspunkt in das Gehäuse meiner Meinung nach am 
besten geeignet. Die Frontplatte liegt von diesem Punkt in der Regel am 
weitesten entfernt und ist auch häufig nur über Umwege an selbigen 
angebunden.

Autor: Stefan (Gast)
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Das Gehäuse wird aus EMV-Gründen aus Metall sein, und deshalb 
zwangsläufig geerdet sein müssen. Ich habe ausserdem einen 
Koaxialstecker, bei dem GND und Erde zwangsläufig zusammen kommen, da 
dieser direkt in die Frontplatte geschraubt wird.

Autor: Michael (Gast)
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Also wenn aufgrund eines Steckers GND und Erde sowieso zusammen kommen, 
dann versteh ich hier die Diskussion nicht so ganz ob man 
Befestigungslöcher, welche ebenfalls mit Erde verbunden sind, über 
Induktivitäten/Kapazitäten mit GND verbinden soll. Wenn man jetzt die 
Wahl hätte, GND und Erde zu verbinden würd ich das noch verstehen aber 
so jetzt? GND und Erde sind doch so oder so verbunden. Auf der anderen 
Seite: Den Stecker könnte man auch isolieren vom Gehäuse, dann sind GND 
und Erde wieder getrennt. Ich würde einfach mal Induktivitäten und 
Kapazitäten an den Befestigungslöchern vorsehen und später dann guggen 
was wie am besten passt.

Autor: Bogumil (Gast)
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>Das Gehäuse wird aus EMV-Gründen aus Metall sein, und deshalb
>zwangsläufig geerdet sein müssen.

Selbst wenn es einen Netzanschluß an 230 Volt hat ist das nicht richtig. 
Wenn es von einem Steckernetzteil versorgt wird ist es sowieso Quatsch.

Bei 230V  ist die Schutzerdung Vorschrift.  Diese hat mit einer Erde nur 
insofern etwas zu tun das Sie, wenn es gut kommt, irgendwann mal mit dem 
Nullleiter zusammengeführt wird und dann auf verschlungenen Pfaden die 
vielleicht noch der Hauselektriker kennt an einem Erdstab der in etwas 
steckt was man gemeinhin Erde nennt angeschlossen wird.

Das hat mit einer Erde wenig zu tun sondern nur mit einer evtl. 
lebensrettenden Schutzmaßnahme für Mensch und Tier.

Trenn dich von dem Gedanken das du eine Erde hast. Wenn du wirklich eine 
brauchst, dann schreib Sie vor. Die gute alte Fernmeldeerde ist so ein 
Beispiel oder bei strukturierter Verkabelung die Erdung am Sternpunkt.

Alles andere solltest du selbst managen. Ein Koax Kabel (und dann noch 
auf der Frontplatte) ist eine Ausrede, keine Notwendigkeit. Es hat einen 
Schirm keine Erde. Andernfalls ist die Erdschleife außerdem 
vorprogrammiert.

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