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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Hochspannungsnetzteil


Autor: Michael (Gast)
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Ich plane zur Zeit ein Hochspannungsnetztel 8kV 5mA. Wie sind diese 
Netzteile üblicherweise Aufgebaut. Sperrwander, Eintaktflusswandler, 
Resonanter Vollbrückenwander? Wie bekommt man den Trafo TE frei hin?

Mfg Michael

Autor: Peter R. (pnu)
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bei solch hohen Spannungen nutzt man meistens das Sperrwandler-Prinzip, 
da dabei die Spannungsübersetzung zusätzlich zum Windungszahlverhältnis 
auch durch das Überschwingen des Transformators erhöht wird.
Solche Daten (8kV und 5mA ) erreicht man dann mit den bei TV-Geräten 
üblichen Zeilentransformatoren.
Auch in Kopiergeräten oder Laserdruckern werden auf diese Weise kV's 
erzeugt.

Die Transformatoren aus solchen Geräten sind heutzutage, dadurch dass 
sie vergossen sind, praktische Lösungswege für die 
Hochspannungserzeugung.

Übrigens, was ist: TE frei ?

Autor: Michael (Gast)
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TE frei:  Teilentladungsfrei

Teilentladungen sind ein großes Problem bei heutigen Isolationssystemen. 
Sie entstehen durch Inhomogenitäten des Isolationsmaterials. Z.B. eine 
Luftblase in einem Verguss kann nicht die hohe Isolationsfähigkeit des 
Vergusses gewährleisten. Das el. Feld lässt nun in der Blase einen 
Funken zum Ladungsausgleich überspringen. In einem Wechselfeld passiert 
das dan ständig. Es entsteht eine Verlustleistung und der Verguss wird 
an dieser Stelle noch weiter geschädigt. In einem halben Jahr knallts 
dann.

Mfg Michael

Autor: Peter R. (pnu)
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Genau deshalb sind die fertigen, vergossenen Transformatoren das 
Richtige. Das Vergießen im Vakuum geht eben nicht ohne entsprechende 
Anlage. (Und selbst da nicht, wie viele defekte Zeilentransformatoren 
beweisen).

Also am besten ist es, einen vergossenen Zeilentransformator oder 
HV-Transformator aus einem Drucker zu besorgen und die für die eigenen 
Wünsche passende Schaltung herum aufzubauen.

Da helfen IC's wie z.B. uC3844 und Konsorten. Ein Oszilloskop dürfte für 
ein erfolgreiches Werk ebenfalls unerlässlich sein.

Natürlich kann man den Trafo selbst, unvergossen, wickeln. Dann braucht 
man aber dicke Isolierfolien und sehr überlegten Wicklungsaufbau, ich 
glaube kaum, dass man das hinkriegt. Ich jedenfalls habe die Finger 
davon gelassen.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Die Trafos aus dem Drucker erzeugen nur wenige 100µA, das reicht nicht 
ganz für 8mA. DSTs aus TVs/Monitoren sind da schon besser. Diese liefern 
üblicherweise rund 30kV/1mA, können aber auch problemlos mehr Strom 
liefern. Am besten behält man dabei die Beschaltung bei, die original 
verwendet wurde, denn dabei handelt es sich um eine ZVS Schaltung. Zur 
Regelung der Ausgangsspannung regelt man einfach die Eingangsspannung, 
bzw. verwendet einen weiteren Transistor in der Betriebspannungsleitung, 
der synchron zur Schaltfrequenz per PWM die Leistung regelt. Damit wird 
die Primärwicklung gleichzeitig als Induktivität für den Stepdown und 
als Primärwicklung verwendet.

Es gibt dafür auch fertige ICs wie den BA9756, in dessen Datenblatt ist 
auch eine Schaltung, wie sowas prinzipiell aussieht:
http://www.alldatasheet.com/datasheet-pdf/pdf/3623...

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