www.mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik AMUX wird sehr heiss


Autor: Christian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen,

ich habe ein kleines Verständnisproblem und hoffe, dass mir jemand 
weiterhelfen kann.
Ich habe eine Spannungsquelle aus 16 in reihe geschalteten 1,5V 
Batterien.
Nach jeder Batterie greife ich das Potential ab und führe es auf einen
16:1 Multiplexer (CD4067BE). Wenn ich nun die 16 Potentiale an die 
Eingängekanäle des MUX anlege, wird dieser tierisch heiss.
Der Mux ist noch mit keiner Versorgungsspannung etc. versehen. Es sind 
lediglich nur die Einänge verdrahtet und ich würde gern wissen wieso das 
so ist.
Die einzelnen Batterie-Spannungen haben doch auch kein Masse-Potential, 
zumindest nicht wenn ich nur + abgreife.

Vielen DAnk schon mal im Voraus.

Autor: Hendi (dg3hda) (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tja, der von den Batterien gelieferte Strom kann durchaus mal einen 
Eingang hinein- und den anderen hinausfließen.

Hochohmige Spannungsteiler für jede Batterie sind angesagt, die die 
Spannung der ganzen Batteriestange bis zu dem Punkt auf zulässiges 
Niveau bringen. (Alle auf 16x1.5V auslegen wäre verschenkte Dynamik!)

Die einzelne Batteriespannung kannst Du dann ermitteln indem Du die 
Spannung am Pluspol der interessierenden Batterie misst und davon den 
Wert am Pluspol der am Minuspol nächsten abziehst.

Gruß,

Hendi

Autor: Michael U. (amiga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

dann macht er doch genau, was das Datenblatt erwarten läßt, oder?

Laut Datenblatt hätte ich allerdings ehre noch entweichen des magischen 
Rauches erwartet...

macimal zulässige Eingangsspannung an allen Eingängen: Vdd +- 0,5V.
Macht also bei VDD = 0V?
Maximale Spannung VDD 18V.
16x1,5V = 24V. Spätestens ab der 12 Zelle löst er sich also auch mit 
maximaler Betriebsspannung in Rauch auf.

Schaut ihr eigentlich vor dem Anlöten mal in die Datenblätter?

PS: man legt keine Spannung an Eingänge von ICs, die keine 
Betriebsspannung anleigen haben. Zumindest nicht, bevor man sich im 
Datenblatt überzeugt hat, ob das zulässig ist oder Nebenwirkungen hat.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Wolf (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ohne BETRIEBSspannung schießt man häufig ICs mit der externen Spannung.
So ein Betriebszustand ist nicht erlaubt.

Autor: Alf Sch (alfsch)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
du musst den CD4067B erst kurz an 230v betreiben, siehe db !

dann wird er nicht mehr heiss , garantiert !

Autor: faustian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Der Mux ist noch mit keiner Versorgungsspannung etc. versehen."

Ich hab auch gerade ein kleines Problem, mit Schnappatmung. Das ist bei 
CMOS absolut verboten wenn nicht das Datenblatt DES KONKRETEN BAUTEILS 
etwas anderes sagt.

Ich gehe davon aus dass das IC bereits irreparabel beschaedigt ist.

Ausserdem... was soll das werden, bei hochohmigem Aufbau tut es ein 
Spannungsteiler statt einem Haufen Batterien und in einen wirklich 
niederohmigen Aufbau (zB wenn irgendetwas aus den Batterien versorgt 
wird) gehoert ganz bestimmt nicht diese Art Analogschalter.

Autor: Christian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ok,das war wohl nicht so toll,aber trotzdem vielen Dank.

Das mit dem Spannungsteiler wird mir nicht viel weiter helfen.
Ich will die Differenzspannung zwischen den einzelnen Zellen haben.
Dazu habe ich zwei 16:1 AMux, wobei der eine um eine Zelle 
vorläuft,damit sich das Masse-Potential verschiebt und ich die 
Spannungsdifferenz am Ausgang beider Muxer habe.

Gibt es Multiplexer, die hohe Eingängsspannungen vertragen?

Gruß,
Christian

Autor: Christian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zum besseren Verständnis..
Die Reihenschaltung aus Batterien benutze ich nur, um einen 
Brennstoffzellen-Stack zu simulieren, von dem ich die Einzelspannungen 
überprüfen will.

Autor: Christoph Z. (rayelec)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Gibt es Multiplexer, die hohe Eingängsspannungen vertragen?

Ja, z.B. HI506 und folgende von Intersil. Die vertragen bis 44V, sind 
aber nicht mehr für Lau zu haben!

Gruss
rayelec

Autor: faustian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Du kannst aber alle Spannungen gegen Masse um den gleichen Faktor 
herunterteilen und daraus Differenzen bilden.

Oder man nimmt schlicht Relais.

Autor: Christian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Leidet dann nicht ein wenig die Genauigkeit?

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Ich hab auch gerade ein kleines Problem, mit Schnappatmung. Das ist bei
> CMOS absolut verboten wenn nicht das Datenblatt DES KONKRETEN BAUTEILS
> etwas anderes sagt.

Noe.

Ist VDD nicht angeschlossen, kommt der Strom ueber die 
Eingangsschutzdide des Eingangs, der an der höchsten Spannung liegt, 
ebenso bei GND über den Eingang, der an der niedrigsten liegt. Das IC 
versorgt sich aus den Eingangsströmen, die natuerlich entsprechend 
belastbar sein müssen. Manchmal macht man das absichtlich (in Dongles 
schon gesehen), dann kommt nur ein Kondensator zwischen VDD und GND um 
die impulsförmige Stromaufnahme des ICs zu eienr gleichmässigen 
geringeren umzuformen.

Aber Vorsicht: Auf die Art ist ein IC nicht vor Überspannungen geschützt 
(wenn man es absichtlich macht, klemmt man wohl zumindest eine Z-Diode 
5V1 zwischen VDD und GND), das Problem hat nun wohl Christian.

> Ich gehe davon aus dass das IC bereits irreparabel beschaedigt ist.

Zumindest war es 24V statt 20V absolut max. ausgesetzt, und wer weiss 
welchen Stressbedingungen noch, wenn jemand so planlos rumbastelt. Nur: 
Wer lässt jemand mit so wenig Plan an teure wertvolle Brennstoffzellen, 
und davon noch ein ganzer Stack?

Autor: A. K. (prx)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MaWin schrieb:

> Ist VDD nicht angeschlossen, kommt der Strom ueber die
> Eingangsschutzdide des Eingangs, der an der höchsten Spannung liegt,
> ebenso bei GND über den Eingang, der an der niedrigsten liegt.

Nur kann es dann vorkommen, dass Vdd/Vcc der ganzen Schaltung plötzlich 
auf beispielsweise 10V hängt statt auf 5V (bei 12V NiMH Akku). Ein 
CD4051 Muxer kann das ab. Der Rest auch?

Eine Z-Diode an Vdd hilft da zwar, aber wenn am Pin ein Akku hängt 
ändert das nur die Frage wer dann qualmt. Widerstand vor die Pins ist 
dabei lebenswichtig.

Bei den als Muxer gern verwendeten CD4000 sollte man ausserdem 
einrechnen, dass der Latchup früher eintritt als man von Atmels und 74HC 
gewohnt ist.

Autor: faustian (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Manchmal macht man das absichtlich"

Oder auch unabsichtlich. ;) Natuerlich, den Trick mit den ESD-Dioden 
kenn ich auch. Dann ist aber meistens zumindest ein Kondensator da in 
den eine Spitze abfliessen kann.

Aendert aber doch nichts dran dass man dann wissen sollte was man da tut 
;)

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.