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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AVR-XMEM Bauteile


Autor: Thomas P. (topla)
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Hallo,
für die hobbymäßige Ablösung der Hardware eines Altgerätes benötige ich 
den Anschluß eines sram an einen ATmega 2561. Latch soll ein 74AHC573 
werden, der sram selbst von Reichelt (Best.-Nr. 628128) kommen. Da 
Datenerhalt im ausgeschalteten Zustand erforderlich ist, soll ein MAX691 
die nötigen Signale bereitstellen. Dazu mal folgende Fragen, da ich 
"hardwareseitig" nicht mehr auf der Rolle bin:
1. Ist der MAX691 noch "state-of-the-art" oder nimmt man da heute etwas 
anderes?
2. Gleiche Frage zum 74AHC573 mit der Frage, wo Kleinstmengen verfügbar 
sind? Reichelt Fehlanzeige, Segor, Conrad auch.

Danke für alle konstruktiven Anworten.

Thomas

Autor: Sven Meier (smeier)
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Hallo Thomas!

Zu Frage 2:
Eventuell helfen dir auch die Typen 74LVX573 oder 74VHCT573 weiter. 
Beide sollten laut Datenblattlage die erforderlichen Geschwindigkeiten 
schaffen und sind bei Reichelt verfügbar.

Viele Grüße,
Sven

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

er hat dich nicht geschrieben, wie schnell er den AVR überhaupt 
betreiben will... :-)

Zumindest 74ACT573N hat Segor noch im Abverkauf gelistet.

Zum Datenerhalt und weil es ja früher durchaus auch so gemacht wurde:
Spannung vom Ram über Schottky-Diode, Spannung von einer Batterie über 
Schottkydiode.
BrownOut vom AVR passend setzen und externen PullUp am /CS des Ram müßte 
eigentlich schon reichen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Sven Meier (smeier)
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Hallo Michael!

Da hast du natürlich recht. Ich bin von der Maximalfrequenz, also 16 MHz 
ausgegangen. Interessanterweise ist die Holdzeit der Adressleitungen 
laut Datenblatt des ATmega aber nicht von der Taktfrequenz abhängig, 
sondern immer bei 5ns. Dafür sind dann in der Tat aber die HCT's schon 
überfordert.

Gruß,
Sven

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Sven Meier schrieb:
> Hallo Michael!
>
> Da hast du natürlich recht. Ich bin von der Maximalfrequenz, also 16 MHz
> ausgegangen. Interessanterweise ist die Holdzeit der Adressleitungen
> laut Datenblatt des ATmega aber nicht von der Taktfrequenz abhängig,
> sondern immer bei 5ns. Dafür sind dann in der Tat aber die HCT's schon
> überfordert.

ich habe jetzt nur schnell ins Mega2560 Datenblatt geschaut, die 
Low-Adresse liegt für eine H-Phase des Taktes an, das sind bei mir bei 
16MHz Takt sind 32ns...

Hätte mich jetzt auch gewundert, weil bei mir 16MHz immer mit HCT oder 
HC gingen. Meine Rams waren da eher mal zu langsam (alte 70ns Teile...).

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Thomas P. (topla)
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Michael U. schrieb:
> Hallo,
>
> er hat dich nicht geschrieben, wie schnell er den AVR überhaupt
> betreiben will... :-)

Dammich, natürlich wieder etwas vergessen. 16MHz sollen es schon sein 
und als Bauform SMD.
Danke für die Infos, also werde ich mal den ersten Versuch mit einem 
HC573 wagen.
Was den MAX betrifft, so werde ich vielleicht das Konzept umstellen. 
Jetzt werden Konfigurationsdaten im sram gehalten (12kB). Der Rest sind 
aktuelle Systemdaten, die sowieso bei jedem Start neu eingelesen werden. 
Die Konfigurationsdaten könnte ich ja in einem zusätzlichen SPI-EEPROM 
unterbringen und beim Start in den sram kopieren, dann spare ich die 
MAXerei.

Gruß
Thomas

Autor: Thomas P. (topla)
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Michael U. schrieb:

> Hätte mich jetzt auch gewundert, weil bei mir 16MHz immer mit HCT oder
> HC gingen. Meine Rams waren da eher mal zu langsam (alte 70ns Teile...).

Da wäre ich ja fast in die nächste Falle getappt, der sram hätte auch 
nur 70ns. Da muss ich wohl weiter suchen.

Thomas

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Reichelt hat auch 55ns RAMs dan brauchst du ggf nur einen Wait state.

Autor: Sven Meier (smeier)
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Hallo Michael, hallo Thomas!

@Michael:
Du hast recht mit der Länge des anstehenden Adresswortes. Dies steht in 
der Tat für eine High-Phase an und das sind auch in der Tat 32ns bei 16 
MHz. Der Teil wird auch kein Problem darstellen, selbst bei den "alten" 
HC-Typen ist das unkritisch.

Das Problem könnte sich nur in der Holdzeit von ALE-Low bis ungütlig 
werden der Adressleitungen äußern. Dies ist beim verwendeten Controller 
mit 5ns fix angegeben. Auch die Holdzeit des Latchbausteins liegt bei 
den HC-Typen bei 5 ns. Das bedeutet meiner Meinung nach, dass dir bei 
ungünstigem Skew durch die Leiterbahnen die Bits das Latches noch im 
letzen Moment kippen könnten und somit keine gültige Adresse mehr 
anliegt. Der Absatz im Datenblatt dazu besagt folgendes:

>>
9.1.2 Address Latch Requirements
Due to the high-speed operation of the XRAM interface, the address latch 
must be selected with
care for system frequencies above 8 MHz @ 4V and 4 MHz @ 2.7V. When 
operating at conditions
above these frequencies, the typical old style 74HC series latch becomes 
inadequate. The
External Memory Interface is designed in compliance to the 74AHC series 
latch. However, most
latches can be used as long they comply with the main timing parameters. 
The main parameters
for the address latch are:
• D to Q propagation delay (tPD).
• Data setup time before G low (tSU).
• Data (address) hold time after G low (TH).
The External Memory Interface is designed to guaranty minimum address 
hold time after G is
asserted low of th = 5 ns. Refer to tLAXX_LD/tLLAXX_ST in “External Data 
Memory Timing” Tables 31-
9 through Tables 31-16 on pages 381 - 384. The D-to-Q propagation delay 
(tPD) must be taken
into consideration when calculating the access time requirement of the 
external component. The
data setup time before G low (tSU) must not exceed address valid to ALE 
low (tAVLLC) minus PCB
wiring delay (dependent on the capacitive load).
<<

@Thomas:
Die Geschwindigkeit des SRAM selbst ist das weniger kritisch. Die Länge 
der OE bzw. WR-Impulse kann ja durch die Einstellung von Waitstates 
verlängert und damit auch an langsamere Speicher angepasst werden. Dies 
geht bei diesem externen Businterface eben leider nur nicht für den 
ALE-Puls bzw. die Gültigkeit der Adressbits danach. Ein 70ns SRAM sollte 
also anschließnar sein.

Viele Grüße,
Sven

Autor: Thomas P. (topla)
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Hallo Sven,
danke, dann steht also wieder die Suche nach einem 74AHC573 auf dem 
Programm, ich habe da keine Lust, mit geht, geht vielleicht, geht nicht 
herumzuexperimentieren.
Da viel auf den sram zugegriffen wird, sind schnelle Zugriffe schon 
interessant und für die wenigen Exemplare spielt der Preis keine Rolle. 
Mal bei Digikey vorbeischauen, wird ja mal wieder eine Sammelbestellung 
geben.

Gruß
Thomas

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

dann nimm die ACT, wenn Segor die noch hat. Die sind laut Datenblatt 
sogar noch minimal schneller, wenn ich nichts übersehen habe.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: KB (Gast)
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Bei Reichelt gäbe es noch den AC573 Typ welcher ähnlich zum AHC sein 
dürfte.

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Also laut Aussagen von Benedikt der das XMEM sehr excessiv und 
vielfältig einsetzt sind die HC ausreichend und die im AVR Datenblatt 
empfohlenen Typen aufgrund ihrere Störanfälligkeit bei schlechtem Layout 
weder zu empfehlen noch nötig.

Autor: Thomas P. (topla)
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@Läubi:
Danke für die Info. Ich werde nun doch erst einmal auf einen Versuch mit 
einem HC573 setzen. Dann sehe ich weiter...
Gruß,
Thomas

Autor: A. K. (prx)
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Wobei ich letzthin beim Nachbau der Benedikt'schen LCD-Lösung erst ein 
HC573 von Fairchild drin hatte, die Sache aber erst dann ins Rollen kam 
als ich es durch ein Exemplar von NXP ersetzte.

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