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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltung Drehfeldmesser


Autor: Hääh ... ??? (Gast)
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Hallo allwissendes Forum,

ich habe hier eine Schaltungg zur Drehfelderkennung. Ebenfalls ist noch 
eine Anzeige der einzelnen Phasen dabei. Das mit der Phasenanzeige 
verstehe ich, jedoch die Drehfelderkennung nicht!
Ich hab auch schon ein paar Bücher und das Internet dazu befragt, jedoch 
keine richtige Auskunft erhalten.

Kann mir jemand einen Tip geben, wie die Richtung erkannt wird?

Danke an alle!

P.S. Bild im Anhang

Autor: Michael O. (mischu)
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R2 und C1 bilden einen Tiefpass, der gleichzeitig die Phasenlage der 
Kondensatorspannung verschiebt.
Der Tiefpass wird so eingestellt sein, dass bei einem Rechtsdrehfeld die 
Spannungsdifferenz über der LED "Links" nahezu null ist. Damit ist die 
aus.

Die Led "Rechts" wird aber eine Spannung sehen, da hier zwar eine 
Phasendifferenz über seinem eigenen Tiefpass liegt, diese aber nicht zum 
Rechtsdrehfeld passt.

Mal dir doch mal die Phasenvektoren des Drehfeldes auf und der 
Differenzspannungen.
(Siehe Aronschaltung: http://de.wikipedia.org/wiki/Aronschaltung)

Autor: Hääh ... ??? (Gast)
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Danke erst mal für die Antwort.
So etwas habe ich mir schon gedacht, jedoch bin ich von einer 
Phasenverschiebung durch den Tiefpass von 90° ausgegangen.

Oder ist das falsch?

Dann gibt es trotzdem noch eine Spannungsdifferenz, da ja die 3 Phasen 
120° verschoben sind.

Oder bin ich falsch unterwegs?

Autor: Hääh ... ??? (Gast)
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Kann mir niemand helfen?

Autor: Ganymed (Gast)
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Hast Du auch Werte
für die Cs und Rs?

Autor: Hääh ... ??? (Gast)
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Tschuldigung, hab ich vergessen.

R1,R2: 120K/1W
C1/C2: 47nF/250V~

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Du mußt in deine Phasen-, Strom- und Spannungsbetrachtungen einbeziehen, 
dass die Leuchtdiode z.B. erst bei 2V zu leuchten beginnt.

EDIT:
R3 = ?
R4 = ?

Autor: Hääh ... ??? (Gast)
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R3-R6: 82K/1W

Autor: Ganymed (Gast)
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Lothar schrieb:
>Du mußt in deine Phasen-, Strom- und Spannungsbetrachtungen
>einbeziehen, dass die Leuchtdiode z.B. erst bei
>2V zu leuchten beginnt.

Wohl kaum.
Bei den hohen Spannungen an den
Widerständen machen die Schwell-
spannungen kaum etwas aus. Für
die Berchnung der Schaltung würde
ich die Antiparallelschaltung der
Dioden als Drahtbrücke betrachten.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Ganymed schrieb:
> Bei den hohen Spannungen an den Widerständen machen die Schwell-
> spannungen kaum etwas aus.
Richtig.

Ich habe das jetzt mal simuliert, und tatsächlich:
eigentlich leuchtet die LED sowohl bei der einen wie auch der anderen 
Drehrichtung. Das eine Mal allerdings ein wenig dunkler. Das deckt sich 
dann auch mit dem Foto der Schaltung:
http://blackstrom.derschwarz.de/schaltungen/dreh_2...
Obwohl die rechte LED hell leuchtet, glimmt die linke so still und 
heimlich vor sich hin.

Einen deutlicheren Unterschied bringt wohl diese Schaltung:
http://blackstrom.derschwarz.de/schaltungen/dreh_1...

Autor: Hääh ... ? (Gast)
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Danke, dass das mal jemand bestätigt, was ich mir schon gedacht habe.
Ich glaub ich bau die Schaltung mal auf, dass wir es sicher wissen.

Kann natürlich ein wenig dauern!

Bis dann

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Ich glaub ich bau die Schaltung mal auf, dass wir es sicher wissen.
Bin gespannt... ;-)

Autor: Hääh ... ? (Gast)
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Was mir noch als Maßnahme einfallen würde, wär die Schwellenspannung der 
LED's etwas hoch zu setzen. Dass sie nicht so schnell anfangen zu 
glimmen. Dies könnte man durch Z-Dioden erreichen, die in Reihe zu den 
LED's sind.

Was meint ihr?

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Dies könnte man durch Z-Dioden erreichen, die in Reihe zu den
> LED's sind.
So wurde das bei der Glimmlampenschaltung auch gemacht.
Ausprobieren macht schlau ;-)

Autor: Dieter B. (debe)
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Hallo,

im Anhang die Schaltung wie sie von der AEG gebaut wurde.

Gruß debe

Autor: Ganymed (Gast)
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Hää schreibt

>...wär die Schwellenspannung der
>LED's etwas hoch zu setzen.

Das würde ich nicht machen.
Der Effekt der Schaltung geruht darauf,
dass durch die Blindwiderstände eine
Phasenverschiebung entsteht, die den
Strom durch die LEDs erhöhen oder zu
Null machen.
Das Funktioniert aber nur gut, wenn
lineare Bauteil im Spiel sind. Also
mit andren Worten, ein schöner Sinus-
strom fließt.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Ganymed schrieb:
> Das würde ich nicht machen.
Grau ist alle Theorie :-o

Ich habe mich nicht halten können, und das Ding auf Lochraster 
zusammengestückelt. Im angehängten Foto sieht man, das die linke LED in 
der Originalbestückung leicht glimmt. Mit einer 68V Z-Diode (hatte grad 
nichts größeres zur Hand) ist sie aus.

Autor: Hääh ... ? (Gast)
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@Ganymed: Aber Leds sind doch auch nix lineares !?!

@Lothar Miller: Super, dass du es schon aufgebaut hast. Ich hatte noch 
keine Zeit. Du hast also noch die 68V Z-Diode in Reihe zu den LED's 
geschaltet, wie wir es besprochen haben.
Also quasi nur die Schwellenspannung der LED's hoch gesetzt. Stimmt das 
?

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> Also quasi nur die Schwellenspannung der LED's hoch gesetzt. Stimmt das?
Ja, richtig.

Autor: Hääh ... ? (Gast)
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So, ich hab jetzt mal die Schaltung überarbeitet!

Gruß

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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> So, ich hab jetzt mal die Schaltung überarbeitet!
Die 68V sind aber keine Naturkonstante.
Ich hatte gerade nur keine andere in Reichweite.

Und schreib an die LED noch was in der Art "hi-eff" oder "low-current" 
;-)

Autor: Hääh ... ? (Gast)
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Ich weiß, dass die 68V nicht in Stein gemeiselt sind, aber wenns mit 
denen funktioniert.

Es geht ja nur darum, die Schwellenspannung hochzusetzen!
Der Rest geht ja.

Autor: Gast (Gast)
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und die Kondensatoren noch beschriften.

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