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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Audiosignale mischen - Passiver Signalweg


Autor: Armin (Gast)
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Hallo zusammen,

ich habe vor, evtl ein RelaiXed nachzubauen (mit einigen kleineren 
Ändeurungen)
Website: http://jos.vaneijndhoven.net/relaixed/
Schaltplan: http://jos.vaneijndhoven.net/relaixed/design_apr09.pdf

1. Eine Idee wäre es, einen Mono-Button einzubauen. Dazu muss ich aber 
je zwei Signale mischen (Links und Rechts hot & Links und Rechts cold).
Ist das möglich, ausschließlich über Relais und Widerstände? Einfach 
beide Signale über einen Spannungsteiler auf Masse und in der Mitte 
verbinden? Welche Größenordnung Widerstände nimmt ma da?
Und wo im Signalweg (Schaltung S.2) würde das dann idealerweise 
stattfinden? Vor dem Preamp? Nach dem Preamp? Vor der 
Lautstärkeregelung?
Ich möchte möglichst wenig Qualität verlieren und außer Relais und 
Widerständen nichts anderes einbauen, als auf der Schaltung zu sehen 
ist. Gerne auch nochmal dieser preamp, falls der nochmal nötig wird.

2. Die Zweite Idee ist, mehrere Ausgänge zur Verfügung zu stellen für 
mehrere Lautsprecherpaare, die auch parallel betrieben werden können.
Das Signal zu verzweigen macht ja keine weiteren Probleme, oder?
Hier auch wieder die Frage: erst nach dem preamp verzweigen oder schon 
vorher und jedem Ausgang einen eigenen Preamp spendieren?

3. Was macht die Schaltung mit dem LM4562 auf Seite 4? Warum brauchen 
die preamps diese Vorschaltung zur Spannungsversorgung?
Muss ich die auch mehrmals nachbauen, wenn ich mehrere Preamps verbaue?

Autor: MaWin (Gast)
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> 1. Ist das möglich, ausschließlich über Relais und Widerstände?

Ja.

> Einfach beide Signale über einen Spannungsteiler auf Masse

Nein.

> und in der Mitte verbinden?

Ja. Einfach beide Signale an einer Stelle die sowieso eine Impedanz hat, 
also bei Kurzschluss nicht jammert, direkt (0 Ohm) verbinden, wegen 
differentiellem Aufbau halt beide Signalleitungen.

> Vor dem Preamp? Nach dem Preamp? Vor der Lautstärkeregelung?

Bei R14/R33, rechts mit links.

> 2. Die Zweite Idee ist, mehrere Ausgänge zur Verfügung zu stellen für
mehrere Lautsprecherpaare

Lautsprecher? Das Ding treibt keine Lautsprecher. Das ist ein 
Vorverstärker. An den beliebig (zumindest 10) viele Endverstärker 
können, so lange sie dasselbe Signal wiedergeben sollen.

> 3. Was macht die Schaltung mit dem LM4562 auf Seite 4?

Einen schlechten Spannungsregler nachbauen.

> Muss ich die auch mehrmals nachbauen, wenn ich mehrere Preamps verbaue?

Nun, die Stromversorgung ist für den Strombedarf nicht ausgelegt, und 
weil er so schlechte Spannungregler baut, sind die auch nicht 
überlastsicher, weder strombegrenzt noch kurzschlusssicher noch 
übertemperaturgeschützt,
bei Überlastung zerbratzt es dir also einfach die teuren Bauteile.
Es ist halt so eine typische Elektor-Idiotenschaltung.

Autor: Armin (Gast)
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> Bei R14/R33, rechts mit links.
Also ich schätze mal NACH den jeweilgen Widerständen, bevor es in den 
Preamp geht?

> Das Ding treibt keine Lautsprecher.
Jop schon klar. Ich habe aktive Speaker, sorry ^^. Also einfach das 
Signal verzweigen, perfekt!

> schlechter Spannungsregler
Hmm, sieht mir sehr aufwendig aus, nur um die Spannung zu erzeugen. Und 
dann soll der auch noch schlecht sein?
Warum nicht direkt die V24p/n nehmen? Ripplet das noch zu stark?

Also gut: Welche anderen +/-16V Spannungsreglerschaltungen kommen für 
diese Anwendung (Audiosignale Studioqualität) in Frage?
Bei Analogtechnik fehlt mir schlichtwegs die Erfahrung, was solche 
Basics angeht. Ich habe mir nur mal sagen lassen, dass Schaltregler 
nicht klingen. Weiß aber auch nicht, ob man dem Glauben schenken soll ;)

Autor: MaWin (Gast)
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> Also ich schätze mal NACH den jeweilgen Widerständen

Ja.

> Und dann soll der auch noch schlecht sein?

Wie gesagt, kein Kurzschluss-, Überstrom-, Überhitzungsschutz und damit 
kein Schutz der nachfolgenden Bauteile.

> Warum nicht direkt die V24p/n nehmen? Ripplet das noch zu stark?

Ja.

> Also gut: Welche anderen +/-16V Spannungsreglerschaltungen kommen für
> diese Anwendung (Audiosignale Studioqualität) in Frage?

LM317/LM337

Autor: Armin (Gast)
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Da die Mono-Schaltung so einfach geht, bin ich gerade am überlegen, ob 
man auf diese Art und Weise nicht auch einfach mehrere Eingangssignale 
auf die Ausgänge zusammenmischen könnte.

Der Nachteil daran ist ganz klar, dass man die Lautstärkenregelung für 
jeden Kanal einzeln aufbauen muss, wenn die Summierung erst hinterher 
erfolgen kann. Hat aber andererseits auch wieder was für sich...

Außerdem hat die Monoschaltung nur als "Summenmono" Sinn. Denn wenn man 
eines der Signale auf Mono schaltet, beeinflusst das ja auch die 
anderen, selbst wenn man den 43k Widerstand aufteilen würde und die 
Monoschaltung dort hinein bauen würde - Also mit einigen "Ohm Abstand" 
zur Summierung.
Seh ich das richtig?

Trotzdem könnte diese Mix-Funktionalität Spass bringen.

Ich hab aber eine Befürchtung, was das Mischen von symmetrischen und 
unsymmentrischen Signalen angeht. Hierfür ist im original RelaiXed wohl 
das Relais K7L/K7R zuständig, oder? Was macht das genau?

Wenn ich das immer in der geichneten Stellung lasse, haben dann die 
unsymmetrischen Signale nur halben Pegel im Vergleich zu den anderen?
Ich stehe gerade auf der Leitung wie man die "Summieren"-Funktionalität 
am geschicktesten umsetzt...

Autor: Michael O. (mischu)
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Soweit ich gesehen habe hat die Schaltung am Eingang keinen 
Impedanzwandler und belastet die Audioquelle mit < 4k7.

Normalerweise hat man im Audiobereich eine Eingangsimpedanz im Bereich 
10k .. 100k (nominell 47k). Sofern deine Quelle einen starken Treiber 
hat und die Verkabelung kurz ist sollte es klappen. Allerdings wenn man 
sich schon den ganzen Aufwand macht, dann wäre ein OP in jedem Eingang 
vor dem Lautstärkeregler zu empfehlen.

Was spricht gegen ein Poti als Lautstärkeregler?

Wenn Du z.B. 5.1 oder 7.1 über deine Anlage spielen willst und da 
unbedingt einen Regler in den analogen Pfaden haben möchtest, verstehe 
ich Dein Anliegen. Aber für Mono?

Autor: Armin (Gast)
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naja meistens liegt das Signal ja stereo an. Mono ist eigentlich nur zum 
"mal hören". Und dann sind das symmetrisch schon 4 Signale. Für die 
braucht man dann also ein logarithmisches 4-Fach Poti, das auch noch 
möglichst gleichmäßig, langlebig (,...,...) arbeitet.
Hab ich bei reichelt nicht gefunden :D

Gegen die OPamps spricht, dass ich möglichst wenig aktive Bauteile 
verwenden möchte, die evtl den Klang verfälschen. Schon gar nicht, wenn 
ich mich damit nich auskenne ^^

ich möchte auf meine aktuelle Frage zwei posts weiter oben hinweisen ;)

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