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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik USB-Gerät (HID) über Bluetooth verbinden?


Autor: Sven J. (locutussum)
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Hallo,
da ich bei mir noch ein top-case von einem macbook rumliegen habe und 
dieses sich einfachst an den usb-port eines pcs anschliessen lässt 
(schon ausprobiert, läuft einwandfrei an nem windows-pc) bin ich auf die 
idee gekommen, daraus was kabelloses zu machen.

daher meine frage: kann ich ein usb-gerät irgendwie über bluetooth mit 
einem pc verbinden? wenn ja: wie? hat da wer tipps, wo ich mich da am 
besten mal einlesen kann? und vor allem: was für ein aufwand würde das 
werden?

ich vermute mal, die einfachste lösung wäre, einfach zwei 
hf-sender/empfänger-combos zu nehmen und über diese das usb-signal 
codiert zu übertragen, eine bluetooth-verbindung wäre aber um einiges 
cooler - vor allem weil ich dann nicht noch mehr usb-ports an meinem pc 
vollhämmern müsst (hab sowieso eig. keine mehr frei und nen hub möcht 
ich mir nur ungern ranklatschen) daher würd ich das am liebsten über 
bluetooth lösen.

ich denk mal, der worst-case wäre, dass die tastatur dann praktisch von 
einem µC erkannt werden müsste, welcher die treiber für die tastatur und 
co. enthält, und dann aus diesen eingaben neue für das bluetooth-output 
erzeugen würd. aber ich hoffe eig. dass das viel, viel einfacher geht.

Autor: Michelle Konzack (Firma: electronica@tdnet) (michellekonzack) Benutzerseite
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National Semiconductor:

LMX5453 oder LMX9838

Grüße
Michelle

Autor: Sven J. (locutussum)
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hmm. seh ich das richtig, dass ich bei dem LMX5453 einfach direkt an die 
usb-pins die usb-tastatur dran klemme, dazu noch nen paar 
batterien/akkus rein packe und schon die tastatur über bluetooth 
einbinden kann?

aber auch: wo bekomme ich diese ICs günstig her (Brauch ja eig. nur 
einen) und gibts die auch in nem modul, wo die pins nen bischen besser 
zugänglich sind? bisher habe ich noch nicht die technik finden können, 
um solche ICs verlöten zu können - und ich schätze mal, bis ich mal die 
gelegenheit bekomm, so was zu verlöten, dürfte auch noch einiges an zeit 
vergehen. :(

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nein, der genannte BT-Chip ist ein USB-Device. Damit kann ein BT-"Stick" 
aufgebaut werden, der an einen PC-Host angeschlossen wird.
Das hilft hier nicht.

Was Du bräuchtest, wäre ein BT-Chip mit integriertem USB-Host, da Du 
andere USB-Devices anschließen willst.

So etwas gibt es nicht, und so etwas ist auch nicht umsetzbar, da die 
Datenraten zu sehr divergieren.

Mit einem µC, einem BT-Modul und einem USB-Host-Controller wie dem 
"Vinculum" könntest Du es hinbekommen.

Die USB-Devices Deiner Mac-Leiche werden mit dem "Vinculum" verbunden, 
der diese als HID ansteuert. Dein µC muss dieses auswerten und über das 
BT-Modul wiederum das BT-HID-Profil implementieren und die per USB 
empfangenen HID-Daten entsprechend weiterleiten.

> ich vermute mal, die einfachste lösung wäre, einfach zwei
> hf-sender/empfänger-combos zu nehmen und über diese das
> usb-signal codiert zu übertragen

Das ist erst recht absolut überhaupt gar nicht trivial, wie in den 
Diskussionen rund um "wir bauen uns eine galvanische Trennung für USB" 
bereits ausführlichst ausgeführt wurde.

Autor: Sven J. (locutussum)
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wenn ich das aber auf diese art lösen würd, dann müsst ich im µC aber 
doch die treiber der tastatur/maus-kombination (ist zum glück nur eine 
usb-device) irgendwo implementieren, oder? und wenn dann updates für die 
treiber raus kämmen müsst ich den kompletten microcontroller neu 
programmieren (bzw. auch updaten)

im datasheet von dem vinculum VNC1L V201 steht auch was davon, dass in 
dem chip auch nen microcontroller enthalten ist, aber ich schätze mal, 
dass der eig. nur in der lage ist, das usb-signal umzusetzen - evtl. 
müsst auch hier der treiber reinimplementiert werden? -, nicht aber 
damit auch direkt nen bt-sender anzusteuern. :(

aber da ich ja nur einen usb-port von dem vinculum brauch, könnt ich den 
anderen ja evtl. direkt mit nem usb-bluetooth-stick verbinden und mir so 
arbeit ersparen? ^^

also alles in allem scheint das doch erheblicher aufwand zu sein nur um 
ein usb-gerät über bluetooth einzubinden. ist ja eig. schad. ich könnt 
mir irgendwie vorstellen, dass man so was sonst auch für andere 
anwendungen wie z.b. nen bluetooth-speichermedium nutzen könnt. (bei 
kleineren dateigrößen ja vollkommen in ordnung, sollte nur nicht mehr 
als nen textdokument sein)

das mit der niedrigeren datenrate von bluetooth ist zwar schon wahr, da 
geht nicht soo viel rüber, aber maus und tastatur übermitteln im 
normalfall ja auch nicht soo furchtbar viel. (und letzten endes laufen 
maus und tastatur zusammen auf einem usb-bus - das ist sogar ein 
einzelner IC der touchpad und tastatur steuert. bestimmt auch auf usb 
1.1-standard, entsprechend mit einer erheblich niedrigeren datenrate.
wenn allerdings die datenrate zu niedrig wäre um direkt von usb zu 
bluetooth zu gehen, in wie fern kann da überhaupt ein µC noch groß 
nachhelfen? letzten endes würden eingaben doch ab einem gewissen punkt 
zu stark gepuffert ankommen? (z.b. wenn man viel tippt)

aber es müsste doch irgend eine möglichkeit geben so ne usb-device mit 
nem möglichst geringen aufwand kabellos anbinden zu können. :(




mal kurz nen edit:

gerade bin ich noch auf was namens CWUSB gestoßen. ich würd mal fast 
wetten, dass sich damit das problem am einfachsten lösen liesse. da 
müsst ich dann nur an einen hwa und einen dwa kommen und könnt direkt 
alles schön anschliessen. ohne großen programmieraufwand. und so wie 
sich das bei wikipedia (jaja, ich weis, wikipedia ist keine quelle) 
liest, dürfte das auch recht zukunftsweisend sein. ausserdem liesse sich 
in der tastatur dann ein usb-hub implementieren, welcher den anschluss 
eines usb-sticks und anderer usb-geräte erlauben würd. das wär natürlich 
alles sehr cool. ^^

die einzige frage, die sich bei dieser technologie aber stellen würd 
wäre, wo man so was herbekommt. (also die hwa, also den host, der in den 
usb-port des pcs kommt, wirds wahrscheinlich zu kaufen geben,a ber den 
dwa, der an das usb-gerät kommt wird wahrscheinlich recht schwer 
aufzutreiben sein? weis da wer etwas mehr zu?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> wenn ich das aber auf diese art lösen würd, dann müsst ich im µC aber
> doch die treiber der tastatur/maus-kombination (ist zum glück nur eine
> usb-device) irgendwo implementieren, oder?

Beim "Vinculum" erledigt das potentiell dessen Firmware, so es eine für 
HID gibt. Ansonsten muss das in der Tat Dein µC erledigen.

> und wenn dann updates für die treiber raus kämmen
> müsst ich den kompletten microcontroller neu
> programmieren (bzw. auch updaten)

Wieso? Nur weil es ein Treiberupdate gibt, heißt das doch nicht, daß Du 
es a) anwenden musst und daß b) sich dadurch die Hardware ändert.

> im datasheet von dem vinculum VNC1L V201 steht auch was davon, dass in
> dem chip auch nen microcontroller enthalten ist, aber ich schätze mal,
> dass der eig. nur in der lage ist, das usb-signal umzusetzen - evtl.
> müsst auch hier der treiber reinimplementiert werden? -, nicht aber
> damit auch direkt nen bt-sender anzusteuern. :(

Eigene Firmware ist wohl nicht vorgesehen.

> aber da ich ja nur einen usb-port von dem vinculum brauch, könnt ich den
> anderen ja evtl. direkt mit nem usb-bluetooth-stick verbinden und mir so
> arbeit ersparen? ^^

Nein. Damit ersparst Du Dir keinerlei Arbeit, ganz im Gegenteil; woher 
soll der Vinculum wissen, was er mit dem BT-Stick anfangen soll?

> also alles in allem scheint das doch erheblicher aufwand zu sein nur um
> ein usb-gerät über bluetooth einzubinden.

O ja.

> ist ja eig. schad. ich könnt mir irgendwie vorstellen,
> dass man so was sonst auch für andere anwendungen wie
> z.b. nen bluetooth-speichermedium nutzen könnt.

BT ist eine dafür sehr ungeeignete Schnittstelle, einerseits aufgrund 
des Protokolles, andererseits aufgrund der lächerlichen erzielbaren 
Bandbreite.


> aber es müsste doch irgend eine möglichkeit geben so ne usb-device mit
> nem möglichst geringen aufwand kabellos anbinden zu können. :(

> mal kurz nen edit:
>
> gerade bin ich noch auf was namens CWUSB gestoßen. ich würd mal fast
> wetten, dass sich damit das problem am einfachsten lösen liesse. da
> müsst ich dann nur an einen hwa und einen dwa kommen und könnt direkt
> alles schön anschliessen. ohne großen programmieraufwand. und so wie
> sich das bei wikipedia (jaja, ich weis, wikipedia ist keine quelle)
> liest, dürfte das auch recht zukunftsweisend sein. ausserdem liesse sich
> in der tastatur dann ein usb-hub implementieren, welcher den anschluss
> eines usb-sticks und anderer usb-geräte erlauben würd. das wär natürlich
> alles sehr cool. ^^

Das hast Du richtig erkannt.

> die einzige frage, die sich bei dieser technologie aber stellen würd
> wäre, wo man so was herbekommt. (also die hwa, also den host, der in den
> usb-port des pcs kommt, wirds wahrscheinlich zu kaufen geben,a ber den
> dwa, der an das usb-gerät kommt wird wahrscheinlich recht schwer
> aufzutreiben sein?

Naja, Du solltest recherchieren, welche Chip-Hersteller Hardware für 
CWUSB herstellen.

Viel Erfolg.

Autor: ebtschi (Gast)
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USB-Tastaturen kann man afaik auch über das PS/2-Protokoll ansteuern, 
was die Sache massiv erleichtern könnte (kein Vinculum, nur µC). Über 
Firmware-Entwicklung wird man bei diesem Projekt sowieso nicht 
rumkommen, aber Komplexität reduzieren geht sicher noch. Da ich sowas 
ähnliches auch benötige (LMX9838 als Vorgabe) werde ich mal nach 
PS/2-Code googlen und die interessantesten Sachen hier posten.

CWUSB klingt auch sehr interessant. Gibt es da schon Hersteller?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> USB-Tastaturen kann man afaik auch über das PS/2-Protokoll ansteuern,
> was die Sache massiv erleichtern könnte (kein Vinculum, nur µC).

Nein, das kann man nicht. Es gibt bilinguale Tastaturen (wie auch 
Mäuse), die beide Protokolle unterstützen, aber das ist eine Ausnahme.

Das ist die gleiche Geschichte wie zur Zeit der Einführung der 
PS/2-Mäuse. Da gab es auch bilinguale Modelle, die sowohl an RS232 als 
auch an PS/2 funktionierten, und der von manchen Zeitgenossen 
angestellte Umkehrschluss, daß das mit allen Mäusen so sein müsse, war 
damals schon ein Missverständnis.

Und es ist mit absoluter Sicherheit davon auszugehen, daß die in einem 
Apple-Notebook verbaute Tastatur-/Touchpad-Kombination nicht bilingual 
ist.

> Über Firmware-Entwicklung wird man bei diesem Projekt sowieso nicht
> rumkommen, aber Komplexität reduzieren geht sicher noch.

Kaum. USB-HID ansteuern, BT-HID implementieren, das sind die vom 
Threadersteller gemachten Vorgaben.


> Da ich sowas
> ähnliches auch benötige (LMX9838 als Vorgabe) werde ich mal nach
> PS/2-Code googlen und die interessantesten Sachen hier posten.

Das weicht etwas vom Thema ab, da PS/2 hier flachfällt.

> CWUSB klingt auch sehr interessant. Gibt es da schon Hersteller?

Prinzipiell wohl Cypress, wobei ich dort auf Anhieb auch (noch) nichts 
vielversprechendes finden konnte.

Autor: ebtschi (Gast)
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> Nein, das kann man nicht. Es gibt bilinguale Tastaturen (wie auch
> Mäuse), die beide Protokolle unterstützen, aber das ist eine Ausnahme.

OK, wieder was dazugelernt.

> Kaum. USB-HID ansteuern, BT-HID implementieren, das sind die vom
> Threadersteller gemachten Vorgaben.

Kommt darauf an. Ist USB-HID wirklich eine Vorgabe, oder geht es "nur" 
darum, eine Tastatur anzusteuern?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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>> Kaum. USB-HID ansteuern, BT-HID implementieren, das sind die vom
>> Threadersteller gemachten Vorgaben.
>
> Kommt darauf an. Ist USB-HID wirklich eine Vorgabe, oder geht es "nur"
> darum, eine Tastatur anzusteuern?

Die Tastatur und das Touchpad sind vorhanden:

> da ich bei mir noch ein top-case von einem macbook rumliegen
> habe und dieses sich einfachst an den usb-port eines pcs
> anschliessen lässt (schon ausprobiert, läuft einwandfrei
> an nem windows-pc) bin ich auf die idee gekommen, daraus
> was kabelloses zu machen.

Beides sind USB-Devices, also ist die Ansteuerung von USB-HID-Geräten 
eine nicht umgehbare Vorgabe.

Autor: ebtschi (Gast)
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Ok, überzeugt.

Autor: Guido Körber (Gast)
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Das ist ein zum Scheitern verurteiltes Projekt, der Aufwand würde 
mehrere Mannjahre betragen und dazu das nötige Fachwissen.

USB lässt sich nicht sinnvoll über Bluetooth tunneln. Fertige Lösung 
dafür gibt es schon mal garnicht und die handelsüblichen Teile passen 
nicht zusammen. Bluetooth Sticks sind USB Devices, genau so wie auch 
Tastatur, Maus usw. USB Devices können nicht miteinader reden, dazu 
braucht es einen Host.

CypressWireless USB ist nur ein Funkchipset der selber nichts mit USB zu 
tun hat, sondern zur Verwendung mit einem USB Controller an einem Ende 
gedacht ist, die Funkstrecke selber hat rein garnichts mit USB zu tun, 
das USB Gerät befindet sich auf der Empfängerseite am PC.

Autor: Sven J. (locutussum)
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naja. aber CWUSB steht eig. für certified wireless usb? zumindest kam 
das für mich so rüber, dass es einmal wusb von cypress gibt und einmal 
cwusb, was aber noch relativ neu ist und ganz normale usb-geräte wieder 
anschliessen kann.

allerdings schätz ich mal, dass solche geräte recht teuer sein werden. 
ich denk mal, generell kann ich mal aufgrund der hier gemachten aussagen 
davon ausgehen, dass ich da nicht wirklich was erreichen kann. höchstens 
mal irgendwann prof werden und dann nen paar studenten so ne aufgabe 
stellen. :P

ich denk mal, ich wart da mal ab, ob sich da vlt. in nächster zeit 
großartig was im bereich cwusb tut, aber ich schätz mal, bis man die 
geräte zu nem vernünftigen preis bekommt werd ich schon nimmer interesse 
an dieser anwendung haben. ^^
und atm ists noch recht schwer, da was zu finden, obwohl die frequenzen 
z.t. schon in de freigegeben sind. (nur noch die ganz hohen fehlen glaub 
ich, sollen aber nächstes jahr freigegeben werden. vlt. wird sich dann 
ja was aufm markt tun. aber preislich ist das atm noch inakzeptabel, 
wenn auch die einzig für mich sinnvoll praktikable lösung. da verzicht 
ich dann doch lieber auf die bluetooth-implementierung, wenn ich dafür 
erheblich weniger aufwand habe. vor allem da ich z.Z. noch recht wenig 
programmiererfahrung habe und diese sich auf java beschränkt. (dieses 
semester wird aber C++ glaub ich dran kommen, dann dürft das vlt. schon 
anders aussehen. ^^)




kurz OT: wenn man schlussfolgern würd, dass usb-mäuse auch an ps2 gehen 
und ps2-mäuse auch an ner seriellen 232-schnittstelle, dann müsste sich 
daraus auch schlussfolgern lassen, dass usb-mäuse auch an seriellen 
232-schnittstellen funktionieren. und das wär ja wohl mal richtig 
abwegig. dan könnt ich ja auch meinen winlirc-empfänger direkt an usb 
stecken und es würd sofort und ohne probleme funktionieren. ;P

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Ein alternativer Ansatz, wenn auch nicht ganz billig, wäre die 
Verwendung eines USB-Device-Servers. Das ist eine Art "USB-Karte", die 
über eine Netzwerkverbindung mit einem PC verbunden wird. Auf dem PC 
wird ein Devicetreiber installiert, der eine Art "virtuelle 
USB-Schnittstelle" zur Verfügung stellt.
Damit lassen sich alle USB-Geräte nutzen, die keine isochrone 
Datenübertragung nutzen.

Hier so etwas sogar mit WLAN-Unterstützung:

http://www.ute.de/tcpip/usbip/sx2000wg.php

Allerdings dürfte der Stromverbrauch der Lösung die ganze Angelegenheit 
für ein mobiles Gerät uninteressant werden lassen.

Autor: Michelle Konzack (Firma: electronica@tdnet) (michellekonzack) Benutzerseite
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Sven J. schrieb:
> gerade bin ich noch auf was namens CWUSB gestoßen. ich würd mal fast
> wetten, dass sich damit das problem am einfachsten lösen liesse. da
> müsst ich dann nur an einen hwa und einen dwa kommen und könnt direkt
> alles schön anschliessen. ohne großen programmieraufwand. und so wie
> sich das bei wikipedia (jaja, ich weis, wikipedia ist keine quelle)
> liest, dürfte das auch recht zukunftsweisend sein. ausserdem liesse sich
> in der tastatur dann ein usb-hub implementieren, welcher den anschluss
> eines usb-sticks und anderer usb-geräte erlauben würd. das wär natürlich
> alles sehr cool. ^^
>
> die einzige frage, die sich bei dieser technologie aber stellen würd
> wäre, wo man so was herbekommt. (also die hwa, also den host, der in den
> usb-port des pcs kommt, wirds wahrscheinlich zu kaufen geben,a ber den
> dwa, der an das usb-gerät kommt wird wahrscheinlich recht schwer
> aufzutreiben sein? weis da wer etwas mehr zu?

Schon mal auf http://www.usb.org/ gesucht?

Oder schon mal hier geguckt: http://www.usb.org/developers/wusb/

Hier sind mal ein paar Hardware-Hersteller:

http://www.usb.org/kcompliance/view/catalog_search...

Und es gibt Chips von mindestens ST Ericsson, NEC, Samsung und LSI.
Komisch nur, das ich bei LSI und NEC als bereits Kunde ein zusätzliches 
On-Line-NDA abzeichnen muß...  Hmmm, eigenartig, echt komisch, muß beim 
TechSupport nachfragen.  Die Chips gibt es irgendwie NOCH nicht oder die 
Infos werden nur an spezielle Kunden weitergegeben.

Grüße
Michelle

Autor: Sven J. (locutussum)
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so ne wlan-lösung wär echt relativ uninteressant wegen des 
energieverbrauchs, auch wenn es an anderer stelle schöne vorteile bieten 
würde wie z.b. ohne großes hin- und her an verschiedene endgeräte im 
netzwerk anbinden. und ich denk mal, so etwas mit nem microcontroller zu 
realisieren dürfte zwar möglich sein, aber mindestens genau so viel 
aufwand bedeuten wie die bluetooth-lösung  (und ob man dabei einen 
energiesparenderen prototypen bei rausbekommt wär auch fraglich)

diesen link von usb.org hatte ich mir auch schon angeguckt, da hab ich 
aber nicht viel mit anfangen können. da stehen zwar ein paar ganz nette 
informationen, aber nichts, was wirklich aufschluss über hersteller 
bieten könnte.

einzig der letzte der drei links hilft etwas weiter, allerdings finde 
ich auch nur bei einem der dort angegebenen hersteller was wirklich 
nützliches:
http://www.shopiogear.com/products/iogear_connecti...

allerdings sind hier die preise mit 130 dollar, also knapp 100 euro für 
ne host-hub-combo für ein studentenportmoney recht hoch - und ich 
schätze mal, das wird auch noch ne zeit lang so bleiben - dass es sich 
nicht wirklich lohnt. für den preis würd ich ja ne sehr gute 
bluetooth-tastatur bekommen. und fraglich wär auch, ob diese geräte 
überhaupt nach deutschland verkauft werden würden. wenn ich jetzt 
weiteren nutzen davon hätte, da ich z.b. in der tastatur noch zig 
usb-devices anschliessen wollen würde (atm würd ich aber zu höchstens 
einem externen anschluss für mal schnell usb-stick o.ä. ran hängen sowie 
einem internen für vlt. irgendwelche spielereien mit nem microcontroller 
in der tastatur (vlt. ladestandsüberwachung, etwas beleuchtung, sonst 
iwas nettes) verwenden)


also alles in allem scheint das ganze nach wie vor nicht gerade günstig 
und einfach realisierbar zu sein. :(
da wirds dann wohl die bessere lösung zu sein, nen möglichst langes 
usb-kabel dran zu klemmen. (angeblich soll die tastatur auch mit nem 4 
meter langen usb-kabel funktionieren? hab ich aber noch nicht 
ausprobiert und ich wär mir mal fast sicher, dass da schon leichte 
störungen auftreten könnten)

Autor: Michelle Konzack (Firma: electronica@tdnet) (michellekonzack) Benutzerseite
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Sven J. schrieb:
> allerdings sind hier die preise mit 130 dollar, also knapp 100 euro für
> ne host-hub-combo für ein studentenportmoney recht hoch - und ich
> schätze mal, das wird auch noch ne zeit lang so bleiben - dass es sich
> nicht wirklich lohnt.

130 US$ ist noch gelinde...  Ich habe noch teureres gefunden...  :-D

> für den preis würd ich ja ne sehr gute
> bluetooth-tastatur bekommen. und fraglich wär auch, ob diese geräte
> überhaupt nach deutschland verkauft werden würden.

Doch sicher...  Ich meine, ich habe auch eine BlueTooth Tastatur welche 
von einer Firma in Californien hergestellt wird und CE Kennzeichen 
trägt.


Also so wie ich das sehe, wird am HOST (als am Computer) nur ein WUSB 
HOST-Transceiver angeschlossen und NUR der DEVICE-Transceiver, also wo 
der 4/7 Port Hub drin ist, kostst Geld.

Vom technischen Standpunkt kostet der erstere nicht mehr als 8-15 
US$/1000st und der Device-Transceiver etwas mehr.

> also alles in allem scheint das ganze nach wie vor nicht gerade günstig
> und einfach realisierbar zu sein. :(

Das ware aber die Preise Für die End-Produkte...

Grüße
Michelle

Autor: Gast (Gast)
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USB ist doch für bis zu 5 Meter zugelassen. Wenn es bereits bei 4 Metern 
aussteigt, hat Apple da wohl mal wieder etwas vergurkt.

Autor: Michelle Konzack (Firma: electronica@tdnet) (michellekonzack) Benutzerseite
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Das ist eine Anmerkung zu:

Michelle Konzack schrieb:
> National Semiconductor:
>
> LMX5453 oder LMX9838

Habe eine Antwort von National Semiconductor bekommen:

----8<------------------------------------------------------------------
Date: Thu, 10 Sep 2009 09:13:36 +0200
From: Europe Technical Support <Europe.Support@nsc.com>
To: michelle.konzack@tamay-dogan.net
Subject: Re: National Semiconductor - Technical Support ::
        [Ticket#xxxxxxxxxxxxxxx]
Organization: National Semiconductor

Dear Customer,

Thank you for your interest in National Semiconductor products.

At the moment the LMX5453 is in hold, we suggest you to have a look into 
our Bluetooth Serial Port Modules LMX9838/9830:

http://www.national.com/mpf/LM/LMX9838.html
http://www.national.com/mpf/LM/LMX9830.html

The related documentation including datasheet and application notes are 
included in the part product folder.


Kind Regards,

Your National Support
----8<------------------------------------------------------------------

Grüße
Michelle

Autor: Sven J. (locutussum)
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zum thema usb bis 5 meter: ich hab nur eine bestätigte aussage, dass es 
bei 4m kabel funktioniert. wie das bei längeren kabeln aussieht weis ich 
nicht - und letzten endes kommt das auch auf den aufbau des kabels an. 
im übrigen ist auch zu bedenken, dass die front normalerweise über vlt. 
10cm lange leitungen eingebunden wird, was natürlich nicht allzugroße 
ansprüche bezüglich hoher kabellängen bedeutet. ;)

zum thema preis nur für endprodukte: bei den frequenzen, auf welchen 
solche geräte arbeiten, halte ich einen eigenbau ehrlich gesagt für sehr 
gewagt. denn bei so hohen frequenzen muss man dann doch schon sehr genau 
wissen, welche leitung man wo und wie legt. (solche frequenzen sind ja 
fast schon im hohlleiterbereich anzusiedeln)
und wenn ich eines in meinem praktikum gelernt hab, dann, dass bei hohen 
frequenzen ein extrem exaktes arbeiten von nöten ist, damit alles 
funktioniert.

ich gebe auch zu bedenken, dass ich nicht gerade vor hab, in die 
massenproduktion einzusteigen, weshalb für mich eher stückzahlen von ein 
bis 2 chips in frage kämen - und sofern ich nicht durch irgend einen 
zufall an engineering samples komme, siehts doch recht schlecht für mich 
aus, da an was günstiges ranzukommen. :(
ausserdem findet sich wie gesagt nur auf der webseite der einen firma 
wirklich mehr zu dieser technologie und eben dort gibt es - zumindest so 
weit ich das überblicken kann - nur fertig-modelle.


zuletzt zur mail: vielen dank, dass du für mich nachgefragt hast, nur 
ich denk mal, ich werd mit beiden ICs leider nicht viel anfangen können. 
das würde einfach viel zu aufwendig damit werden. :(

Autor: Sven J. (locutussum)
Datum:

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thema noch mal ausbuddel

ich habe gerade durch zufall folgendes datenblatt gefunden: 
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...

die schaubilder auf seite 3 suggerieren für mich, dass mit dem modul ein 
usb-slave eingebunden werden kann und der chip sozusagen als host 
fungiert. hab ich das so richtig gelesen?

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