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Forum: Platinen Heizung im Reagenzglas: Halogenlampen in Reihe schalten?


Autor: klaus (Gast)
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Hallo Fachleute!

Ich will für meine neue Ätzküvette die Heizung mittels Reagenzglas, 
Halogenbirnchen und Sand zusammenbauen.

Als Netzteil habe ich ein 19,5V 5A Schaltnetzteil zur Hand.

Gibt es da Probleme wenn ich 2 Stück 12V / 20W in Reihe betreibe.

Das beide nicht mehr "leuchten" wenn eine stirbt ist mir schon klar!

vielen Dank
klaus

Autor: Gast123 (Gast)
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Probleme bei Reihenschaltung gibt es nicht ausser das du die Lampen 
nicht mit ihrer vollen Helligkeit betreibst. Wenn wir annehmen das die 
Spannung gleichmässig per Lampe abfällt hast du was um die 9.7v pro 
Lampe soll ist aber 12 V -> nicht volle Leistung.


ggf eine PWM bauen und Lampen parallel schalten? Oder einen dicken 
Widerstand - da hast du nochmal eine zusätzliche Heizung ;))

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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klaus schrieb:
> Ich will für meine neue Ätzküvette die Heizung mittels Reagenzglas,
> Halogenbirnchen und Sand zusammenbauen.

warum das denn, nimm doch einfach Leistungswiderstände, die halten ewig. 
In deinem Herd sind doch auch keine Glühlampen (die im Ofenrohr ist 
wirklich nur für das Licht).

Gruss Reinhard

Autor: Marcus Kunze (marcusk)
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> In deinem Herd sind doch auch keine Glühlampen
so gross ist der unterschied bei einem Ceranfeld zwischen einem Infrarot 
Strahler und einer Halogenlampe nicht.

Autor: yalu (Gast)
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> warum das denn, nimm doch einfach Leistungswiderstände, die halten
> ewig.

Sowohl in Leistung/Volumen und Leistung/Preis schneiden Glühbirnen
deutlich besser ab als Leistungswiderstände.

Der Zweckentfremdungsgrad ist in beiden Fällen ähnlich hoch, aber daran
muss man sich nicht stören :)

Autor: Michael M. (Gast)
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yalu schrieb:
> Sowohl in Leistung/Volumen und Leistung/Preis schneiden Glühbirnen
> deutlich besser ab als Leistungswiderstände.
bei preis/leistung wär ich mir nicht so sicher. schließlich kannst du 
die lastwiderstände genau passend zum netzteil auslegen.

Autor: Schwups.... (Gast)
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Hat das überhaupt schon mal jemand erfolgreich versucht ohne das
auf Grund des Hitzestaus das Glas der Leuchtmittel geschmolzen ist?

Ist der Kauf einer Aquariumheizung da nicht sinnvoller?

Autor: Fenki (Gast)
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Bei mir heitzt eine 50W halogen im Reagenzglas. Allerdings mit 
Stahlwolle ausgestopft, an Stelle von Sand. Ich hatte dabei das efuehl, 
die Waereme gehe besser von der Lame weg an die Reagenzglaswand (kann 
hier auch falsch liegen).
Mit zwei Reagenzglaesern mit je einer Birne heize ich 1.5 Liter Suppe 
ohne Probleme - und geschmolzen ist noch nichts. Allerdings wuerde ich 
es auch nicht ohne "Wasserkuehlung" einschalten :-)

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Die Lampen sind PTCs. Parallelschalten.

Autor: Gast (Gast)
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>> Die Lampen sind PTCs. Parallelschalten.

Womit Du dann 19,5V an einer 12V Lampe liegen hast. Da ist der PTC 
Effekt sogar so groß, dass kein Strom mehr fließt.
Vorteil: Weniger Stromverbrauch :D

Autor: Gast123 (Gast)
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>> Die Lampen sind PTCs. Parallelschalten.

Womit Du dann 19,5V an einer 12V Lampe liegen hast. Da ist der PTC
Effekt sogar so groß, dass kein Strom mehr fließt.
Vorteil: Weniger Stromverbrauch :D

Weniger Stromverbrauch ist hier nicht sinnvoll ;) da weniger Hitze

Autor: klaus (Gast)
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Ich werde das jetzt mal testen.

4 * 20W, je zwei davon in Reihe an das Netzteil.
Das sind dann so ca. 60W "Heizleistung" und wenn ich das Wasser vorher 
schon warm mache sollte das ausreichend sein.

In der Apotheke habe ich heute ein 160/16er Reagenzglas geholt für 
sagenhafte 30Cent.

Jetzt muss ich die 4 Halolampen noch da reinfummeln und mit dem 
Innenleben von Lüsterklemmen verdrahten. Dem Lötzinn wird es glaube ich 
etwas zu warm.

Gruß
klaus

Autor: Karl Otto (knorke)
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Viel Spaß mit den Reagenzglassplittern! Vermutlich haben sie Dir eines 
aus Laborglas verkauft, im besten Fall Duran/Borsilikatglas. Ideal wäre 
aber eines aus Quarzglas. Die sind aber teuer.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Nichts gegen die Lampen, aber einem Keramikwiderstand kann man bei 
Fluessigkuehlung auch mehr zumuten. Wenn man zB das Reagenzglas mit Oel 
fuellen wuerde, so koennte man einem 5W Drahtwiderstand locker 30W 
zumuten.

Autor: Michael M. (Gast)
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was spricht denn gegen widerstände? ich verlier nicht 5% an licht, 
kann sie wesentlich besser an meine quelle anpassen und sie halten wohl 
auch länger.

größe lass ich nicht zählen. ein gekühlter 9W widerstand kann doch 
sicher 20W ab...

Autor: klaus (Gast)
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>Viel Spaß mit den Reagenzglassplittern!
Ich rechne eigentlich nicht mit dem Bersten des Glases.

Das Glas wird homogen im Wasser warm.
Das ganze Reagenzglas ist doch "unter Wasser" und so sollten sich doch 
keine so großen Spannungen bilden welche das Glas zum Bersten bringen.

Dann müsste es doch auch jeden 200W Aquariumheizstab zerreisen.

Gruß
klaus

Autor: Michael M. (Gast)
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ich hab für meine heizung 2x11W lastwiderstände genommen, die ich bei 
JEWEILS 50W betreibe.
hitzefestes reagenzglas aus meiner alten schule hab ich umsonst 
bekommen. feinen quarzsand ausm deko-laden zum wärmeleiten.
dicht gemacht mit silikon und darin noch eine feine kanüle aus der 
apotheke, um der ausdehnenden luft raum zu verschaffen.

läuft seit jahren.

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Nimm Duran-Glas. Das ist teuer und hält. Und wenn irgendwas reingefüllt 
wird, dann sollte es halbwegs biokompatibel sein. Denn wenn das Glas 
berstet (Warum auch immer. Bei uns meist weil irgendjemand die Lampe 
mechanisch zerstört, nicht weil sie ihre Lebensdauer erreicht hätte), 
dann sollte das AQ nicht biologisch kippen. Sand und Stahlwolle wären 
ok. Überleg dir, was passiert, wenn Öl ins AQ kommt! Wasseroberfläche 
wird dicht, Filter wohl auch! Je nach Besatz bleiben dir Stunden bis 
Tage und dann ist alles mausetot.

Autor: yalu (Gast)
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> Je nach Besatz bleiben dir Stunden bis Tage und dann ist alles
> mausetot.

Ja, nicht dass hinterher die Platinen mit dem Bauch nach oben in der
Ätzsuppe schwimmen, das ist kein schöner Anblick ;-)

Autor: Bernd Wiebus (Gast)
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Hallo Abdul.


> Und wenn irgendwas reingefüllt
> wird, dann sollte es halbwegs biokompatibel sein. Denn wenn das Glas
> berstet (Warum auch immer. Bei uns meist weil irgendjemand die Lampe
> mechanisch zerstört, nicht weil sie ihre Lebensdauer erreicht hätte),
> dann sollte das AQ nicht biologisch kippen. Sand und Stahlwolle wären
> ok. Überleg dir, was passiert, wenn Öl ins AQ kommt! Wasseroberfläche
> wird dicht, Filter wohl auch! Je nach Besatz bleiben dir Stunden bis
> Tage und dann ist alles mausetot.

Pruuuust Typischer Fall von Thread nicht richtig durchgelesen. 
Passiert mir auch gelegentlich. ;-)

Jedenfalls muss dadrin nix sein, was biokompatibler als EisenIII 
chlorid, oder Persulfat oder HCl+Peroxyd ist. :-)

Als Öl könnte man gewöhnliches Speiseöl nehmen. Die Temperaturen bleiben 
niedrig genug, und auch die Leitfähigkeit ist erfahrungsgemäß gering 
genug, das bei seinen unter 20V noch nichts großartig zersetzt wird. Das 
Öl ist vieleicht sellber etwas korrosiv, aber bei den groben Drähten die 
dort zum Einsatz kämen würde das auch für Jahre reichen.
Öl macht guten Wärmeübergang.
Wenn er Zugang dazu hat: gut sauberes Prafinoel, möglichst dünnflüssig.
Motoröl würde ich nicht nehmen wollen, weil da oft deutlich korrosives 
beigemischt ist.
Silikonöl könnte problematisch werden, weil schon eine Kontaminierung 
des Bades damit bei einem "Schaumätzbad" dazu führt, das sich kein 
Schaum mehr bildet.


Aber: Öl ist im Zweifel brennbar, dafür könnte er aber eine (zwei, eine 
mit Omegafeder, reversibel, und eine mit Schmelzdraht 
(irreversibel))Temperatursicherung einbauen, die bei 70 oder 80 Grad 
abschaltet.
Wohlgemerkt: Notabschaltung, weil das eigentlich für das Becken selber 
zu viel ist.
Desweiteren: Öl dehnt sich bei Erwärmung aus und sprengt das Rohr. 
Dagegen
Hilft eine große Luftblase (trozdem Druckaufbau, was macht der Korken?) 
oder ein Loch nach draussen (Rohr ist nur stehend nutzbar, aber was wäre 
mit einem Schlauch?)

Wenn Du mit dem Temperaturen deutlich unter 100 Grad bleibtst, tut es 
auch ein Marmeladenglas (Die Marmelade wird auch heiss eingefüllt). Die 
Form mag zum Heizen etwas ungünstig sein, aber dafür kannst Du dann 
zwei, drei oder vier nehmen, und in die Schraubdeckel kanst Du gut 
Durchführungen basteln. Durch die großen Öffnungen bekommst du auch 
große (sperrige)Widerstände oder Halogenlampen.
Die Quelle ist einfach: Einfach jemanden auf dem Weg zum 
Altglascontainer ansprechen......

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

http://www.dl0dg.de

Autor: oszi40 (Gast)
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Aqurienheizer und Dimmer wäre auch eine schnelle Lösung.

Man sollte nur die Leistung gegenüber dem Gefäßvolumen nicht zu hoch 
wählen um Temperatursprünge in Grenzen zu halten.

Autor: Michael M. (Gast)
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temperatursprünge? bei ~100W in wasser? naja... das halt ich mal für 
kein problem

Autor: faustian (Gast)
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Ein Leistungswiderstand ist dabei wenigstens nicht im Kern Zweitausend 
Grad heiss....

Autor: Abdul K. (ehydra) Benutzerseite
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Na schön wenn du was zu lachen hast, Bernd. In der heutigen Zeit 
dringend notwendig, finde ich.

@faustian:
Dafür ist bei der Birne aber auch der Wärmewiderstand zwischen Draht und 
Glas wesentlich höher. Es klappt tatsächlich!

Autor: Sven (Gast)
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Ich habe selber eine Halogenleuchtmittel-Reagenzglas-Vogelsand Heizung 
in Betrieb genommen.
Meine Ätzküvette (mit 2l etwas groß geraten) kann ich damit ohne 
Probleme aufheizen und auf Temperatur halten.
Ich habe mir zwei Heizungselemente mit unterschiedlicher Bestückung 
gebaut. Insgesamt heize ich mit knapp 200W.

Die Reagenzgläser sind die billigsten, die ich bekommen konnte (günstig 
aus der Apotheke).

Die kleinen Leuchtmittel sind mit Klingeldraht an 1.5mm² Kupferdrähte 
angeschlossen. Ein kleiner Tropfen Lötzinn sorgte nur bei der Montage 
dafür, dass nichts wackelt. Der dünne Klingeldraht sorgt schon für sehr 
guten Kontakt zu den 1.5mm² Drähten. Nur Löten würde wahrscheinlich 
nicht gehen. Andererseits habe ich die Innentemperaturen im 
Normalbetrieb noch nie nachgemessen.
In das eine Glas habe ich zwei Leuchtmittel eingebaut und in das andere 
drei Leuchtmittel. Mehr als drei Leuchtmittel sind auch nicht gut in 
einem Glas unterzubringen.
Die Reagenzgläser habe ich mit Vogelsand bis 1cm unterhalb des Rands 
aufgefüllt. Das verbleibende Restvolumen habe ich großzügig mit Silikon 
aufgefüllt. Aus dem SIlikon gucken dann nur noch die zwei isolierten 
Drahtenden raus.

Als Stromversorgung dienen mir zwei elektronische Halogentrafos. Für 
einen Trafo alleine war die Leistungsaufnahme der Heizung dann doch zu 
groß.
Zusammen mit einer Abzweigdose als Gehäuse für den Netzanschluss und die 
separaten Schalter der Heizungen auf ein Brett getüdelt und einen Meter 
neben dei Küvette gestellt.

Die Reagenzgläser werden auch nicht splittern, nur weil sie heiß werden. 
Ein Reagenzglas wird schließlich auch in die Flamme eines Bunsenbrenners 
gehalten. (Ja ich habe das oft genug auch mit stinknormalen 
Reagenzgläsern und nicht mit solchen aus Duran oder Quarzglas gemacht).
Außerdem kühlt die umgebende Flüssigkeit die Gläser.

Der Sand ist sehr wichtig, sonst entweicht die Wärme nach oben aus dem 
Glas und die Heizung unternimmt Schwimmversuche.

EIne spezielle Halterung braucht die Heizung ebenfalls nicht. Die 
starren Anschlussdrähte klemmen das Glas oben am Küvettenrand fest.

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