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Forum: Offtopic Hilfe: Anwalt gegen Download-Falle gesucht


Autor: Franko Phil (sgssn)
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Hi
selber Schuld - muss ich sagen, aber bei der Suche nach einem Update für 
ne Fernsehkarte, die nicht so wollte wie ich, bin ich in eine 
Downloadfalle getappt: "Da Sie nicht binnen 14 Tagen widersprochen 
haben..blabla, zahlen Sie bitte bis xxx yy Euronen auf unser Konto." 
Tja, ich hab nicht mal gemerkt, was mir da passiert ist. Aber kampflos 
kriegen die mein Bestes nicht. Wer weiss Rat ? Wer weiss nen guten 
Anwalt für solche Halsabschneider ? am Besten im Raum M.

Gruß
Der der gegen Windmühlen kämpft

Autor: Fabian B. (fabs)
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Ist doch kein Kampf gegen Windmühlen. Schau dich mal im Netz auf den 
Verbrauchschutzseiten um. Meist ist der Rat "einfach nicht Zahlen". Gut 
macht sich oft auch noch ein Widerspruch gegen die Rechnung mit dem 
Hinweis "Versteckter Kostenhinweis", "Anfechtung wegen Irrtum"...
Reagieren musste erst wenn ein Gerichtlicher Mahnbescheid kommt.
Bis dahin hilft dir aber jede Verbraucherzentrale mit Musterschreiben 
und ggf. auch mit persönlicher Beratung.

Gruß
Fabian

Autor: David ... (volatile)
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Jo. Einfach nicht zahlen, aber auf Mahnbescheid achten (wird nicht 
kommen, aber falls sollte man den nicht ignorieren).

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Tja, ich hab nicht mal gemerkt, was mir da passiert ist.

Wie geht das? Irgendwo musst Du doch Namen und Adressdaten eingegeben 
haben - spätestens dabei sollte Dir ein Licht aufgehen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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David ... schrieb:
> Jo. Einfach nicht zahlen, aber auf Mahnbescheid achten (wird nicht
> kommen, aber falls sollte man den nicht ignorieren).

Dem muss man auch einfach nur erst einmal begründungslos widersprechen.
Dafür braucht man noch keinen Anwalt (auf dessen Kosten man nämlich
anschließend sitzen bleibt, wenn die Gegenpartei gar nicht klagt).

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Rufus t. Firefly schrieb:
>> Tja, ich hab nicht mal gemerkt, was mir da passiert ist.
>
> Wie geht das? Irgendwo musst Du doch Namen und Adressdaten eingegeben
> haben

Nö.  Wir hatten in der Verwandtschaft auch einen Fall von so einer
Truppe.  Die hatten Name und Adresse, woher auch immer.  Derjenige
hatte übrigens noch nicht einmal einen Download dort angeworfen.

Irgendwie scheint dahinter eine Mafia zu sitzen, die selbst dann noch
fette Gewinne macht, wenn nur jeder Tausendste so blöd ist, den
Schwachsinn zu bezahlen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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@Gerhard G.:

>...bin ich in eine Downloadfalle getappt...

Geh erst mal zur Verbraucherzentrale an deinem Wohnort, die haben mir in 
so einem Fall auch schon mal geholfen.

Da bekommst du auf jeden Fall Info zur weiteren Vorgehensweise, und das 
ist auf jeden Fall besser, als blind sonstwas zu unternehmen.

Autor: Uboot- Stocki (uboot-stocki)
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Was ich mich frage:

Hat eigentlich der Hersteller der Fernsehkarte Kenntnis davon, dass 
seine Produkte an solch einem Vorgang beteiligt sind? Duldet der das?

Evtl. wissen die Hersteller das garnicht...

Darf diese SW überhaupt verkauft werden ?

MfG

Andreas

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Uboot- Stocki schrieb:
> Was ich mich frage:
>
> Hat eigentlich der Hersteller der Fernsehkarte Kenntnis davon, dass
> seine Produkte an solch einem Vorgang beteiligt sind? Duldet der das?

Open Source Software wie Firefox und Co haben die gleichen Probleme, 
sind aber machtlos. Kommerzielle Software hat da wohl größere Chancen, 
so wie hier am Ende des Artikels:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Abzocke-mit...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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>> Wie geht das? Irgendwo musst Du doch Namen und Adressdaten eingegeben
>> haben
>
> Nö.  Wir hatten in der Verwandtschaft auch einen Fall von so einer
> Truppe.  Die hatten Name und Adresse, woher auch immer.

Genau das aber ist interessant. Sofern der Proband wirklich NIE Namen 
und Adresse irgendwo angegeben hat, wird die undichte Stelle der ISP 
sein. Und das dürfte justiziabel sein.

Ansonsten könnten die Geldmacher ja auch beliebige Leute aus dem 
Telephonbuch anschreiben, die Chance, daß ein Internetzugang vorhanden 
ist, ist ja doch recht hoch.

> Irgendwie scheint dahinter eine Mafia zu sitzen, die selbst dann noch
> fette Gewinne macht, wenn nur jeder Tausendste so blöd ist, den
> Schwachsinn zu bezahlen.

"Blöd" ist nicht der richtige Ausdruck. Wer sich von einem anwaltlichen 
Schreiben einschüchtern lässt, muss deswegen nicht blöd sein.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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@Uboot- Stocki:

>Hat eigentlich der Hersteller der Fernsehkarte Kenntnis davon,
>dass seine Produkte an solch einem Vorgang beteiligt sind?
>Duldet der das?

>Evtl. wissen die Hersteller das garnicht...

>Darf diese SW überhaupt verkauft werden ?

Geh mal auf:

http://de.openoffice.org/abgezockt/

Dort erklären die Ersteller von OpenOffice unter anderem, daß sie gegen 
sowas rechtlich machtlos sind.

Es wäre aber sicher gut, den Hersteller der Fernsehkarte über diese 
Dinge zu informieren.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Rufus t. Firefly schrieb:

> Sofern der Proband wirklich NIE Namen
> und Adresse irgendwo angegeben hat, wird die undichte Stelle der ISP
> sein. Und das dürfte justiziabel sein.

Sehe ich auch so, hatte er aber kein Interesse dran, das zu
verfolgen.

> Ansonsten könnten die Geldmacher ja auch beliebige Leute aus dem
> Telephonbuch anschreiben, die Chance, daß ein Internetzugang vorhanden
> ist, ist ja doch recht hoch.

Es war noch eine IP-Adresse gelistet, die zumindest zum Provider
passt (allerdings ist nicht mehr klar, ob diese der Proband auch
wirklich zur entsprechenden Zeit benutzt hat, ggf. bekommt man in
diesem Falle den Provider auch über die Telefonnummer raus) und
ein Datum.  Aber du hast schon Recht, diesen Gedanken hatte ich
auch schon.

Autor: Franko Phil (sgssn)
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Hallo
danke für die Tips. Ich meine, dass der Download des aktuellen Treibers 
vom Hersteller der Karte angeboten wurde. Ich hab den Link verfolgt und 
bin wohl auf diese Seite gelangt, von der ich annahm, dass das die 
Download-Seite des Herstellers ist. Deshalb hab ich mich dort auch 
verewigt. Das ist ja (leider) oft so, ohne Angabe von Namen und 
eMail-Adesse gubts keinen Donwload. Aber eine offensichtliche 
Erkennbarkeit, dass es sich um ein Jahres-Abo für ein 
Gott-und-die-Welt-Downloads ist, it mir nicht aufgefallen. Bis heute hab 
ich gedacht, dass mir sowas nicht passiert. Naja, gibt wohl immer ein 
erstes Mal. Per eMail hab ich mich erst mal erklärt. Dann warte ich mal 
ab, was denen noch einfällt...

Gruß
gerhard

Autor: David ... (volatile)
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Gerhard G. schrieb:
> Hallo
> danke für die Tips. Ich meine, dass der Download des aktuellen Treibers
> vom Hersteller der Karte angeboten wurde. Ich hab den Link verfolgt und
> bin wohl auf diese Seite gelangt, von der ich annahm, dass das die
> Download-Seite des Herstellers ist. Deshalb hab ich mich dort auch
> verewigt. Das ist ja (leider) oft so, ohne Angabe von Namen und
> eMail-Adesse gubts keinen Donwload.
o0 Mir faellt spontan KEIN Hersteller ein, der fuer einen 
Treiberdownload die Emailadresse verlangt, geschweige denn die 
Adresse...

Autor: Daniel F. (df311)
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Gerhard G. schrieb:
> Das ist ja (leider) oft so, ohne Angabe von Namen und
> eMail-Adesse gubts keinen Donwload.

und wer zwingt dich, dabei wahre aussagen zu machen?

ich möchte nicht wissen, wie oft sich homer simpson, bill gates oder 
sonst wer schon für irgendwelche logins registriert haben, von denen sie 
nicht mal wissen, dass es sie überhaupt gibt ;-)

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
Datum:

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@Daniel F.:

>Gerhard G. schrieb:
>> Das ist ja (leider) oft so, ohne Angabe von Namen und
>>eMail-Adesse gubts keinen Donwload.

>und wer zwingt dich, dabei wahre aussagen zu machen?

In meiner Tageszeitung fand ich einen Hinweis eines Leserbriefschreibers 
zum Thema Downloads:

Der gab an, sich temporär für einen Download eine email-Adresse 
zuzulegen, die er anschließend wieder löscht.

Inwieweit taugt denn sowas?

Der "Fritz Pimpermann" ist schon oft belegt, aber es gibt ja genügend 
andere Kombinationen...

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gerhard G. schrieb:

> Per eMail hab ich mich erst mal erklärt.

Das hättest du wohl auch bleiben lassen können.  Wird als rechtlich
völlig irrelevant abgesehen, und den Empfänger wird das sowieso nicht
interessieren.  Wenn überhaupt, dann Sackpost benutzen.  Schön
aufschreiben, wann du was geschickt hast (falls es dein Computer nicht
ohnehin aufschreibt), nur falls es wirklich mal zu einer gerichtlichen
Auseinandersetzung kommt.

Autor: Daniel G. (daniel83)
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Also, ich hatte was ähnliches vor einiger Zeit was ähnliches, habe Post 
bekommen, von einer Internetseite, auf der ich Angeblich einen 
Kostenpflichtigen Dienst gebucht habe.
Nicht jedoch wie zu erwarten eine Rechnung, nein gleich eine 2te 
Mahnung.
5€ zur Verbraucherzentrale getragen, gesagt bekommen, dass die 
Aufmachung der Webseite gegen gültiges Recht verstößt, und gesagt 
bekommen, dass ich auf nichts reagieren soll außer auf Post vom Gericht, 
die natürlich nie kahm.
Ich war niemals auf der Seite. Habe nirgendwo meine Daten eingegeben und 
die IP. adresse die die mir angegeben haben kann nach den 4 Monaten oder 
wie lange das her gewesen sein soll auch keiner nachvollziehen.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>Das ist ja (leider) oft so, ohne Angabe von Namen und eMail-Adesse gubts keinen 
Donwload.

Name : aa
Vorname : aa
email : aa@aa.com
PLZ : 12345
Ort : AA

kennen wir doch.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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So Jetzt-nicht schrieb:

> Name : aa
> Vorname : aa
> email : aa@aa.com
> PLZ : 12345
> Ort : AA
>
> kennen wir doch.

"Wir haben Ihnen die Informationen für Ihren Download an die
angegebene email-Adresse gesendet.  Bitte klicken Sie auf den Link."

Allerdings erfinde ich bei suspekten Servern für sowas auch email-
Adressen mit einer Lebensdauer von weniger als einer Stunde, oder ich
nehme meine Quartals-Emailadresse dafür. ;-)

Autor: Gerry E. (micky01)
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Jörg Wunsch schrieb:
>
> "Wir haben Ihnen die Informationen für Ihren Download an die
> angegebene email-Adresse gesendet.  Bitte klicken Sie auf den Link."
>
> Allerdings erfinde ich bei suspekten Servern für sowas auch email-
> Adressen mit einer Lebensdauer von weniger als einer Stunde, oder ich
> nehme meine Quartals-Emailadresse dafür. ;-)

Von solchen suspekten Servern würde ich komplett die Finger lassen.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Leider gehen selbst seriöse Firmen dazu über, Software nur gegen 
Registrierung anzubieten, so wie z.B. Xilinx oder Atmel. Von daher 
pauschal sagen, von solchen Seiten lade ich nichts runter, ist daher 
auch nicht möglich.

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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für sowas gibts temporäre email-adressen.

und wenn sie auch noch persönliche daten haben wollen, gibts den fake 
name generator.

da kann man sich plausible persönliche datensätze generieren lassen.
(für den fall das ort, straße und postleitzahl gecheckt werden, obs die 
gibt, oder so)

Autor: Michael M. (Gast)
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Benedikt K. schrieb:
> Leider gehen selbst seriöse Firmen dazu über, Software nur gegen
> Registrierung anzubieten, so wie z.B. Xilinx oder Atmel. Von daher
bei atmel: dateinamen aus dem download-link entnehmen, danach googlen 
und den link nehmen, der auf die atmel-seite zeigt.
klappt =)

Autor: Master Snowman (snowman)
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hallo Gerhard
1. auf nichts reagieren ausser auf gerichtliches schreiben
2. falls ein solches rein kommt, bestehe auf den nachweis, dass du das 
eingegeben hast und den treiber verwendest und nicht jemand anderes 
unter deinem namen sich da registriert hat (ggf. könnte es auch sein, 
dass diese person deinen mail-account geknackt und missbraucht hat - 
ebenfalls auf einen nachweis bestehen, dass das nicht passiert ist).

ich glaube punkt 1 wird nie eintreffen, und falls doch sind doch die 
kosten der gegenseite für punkt 2 in keinem verhältnis ;-)

Autor: Franko Phil (sgssn)
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Hi
sie haben schon mit Anwalt gedroht. mal sehen wie's weitergeht.

Gerhard

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Gerhard G. schrieb:

> sie haben schon mit Anwalt gedroht.

Na und, das kann doch jeder.  Anwälte sind auch nur Menschen, und
sie sind von ihren Kunden damit beauftragt worden zu behaupten,
dass sie Recht hätten.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Gerhard G. schrieb:
> Hi
> sie haben schon mit Anwalt gedroht. mal sehen wie's weitergeht.

Das würde ich eher als Anzeichen dafür werten, daß sie die Drohung nicht 
wahrmachen. Mit sowas droht man nicht, sowas macht man ohne weitere 
Ankündigung, zumal der Gegner für die Kosten aufzukommen hat, wenn er zu 
Recht angegangen wird.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>sie haben schon mit Anwalt gedroht.

Weshalb schreibt dann nicht dieser Anwalt ? Weils'n nicht gibt.

Was es allerdings gibt, dass solche Schreiben im Namen von existierenden 
Anwaelten geschrieben werden - ohne deren Wissen. Bevor man dann 
ausrastet, mal auf deren Seite gehen und pruefen. Da steht dann zB.
"Zur Zeit laeuft eine Spam Attacke mit meinem Namen. Ich habe damit 
nichts zu tun. Mein Mail ist ueberladen, das Telephon klingelt dauernd, 
probieren sie's gar nicht erst."

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Uhu Uhuhu schrieb:

> Das würde ich eher als Anzeichen dafür werten, daß sie die Drohung nicht
> wahrmachen. Mit sowas droht man nicht, sowas macht man ohne weitere
> Ankündigung, zumal der Gegner für die Kosten aufzukommen hat, wenn er zu
> Recht angegangen wird.

Wenn er das nötige Kleingeld hat - wenn er nach dem Urteil die Hand 
hebt, hilft einem das Recht haben wenig. Dann bleibt man als Gläubiger 
auf den Kosten sitzen. Daher wird zuerst mal gedroht - kostet nur eine 
Briefmarke.

Deswegen darf man nicht generell von "wer bellt, beisst nicht" ausgehen.

In diesem Fall hast Du allerdings Recht. Gestern wurde in stern.tv 
genau dieses Thema breitgetreten. Es war kein einziger Fall bekannt, in 
dem geklagt wurde.

Chris D.

Autor: Rene H. (Gast)
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Meiner Ex-Frau ist das auch passiert mit hausaufgaben-heute.de. In 
Deutschland sind da die Gebrüder Schmidtlein sehr aktiv und betreiben 
hunderte solche Seiten.
Der Ablauf ist wie folgt:

1. Du kriegst eine Rechnung
2. Du kriegst eine Mahnung mit Drohung
3. Du kriegst von einem Anwalt (Olaf Tank ist dafür bekannt -> g**gle 
anwerfen) einen bösen Brief mit einer horrenden Forderung

Das wars dann.

Ich habe weder auf Rechnung noch Mahnung reagiert. Wie das Schreiben vom 
Anwalt kam, hab ich eine Mail geschrieben, dass sie doch bitte ihre 
Forderungen an meine Anwaltskanzlei senden sollen, mit Adresse etc. von 
der Kanzlei resp. meinem Anwalt.

Weder mein Anwalt noch ich haben danach jemals wieder etwas gehört.


Du kannst den Kram getrost ignorieren und brauchst auch keine Panik zu 
haben. Glaub mir, da passiert nichts.

Grüsse,
René

Autor: Jeffrey Lebowski (the_dude)
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ein Bekannter von mir hatte das selbe Problem!

Ein Anwalt der auch im Tennisclub ist meinte dann, dass man da einfach 
nicht darauf reagieren soll - das hat dieser Bekannte dann auch gemacht 
und nach drei Monaten haben die dann auch aufgehört böse Briefe zu 
schreiben!

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Sowas ist mir vor Jahren auch einmal passiert. Damals fing das mit 
dieser Abzockerei gerade an. Eine Firme in Holland wollte Gebühren für 
einen Web-Service von dem ich noch nie irgendetwas gehört hatte (damals 
waren sie noch dreister)

Ich habe dann eine Mail zurückgeschrieben, dass ich in meinen Unterlagen 
nichts finden könne, wonach ich mich bei denen angemeldet hätte und sie 
mögen mir doch bitte ihre Unterlagen zur Verfügung stellen, aus denen 
hervorgeht, dass wir ein Vertragsverhältnis hätten. Falls ich nichts von 
ihnen hören würde, gehe ich davon aus, dass es sich um ein 
Misverständnis handeln würde. Aber auf keinen Fall würde ich irgendetwas 
bezahlen.

Hab nie wieder etwas von denen gehört.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Chris D. schrieb:
> In diesem Fall hast Du allerdings Recht.

Na da bin ich aber froh...

Autor: A. F. (artur-f) Benutzerseite
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In solchen Fällen soll man darauf bestehen das Geld persönlich vorbei 
bringen zu wollen ^^

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ich hatte etwas weiter oben schon mal den Tipp gegeben, wenigstens zur 
Verbraucherzentrale zu gehen. Das kostet gerade mal 5 Euro, und, es ist 
nicht nur alleine dazu, damit du Beratung bekommst.

Dadurch werden die Fälle auch öffentlich, aktenkundig, und statistisch 
wirksam, sonst bleiben sie in der Dunkelzone.

Wenn sich die Fälle bei der Verbraucherzentrale schon gehäuft haben, ist 
eine Betrugsanzeige auch überlegenswert, am besten in Absprache mit 
denen, denn die zieht ja noch lange keine Kosten nach sich.

Wenn am was übles vermutet: Gut ist es auf jeden Fall, von relevanten 
Aktivitäten im Internet wenigstens Screenshots als Beweismittel zu 
haben. Also: Entweder Seite speichern, oder notfalls von jeder Seite, 
die damit zu tun hat, einen Screenshot machen, und diese akribisch genau 
nacheinander z.B. in ein Word-Doc (oder OpenOffice, was auch immer) 
einfügen. Das geht auf ganz einfache Weise, wenn man ein leeres Dokument 
geöffnet hat: Strg+Druck zum kopieren, und im Dokument mit Strg+V zum 
einfügen. Dabei auf jeden Fall auch die Internetseiten herunter 
scrollen, das war ein wichtiger Knackpunkt.

Autor: Der G0nz00 (g0nz00)
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Ich muss das jetzt mal loswerden,

Warum geben Menschen im Internet ihren Namen und Adresse preis?

Für die meisten downloads reicht doch:

Max Mustermann o.
Musterstraße 666
334455 Düsseldorf

m.m@fake.de

Für hartnäckige Links per Mail hat man eine Mail adresse ohne echter 
identität und gut ist.

Und wenn jemand meine adresse haben will für etwas dann mache ich das 
nur wenn ein seriöses Unternemen dahinter steht.

Nun zum Thema:

Verbraucherzentrale Befragen wenn die schon nen Auge drauf geworfen 
haben dann brauchste dir keine Sorgen machen ansonsten einfach 
ignorieren.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

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Der G0nz00 schrieb:

> Warum geben Menschen im Internet ihren Namen und Adresse preis?

Hast du dir den Thread im Ganzen durchgelesen?  Offenbar nicht.  Die
Typen, um die es hier geht, finden derartige Angaben teilweise ganz
von selbst heraus, auf was auch immer für Wegen.

Autor: Der G0nz00 (g0nz00)
Datum:

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Da ich aber niemals meine Daten bei dubiosen firmen angebe, ignoriere 
ich meine spam Email seit jahren. Da kommen pro tag 2-3 Mails mit 
Betreff: Anwalt Dringend! oder sonstigen sachen.

So etwas ist aber noch nie an meine richtige Mailadresse gekommen.

Wenn ich auf eine Seite gehe wo ich was kaufen möchte wie z.B. bei 
Amazon oder Mikrocontroller.net shop oder NorskIT dann gibs die adresse. 
Bei allen anderen die meinen Namen oder Adresse haben wollen den gebe 
ich den max mustermann, und wenn das auch nicht klappt dann gehe ich 
wieder und suche woanders.

Gibt es wirklich Leute die einen Kettenbrief an alles und jeden schicken 
und Geld verlangen?

Die Leute bei SternTV haben ja wiedermal Ihre Daten angegeben. woraufhin 
die Mahnung gekommen ist.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

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Der G0nz00 schrieb:
> Da kommen pro tag 2-3 Mails mit
> Betreff: Anwalt Dringend! oder sonstigen sachen.

Das hat nichts damit zu tun, ob du irgendwo bei solchen Firmen deine
email-Adresse eingibst.  Das sind ganz gewöhnliche Phishing-Attacken,
die bekommst du, wenn irgendjemand deiner Kommunikationspartner deine
email-Adresse kennt (soll ja nicht so ungewöhnlich sein :) und dieser
selbst Ziel eines erfolgreichen Angriffs wurde.

Autor: Simon K. (simon) Benutzerseite
Datum:

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Der G0nz00 schrieb:
> Wenn ich auf eine Seite gehe wo ich was kaufen möchte wie z.B. bei
> Amazon oder Mikrocontroller.net shop oder NorskIT dann gibs die adresse.

NorskIT ist jetzt aber auch nicht das beste Beispiel...
http://www.sven-heidrich.de/ernorsk.shtml

Autor: Jeffrey Lebowski (the_dude)
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@G0nz00
schonmal was bei ebay gekauft?
Oder gar verkauft und die eigene Kontonr dem Käufer zukommen lassen!?

aber soweit muss es ja nicht einmal kommen - gelegentlich tauchen auch 
Personen- und Kontodaten im web auf, die von Telefonanbieter, 
Kabelanbieter, irgendeiner Bank oder sonst wem kommen!
I.d.R. werden solche Daten bei externen Unternehmen wie z.B. einem 
Callcenter abgegriffen und für gutes Geld im web verkauft, und wenn du 
dann mal drin bist, ist deine Adresse unauslöschbar für immer und ewig 
in den Händen von Adresshändlern!
Du hast nicht im Griff wer deine Adresse weiter gibt (bewußt oder 
unbewußt)

nur mal so um einige Beispiele zu nennen:
http://www.netzpolitik.org/2009/datenskandal-bei-k...
http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldun...
http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/unternehme...
http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachu...

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