www.mikrocontroller.net

Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Verständnisproblem Hoch- und Niederohmig


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
Autor: Markus Radevzki (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei eine Verstärkerschaltung zu planen und bin nun auf 
folgendes gestoßen:

Die Eingänge (Cinch z.b. von CD Player) sind hochohmig (ca. 22kOhm), 
dann solls in einen OP gehen der das ganze Niederohmig (ca. 600 Ohm) 
macht und dann durch einen Lautstärkeregel IC mit Niederohmigem Eingang 
und im Anschluss in einen TDA7293 mit Rin von 10kOhm.

Nun meine Frage, wozu das ganze? Was hat es auf sich mit Hoch- und 
Niederohmig und warum braucht man das?

Dann noch eine Frage, wie kann ich eine potentialfreie Signalübertragung 
bei den Eingängen realisieren?

Grüße und vielen Dank
Markus

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nun, es bezeiht sich schon auf den ohmschen Widerstand.
Beim Ausgang heisst es, dass er bei Belastung ducrh zu viel Strom mit 
der Spannung heruntergeht, ganz so, als ob an einer Spannungsquelle ein 
Widerstand hängt, und du mehr und mehr Strom aus dieser Spannungsquelle 
ziehst.
Beim Eingang heisst es, dass er sich wie ein entsprechender Widerstand 
verhält.

Bei hohen Frequenzen will man angepasste Widerstände, ein 50 Ohm Ausgang 
treibt einen 50 Ohm Eingang, und das heisst, dass z.B. bei einem Signal 
von 1 Volt (im Leerlauf) durch Anschluss des Endgeräts die Spannung auf 
0.5V zusammenbricht (Spannungsteiler: 50 Ohm am Ausgang und 50 Ohm am 
Eingang). Dabei wird der fliessende Strom so hoch, dass Strom * 
Spannung, also die übertragene Leistung, gerade das maximal mögliche 
erreicht, man bekommt auf die Art also die maximale Leistung über's 
Kabel.

Bei niederfrequenten Signalen wie Audio will man das nicht (es ist auch 
nicht nötig) sondern man will, dass die Spannung durch Anschluss nicht 
zu sehr verfälscht wird (obwohl der Rückgang bei Belastung zunächst mal 
linear ist, also nicht anders, als ob man den Lautstärkeregler 
runterdreht, keine Verzerrungen), aber es soll nicht zu deutlich leider 
werden.

Also ist der Ausgang eher niederohmig (also stärker belastbar) und der 
Eingang eher hochohmig (also keine so starke Last). Deine Werte haben 
sich eingebürgert. Man sieht leicht, dass man an einen 600 Ohm Ausgang 
wohl problemlos 1, 2, oder 10 Eingänge paralell anschliessen kann ohne 
dass man Probleme kriegen wird.
Man geht aber mit dem Widerstand nicht zu hoch, weil Widerstände 
rauschen und das Rauschen würde einem die Musik versauen, und man geht 
mit ihm nicht zu niedrig, weil niederohmige Schaltungen geringe 
Spannungen haben und damit leicht störbar sind. So um den Mittelwert von 
2k sind die Schaltungen am rauschärmsten, daher bewegt man sich so um 
diesen Wert herum, im inneren von Verstärkern versucht man, im Bereich 
diesem 'ohmigkeit' zu bleiben.

Autor: Markus Radevzki (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Alles klar, super, danke =) Das heißt, wenn ich zum einen niederohmig in 
den Lautstärke IC will und zum anderen hochohmig an einen LINE OUT 
Ausgang muss ich noch einen OP integrieren, der das Signal wieder 
hochohmig macht. Das Signal im internen des Verstärkers soll aber so bei 
etwa 600 Ohm bleiben.

Gibt es dafür bestimmte OPs, die aus einem niederohmigen Signal ein 
hochohmiges machen? Der NE5532 z.b. macht ja genau das Gegenteil...

Achja, kann ich für die Potentialtrennung am Eingang einfach einen 
Optokoppler nehmen?

Gruß
Markus

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Gibt es dafür bestimmte OPs, die aus einem niederohmigen Signal ein
>hochohmiges machen? Der NE5532 z.b. macht ja genau das Gegenteil...

Bei Audio geht man immer vom niederohmigen Ausgang auf einen um 
mindestens Faktor 10 hochohmigeren Eingang. Man macht einen Ausgang 
nicht künstlich hochohmig. Line-Ausgänge haben in der Regel eine 
Impedanz von 600Ohm...2kOhm und werden an einen 22k...47k Eingang 
angeschlossen.

>Achja, kann ich für die Potentialtrennung am Eingang einfach einen
>Optokoppler nehmen?

Nein. Dafür nimmt man einen Trafo (Übertrager) oder einen linearen 
Trennverstärker.

Autor: Markus Radevzki (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ahh ok, habs verstanden =)

Stimmt da gibts ja diese kleinen Trafos, mal schaun ob ich da einen 
passenden finde. Soweit schon mal vielen Dank!

Gruß
Markus

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Gibt es dafür bestimmte OPs, die aus einem niederohmigen Signal ein
> hochohmiges machen?

Äh, nein, doch nicht

> Alles klar

du brauchst so was nicht.

Du darfst immer hochohmige /=wenig belastende) Eingänge an niederohmige 
(=belastbare) Ausgänge anschliessen.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel




Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.