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Forum: Gesperrte Threads Trotz hohen Akademikeranteil an der Armutsgrenze


Autor: Jubelperser (Gast)
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Stoppt den Wahn vom "studieren für alle". Bestes Beispiel Berlin:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Hartz-IV-Archite...

: Verschoben durch Admin
Autor: MaWin (Gast)
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Der Artikel redet vor allem von Architekten und Anwälten, und übersieht 
dabei die Besonderheit dieser Berufe:

Sie haben garantierte Preise, die auf sehr sehr hohem Level vom Staat 
festgelegt werden, und bei Architekten auf Grund der Kopplung an den 
Baupreis und bei Anwälten auf Grund der Kopplung an den Streitwert auch 
automatisch inflationsausgleichend berechnet werden (und trotzdem in den 
letzten Jahren noch mal erhöht wurden).

So ein Luxus hat kein anderer Arbeitnehmer und kein anderer 
Selbständiger, daß er mit dem Kunden nicht über den Preis verhandeln 
muss, sondern ihm der Staat per Gesetz einen üppigen Happen spendiert 
hat.

Wenn ein Anwalt oder Architekt zum Schein dem Kunden niedrigere Gebühren 
in Aussicht stellt, darf und muss er hinterher sogar den vollen Preis 
abrechnen, ein Nachlass ist aus Konkurrenzverhinderungsgründen nicht 
erlaubt.

Nun jammern also diese Branchen um ihre Pfründe, ach weh.

Wenn man die potentiellen Kunden der Anwälte und Architekten fragt, ist 
das Problem klar: Viele Leute würden vor ihrem Hausbau gerne einen 
Architekten konsultieren, viele würden gerne mit einem Anwalt streiten, 
aber die Preise liegen dermassen weit weg vom normalen Einkommen der 
Durchschnittsverdienenr, daß es sich bei Anwälten und Architekten schon 
um eine andere Gesellschaftsschicht handelt. Die verstehen gar nicht 
mehr, warum ein Kunde jammert, wenn ihn der Streit ums Auto 10000 EUR 
Anwaltskosten kosten soll, oder warum ein sattes Jahressalär (10% vom 
Hauspreis) an den Architekten gehen, der nur eine Mauer anders 
gezeichnet hat.

Und nun tritt ein, was bei massiv überhöhten Preisen Dank der Laffer 
Kurve eintreten muss: Normale Bürger können sich die Dienste von 
Architekten und Anwälten nicht leisten, und die Aufträge sind rar. Nun 
bekommt zwar jeder Architekt nach wie vor ein Jahressalär pro gebautem 
Haus, aber vielleicht in diesem Jahr keinen Hausbauauftrag mehr. Und was 
ist, schon jammert er, verlangt noch höhere Tarife, ebenso der Anwalt 
(ich rede von selbständigen, daß Architekten die in Architekturbüros von 
ihresgleichen angestellt werden weit weniger verdienen ist mit bekannt, 
aber dann müssen sie eben bei ihresgleichen jammern gehen).

Wir brauchen unbedingt Marktwirtschaft bei Anwalt und Architekt, so wie 
alle anderen Arbeitenden auch der Marktwirtschaft bei ihrem Lohn 
unterliegen. Weg mit BRAGO und HOAI oder wie die seit der letzten Reform 
heissen, und realistische Preise. Dann kommt auch die Kundeschaft 
wieder. Dann gehört man als Architekt und Anwalt nicht mehr zur 
Golfclubgesellschaft der Vorstände und Politiker, aber kann von seinen 
Einkommen sicher genau so gut und schlecht leben, wie jeder andere 
seiner Kunden auch. willkommen in der Gesellschaft, willkommen in der 
Wiklrichkeit, Höhenflug hat ausgeträumt.

Wer vor 10 Jahren an der Uni die Aktenkoffertragenden Anwälte-In-Spe und 
Architekten-In-Spe gesehen hat, konnte sich das schon denken, die hatten 
ja schon im Studium den Anspruch, zu den Bessergestellten zu gehören.

Autor: Max M. (xxl)
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Politiker würden sagen: Das sind Einzelfälle ohne
nachvollziehbare Beweise. Jammern ist ja heutzutage populär.
Kennen wir ja von den Ärzten die den Hals nicht voll genug
kriegen können. Für Anwälte hab ich kein Mitleid für Ihre
Berufspraxis, jedermann zu schröpfen, vor allem die eigenen
Mandanten. Zugegeben trifft das nicht alle aber einen
Loyalen muss man erst mal finden. Die Akademiker trifft
Hartz IV am härtesten weil da die Unterschiede zwischen den
Einkommen und Lebensstandards am größten sind, als beim
ungelernten Arbeiter. Das war eben bei der alten
Arbeitslosenhilfe nicht so schlimm, hat dem Steuerzahler
damals aber auch deutlich mehr gekostet als heute.
Eben gleiche Armut für alle.

Autor: Besserwisser (Gast)
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MaWin:

Was du schreibst ist Blödsinn. Schon mal von Angebot und Nachfrage 
gehört? Wenn die Nachfrage sinkt, sinkt auch der Preis. Nicht der Preis 
ist zu hoch, sondern das Angebot. Der Preis ist tief, die Konkurrenz 
hoch. Genau das beschreibt der Artikel. Die Leute haben mehrere Jobs, 
ständig Stress und das Einkommen reicht kaum zum Leben.

Ausserdem verlangt kein Architekt ein Jahresgehalt fürs Planen eines 
Hauses. Wo kommt deine Ablehnung gegen Anwälte und Architekten her?

Autor: Rolf (Gast)
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Das ist der Preis wenn man einen hippen Beruf in der hippen Stadt Berlin 
ausüben will. Man ist dann einer von hundertausenden junger und gut 
ausgebildeter Menschen aus ganz Deutschland die in Berlin ihr Glück 
suchen.
Leider ist ihnen nicht klar das es sich um eine beinahe 
deindustrialisierte Stadt handelt. 14% Arbeitslosigkeit, 17% der 
Berliner beziehen Hartz4. Es gibt einfach nicht genug "richtige" Jobs in 
Industrie und Entwicklung bei denen tatsächlich Wertschöpfung 
stattfindet.


Berlin, arm aber sexy...

Autor: Onkel Kapott (Gast)
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Mit Anwälten habe ich auch kein Mitleid, sind sie es doch, die heute 
noch von brauner Gesetzgebung (Rechtsberatungsgesetz) profitieren. Und 
die wehren sich auch erfolgreich für die Abschaffung dieses Gesetzes.

Wirklich verarscht werden doch nur die Ingenieure und Informatiker, wo 
doch alle wegen des Fachkräftemangel schreien, aber diese Berufsgruppen 
nur durchschnittlich entlohnt werden. Das steht sogar in der Wikipedia, 
Stichwort Fachkräftemangel.

Selbstdarstellung ist heute leider wichtiger als Kompetenz.

Autor: dr (Gast)
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Der Artikel spricht von Architekten, Anwählten , Journalisten und 
Werbetexter. Ich frag mich an dieser Stelle, welche Relevanz das für uns 
haben soll? Die meisten von uns sind sowieso Ingenieure oder Techniker 
... .

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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dr schrieb:
> Der Artikel spricht von Architekten, Anwählten , Journalisten und
> Werbetexter. Ich frag mich an dieser Stelle, welche Relevanz das für uns
> haben soll? Die meisten von uns sind sowieso Ingenieure oder Techniker
> ... .

Und was genau sollen Ingenieure in einer Stadt, die über nahezu keine 
Industrie verfügt?

Autor: dr (Gast)
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>> Der Artikel spricht von Architekten, Anwählten , Journalisten und
>> Werbetexter. Ich frag mich an dieser Stelle, welche Relevanz das für uns
>> haben soll? Die meisten von uns sind sowieso Ingenieure oder Techniker
>> ... .
>
>Und was genau sollen Ingenieure in einer Stadt, die über nahezu keine
>Industrie verfügt?

Das habe ich damit nicht gemeint.

Die Thread-Überschrift implementiert einen Bezug zu uns. Da es jedoch 
mit keinem einzigen Wort die technischen Akademiker erwähnt, hat dieser 
Artikel hier nichts verlohren.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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dr schrieb:
> Die Thread-Überschrift implementiert einen Bezug zu uns. Da es jedoch
> mit keinem einzigen Wort die technischen Akademiker erwähnt, hat dieser
> Artikel hier nichts verlohren.

Mag sein. Kann ja immer noch ein Moderator ins Offtopic verschieben, 
wenn gewünscht.

Autor: gast (Gast)
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Den technischen Akademikern geht es doch auch nicht merkbar besser. Die 
alten mit Berufserfahrung erkennen die Lage noch nicht. Sie sind fast 
unkündbar und beziehen in der Regel ein üppiges Gehalt. Aber seht euch 
mal bei den jungen um, die von Praktikum zu Praktikum und von 
befristeten Verträgen zu befristeten Verträgen hetzen und dabei jedesmal 
den Wohnort wechseln müssen. Oder die nach dem Studium in Hartz-IV 
rutschen und bundesweit keinen Job finden. Wie soll man sich bei diesen 
Bedingungen ein Leben aufbauen?

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