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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Handy als Funktransceiver umprogrammieren, möglich?


Autor: Daniel (Gast)
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Ist es eigendlich möglich, den Controller in einem altem Handy mit neuer
Software zu beschreiben, sodas man quasi auf low-level Ebene ein
Funkmodem hat. Währe doch ideal wenn das irgendwie gehen würde, dann
hätte man einen kompletten digitalen Transceiver für unter 10 Euro.
Natürlich darf man nicht auf den GSM Bändern senden ,aber ich kann mir
gut vorstellen ,das der mögliche Frequenzbereich noch leicht über die
reservierten GSM Bänder hinausgeht und diese man dann evtl. für
Telemetrie benutzen kann. Soetwas hat mal jemand mit alten Siemens C9
Mobiltelefonen geschafft ,soweit ich mich erinnern kann.
Aber schöner währe es doch ,wenn es soetwas für alte
Trium,Nokia,Siemens ,e.t.c. Handys machbar währe.

Autor: BAB ( Kai K. ) (Gast)
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möglich ist alles aber recht schwer zu realisieren.
es gibt da einige hürden die du nehmen müsstes.

z.B ältere Siemens Geräte haben einen speziell entwickelten Controller
für GSM anwendungen intern basierend auf dem C166 von Infineon. Die
neueren besitzen alle einen Arm Core. Alleine an die spezifikation ran
zu kommen ist schon schwierig da diese confidental sind.

desweiteren gibt es speziell entwickelte funkchips in diesen geräten
für die übrigens das gleiche gilt.

wie willst du anwendungen schreiben wenn du nicht einmal weisst an
welchen portpins die ganze hardware angebastelt ist?
Stromlaufpläne von diesen geräten ist ja ebenfalls confidental..:).

früher war das alles einfacher da es keinen speziellen conroller oder
funkchips gab. alle wurde diskret aufgebaut.

also vergiss dein vorhaben. das sind nur ein paar hürden von etlichen
100erd..;)

Autor: Michael (Gast)
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Es gibt doch Servicewerkstätten ,die müßten doch irgendwie Schaltpläne
haben. Wenn die neuen Geräte auf ARM Prozessoren basieren ,das ist doch
schoneinmal ein Anfang,denn soweit ich weis sind die ARMs standarisiert
und es gibt sogar etliche Compiler für diese Klasse von Prozsssoren.
Auf dem ARM Chip steht ja ,von welchem Hersteller dieser genau ist und
die Pinbelegung bekommt man ja aus dem Datenblättern. Zudem werden in
Zukunft die HF Komponenten auf standarisierte Halbleiter untergebracht
,dessen Spezifikation bekannt ist. Bei WLAN z.B. gibt es heute schon
spezielle Chips ,die den ganzen HF Krahm alleine machen. Ich denke mal,
es wird in Zukunft sogar einfacher werden ,Geräte umzuprogrammieren, da
der Trend ganz klar in Richtung ISP und Flash Ram geht. Einen ARM
Prozessor dann über eine 2-Draht Leitung auszulesen und andere Software
reinzuschreiben ist dann wirklich keine so große Kunst mehr. Ich denke
aber ,das es mit Handys die nicht auf ARMs etc. basieren schon sehr
schwierig ist, da die Japaner sich mal wieder irgend einen Sch* an
exotischen Halbleitern ausgedacht haben ,die keiner versteht.Die Neue
Handygeration (Smartphones) ist ja sogar schon soweit ,das es sogar
erwünscht ist ,das Nutzer eigene Applikationen auf dem Gerät ausführen.
Es werden dafür koplette SDKs und umfangreiche Dokus vom Hersteller zur
Verfügung gestellt.

Autor: Rufus T. Firefly (Gast)
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> Zudem werden in Zukunft die HF Komponenten auf standarisierte
> Halbleiter untergebracht, dessen Spezifikation bekannt ist.

Woher nimmst Du diese erstaunliche Weisheit? "Händies" sind
Consumer-Geräte, und da wird überhaupt gar nichts standardisiertes
verwendet, sondern aus Kostengründen speziell an die Aufgabenstellung
angepasste Bauteile.
Hast Du Dir so ein Teil schonmal von innen angesehen und auch nur von
einem einzigen Bauteil darin mehr als den Hersteller identifizieren
können?
(Im C/M/S35 ist ein 32 MBit-Flash-ROM von TI eines der wenigen
identifizierbaren Bauteile, für das man sogar ein Datenblatt erhält).

Die von Dir erwähnten ARM-Prozessoren sind keine Standardprozessoren,
sondern lediglich in irgendwelchen undokumentierten Bausteinen
integrierte Prozessorkerne - das bedeutet, daß man zwar den Aufbau des
Prozessorkernes kennt, aber nichts, gar nichts, überhaupt nichts über
dessen Peripherieanbindung in Erfahrung bringen kann.
Und die Dokumentation oder SDKs der Smartphones beschreiben unter
Garantie nicht, wie der HF-Teil des Telephones aufgebaut oder
anzusprechen ist, das ist und bleibt undokumentiert, proprietär und
non-disclosure.
Ja, man kann jetzt irgendwelche tollen Java-Applikationen schreiben,
die auf den Telephonen laufen, aber soweit, daß man den GSM-Sender
umfunktionieren kann, geht das nun wirklich nicht.

Autor: Patrik (Gast)
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Also mit Handys kenne ich mich nicht sooooo gut aus.
Aber ich konnte da bis jetzt auch kein Bauteil identifizieren.
Es soll ja Handys mit Linux geben, ich denke das do soetwas eher
möglich ist.


wo wir schonmal beim Thema sind .......,so klappts bestimmt g

http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-108442.html

Autor: Patrik (Gast)
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Autor: Timo (Gast)
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Hi,
ist zwar ne nette Idee, aber komplett unmöglich.


Die Handies sind von vornerein nur für bestimmte Frequenzbänder
ausgelegt und diese durch äusserst genaue Bandfilter auch garantiert.

Die ICs , so genannte ASICS, weden von den meisten Herstellern selbst
entwickelt , und entsprechen keinen Standartbauteilen , die man so
kennt.

Es gab mal eine Zeit wo Standart benutzt wurde, da die Handies aber
immer kleiner werden und ein IC immer mehr Aufgaben übernehmen muss,
bleibt da auch keine andere Möglichkeit.

Allein im HF-Bereich habe ich einen Sprung von 7 auf 1 IC mit gemacht.

Alleine durch das nutzen von extreme hoher Mischgrundfrequenz kann ,
auf festehende Teiler zurück gegriffen werden und minimiert den
Siliconanteil.

Da aber auch dieser Oscillator nur begrentzt Bandbreite hat, könntest
du nur den bereich von GSM900 - PCS1900 abdecken.

Desweiteren müsstes du dem Handy Modulationsarten beibringen, die es
von Haus aus nicht kann.

Und was die SDK betrifft muss ich dich leider entäuschen.Handies müssen
ganz genauen Spezifikationen entsprechen,damit sie die Zulassung
bekommen.Und die Regtp ist nur ein Karnevalverein gegenüber
der FCC.Ich bezweifel mal das , beide sehr erfreut werden wenn der
Enduser alle relevanten Details nach gutdünken ändern könnte. :-)

Chiptuning ist hier eindeutig nicht gefragt


Ausserdem ist das alles eine Kostenfrage, Funktionen die es gibt aber
nicht genutzt werden , kosten Geld. Also kann eine Handy genau das was
es soll, sie absolut genau an die Spezifikationen halten. Nicht mehr
und nicht weniger.

Timo

Autor: Axel (Gast)
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Im Franzis verlag erschienen:
GSM Signalisierung verstehen und anwenden(oder so). Kostet 99Tacken.
Sollte man sich mal wenigstens ansehen, bevor man hier solche naiven
Posts setzt!
Axel

Autor: Patrik (Gast)
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Es müßen ja nicht unbedingt Hanys sein. Nochmal mein Tip für jeden ,der
soetwas machen will. Funkgeräte sind dafür bestends geignet. Das Stabo
Freecom 200 läßt sich sehr einfach per Chiptunig modifizieren. Die
Dinger sind fast genauso klein und kompakt wie Handys und zumteil noch
diskret aufgebaut. Schaltpläne sind oft vorhanden. Handys könnt Ihr
getrost vergessen, es seidenn Ihr kennt Leute die bei Nokia e.t.c. in
der Entwicklung arbeiten.

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