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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kondensator über der Temperatur


Autor: Peter (Gast)
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Hallo,

Kondensatoren scheint es ja sehr viele zu geben mit unterschiedlichsten 
Dielektrikas, Kapazitäten, Spannungsfestigkeiten, 
Herstellungstolleranzeen und Temperaturabhängigkeiten und und und 
Eigenschaften ......


Mit den Kenngrößen Kapazität, Spannungsfestigkeit, Herstellungstolleranz 
kann ich ganz gut was anfangen.

Beim Dielektrischen Material wird es schon etwas kniffliger.
Mich interessieren primär Kondensatoren für eine Filteranwendung.

Diese sollten somit nicht sehr stark über der Temperatur schwanken.

Möchte hier einen NPO Kondensator mit einem X7R Kondensator vergleichen.

Der NPO Typ hat
Bauform:                   1206
Spannunsfestigkeit:         25V
Kapazität :               100nF
Kapazitätstolleranz:         5%
Temperatur Koeffizient:   +-30ppm/°C  --> +-0,003%/°C

Der X7R Typ hat
Bauform:                   1206 und kleiner
Spannunsfestigkeit:         25V und kleiner
Kapazität :               100nF
Kapazitätstolleranz:         10%
Temperatur Koeffizient:   +-150000ppm/°C  --> +-15%/°C


Wichtig ist mir, eine stabile Kapazität über der Temperatur und Zeit 
(Alter).

Der NPO ist wohl gut für Filtergeschichten geeignet.
Den X7R kann ich dafür wohl knicken.

Was sagt eigentlich der Temperaturkoeffizient aus?

Z.B. beim X7R mit +-15%/°C ?

Bedeutet das, dass ich bei sagen wir ohne Berücksichtigung der 
Herstellungstolleranz bei 20°C eine Kapazität von 100nF habe
und bei 21°C dann 115nF und bei 22°C dann 130nF .......
bei 30°C dann 250nF habe ???

Dass wäre ja mega übel. Und ich habe das so noch nie gemessen.
???


Der NPO Kondensator hätte bei 20°C 100nF und bei 30°C 100,03nF

Habe ich irgendwo einen Denkfehler oder ist die  Temperaturabhängigkeit 
des X7R so verheerend?

Autor: Gaast (Gast)
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Das ist ein Auszeichnungsfehler. X7R hat eine Toleranz von +-15% über 
den gesamten Temperaturbereich. (Kann aber noch weiter sinken, wenn ein 
Gleichspannungsanteil überlagert ist.)

Autor: Kai Klaas (Gast)
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@Paul
>Wichtig ist mir, eine stabile Kapazität über der Temperatur und Zeit
>(Alter).

Da darfst du natürlich dann keinen X7R-Kondensator verwenden! Ein 
X7R-Cap verhilft dir zu großen Kapazitäten auf kleinem Raum, wenn die 
Stabilität der Kapazität gleichzeitig ziemlich unerheblich ist. X7Rs 
sind hervorragend für Entkopplungszwecke!

Wenn du eine sehr stabile Kapazität benötigst, verwendest du andere 
Kondensator-Technologien.

Kai Klaas

Autor: TrippleX (Gast)
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Vielleicht sollte man dann schon über Hochwertige Folienkondensatoren 
nachdenken, da sind Keramikkondensatoren eigentlich fehl am Platz.

Autor: HildeK (Gast)
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X7R sind auch deshalb für Filtergeschichten nicht besonders geeignet, 
weil sie einen hohen Verlustfaktor haben. Das kommt aber der Verwendung 
zur Entkopplung wieder entgegen - besonders dann, wenn Cs mit 
gestaffelten Werten parallel geschaltet werden.

Autor: Falk Brunner (falk)
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http://de.wikipedia.org/wiki/Keramikkondensator

Ausser NP0/COG sind alle anderen keramischen Dielektrika polar und damit 
nichtlinear bezüglich der Spannung, bisweilen sogar mit Piezoeffekt.

MfG
Falk

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