www.mikrocontroller.net

Forum: Platinen Fotolack verschwindet beim ätzen


Autor: Ronald Welz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich habe heute mal wieder eine Platine geätzt. Als Basismaterial nehme 
ich Bungard. Nach dem Entwickeln sah alles ganz normal aus, die 
Leiterbahnen waren gut zu sehen und haften sehr fest, so dass man sie 
nicht mit dem Fingernagel abkratzen kann. Während dem ätzen in NaPs 
löste sich nach etwa 3 Minuten plötzlicher der Lack ab. Was könnte das 
sein? Passierte auch beim 2. und 3. Versuch. Weder Chemikalien noch 
Belichtungszeit, noch Basismaterial haben sich geändert!

:
Autor: Alex O. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hast du eventuell das Ablaufdatum der Platinen überschritten? Ich kann 
mir zwar nicht vorstellen, dass das was macht, weil ich selbst schon 
"abgelaufene" Platinen problemlos geätzt habe, aber vielleicht liegts ja 
daran.
Oder hast du die Entwicklerflüssigkeit oder die Ätzflüssigkeit länger 
offen herumstehen lassen. Die NaPs-Lösung dampft nämlich aus. Ich konnte 
die nur in nem Gefäß mit Öffnung aufbewahren, weil das sonst geplatzt 
wäre. Da dabei jedoch Wasser verloren geht, wir die Lösung stärker und 
dementsprechend aggresiver beim Ätzen. Deswegen hab ich auch immer etwsa 
Wasser in die NaPs-Lösung zugetan, wenn ich wieder mal was geätzt hab.

lg Alex

Autor: Ronald Welz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kann ich mir alles nicht vorstellen, da ich ca. eine Stunde vorher schon 
eine Platine gemacht habe. Die war in Ordnung. Das Ablaufdatum ist erst 
in 1,5 Jahren. Der Entwikhler ist übrigens frisch angesetzt. (12,8g 
NaOH/L)

Autor: ... (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
du hast nicht aus Versehen die Ätzschale mit der Entwicklerschale 
vertauscht?
Kann ja mal passieren^^

Autor: Ronald Welz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nein, das kann bei mir nicht passieren, da ich in der Schale nur 
entwickle, zum Ätzen  habe ich ProMa Ätzgerät.

Autor: PWHDG (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich nehme an das der Film nicht richtig schwarz ist, mal untersuchen. 
Dieses Problem hatte ich auch mal.

Autor: Einhart Pape (einhart)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn der Fotolack im Ätzmittel verschwindet, kann eigentlich nur das 
Basismaterial fehlerhaft sein. Das Ätzmittel greift meines Erachtens 
unabhängig von seiner Konzentration den Fotolack nicht an. Ein einfacher 
Test wäre ein unbelichtetes Stück in's Ätzmittel zu legen.

Autor: Ronald Welz (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Unbelichtetes-Stück = das gleiche,
Neues Atzmittel = das gleiche,
neue Platinen = das gleiche.

Autor: Walter Tarpan (nicolas)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bleibt also der Entwickler.

Autor: Einhart Pape (einhart)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn du keine Lösung findest, kannst du jemandem ein unbelichtetes Stück 
zusenden. Dann kannst du das Basismaterial ausschließen.

Es bleiben ja jetzt nur Ätzmittel und Basismaterial als Quelle des 
Problems.

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
"Verschleppter" Entwickler?
Wie behandelst Du die Platinen zwischen Entwickeln und Ätzen?

Aus der Analogfotografie ist der Effekt von verschlepptem Entwicker 
bekannt; dort verwendet man zwischel Entwickeln und Fixieren ein sog. 
Stoppbad.

Für Platinen sollte es ausreichen, nach dem Entwickeln gut zu wässern.

Bernhard

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Kann es sein, daß du überbelichtet hast? Dann bleibt bei der Entwicklung 
nur eine dünne Lackschicht übrig, die dann beim Ätzen nicht mehr 
standhaft genug ist.

Autor: Einhart Pape (einhart)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Entwickler, Natronlauge, ist stark basisch und sollte vom 
Natriumpersulfat neutralisiert werden.

Um das verbrauchte Natriumpersulfat zu entsorgen nimmt man ja auch 
Ätznatron. Bis das Zeug neutral ist und der Kupferschlamm ausfällt, 
braucht man da jede Menge Ätznatron. Ich bin zwar kein Chemiker, aber 
ich glaube aus diesem Grund nicht, dass man einen "Ätzentwickler" durch 
Verschleppen von Ätznatron erzeugen kann.

@Uhu: Das Belichtungsproblem hat Ronald mit dem unbelichteten Stück 
schon ausgeschlossen.

Autor: Bernhard R. (barnyhh)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zur Neutralisierung:

Auch die meisten SW-Fotoentwickler sind stark basisch, aber das 
Fixierbad kann sie bis zu einem gewissen Grad neutralisieren. Irgendwann 
einmal ist allerdings dieser gewisse Grad überschritten, und es 
entstehen sehr unschöne Nebeneffekte.

Für die Vermutung "verschleppter Entwickler" spricht übrigens eins: Der 
Entwickler war frisch angesetzt, das Ätzmittel dagegen nicht ---> das 
Ätzmittel hat also schon eine "ganze Ladung" Entwickler überstehen 
dürfen.

Ohne Äußerung des OP ist allerdings keine fundierte Aussage möglich.

Bernhard

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.