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Forum: Platinen leiterplatten zuhause entwickeln und ätzen


Autor: FaB (Gast)
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hallo!

habe vor mich so einzurichten, damit ich zuhause leiterplatten
selber entwickeln und ätzen kann.
hab mal im distrelec nachgeschaut und ein paar sachen
rausgeschrieben, jedoch bin ich mir nicht sicher ob die sachen
wirklich gut sind.

- also zum entwicklen wür ich so ein set kaufen:
     1/4 entwickler und 10 leiterplatten
     distrelec best. nr. 45 00 28

- die lampe zum entwickeln kann ich mir sonst wo besorgen.

- und zum ätzen hab ich mir das ätzgerät (distrelec : 95 38 10)
  gedacht, aber dazu brauch ich ja noch eine ätzlösung und da bin
  ich mir auch nicht genau sicher welche? ist das
  eisen-III-chlorid? im katalog steht nur was von
  eisenperchlorid-schaum *???* irgendsowas gibt es im distrelec
  schon aber es steht überall (in der schweiz nicht
  lieferbar :-( ), wo könnt ich mir das sonst besorgen???

braucht es sonst noch was????
hab ich da was vergessen???

hoffe jemand kann mir da weiterhelfen!

danke!!!

FaB

Autor: Christian (Gast)
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Hallo FaB

Distrelec ist wirklich ein toller Lieferant für Bauteile, aber für die 
Platinenherstellung kannst du ihn vergessen.
Wenn du nicht gerade vorhast, Serien von Leiterplatten zu fertigen dann 
mach das wie folgt:

1. Besorg dir im Migros oder sonstwo zwei niedrige Glasschüsseln ( wenn 
möglich mit Deckel), welche genug gross sind um die gewünschte 
Platinengrösse aufzunehmen. Du kannst auch im Fotogeschäft 
Entwicklerschalen kaufen.

2. Lass dir in der Apotheke eine Flasche Natronlauge mischen (Genau 7 
Gramm Natriumhydroxid, auch Ätznatron genannt, auf 1 Liter Wasser).

3. Entweder ebenfalls in der Apotheke oder bei www.conrad.ch 
Eisen-II-Chlorid besorgen (Fe3Cl). Misch das auch mit Wasser zusammen, 
so etwa 500 Gramm auf einen Liter Wasser (nicht so wichtig).

4. Fotopositivbeschichtete Leiterplatten (Vielleicht doch wieder bei 
Distrelec, oder bei Conrad) kaufen.

5. In die eine Schale kommt jetzt die Natronlauge und in die Andere die 
Ätzlösung.

6. Nun druckst du deine Vorlage auf Folie auf einem Laserdrucker 
(Notfalls Tintenstrahler, dann aber unbedingt die richtige Folie 
besorgen) aus.

7. Die Vorlage kommt jetzt auf die beschichtete Seite der Leiterplatte. 
Achtung!!! Nicht mit den Fingern auf die Fotoschicht!!! und wird 
belichtet. Die Belichtungszeit musst du experimentell ermitteln, am 
besten machst du mal eine Belichtungs-Testreihe.

8. Jetzt wird die belichtete Platte in das Ätznatron gelegt und ein 
bissi geschwenkt. Nach wenigen Minuten erkennst du das 
Leiterbahn-Abbild. Nach weiteren paar Minuten nimmst du die Platte raus, 
kurz abspülen und in die Ätzgülle schmeissen. Die Ätzdauer ist stark 
temparaturabhängig. Wenn du es pressant hast dann erwärmst du die Lösung 
auf ca. 40 Grad.

9. Nun solltest du eine schöne Leiterplatte haben, die kannst du nach 
Bedarf noch mit diversen Chemischen Mitteln aus dem Fachhandel 
behandeln, wenn du das willst.

Sonst kannst du auch unter http://www.dse-faq.e-online.de/dse-faq.htm 
nachschauen. Da steht jede Menge über unser Hobby drin.

Gruss
Christian

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