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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schmitt Trigger mit AD8009


Autor: MAESTRO (Gast)
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Hallo!
Ich habe echt ein großes Problem mit dem AD8009. Ich habe mit diesem OP 
einen invertierenden Schmitt Trigger EMV- gerecht gebaut, um von einem 
Impulsförmigen Signal mit ca. 58kHz auf irgendeiner Art und Weise ein 
digitales (rechteckförmiges) Signal zu erstellen. Dabei haben die 
Impulse einen U-Dach von ca. 300mV, reiner AC- Anteil. Der Schmitt- T 
schwingt von alleine, trotz Batteriespannung und Kondesatoren und 
triggert sein Signal :-( wenn ich über einen Kondensator das SIgnal 
einspeise. Und ohne Kondensator bekomme ich einen dicken DC- Anteil+ 
Verzerrungen....
Kennt jemand dieses Problem?

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Schaltplan?

Autor: karadur (Gast)
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Hallo


hast du keinen schnelleren OP gefunden?

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Hallo Karadur,

>hast du keinen schnelleren OP gefunden?

Genau, ein solcher GHz-OPamp ist völlig unbrauchbar als Komparator...

Kai Klaas

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

warten wir mal auf die Schaltung, aber ich glaube der Ansatz ist falsch.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Denke ich auch...

Autor: MAESTRO (Gast)
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So sieht die Schaltung aus. Wie aus dem Lehrbuch. R1=1k und R2=5k
Dann kommen je 100nF Kondensatoren an den Stromversorgungspins. Das
Signal, dass getriggert werden soll ist nicht determiniert -> also
Zufallsfolge

Autor: Andy N. (Gast)
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Das ist aber KEIN invertierender Schmidttrigger sondern ein 
nichtinvertierer!
Hast du mal deine Eingangsspannung mit einem schnellen Oszi überprüft?
http://de.wikipedia.org/wiki/Schmitt-Trigger

Evtl hast du ein Problem mit der Frquenzgangkompensation.

Autor: Andy N. (Gast)
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BTW wie du weißt ist die Eingangsimpedanz beim nichtinvertierer 
wesentlich kleiner wie beim invertierer. Evtl wird deine Signalquelle zu 
stark belastet.

Autor: MAESTRO (Gast)
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Sorry, da habe ich mich mit dem Bild versehen. Hierbei gilt immernoch 
der INVERTIERENDE Verstärker mit einem Eingang. Auf den negativen 
Eingang wird das Signal eingegeben und auf dem positiven Eingang liegt 
in Rückkopplung R2 als größerer Wert und R1 zur Masse.

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

das du einen "Current feedback" OP hast ist dir schon klar? Der 
Eingangswiderstand für den invertierenden Eingang beträgt 8R !!!

Autor: Andy N. (Gast)
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HrHr, stimmt ist mir soeben auch aufgefallen!:)))

Autor: MAESTRO (Gast)
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Nein, das habe ich wohl übersehen. Habe vorhin aber einen AD811 
eingesetzt (auch current-f) und nun funzt es prima!

Autor: Kai Klaas (Gast)
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@Maestro
>Habe vorhin aber einen AD811 eingesetzt (auch current-f) und nun funzt es prima!

Ja, bis auch der ausfällt...

Du kannst nicht einfach einen ultraschnellen OPamp nehmen und ihn als 
Schmitt-Trigger mißbrauchen. Das würde ich nur mit einem OPamp machen, 
bei dem das ausdrücklich ihm Datenblatt erlaubt wird.

Kai Klaas

Autor: karadur (Gast)
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Hallo

sehe ich auch so!

Ich versteh eh nicht wieso es geht. Dürfte eigentlich nicht.

Autor: Jens G. (jensig)
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@ Kai Klaas
>Du kannst nicht einfach einen ultraschnellen OPamp nehmen und ihn als
>Schmitt-Trigger mißbrauchen. Das würde ich nur mit einem OPamp machen,
>bei dem das ausdrücklich ihm Datenblatt erlaubt wird.

Das mußt Du mir jetzt mal erklären. Die Anzahl Datenblätter, wo 
ausdrücklich/explizit Trigger-Einsatz erlaubt oder verboten wird, 
tendiert wohl gegen Null.
Sicher sind schnelle Opamps kritischer (wie so üblich bei hohen 
Frequenzen), aber das sagt noch lange nichts darüber aus, ob man damit 
diese oder jenes machen darf oder nicht (CF-OpAmps sind zwar da etwas 
eingeschränkter, z.B. ist möglicherweise die Differenzeingangsspannung 
evtl. eingeschränkter, erlaubt aber trotzdem auch Trigger mit nicht zu 
starker Mitkopplung)

Autor: Ulrich (Gast)
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Eine durchaus ernstzunehmende Alternative wäre ein 74AC14 (oder 
ähnliches schnelles Logis IC) und dann ggf. ein passender Verstärker mit 
Offset davor um die Größe der Hysterese anzupassen.

Bei den schnellen OPS ist nicht immer garantiert das die auch schnell 
aus der Übersteuerung kommen. Da wird oft keine groe Rücksicht drauf 
genommen, weil man es halt meistens anders macht.

Autor: Jens G. (jensig)
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@ Ulrich

>Bei den schnellen OPS ist nicht immer garantiert das die auch schnell
>aus der Übersteuerung kommen. Da wird oft keine groe Rücksicht drauf
>genommen, weil man es halt meistens anders macht.

Richtig. Wobei das aber nicht einen schnellen OPV für einen Trigger 
komplett ungeeignet erscheinen läßt. Es ist nur sinnlose 
Ressourcenverschwendung, weil man es auch mit einem billigen langsamen 
OPV machen könnte.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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@Jens
>Das mußt Du mir jetzt mal erklären. Die Anzahl Datenblätter, wo
>ausdrücklich/explizit Trigger-Einsatz erlaubt oder verboten wird,
>tendiert wohl gegen Null.

Ja, weil man so etwas einfach nicht macht. Maestro berichtet ja selbst, 
daß der AD8009 ganz von selbst angefangen hat zu schwingen. Entwickler, 
die viel mit diesen OPamps arbeiten, wissen, daß selbst der "normale" 
also gegengekoppelte Betrieb schon kritisch ist und oft in wilden 
Schwingungen endet.

Für solche Anwendungsfälle gibt es spezielle Komparatoren, die darauf 
getrimmt sind, gerade nicht zu schwingen, sondern sauber, 
verzögerungsfrei und schnell umzuschalten und auf dem korrekten Level zu 
verharren, ohne daß das Ganze in wilden Oszillationen endet.

In einer solchen Schaltung wird ein HF-OPamp in einem Bereich betrieben, 
für den er weder gedacht noch gebaut noch spezifiziert ist. Nirgends ist 
erwähnt, wie er auf größere Differenzspannungen zwischen den Eingängen 
reagiert, ob sein Phasengang eine Mitkopplung überaupt aushält und wie 
das Verhalten bei kapazitiver Last am Ausgang aussieht. Eine solche 
Schaltung mit einem GHz-OPamp ist deswegen vollkommener Murks und wer 
annimmt, daß so etwas überhaupt stabil läuft, ist völlig verwegen.

Kai Klaas

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Zum Minimalwissen, das man bezueglich Komparatoren und OpAmps haben 
sollte, ist deren Unterschied. Ein Komparator ist generell dafuer 
ausgelegt den Versorgungsspannungsbereich als Differenzspannungsbereich 
haben zu koennen. Hingegen sind OpAmps dafuer gebaut im 
Gegenkoplungsmodus zu arbeiten und eine Differenzspannung von Null zu 
haben. Bei gewissen OpAmps sind antiparallele Dioden eingebaut, die 
zerstoert werden wenn man zB 1V anlegt.
OpAmps und Komparatoren gegeneinander funktionell zu tauschen ist eine 
ganz schlechte Idee.

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