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Forum: PC Hard- und Software "Certified Repaired" Festplatte


Autor: Matthias (Gast)
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Ich habe bei einem recht bekannten Computerversandhändler eine 250 
GB-Festplatte von Seagate bestellt. Die ist heute angekommen, allerdings 
steht auf dem Etikett drauf: "Seagate - Certified Repaired HD".

Taugt so eine rundumerneuerte Platte was oder sollte ich sie besser 
umtauschen ?
(es handelt sich um eine Seagate DB35 Serie 250GB CE ST3250824ACE)

Autor: Gast? (Gast)
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Die Platte kenne ich jetzt nicht. Wenn es die aber noch neu auf dem 
Markt gibt, würde ich die auf jeden Fall umtauschen.
Stand denn in der Beschreibung etwas von "Certified Repaired"? Der 
Händler muss soetwas IMHO angeben und darf eine solche Platte dann auch 
nicht als Neuware, sondern z.B. als "Generalüberholt" verkaufen.

Jetzt starte ich wahrscheinlich gleich einen Kleinkrieg, aber: Geld 
zurückbuchen lassen und eine Samsung kaufen ;-)

Autor: Marius Wensing (mw1987)
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Ich würde die Festplatte an deiner Stelle umtauschen. Nimm einfach von 
deinem 14-tägigen Rückgaberecht Gebrauch oder verlange eine neue 
Festplatte.

Heise hat in der c't vor ein paar Monaten darüber berichtet:
http://www.heise.de/resale/meldung/Festplatten-Vor...
http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/2009/19/80

MfG
Marius

Autor: Stefan E. (sende_de)
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Matthias schrieb:
[..]
> Taugt so eine rundumerneuerte Platte was oder sollte ich sie besser
> umtauschen ?

Vor einiger Zeit habe ich eine Seagate IDE Festplatte im Online Store 
eines bekannte Händlers "gezackt". Das war damals aber eine ST3400832A. 
Als die Platte ankam, war die Überraschung groß, da die Platte irgendwie 
gebraucht aussah. Mit den SeaTools habe ich dann herausgefunden, dass 
die Platte schon fast 20.000h(!) hinter sich hatte. So einer Platte 
vertraue ich natürlich keine Daten mehr an. Das Ding ist dann zurück 
gegangen und ich habe neben der Erstattung des Kaufpreises auch auf die 
Rücküberweisung der Versandkosten bestanden. Nach anfänglicher Meckerei 
hat man mir diese dann auch vollständig erstattet.

Daher ist mein Rat ganz klar: Lass das Ding zurückgehen und Dir Dein 
Geld zurück überweisen. Einen eventuellen Datenverlust kann man nie mit 
ein paar gesparten Euro wieder reinholen.

Viele Grüße,

Stefan

Autor: Matthias (Gast)
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Ich hab`s befürchtet... Okay, das Ding geht zurück an Absender.

Autor: Gast3 (Gast)
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"Ich habe bei einem recht bekannten Computerversandhändler"

welcher? Warum werden nie Namen genannt? Ich wundere mich immer über 
diesen C**rad, P***in, und sonstigen Quatsch. OK, Du warst wenigstens 
konsequent und hast dann gar keinen Namen genannt ;-)

Autor: Matthias (Gast)
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Mit "recht bekannten Händler" wollte ich eigentlich nur verdeutlichen, 
daß es nicht der Kistenschieber um die Ecke gewesen ist, sondern ein 
eigentlich als seriös angesehener Händler.

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Also wenn Seagate eine Platte als certified repaired bezeichnet ist sie 
sicher fast wie neu. Etwas guenstiger wie eine neue aber was solls. 
Wenn's eben guenstig sein soll. Auch 20k Stunden, was soll's ? Eine neue 
Platte hat 5 millionen stunden MTBF, was soll da die Aufregung um 20k ?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Autor: Thomas (Gast)
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Optimistische Version: Vor einiger Zeit hatte Seagate mal Firmware Bugs 
in seinen Festplatten. Die Evtl. hat der Händler seine neuen Platten zu 
Seagate geschickt und dann mit "Certified Repair" Aufkleber 
zurückbekommen.

Autor: Thomas (Gast)
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Nebliger Tag schrieb:
> Auch 20k Stunden, was soll's ? Eine neue
> Platte hat 5 millionen stunden MTBF, was soll da die Aufregung um 20k ?

20000 Stunden sind 833 Tage Dauerbetrieb. So eine Platte würdest du als 
"neu" kaufen, bezahlen und ihr wichtige Daten anvertrauen?

Autor: Stefan E. (sende_de)
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Nebliger Tag schrieb:
[..]
> Auch 20k Stunden, was soll's ? Eine neue
> Platte hat 5 millionen stunden MTBF, was soll da die Aufregung um 20k ?

Hast Du Dich schon einmal damit befasst, was MTBF bedeutet? Ich kann 
dazu den Artikel auf Wikipedia empfehlen: 
http://de.wikipedia.org/wiki/MTBF

Die von mir oben erwähnte Platte hat eine MTBF von 600.000h. Wenn ich 
beabsichtige, die Platte noch weitere 20.000h zu betreiben, liegt die 
Ausfahlwahrscheinlichkeit nach dieser Zeit bereits bei 6,4%. Kein Grund 
zur Aufregung? Deine Nerven möchte ich haben...

Gruß,

Stefan

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Natuerlich nicht als Neu. Man sollte die 20k Stunden mit den 5 Millionen 
Stunden vergleichen. Dauerbetrieb ist nicht so schaedlich. Wichtige 
Daten sollte man eh auf einem Raid haben.

Autor: Stefan E. (sende_de)
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Nebliger Tag schrieb:
> [..] Dauerbetrieb ist nicht so schaedlich. [..]

Da bin ich mir aber gar nicht mal so sicher. Bestimmt stellt jeder Start 
der Festplatte eine erhöhte Belastung dar, aber alle namhaften 
Hersteller bieten neben den "normalen" Festplatten für den Gebrauch an 
einem Arbeitsplatz auch noch Varianten an, die speziell für den 
Dauerbetrieb bestimmt sind. Das tun sie sicher nicht ohne Grund. Der 
höhere Preis deutet auch darauf hin, dass man hier wahrscheinlich in 
Zuverlässigkeit inverstiert hat.

Gruß,

Stefan

Autor: Micha S. (ernie)
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Nebliger Tag schrieb:

Moin Moin,

> Natuerlich nicht als Neu. Man sollte die 20k Stunden mit den 5 Millionen
> Stunden vergleichen. Dauerbetrieb ist nicht so schaedlich. Wichtige
> Daten sollte man eh auf einem Raid haben.

welche Heimanwender-Festplatte hat eine MTBF von 5000000h?

Abgesehen von einer Intel-SSD ist mir so eine Zahl noch nie
untergekommen und SSDs sind fuer mich jetzt nicht so alltaeglich
das man die mit allen Festplatten gleichsetzen kann.
Gruesse,

Michael

Autor: Sascha (Gast)
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Nebliger Tag schrieb:
> Natuerlich nicht als Neu. Man sollte die 20k Stunden mit den 5 Millionen
> Stunden vergleichen. Dauerbetrieb ist nicht so schaedlich. Wichtige
> Daten sollte man eh auf einem Raid haben.

Anscheinend hast du dich noch immer nicht informiert, was die MTBF 
ueberhaupt ist.

Ausserdem zeig mir eine HDD, die mit einer MTBF von % Mio. Std. 
spezifiziert ist.
Selbst teure Serverplatten haben eine angegebene MTBF im Bereich von 1,2 
Mio. Std.

Ausserdem ersetzt ein RAID keinesfalls die Datensicherung!
Wie WK, dass waehrend ein "degraded" RAID5 rebuilded eine weitere Platte 
ausfaellt, ist nicht zu unterschaetzen!

Autor: Icke (Gast)
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"Also wenn Seagate eine Platte als certified repaired bezeichnet ist sie
sicher fast wie neu."

Das kann ich aus leidiger Erfahrung verneinen. Wenn man eine defekte 
Platte während der Garantiezeit zu Seagate einschickt, dann erhält man 
zum Austausch auch nur "certified repaired"-Ware zurück. Mehr als die 
Hälfte dieser Austauschplatten wiesen bei mir jedoch schon nach relativ 
kurzer Zeit wieder Defekte auf (bin gewerblicher EDVler). Angesichts der 
Dumping-Preise für neue Festplatten kann ich mir nicht vorstellen, daß 
Seagate bei defekten Platten zeit- und kostenintensive Reparaturen 
unternimmt. Ich VERMUTE (nicht "ich weiß"), daß Platten mit defekten 
Sektoren lediglich Lowlevel-formatiert werden und ohne weiteres 
Brimborium mit dem "certified"-Kuckuck versehen als Austauschware zum 
Kunden zurückgehen. Dann könnte man sich allerdings die Reklamation 
sparen, denn das Lowlevelformat läßt sich mit den Seatools auch selbst 
erledigen. Ich habe das in der Vergangenheit auch mehrmals probiert, nur 
eben mit der gleichen Symptomatik, daß die Platten ziemlich schnell 
wieder defekte Sektoren aufweisen. Daher fliegen die Teile bei mir 
sofort in die Schrottkiste...

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Ein Raid ist genau das Richtige gegen einen Festplattenschaden. Hat 
weniger mit Datensicherung wie mit Verfuegbarkeit zu tun. Die 5mio 
Stunden konnte ich nicht mehr finden. Ich verwende seit einger Zeit nur 
noch Dauerlaufplatten. zB
http://www.wdc.com/de/products/products.asp?driveid=504  1.2mio Stunden
http://www.seagate.com/ww/v/index.jsp?vgnextoid=8c... 
1.2mio Stunden
http://www.seagate.com/ww/v/index.jsp?vgnextoid=8c... 
1.2mio stunden

Und die kosten nicht alle Welt. Ab 60 Euro. Wenn's dann eben guenstiger 
sein muss verwendet man eben zertifiziert reparierte. Man koennte 
immerhin vielleicht 30 euro einsparen. Diese 30 euro kann man nun der 
reduzierten Sicherheit gegenueberstellen. Nein ?

Autor: Stefan E. (sende_de)
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Nebliger Tag schrieb:
> [..] Diese 30 euro kann man nun der reduzierten Sicherheit
> gegenueberstellen. Nein ?

Realistisch muss man die gesparten € 30,- mit den eventuellen Kosten 
eines Plattentausches gegenüber stellen und da ist die Ersparnis ganz 
schnell wieder weg.

Nehmen wir einmal an, dass die Platte im Rahmen der Gewährleistung 
kostenfrei getauscht wird, so kommen immer noch die Kosten für den 
Versand und/oder die Fahrtzeit/-kosten zur Post oder zum Händler dazu. 
Zusätzlich muss man noch die Zeit für den Aus- und Wiedereinbau der 
Platte und die Reorganisation berücksichtigen. Rechne mir bitte mal vor, 
wie Du das für € 30,- machen willst.

Gruß,

Stefan

Autor: oszi40 (Gast)
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Meine Glaskugel sagt: es gibt solche und solche.

Woher soll ein Reparateur die Zeit haben, alle VERSTECKTEN Mängel zu 
finden??? Es gibt HDs die sind mausetot. Da ist z.B. die 
Elektronik-Repartur sichtbar erfolgreich möglich.

Aber ich habe bei einer bunten Mischung von >100 HDs ca. 40% HDs mit 
schleichenden Softerrors gefunden. Wenn diese "repariert" würden, wäre 
die Hälfte davon SCHEINBAR ok, nur nicht lange!

Nun frage ich obige Statistiker welche Sorte Matthias bekommen hat!

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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>Rechne mir bitte mal vor, wie Du das für € 30,- machen willst.

Wie schon gesagt, es gibt Leute, die haben einen inneren oder auch 
aeusseren Zwang, immer nur das Guenstigste zu kaufen und ueberall den 
Preis zu druecken. Ich habe kein Problem eine Serverplatte mit 1.2Mio 
Stunden MTBF einzubauen auch wenn die jetzt 60 oder 100 euro kostet. Die 
Umtriebe bei einem Plattencrash sind eh viel hoeher.

Autor: mhh (Gast)
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Matthias schrieb:
> Ich habe bei einem recht bekannten Computerversandhändler eine 250
> GB-Festplatte von Seagate bestellt. Die ist heute angekommen, allerdings
> steht auf dem Etikett drauf: "Seagate - Certified Repaired HD".

Das dürften die als Ersatz für reklamierte HDDs an den Händler 
gelieferten Festplatten sein. Der Händler wird den betroffenen Kunden 
schon Ersatzlieferungen zugestellt haben und sitzt nun auf der 
Ersatzware des Festplattenherstellers.

Da die Hersteller nur bis zu einem bestimmten Alter der Festplatten 
(Frühausfälle) Neuware als Ersatz liefern, würde es dann auch zu 
Problemen mit der Garantiedauer kommen. Der Händler dürfte die Ware also 
nur als gebraucht mit Restgarantie anbieten. Das Ganze ist also nicht 
korrekt vom Händler. Welcher war es denn? Würde mich auch interessieren.

Seagate läßt, wie es ausschaut, seine Festplatten in Rumänien "Certified 
Repaired". Jedenfalls kam eine Ersatzlieferung für eine reklamierte dort 
her (Packetverfolgung).

Autor: Matthias (Gast)
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Oje, da habe ich ja mit meiner Frage `was angerichtet g

1. Eine Überprüfung der Seriennummer auf der Seagate-Homepage zeigte an, 
daß die Garantie Mitte September 2013 abläuft. Davon ausgehend, daß 
normalerweise 5 Jahre Garantie gewährt werden, ist die Platte also schon 
über ein Jahr alt und ich bezweifle, daß sie in dieser Zeit still in der 
Ecke ruhte.

2. Mit den "SeaTools" läßt sich wohl die bisherige gesamte Betriebsdauer 
ermitteln. Da dies nur in eingebautem Zustand möglich ist, ich die 
Platte aber nicht aus der Blistierverpackung herausnehmen wollte, war 
mir eine solche Überprüfung nicht möglich.

3. Daß reparierte ("erneuerte") Geräte, Restposten u.ä. im Ausverkauf 
("Clearance") zu günstigen Preisen angeboten werden, ist mir bekannt. In 
diesem Fall wurde die Platte jedoch ganz normal bestellt, ich ging also 
davon aus, Neuware zu erhalten.

4. Falls es denn wirklich von Interesse ist: Bei dem Händler handelt es 
sich um Atelco. Wobei ich mit Atelco bislang nur positive Erfahrungen 
gemacht habe (u.a. Komplett-PC und mehrer interne HDDs gekauft).

Autor: Jens PICler (picler)
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Ich habe mal eine 100GB-HDD von WD (genauen Typ weiß ich nicht mehr) zur 
Reparatur eingeschickt und dafür eine ähnlich alte "reparierte" Platte 
des gleichen Typs bekommen. Soweit ok. Die ausgetauschte Platte hatte 
von Anfang an unerklärliche sporadische Probleme beim Schreiben größerer 
Dateien. Erst vermutete ich das externe Gehäuse als Ursache, doch Tests 
im PC ergaben, das es wirklich die Platte war.

Offenbar müssen die Hersteller extrem sparen (ihren Gewinn maximieren), 
sonst würden sie Festplatten nicht reparieren. Niemand weiß, was die 
empfindliche Mechanik und Plattenoberfläche so alles mitgemacht hat. 
Jedenfalls würde ich einer reparierten Festplatte keine Daten mehr 
anvertrauen, das Mißtrauen ist zu groß.

Schick die Platte zurück und verlange dein Geld inkl. deiner Auslagen 
zurück. Stand es eigentlich irgendwo im Online-Shop? Wenn nicht und der 
Händler motzt rum, dann Strafanzeige wegen Betruges.

Naja, wenn ich mir die Atelco-Läden anschaue, wundert es mich nicht, 
dass die gebrauchte Platten verticken...

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> 1. Eine Überprüfung der Seriennummer auf der Seagate-Homepage zeigte an,
> daß die Garantie Mitte September 2013 abläuft. Davon ausgehend, daß
> normalerweise 5 Jahre Garantie gewährt werden, ist die Platte also schon
> über ein Jahr alt und ich bezweifle, daß sie in dieser Zeit still in der
> Ecke ruhte.

Bereits von den Eckdaten her kann man erahnen, daß die Platte sogar 
erheblich älter sein muss als ein Jahr - das ist eine 3.5"-Platte mit 
nur 250 GB Kapazität, soetwas wird bereits seit etlichen Jahren nicht 
mehr produziert.

Der weiter oben verlinkte c't-Beitrag aus dem August beschreibt den 
Verkauf gebrauchter 400 GB-Platten, die 2005 hergestellt wurden.

Betrachtet man den Preisverlauf dieser Festplatte
http://www.heise.de/preisvergleich/?phist=187676&a...
so sind die ältesten Einträge dort von Anfang 2006.

Wenn überhaupt, dann wird auch Deine Platte nicht sehr viel neuer sein.
Das eine Jahr, das Du aufgrund der Garantie ermittelt hast, dürfte die 
Platte nach ihrer "Rezertifizierung" herumgelegen haben - was kein 
Wunder ist, denn wer kauft heutzutage noch so winzige Festplatten?

Das ändert nichts daran, daß der Vorgang zumindest gefühlter Beschiss 
ist.

Autor: GastGast (Gast)
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>>Rechne mir bitte mal vor, wie Du das für € 30,- machen willst.

>Wie schon gesagt, es gibt Leute, die haben einen inneren oder auch
>aeusseren Zwang, immer nur das Guenstigste zu kaufen und ueberall den
>Preis zu druecken. Ich habe kein Problem eine Serverplatte mit 1.2Mio
>Stunden MTBF einzubauen auch wenn die jetzt 60 oder 100 euro kostet. Die
>Umtriebe bei einem Plattencrash sind eh viel hoeher.

Naja, ich war auf der BOS und habe danach Informatik studiert und musste 
leider ständig auf's Geld schauen.

Für Berufstätige, die normal verdienen ist das wohl kein großer 
Unterschied ... Da kann man es mit dem Geiz auch übertreiben.

Aber so vielfältig, wie das Festplattenangebot ist, so vielfältig sind 
auch die Umstände der Kunden, die eben teure oder billige Festplatten 
kaufen wollen oder müssen.

Autor: Matthias (Gast)
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> Bereits von den Eckdaten her kann man erahnen, daß die Platte sogar
> erheblich älter sein muss als ein Jahr - das ist eine 3.5"-Platte mit
> nur 250 GB Kapazität, soetwas wird bereits seit etlichen Jahren nicht
> mehr produziert.
Mmh, ich will die Festplatte in ein vorhandenes externes Gehäuse 
einbauen, das so eine Art IDE-to-USB-Adapter enthält. Sind solche 
`Adapter` mittlerweile auch für S-ATA-Platten erhältlich ?

> Aber so vielfältig, wie das Festplattenangebot ist,
Naja, die Anzahl der Hersteller lichtet sich allmählich...

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo

Matthias schrieb:
> Mmh, ich will die Festplatte in ein vorhandenes externes Gehäuse
> einbauen, das so eine Art IDE-to-USB-Adapter enthält. Sind solche
> `Adapter` mittlerweile auch für S-ATA-Platten erhältlich ?
Das Problem ist eher, daß so gut wie keine externen USB-Gehäuse mehr 
aufzutreiben sind, die nicht SATA sind...

>> Aber so vielfältig, wie das Festplattenangebot ist,
> Naja, die Anzahl der Hersteller lichtet sich allmählich...

Den Werdegang der Platte beim Händler würde ich so deuten:
Kunde kauft vor xx Monaten HD, reklamiert diese nach kurzer Zeit, 
Händler macht Soforttausch und schickt die defekte ein.

Platte kommt zurück und landet im Regal und liegt dort, bis Du sie 
kaufst.
Erfahrungsgemäß steht es zwar auf dem Lieferschein, daß es eine 
Certified Repaired HD ist, das liest aber der Lagermensch wohl kaum.

IBM hat da zum Ende der Garantie mir der DTLA-Serie nur noch so gemacht, 
von den Versicherungen, daß die Platten wie neue sind, wußten diese aber 
nicht viel und fielen gleich wieder aus...

Ich denke mal, auch Seagte wird diese konkrete Serie längst nicht mehr 
fertigen, dann wird Garantie eben so gelöst.

Alles andere als schön, aber eben Realität. Den Händler würde ich aus 
obigen Gründen nur bedingte Vorwürfe machen, problematisch ist es, daß 
man sie nicht sinnvoll testen kann. Sie kann genausogut ewig halten wie 
nach 3 Wochen ausfallen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: mhh (Gast)
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Michael U. schrieb:
> Das Problem ist eher, daß so gut wie keine externen USB-Gehäuse mehr
> aufzutreiben sind, die nicht SATA sind...

http://www.pollin.de/shop/dt/ODYzODcyOTk-/Computer...

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Alles andere als schön, aber eben Realität. Den Händler würde ich aus
> obigen Gründen nur bedingte Vorwürfe machen,

Wenn er sie als neu verkauft, muß sie auch neu sein.

Autor: Matthias (Gast)
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> Das Problem ist eher, daß so gut wie keine externen USB-Gehäuse mehr
> aufzutreiben sind, die nicht SATA sind...
Okay, so oft kaufe ich keine externen Festplatten g

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Rolf Magnus schrieb:
>> Alles andere als schön, aber eben Realität. Den Händler würde ich aus
>> obigen Gründen nur bedingte Vorwürfe machen,
>
> Wenn er sie als neu verkauft, muß sie auch neu sein.

Deshalb würde ich zum Händler gehen, sie gegen eine neue tauschen oder 
mir mein Geld wieder geben lassen oder einen Nachlaß aushandeln usw. 
usw.

Dem Händler würde ich trotzdem keine Absicht unterstellen, er dürfte 
genauso davon ausgehen, daß er z.B. bei einer Austauschplatte vom 
Hersteller/Lieferinten eine neue bekommen hat.

Ich habe diese Verfahren weder erfunden noch finde ich sie gut.
Die Lieferanten bestehen üblicherweise auf Einsenden an den Hersteller 
und ewig warten, auch wenn eine Baugruppe sich bei Einbau sofort als 
defekt herausstellt.

Der Kunde besteht auf Soforttausch und der Händler muß es machen, wenn 
der Kunde den Kram gerade bei ihm gekauft hat.

Letztlich bleibt in jedem Fall der Händler auf dem Problem sitzen.

Meine Meinung (und Erfahrung).

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Mirsen (Gast)
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"certified repaired......"
Urks, meine Erfahrung:
Als Privatanwender, ok, aber wichtige daten würde ich ihr nie 
anvertrauen.
Beruflich, weg damit, ignorieren oder was weiß ich, bei uns fallen knapp 
80% von den dingern nach spätestens einem Monat wieder aus.
(Wir haben uns die frage auch mal gestellt und alle die wir finden 
konnten zusammengekratzt und in einer testweisen Datenbankumgebung 
betrieben. Fazit: Unternehmenkritisch gesehen sind die Dinger Treibsand, 
weil die Raidcontroller mit dem rebuilden nicht mehr hinterherkommen ehe 
die nächte stirbt.)

Autor: Hannes (Gast)
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>bei uns fallen knapp
>80% von den dingern nach spätestens einem Monat wieder aus.

Die ich glaube nicht. Die kann nicht sein.

Autor: oszi40 (Gast)
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>Raidcontroller mit dem rebuilden nicht hinterherkommt

Stimmt, Rebuild großer, voller HDs braucht Taaage, während das gleiche 
System bein leeren HDs  bereits in 20 Minuten fertig wäre.

Autor: Mirsen (Gast)
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@Hannes:
Das unterschreibe ich dir!
Du darfst das nicht mit HDDs im Desktopthomekrückenbereich vergleichen 
wo
alle paar jahre mal ein Zugriff stattfindet.
Im Storagebereich laufen die dinger ab ihrer ersten Lebensminute unter
Vollast, eben das was sie hergibt, schwächstets Glied der Kette und 
so.....
Kannst dir sicher denken das man die Teile irgendwann nicht mehr sehen 
kann/will.

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Dem Händler würde ich trotzdem keine Absicht unterstellen,

Das tue ich auch nicht.

> er dürfte genauso davon ausgehen, daß er z.B. bei einer Austauschplatte
> vom Hersteller/Lieferinten eine neue bekommen hat.

Naja, wenn er einen Garantiefall einschickt, sollte er aber nicht ganz 
selbstverständlich davon ausgehen, daß er ein neues Ersatzgerät bekommt 
und nicht etwa das reparierte alte. Das wird doch bestimmt auch im 
Lieferschein gestanden haben. Ist es üblich, daß Händler den ungesehen 
wegwerfen und die gelieferten Sachen, ohne sie weiter anzusehen, ins 
Regal werfen?

> Die Lieferanten bestehen üblicherweise auf Einsenden an den Hersteller
> und ewig warten, auch wenn eine Baugruppe sich bei Einbau sofort als
> defekt herausstellt.

In diesem Fall ist über das Alter der Platte ja nichts bekannt, aber im 
Thread kam auch schon eine mit 20.000 Stunden Betriebsdauer auf dem 
Buckel. Da kann von "bei Einbau sofort als defekt" keine Rede sein.

> Der Kunde besteht auf Soforttausch und der Händler muß es machen, wenn
> der Kunde den Kram gerade bei ihm gekauft hat.

Warum sollte er das müssen?

> Letztlich bleibt in jedem Fall der Händler auf dem Problem sitzen.

Wenn er dem Kunden sofort ein Austauschgerät mitgibt, ja. Mich hat das 
zwar auch schon mal genervt, als ein Händler das nicht getan hat, aber 
ich kann's durchaus verstehen.

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Rolf Magnus schrieb:
>> er dürfte genauso davon ausgehen, daß er z.B. bei einer Austauschplatte
>> vom Hersteller/Lieferinten eine neue bekommen hat.
>
> Naja, wenn er einen Garantiefall einschickt, sollte er aber nicht ganz
> selbstverständlich davon ausgehen, daß er ein neues Ersatzgerät bekommt
> und nicht etwa das reparierte alte. Das wird doch bestimmt auch im
> Lieferschein gestanden haben. Ist es üblich, daß Händler den ungesehen
> wegwerfen und die gelieferten Sachen, ohne sie weiter anzusehen, ins
> Regal werfen?
Üblich sollte es nicht sein, für ausgeschlossen würde ich es aber nicht 
gerade halten, in fast keiner Firma.

>> Die Lieferanten bestehen üblicherweise auf Einsenden an den Hersteller
>> und ewig warten, auch wenn eine Baugruppe sich bei Einbau sofort als
>> defekt herausstellt.
>
> In diesem Fall ist über das Alter der Platte ja nichts bekannt, aber im
> Thread kam auch schon eine mit 20.000 Stunden Betriebsdauer auf dem
> Buckel. Da kann von "bei Einbau sofort als defekt" keine Rede sein.
Das betraf die reparierte Platte, das ist mit Sicherheit nicht die, die 
eingeschickt wurde. Auch beim Hersteller wird da nur ausgetauscht.

>> Der Kunde besteht auf Soforttausch und der Händler muß es machen, wenn
>> der Kunde den Kram gerade bei ihm gekauft hat.
>
> Warum sollte er das müssen?
Ja, müssen muß er eigentlich nicht, aber:
als Kunde würde ich wohl den Händler wechseln oder auf Rückabwicklung 
bestehen, wenn ich eine Stunde nach Kauf wieder im Laden stände und mir 
mindestens 14 Tage für die Rekla eröffnet werden.
Alternative für mich als Kunden wäre ja nur, noch eine zukaufen, ich 
habe die ja zum Benutzen für mich gekauft, nicht zur Umsatzerhöhung des 
Händlers.

Genau da liegt doch das Problem: ist es ein kleiner Händler kann er es 
sich eigentlich nicht leisteun, einen Soforttausch zu machen, den Kunden 
zu verlieren kann er sich aber meist auch nicht leisten...
Ist es ein großer Händler tauscht er eben und geht das Risiko ein.
Kunde kommt wieder, weil "die sind wenigstens unproblematisch bei 
Reklas".
Der große steckt es weg. Die Marge stimmt trotzdem, weil er bei 2000 
Stück eben einen besseren EK bekommt als der kleine bei 1 Stück.

>> Letztlich bleibt in jedem Fall der Händler auf dem Problem sitzen.
>
> Wenn er dem Kunden sofort ein Austauschgerät mitgibt, ja. Mich hat das
> zwar auch schon mal genervt, als ein Händler das nicht getan hat, aber
> ich kann's durchaus verstehen.
Ich verstehe es auch, hätte ich aber das konkrete Problem, was sollte 
ich dann machen???

Unwichtiges Beispiel: meine DVB-T-Box geht nach 3 Jahren kaputt.
Also schnell in den xxxxx-Markt und Ersatz geholt.
Nur ein Gerät auffindbar, das meinen Vorstellungen entsprach, also 
gekauft.
Am nächsten Tag zurück, da defekt.
Austausch ging nicht, war nicht mehr vorrätig, also Geld zurück und 
woanders Ersatz gekauft.
Ob ich bei einem kleinen Händler jetzt bereit gewesen wäre, 14 Tage auf 
eine Rücksendung an den Lieferanten/Hersteller zu wäre?
14 Tage ohne TV hätte mich zumindest gestört, 14 Tage ohne TV hätte aber 
des häuslichen Frienden eher in einen "Kleinkrieg" verwandelt... ;-(

Ob ich mir das angetan hätte?
Hätte ich dann eine zweite kaufen sollen, um nach 14 Tagen gleich 
Reserve zu haben?
Hätte ein kleiner Händler mir das Geld zurückgegeben und hätte das Teil 
dann als repariert zurückbekommen, müßte er es als gebraucht mit Verlust 
verkaufen und hoffen, daß ich weiterhin soviel bei ihm kaufe, daß sich 
das letztlich doch rentiert. Auch keine wirkliche Lösung.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Jürgen W. (juergenw)
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Habe auch mal vor 6 Jahren eine Seagate - Certified Repaired HD gekauft. 
War ein Sonderposten und beim Kauf hatte ich es nicht gesehen. Diese 
Platte läuft seitdem einwandfrei. Nur im Winter will die Platte nicht 
sofort anlaufen, wenn es im Zimmer unter so 15° hat. Das heißt, PC 
einmal zusätzlich aus und wieder einschalten damit die Platte anläuft. 
FAZIT: nie wieder.

Autor: mhh (Gast)
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Jürgen W. schrieb:
> Nur im Winter will die Platte nicht
> sofort anlaufen, wenn es im Zimmer unter so 15° hat. Das heißt, PC
> einmal zusätzlich aus und wieder einschalten damit die Platte anläuft.

Kann aber auch am Mobo oder Netzteil liegen (ist sogar eher 
warscheinlich).

Autor: Matthias (Gast)
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Kurze Rückmeldung: Platte ging am 22.12. per Post an Atelco zurück, am 
29.12. stand der Postbote mit einer Ersatz-Platte vor der Tür. Da kann 
man wirklich nicht klagen, ein perfekter Service.
Die neue HD ist von Western Digital mit Produktionsdatum vom 09.11.2009, 
die scheinen also noch IDE-Platten herzustellen.
Vielen Dank für die Tips und ein gutes neues Jahr !

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